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Das ist wie mit den Affen...
Autor: JouMxyzptlk 11.07.22 - 17:04
Eine Million Affen für eine Million Jahre an Schreibmaschinen setzen, und dann wird irgendwann schon ein Shakespeare Akt rauskommen.
Hier hat man es eben so weit optimiert dass es "KI" genannt wird :D. Die Selektionslogik wird besser sein als bei den Affen, aber das sonstige Vorgehen ist gleich. -
Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: fanreisender 11.07.22 - 17:19
Ja, aber was ist Dein Problem?
Genau so funktioniert Innovation.
Man "stöpselt" irgendetwas zusammen, ein Gedicht, die Konstruktionszeichnung eines Warp-Antriebs oder ein Kochrezept.
Die ganz überwiegende Zahl der Ergebnisse hört sich hässlich an, funktioniert nicht oder schmeckt scheußlich.
Der Trick besteht in möglichst effizienten Tests. Das ist nicht nur eine Frage der sehr großen Zahl, sondern auch die Problematik, etwas blödsinnig klingendes nicht voreilig zu verwerfen. -
Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: JouMxyzptlk 11.07.22 - 17:23
Ich habe nicht geschrieben dass es ein Problem ist, das bildest du dir ein.
Ich habe die Methode verglichen. -
Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: Port80 11.07.22 - 17:59
Man sollte künftige Grafikkartenleistung vielleicht in Schreibmaschinen-Affen pro Sekunde angeben...
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Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: spyro2000 11.07.22 - 18:59
JouMxyzptlk schrieb:
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> Eine Million Affen für eine Million Jahre an Schreibmaschinen setzen, und
> dann wird irgendwann schon ein Shakespeare Akt rauskommen.
> Hier hat man es eben so weit optimiert dass es "KI" genannt wird :D. Die
> Selektionslogik wird besser sein als bei den Affen, aber das sonstige
> Vorgehen ist gleich.
Nein. Informiere dich mal, ist fast schon ein wenig peinlich ;) -
Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: DX12forWin311 11.07.22 - 19:58
Wenns wie der Affe an der Schreibmaschine wär, wärs einfach randomisiert Bauteile anordnen, verbinden und das Ergebnis prüfen. Wenn man da mehr als eine handvoll Teile hat, dauert das bis ans Ende des Universums, um irgendwas brauchbares zu bekommen.
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Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: mgutt 11.07.22 - 20:29
Wenn man 32000 GPU Stunden investiert hat, mit wer weiß wie vielen und starken GPU Kernen, dann klingt das für mich auch eher nach ausprobieren als selektieren. Das Gute daran ist aber auch, dass man völlig neu immer bei Null anfängt und gänzlich neue Ansätze findet. Ich tue mich dabei aber auch immer schwer das "Intelligenz" zu nennen.
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Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: Atent 123 11.07.22 - 21:37
Aktuell ist das auch ein Prozess der sehr stark auf ausprobieren und durchsimmulieren basiert. Ob da jetzt bei so einem Großprojekt ein paar Tausend Ings ein Jahr lang Dransitzen und dahinter ein großes Rechenzentrum für Synthese und QuestaSim durchläuft macht da auch keinen großen Unterschied mehr.
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Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: Das Osterschnabeltier 11.07.22 - 22:01
Das ist eigentlich gar nichts neues. ML ist Gang und Gebe in der Prozessorentwicklung. Bisher wurden sie aber (meines Wissens nach) nur dafür eingesetzt um lokale Maxima zu erzeugen. Ingeneure haben festgesetzt welche Blöcke existieren müssen und ein Programm ist zuständig für die optimale Anordnung dieser Sektionen.
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Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: Eldark 12.07.22 - 08:29
mgutt schrieb:
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> Wenn man 32000 GPU Stunden investiert hat, mit wer weiß wie vielen und
> starken GPU Kernen, dann klingt das für mich auch eher nach ausprobieren
> als selektieren. Das Gute daran ist aber auch, dass man völlig neu immer
> bei Null anfängt und gänzlich neue Ansätze findet. Ich tue mich dabei aber
> auch immer schwer das "Intelligenz" zu nennen.
Mach die Arbeit mit einer GPU und schon nennt man es Evolution ;)
Nach 10.000 rauchenden addieren kommt dann der eine der geht, die nächste Generation startet von der funktionierenden, nicht von der rauchenden.
Irgendwann waren wir auch alle mal sehr behaart und haben faustkeile genutzt, nachdem viele es nicht schafften sind die wir rausgekommen. Aber bei manchen fehlen nur die Haare und der Rest ist noch old school -
Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: robinx999 12.07.22 - 09:23
Völlig zufällig macht keinen Sinn das würde zu lange dauern, da müssen schon Vorgaben gemacht werden. Man kann ja nicht mal Schach lösen indem man alle Stellungen durchprobiert. Ein System zu programmieren welches alle Schachstellungwn durchprobiert wäre leicht die Berechnungsdauer aber viel zu hoch, wobei ein durchlaufen beweisen würde ob bei einem perfektem Spiel imner eine Farbe gewi nt oder ob es im Remis endet
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Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: fanreisender 12.07.22 - 09:35
robinx999 schrieb:
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> Völlig zufällig macht keinen Sinn das würde zu lange dauern, da müssen
> schon Vorgaben gemacht werden.
Das kommt eben drauf an.
Je größer die Blöcke sind, aus denen man etwas zusammenbastelt, desto schneller geht es.
Umso weniger fundamental neue Dinge sind allerdings auch zu erwarten. -
Re: Das ist wie mit den Affen...
Autor: mgutt 12.07.22 - 15:51
robinx999 schrieb:
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> Völlig zufällig macht keinen Sinn das würde zu lange dauern, da müssen
> schon Vorgaben gemacht werden. Man kann ja nicht mal Schach lösen indem man
> alle Stellungen durchprobiert.
Genau so passiert es aber:
https://en.wikipedia.org/wiki/Leela_Chess_Zero
"starts with no intrinsic chess-specific knowledge other than the basic rules of the game."
Bei Deep Blue wurden ja meine ich noch bereits bekannte Schachspiele von Profis als Basis genommen, aber Leