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Hört sich doch erst einmal gut an.

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  1. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: h223hq 02.05.15 - 03:39

    Das mit dem kaufen ist ja gut und schoen, gerade hier bei mir in Norwegen werde ich staendig gefragt wann ich denn endlich mal ein Haus kaufen moechte. Nur wird gerne vergessen , dass dort ein ganzer Rattenschwanz von Kosten mit dranhaengt (Kommunale Abgaben, Grundsteuer, Anschluesse usw.) zusammen mit den immer wieder anfallenden Reperaturen und den Zinsen fuer das Darlehen lohnt sich so eine Imobilie kaum.
    Wenn Du autark auf einem Berg wohnst und handwerklich nicht unbegabt bist, lohnt es sich sicher fuer dich. Nur fuer die meisten anderen eben nicht.

    Und ich habe nach 5 Jahren nicht nichts sondern ich wohnte 5 Jahre in einer Wohnung in der ich nichts reparieren/sanieren musste und kann innhalb kuerzester Zeit meine 7 Sachen packen und wo anders hinziehen ohne mir Gedanken um den Verkauf, meine Bank, Ehepartner und sonstige Verpflichtungen machen zu muessen ;-).

    Aber versteh mich nicht falsch, finde es Klasse autark zu leben, ist fuer mich halt noch nicht moeglich.

    Gruss Jan

  2. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Oldy 02.05.15 - 06:03

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Luke321 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Na ja, das sehe ich anders herum. Miete ist weg, Du hast nichts wenn Du
    > ausziehst nach ein paar Jahren. Wenn Du 5 Jahre irgendwo fuer 800 Euro/m
    > kalt wohnst, sind das immerhin fast 50000 Euro die weg sind. Haettest Du
    > dieses Geld ueber eine Hypothek auf ein Haus oder Appartement gezahlt,
    > haettest Du beim Auszug immer noch das Haus/Appartement welches Du
    > vermieten kannst

    Rechne mal:
    Du müstest 150.000 Darlehen für eine kleinere Wohnung aufnehmen. Mit allen Kosten für durchschnittlich (über Laufzeit) 5% Zinsen. Macht schon 7.500 nur für Zinsen. Dann kommen 3% Tilgung dazu. Nochmal 4.500. Jetzt rechne man zusätzlich 2% für laufende Kosten und Rücklagen für Reperaturen. Weitere 3000.
    Rechne das zusammen, ziehe Deine Miete ab und stell Dir vor diese Differenz würdest Du vernünftig anlegen, z.B. in einen Wachstumsländer-Aktienfond.
    Mieten ist billiger und flexibler.
    Vermieten kann teuer werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.15 06:05 durch Oldy.

  3. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: elf 02.05.15 - 10:06

    Luke321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >Tatsächlich? Ich habe hier noch nie einen gesehen. Ausser in Waeschereien
    > > aber auch da laufen sie mit Gas.
    >
    > Ja auf jedenfall. Ich würde jetzt mal grob schätzen, dass 80% der
    > Haushalte, die ich kenne einen Trockner haben. Gerade im Winter habe ich
    > auch schon des Öfteren ernsthaft überlegt einen zu besorgen.

    Wir haben auch einen Trockner. Wir haben ihn hauptsächlich zum Trocknen der Bettwäsche der Kinder gebraucht. Seit wir in einem Haus mit KWL wohnen, wird er aber nicht mehr wirklich benötigt und der Stromverbrauch ist dramatisch gesunken. Im Winter trocknet die Wäsche zudem extrem schnell, da die Aussenluft kaum Wasser enthält. Deswegen wundert mich jetzt dein letzter Satz. Man kann übrigens die Wäsche auch im Winter draussen trocknen lassen.

    >
    > > Wer redet von der Masse? In Deutschland hat die Masse nicht mal
    > > Wohneigentum, also das essentiellste schlechthin. Hier in Spanien
    > besitzt
    > > ueber 80% der Bevoelkerung das eigene Dach ueberm Kopf, in Deutschland
    > um
    > > die 40%.
    >
    > Na ja also. Nichts anderes sage ich doch. Deine autarke Versorgung mag ja
    > schön und gut sein, der Masse in Deutschland und auch im Rest von Europa
    > hilft das aber nicht. Auch in Frankreich, der Schweiz oder Polen wäre es
    > nicht praktikabel jeden Haushalt flaschenweise mit Gas zu beliefern. Davon,
    > dass Gas in diesen Mengen kein erneuerbarer Rohstoff ist mal ganz
    > abgesehn.

    Mit 1100kWh im Jahr kriegt man nicht mal ein Passivhaus warm in Deutschland. Gas geht gar nicht. Für Spanien stell ich mir das aber praktikabel vor.

    > Ich denke die Ansichtssache liegt hier eher darin, ob man sich selbst darum
    > kümmern will, seine Versorgung zu installieren, oder ob man lieber andere
    > dafür bezahlt das zu tun. Stromkonzerne bieten eine Dienstleistung an. Es
    > steht jedem frei diese zu beziehen.
    > Ich sage ganz ehrlich, ich werde mich in absehbarer Zeit sicher nicht
    > autark machen. Das ist mir zum einen den Aufwand nicht wert und zum anderen
    > investiere ich keine Unsummen in Immobilien, in denen ich in ein paar
    > Jahren vielleicht gar nicht mehr lebe. Und diese zwei Argumente sind auch
    > der Grund warum das auch sonst niemand macht.

    Ich denke, die 2 Gründe liegen einerseits am hohen Grundstückspreis in nennenswerter Nähe zum Arbeitsplatz. 2. an der Auflage der meisten Banken, nennenswert Eigenkapital bei der Finanzierung zu haben, z.B. 20% von 150.000¤ sind 30.000¤, die die meisten Menschen hierzulande nicht ansparen können. Dann ust man zur Miete "verdammt".

  4. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: ghj 02.05.15 - 12:10

    Diese scheiss Milchmaedchenrechnung mit 800¤ Miete gegen 800¤ Hypothek/Darlehen gehen mir sowas von auf den Sack.

    Die Hypo zahlst du ueber 20 oder 30 Jahre ab und zahlst ein vielfaches ab an Wert der Immobilie. Heisst von den 800 pro Monat gehen vielleich 200 als Wertanlage und der Rest geht in die Tilgung unter Annahme 10-20% Eigenkapital. Also nix mit 5 Jahre Hypo zahlen und dann raus und denken 1:1 bekommst du das wieder mit was du an Miete gezahlt haettest. Das ist dummer Unfug. Darueber hinaus hat besagte Immobilie weiterhin Fixkosten on Top, Wartung ect.

    Eine Immobilie macht in erster Linie eines: immobil.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.05.15 12:11 durch ghj.

  5. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Eheran 02.05.15 - 13:11

    Genau mein Gedankengang. Vonwegen Selbstversorger.
    Und selbst ohne diese ganzen Verbraucher noch eine viel größer dimensionierte Anlage.
    Aber anderen hier was von 3kWp und 10kWh Puffer erzählen... ne.

  6. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: ChMu 02.05.15 - 13:17

    ghj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese scheiss Milchmaedchenrechnung mit 800¤ Miete gegen 800¤
    > Hypothek/Darlehen gehen mir sowas von auf den Sack.
    >
    > Die Hypo zahlst du ueber 20 oder 30 Jahre ab und zahlst ein vielfaches ab
    > an Wert der Immobilie. Heisst von den 800 pro Monat gehen vielleich 200 als
    > Wertanlage und der Rest geht in die Tilgung unter Annahme 10-20%
    > Eigenkapital. Also nix mit 5 Jahre Hypo zahlen und dann raus und denken 1:1
    > bekommst du das wieder mit was du an Miete gezahlt haettest. Das ist dummer
    > Unfug. Darueber hinaus hat besagte Immobilie weiterhin Fixkosten on Top,
    > Wartung ect.
    >
    > Eine Immobilie macht in erster Linie eines: immobil.

    Und Du meinst wirklich, das der Mieter diese Kosten nicht hat? Der Besitzer der Immobilie, also der Vermieter, zahlt drauf damit Du guenstig zur Miete wohnen kannst?
    Ich besitze eine Wohnung welche ich vor 40 Jahren in Frankfurt/M gekauft habe fuer die damals fuer mich erschlagende Summe von 63000 DMark. Ich habe ueber 10 Jahre in dieser Wohnung gelebt und bin dann ausgewandert. Die Wohnung wird ueber eine Agentur vermietet. Natuerlich zu hoeheren Preisen als ich Kosten habe. Ueber die Jahre waren Renovierungs und andere Kosten faellig, welche aber alle von der Miete abgedeckt wurden. Inzwischen hat die Wohnung (natuerlich lange abgezahlt) um die 200000 DMark erwirtschaftet. Also um die 100000 Euro. Sie ist heute geschaetzt auf 180000 Euro. Wenn ich sie verkaufen wuerde.
    Wie dieses Arrangement immobil machen soll, kann ich nicht sehen.

  7. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: ChMu 02.05.15 - 13:20

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau mein Gedankengang. Vonwegen Selbstversorger.
    > Und selbst ohne diese ganzen Verbraucher noch eine viel größer
    > dimensionierte Anlage.
    > Aber anderen hier was von 3kWp und 10kWh Puffer erzählen... ne.

    Meine Anlage ist groesser, aber im Verhaeltnis 3 zu 10 stimmt doch? Wo ist das Problem? Was meinst Du mit vonwegen Selbstversorger? Die Anlage ist ueberdemensioniert, weil ich mich von "Experten" habe beraten lassen welche im Nachhinein keine Ahnung hatten.

  8. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Grym 02.05.15 - 13:28

    Heutzutage sind die Zinsen bei 10 jähriger Festschreibung in Deutschland mit Beimischung von regionalen Förderprogrammen bei unter 1 Prozent. Rechnen wir einfach mal mit 1 Prozent der Einfachheit halber. Ohne regionale Förderprogramme (Zinsvergünstigung durch regionale Landesbank etwa oder KfW-Kredite) sind die Zinsen nur minimalst über 1 Prozent, allerdings gibt es entsprechende Programme m.W. eh in jedem Bundesland.

    Bei einer 150.000 EUR Wohnung hat man also 20 Prozent Eigenkapital plus Kaufnebenkosten (Notarkosten, Grunderwerbssteuer je nach Bundesland plus evtl. Makler - Maklergebühren gibt es bei Neubau- oder Sanierungsprojekten stadtbekannter Firmen allerdings meist nicht). Die 120.000 EUR Restschuld tilgt man zu 6 Prozent mit 1 Prozent Zinsen. Die Monatsrate ist dann 700 EUR. Die Restschuld nach 10 Jahren beträgt 44.310 EUR.

    Wenn man es nach ein paar Jahren im Job nicht geschafft hat, 30-50k EUR anzusparen, dann kann man eh nicht mit Geld umgehen und sollte lieber dabei bleiben, von der Hand in den Mund zu leben. Alle anderen haben bei den heutigen Bedingungen nach 15 Jahren angemessenes Wohneigentum abgezahlt.

    Nebenkosten wie Grundsteuer, Heizung (auch Wartung dieser Anlage), Müll, Wasser, Schornsteinfeger, Gebäudeversicherungen und selbst kleine Reparaturen/Wartungen/Instandhaltungen sind komplett in den Nebenkosten enthalten. Das zahlt auch jeder Mieter. Und die Definition von kleinen Reparaturen geht nach dem Vermieter meist recht großzügig.

    Kaufen statt mieten lohnt sich vom Grundsatz fast immer. Bei einem Vertragsverhältnis zwischen Vermieter und Mieter, wobei der Vermieter meist an eine Bank zahlen muss und es zahlreiche zwischengeschaltete Dienstleistungsfirmen gibt wie Hauswart, Gärtner, Reinigung, Winterdienst sowie eine bezahlte Hausverwaltung und die kalkulatorischen Kosten von Neuvermietung und Leerstand müssen immer mehr Mäuler stopfen als wenn ich mir ein Einfamlienhaus kaufe, es über eine Bank finanziere und sowas wie Garten in Schuss halten, Flur reinigen oder mal ne Lampe wechseln selbst mache und keine Hausverwaltungskosten habe oder kein Neuvermietungsrisiko trage. Aber das muss jeder mit seiner Bequemlichkeit ausmachen. :)

  9. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Eheran 02.05.15 - 13:34

    Hier geht es um autarkes Leben. Eine Gasleitung (oder Tank oder..) um die größten Verbrauchen zu verbannen ist da nicht drin, das wird zu einer absoluten Milchmädchenrechnung.

    Wie hoch ist denn dein Verbrauch im Winter und wieviel speist die Anlage da noch ein?
    Such dir mal die schlechteste Woche im letzten Winter raus und skaliere die Anlage danach. Wieviel kWp und kWh Puffer wären dann nötig, damit es auch in der Woche nicht dunkel wird? Jedenfalls kann man es da mit 3kWp und 10kWh getrost bleiben lassen.

  10. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: ghj 02.05.15 - 14:09

    Grym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei einer 150.000 EUR Wohnung hat man also 20 Prozent Eigenkapital plus
    > Kaufnebenkosten (Notarkosten, Grunderwerbssteuer je nach Bundesland plus
    > evtl. Makler - Maklergebühren gibt es bei Neubau- oder Sanierungsprojekten
    > stadtbekannter Firmen allerdings meist nicht). Die 120.000 EUR Restschuld
    > tilgt man zu 6 Prozent mit 1 Prozent Zinsen. Die Monatsrate ist dann 700
    > EUR. Die Restschuld nach 10 Jahren beträgt 44.310 EUR.
    >

    So sieht dann die Milchmaedchenrechnung aus und so die Wirklichkeit:
    http://darlehenszinsenaktuell.de/baudarlehen-vergleich/

    Einfach mal 150.000 als Darlehen reinhauen bei 20% Eigenkapital, Tilgung 6% und 1,20% Zins und Resultat sieht so aus:

    Monatsrate: 900¤
    Restschuld: 54.428,06 ¤

    Mach ich jetzt mal eine eigene Milchmaedchenrechnung auf, so nehme ich fuer besagte Immobilie mal an das es sich um 60-70qm Stadtlage handelt und die Miete bei 500-600¤ liegt (im Osten niedriger).

    In diesen Mietkosten sind die Nebenkosten des Vermieters enthalten, Hausmeisterservice ect. bei der Monatsrate des Darlehens nicht also nochmal 150¤ aufschlagen.

    Damit stehen 500 - 600¤ Miete 1050¤ Darlehen + Nebenkosten gegenueber. So schauts aus.

  11. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Jolla 02.05.15 - 16:10

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wo ist das Problem?

    Deine Art zu leben deckt sich wahrscheinlich mit <5% der deutschen Bevölkerung, die ein EFH haben und sich eine PV Anlage leisten wollen (optimistisch betrachtet). Du tust aber so, als wären deine Zahlen auf die Allgemeinheit bezogen. Das sind sie aber ganz sicher nicht. Also erzähle einem Laien doch nicht nur die halbe Wahrheit, sondern auch welche Umstände zu solchen Zahlen führen.

    Der durchschnittliche Stromverbauch eines 4-Personen Haushaltes liegt irgendwo bei 5kw. Damit kannst du rechnen. Ansonsten können wir auch einen Neandertaler als Vergleich heranziehen.

  12. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Jolla 02.05.15 - 16:19

    ghj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grym schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Bei einer 150.000 EUR Wohnung hat man also 20 Prozent Eigenkapital plus
    > > Kaufnebenkosten (Notarkosten, Grunderwerbssteuer je nach Bundesland plus
    > > evtl. Makler - Maklergebühren gibt es bei Neubau- oder
    > Sanierungsprojekten
    > > stadtbekannter Firmen allerdings meist nicht). Die 120.000 EUR
    > Restschuld
    > > tilgt man zu 6 Prozent mit 1 Prozent Zinsen. Die Monatsrate ist dann 700
    > > EUR. Die Restschuld nach 10 Jahren beträgt 44.310 EUR.
    > >
    >
    > So sieht dann die Milchmaedchenrechnung aus und so die Wirklichkeit:
    > darlehenszinsenaktuell.de
    >
    > Einfach mal 150.000 als Darlehen reinhauen bei 20% Eigenkapital, Tilgung 6%
    > und 1,20% Zins und Resultat sieht so aus:
    >
    > Monatsrate: 900¤
    > Restschuld: 54.428,06 ¤

    Und nach 16 Jahren bist du schuldenfrei - falls du keine Sondertilgung gemacht hast.


    > So schauts aus.

    Jepp. Schuldenfrei, die eigenen 4 Wände, Investitionen in meinen Besitz und nicht in die Taschen anderer.

  13. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Grym 02.05.15 - 18:01

    ghj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grym schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Bei einer 150.000 EUR Wohnung hat man also 20 Prozent Eigenkapital plus
    > > Kaufnebenkosten (Notarkosten, Grunderwerbssteuer je nach Bundesland plus
    > > evtl. Makler - Maklergebühren gibt es bei Neubau- oder
    > Sanierungsprojekten
    > > stadtbekannter Firmen allerdings meist nicht). Die 120.000 EUR
    > Restschuld
    > > tilgt man zu 6 Prozent mit 1 Prozent Zinsen. Die Monatsrate ist dann 700
    > > EUR. Die Restschuld nach 10 Jahren beträgt 44.310 EUR.
    > >
    >
    > So sieht dann die Milchmaedchenrechnung aus und so die Wirklichkeit:
    > darlehenszinsenaktuell.de
    >
    > Einfach mal 150.000 als Darlehen reinhauen bei 20% Eigenkapital, Tilgung 6%
    > und 1,20% Zins und Resultat sieht so aus:
    >
    > Monatsrate: 900¤
    > Restschuld: 54.428,06 ¤
    >
    > Mach ich jetzt mal eine eigene Milchmaedchenrechnung auf, so nehme ich fuer
    > besagte Immobilie mal an das es sich um 60-70qm Stadtlage handelt und die
    > Miete bei 500-600¤ liegt (im Osten niedriger).
    >
    > In diesen Mietkosten sind die Nebenkosten des Vermieters enthalten,
    > Hausmeisterservice ect. bei der Monatsrate des Darlehens nicht also nochmal
    > 150¤ aufschlagen.
    >
    > Damit stehen 500 - 600¤ Miete 1050¤ Darlehen + Nebenkosten gegenueber. So
    > schauts aus.

    120.000 EUR x 0,07 = 8.400 EUR = 700 EUR pro Monat

    600-650 EUR Kaltmiete als Vergleich dürfte hinkommen, Warmiete entsprechend 850-900 EUR. Aber Warmmieten brauchen wir nicht vergleichen. Also legst du die 50-100 EUR Differenz halt an. Es dürfte aber selbst schwierig werden, damit überhaupt Inflationsausgleich zu erwirtschaften, jedenfalls zur Zeit und in den nächsten Jahren.

    Ein deutlich realistischeres Beispiel, denn mit 70qm Stadtwohnung wird man auf Dauer auch nicht glück: Haus kostet etwa 300.000 EUR (135qm, Neubau-Standard, Grundstück hier im Umkreis 5-10km zur Stadtmitte) und gemietet kostet so etwas hier, falls man es überhaupt findet, mindestens 1.500 EUR Kaltmiete. Bei 20% Eigenkapital hast du einen Kreditbetrag von 240.000 EUR. Wenn du nur die 1.500 EUR vergleichbare Kaltmiete zahlst, dann kannst du schon 6,5% tilgen und natürlich die 1% Zinsen bedienen. Es bleibt nach 10 Jahren eine kümmerliche Restschuld von 76.000 EUR übrig.

    Und mit diesem Haus hast du gleichzeitig die Fläche für eine PV-Anlage und vor allem die Rechte, entsprechende Projekte umsetzen - ob jetzt oder in 10 Jahren. Der Mieter hat seine 60.000 EUR Anfangskapital vielleicht verzinst - vielleicht sogar oberhalb der Inflation, aber nur knapp. Das war es. Ich habe ja 1.500 EUR Kaltmiete wie 1.500 EUR Zahlung an die Bank angesetzt. Der Mieter hätte hier also kein gespartes Geld zum investieren. Ebenso wirst du bei einem Neubau in den ersten 10 Jahren auch keine Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen haben (sowas wie Schornsteinfeger, Wartung Gas-Therme, usw. laufen über die Nebenkosten und werden vom Mieter ebenfalls gezahlt!).

    Mit den Dachflächen eines EFH (+ optional Dach von der Doppelgarage), 2-3 Tesla Powerwalls und einer Erdwärme-Heizung (günstiger wäre Standard-Wärmepumpe, aber teurer im Unterhalt und so eine Bohrung einmal gemacht ist dann einfach da) könntest du dich komplett vom Energiemarkt verabschieden (1-2 Elektro-Autos dazu, 1-2 Pedelecs für den Fun-Faktor). Könntest du, musst aber nicht.

    Deswegen, der Wohnungsvergleich war eine nette Rechenübung. Aber lasst uns mal über "the real thing" reden. Auf meinem Dach ist übrigens noch gar keine PV-Anlage. Aber theoretisch durchgerechnet ist alles und falls der Zeitpunkt kommt, wo sich (Teil-)-Autarkie finanziell rechnet, dann wechsel ich. Und der Zeitpunkt ist nicht mehr weit entfernt. Ebenso ist beispielsweise ein E-Auto deutlich wartungsärmer als ein konventionelles. Auch hier ist man vom finanziellen Break-Even nicht mehr weit entfernt. Und e-Auto kann ich als Wohnungsbewohner mit Parken auf der Straße auch vergessen.

  14. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: The-Master 02.05.15 - 19:01

    Ich weiß ja nicht was bei euch so alles an der steckdose hängt (ja eher nicht so viel).

    Aber bei uns sind es 8900 kWh/a. Und das ist schon eher sparsarm verglichen mit den 11000 kWh/a bevor wir Kühlschränke etc. modernisiert haben.

    Bei unserem Verbrauch pro Tag (8900/365 ~= 24,5kWh / Tag) und einer angenommenen gleichverteilung der Energienutzung über den Tag würde die große version knapp 10 Stunden zur Versorgung reichen. Eine mittelgroße (Hausdach) PV Anlage erzielt auch gerne mal mehr als 10kWh pro Tag. Der akku könnte also auch nur einen Teil der Tagesleistung speichern um ein Auto mit Solarstrom zu versorgen, der ist einfach zu klein dimensioniert.

    Ich möchte dir damit deine Rechnung nicht völlig absprechen, aber zeigen "es gibt auch andere Maßstäbe".

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oldy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mich würde es nur interessieren, wie teuer ein Komplettpaket ist, was
    > man
    > > braucht um z.B. ein 7 KW- Akku mittels Solar aufzuladen und wie lange so
    > > eine Batterie hält, wenn keine Solareinspeisung erfolgt.
    >
    > Wie lange die Batterie ohne Einspeisung haellt, haengt ja davon ab, wie
    > viel Du ziehst. Wir verbrauchen mit vier Personen etwa 1100kWh im Jahr,
    > also etwa 3kWh am Tag (ohne Auto, das laeuft seperat) eine 7kWh Batterie
    > wuerde also gute zwei Tage Vollversorgung bedeuten. Aber irgendwann wirds
    > hell, auch wenn Wolken da sind, aber geladen wird immer. Natuerlich
    > weniger. Aber wenn man so eine Schlechtwetter Front herankommen sieht, kann
    > man natuerlich Ruecksicht nehmen und locker auf 3-5 Tage ausdehnen.
    >
    > $3000 fuer 7kWh (Verschwendung, dann lieber gleich 10kWh)
    >
    > Also.
    >
    > $3500 fuer 10kWh, das sind weit mehr als ein 4 Personen Haus am Tag
    > verbraucht. 10 Jahre Garantie
    > $2500 fuer 3kWp Solarzellen welche diese Batterie in einigen h laden kann
    > aber das auch bei Wolken noch schafft, 25Jahre Garantie
    > $1000 fuer nen vernuenftigen Sinus Wandler. 10 Jahre Garantie.
    >
    > Macht also $7000 fuer die Hardware. Nun muss das ganze Zeig natuerlich
    > zusammengesteckt werden, in Deutschland sind dazu sicher dutzende DIN
    > Normen und Meister ihres Faches von noeten, also rechne mal mindestens
    > $1000 rein fuers Aufbauen dazu.
    >
    > Macht $8000 fuer garantierte 10Jahre aber praxisrelevant eher 15 Jahre
    > Strom. Ohne sparen, Einschraenkungen ect. Lege $2000 drauf und Dein e-Auto
    > faehrt ebenfalls ein paar Decaden gratis durch die Gegend.
    >
    > Ich bin seit 14 Jahren Selbstversorger, kenne mich mit Stromrechnungen also
    > nicht so aus, weiss aber, das alleine der Grid Anschluss an mein Haus fast
    > 8000 Euro verschlingen wuerde, plus monatliche Rechnungen. Bekannte mit
    > Stromanschluss reden von immerhin ueber hundert Euro im Monat, also 12000
    > Euro in zehn Jahren, wenn die Preise so bleiben, wie sie sind.
    >
    > Eigendlich ein no Brainer.

  15. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Iason 03.05.15 - 18:47

    Uh, fast 9000 kWh/a das ist aber viel, habt Ihr starke Lampen (>80 Watt)? Wäschetrockner, Elektroheizung/strahler?
    Wir sind hier eine 4-Mann WG, und sehen uns nicht so vor und verbrauchen ~3000 kWh/a. Haben aber Gasherd und -ofen.

  16. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: The-Master 04.05.15 - 10:00

    Ja, haben mehrere 120W Außenlampen und eine pumpe für nen teich etc. Da kommt dann was zusammen. Ich habe auch schonmal eine umrüstung auf LED durchgerechnet, aber das lohnt sich für außen noch nicht so richtig, bis die lampen mit entsprechender lichtleistung günstiger werden.
    Ansonsten läuft halt auch viel über Strom; Herd, Kühltruhe(n), PCs^^. Jedenfalls rentiert es sich jährlich einen günstigen Stromanbieter zu suchen.

    Iason schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Uh, fast 9000 kWh/a das ist aber viel, habt Ihr starke Lampen (>80 Watt)?
    > Wäschetrockner, Elektroheizung/strahler?
    > Wir sind hier eine 4-Mann WG, und sehen uns nicht so vor und verbrauchen
    > ~3000 kWh/a. Haben aber Gasherd und -ofen.

  17. Re: Hört sich doch erst einmal gut an.

    Autor: Tannenzapfen 04.05.15 - 10:08

    Wir sind eine 3-Personen Kleinfamilie und haben derzeit in einer Mietwohnung einen Jahresverbrauch von 1400 kWh / ca. 3,8 kWh pro Tag. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass wir nicht mehr als 10 kWh pro Tag verbrauchen würden, selbst wenn wir irgendwann mal ein Haus haben sollten.

    So unterschiedlich sind halt die Ansprüche. Wenn man mehr Geräte hat, verbraucht man mehr und muss dann auch mehr zahlen, bzw. investieren, wenn man auf PV umrüsten will. Eine Standardrechnung gibt es da nicht. Man muss immer den individuellen Verbrauch bedenken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.15 10:08 durch Tannenzapfen.

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Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

Samsung CRG9 im Test: Das Raumschiffcockpit für den Schreibtisch
Samsung CRG9 im Test
Das Raumschiffcockpit für den Schreibtisch

Keine Frage: An das Curved Panel und das 32:9-Format des Samsung CRG9 müssen wir uns erst gewöhnen. Dann aber wollen wir es fast nicht mehr hergeben. Dank der hohen Bildfrequenz und guten Auflösung vermittelt der Monitor ein immersives Gaming-Erlebnis - als wären wir mittendrin.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Android Samsung will Android-10-Beta auch für Galaxy Note 10 bringen
  2. Speichertechnik Samsung will als Erster HBM2 in 12 Ebenen und 24 GByte bauen
  3. Samsung Fehler am Display des Galaxy Fold aufgetreten

Offene Prozessor-ISA: Wieso RISC-V sich durchsetzen wird
Offene Prozessor-ISA
Wieso RISC-V sich durchsetzen wird

Die offene Befehlssatzarchitektur RISC-V erfreut sich dank ihrer Einfachheit und Effizienz bereits großer Beliebtheit im Bildungs- und Embedded-Segment, auch Nvidia sowie Western Digital nutzen sie. Mit der geplanten Vektor-Erweiterung werden sogar Supercomputer umsetzbar.
Von Marc Sauter

  1. RV16X-Nano MIT baut RISC-V-Kern aus Kohlenstoff-Nanoröhren
  2. Freier CPU-Befehlssatz Red Hat tritt Risc-V-Foundation bei
  3. Alibaba Xuan Tie 910 Bisher schnellster RISC-V-Prozessor hat 16 Kerne

  1. Quartalsbericht: Microsoft steigert Gewinn und Umsatz zweistellig
    Quartalsbericht
    Microsoft steigert Gewinn und Umsatz zweistellig

    Microsoft hat wie erwartet starkes Wachstum bei Umsatz und Gewinn verzeichnet. Der Softwarekonzern erreichte eine Marktkapitalisierung von 1,056 Billionen US-Dollar. Das Cloudgeschäft legt wieder massiv zu.

  2. Kongress-Anhörung: Zuckerberg will Zustimmung der USA zu Libra abwarten
    Kongress-Anhörung
    Zuckerberg will Zustimmung der USA zu Libra abwarten

    Mark Zuckerberg muss den US-Abgeordneten Rede und Antwort zur Digitalwährung Libra stehen. Der Facebook-Chef warnt vor einem Bedeutungsverlust der US-Finanzwirtschaft bei einer Blockade des Projekts.

  3. Mikrowellen: Verizons 5G Netz kann kein Stadion ausleuchten
    Mikrowellen
    Verizons 5G Netz kann kein Stadion ausleuchten

    Verizon kündigt sein 5G Ultra Wideband für Stadien an. Doch nur ein Teil der Besucher kann das Netz auch nutzen, da der Betreiber ein Problem mit der Ausleuchtung hat.


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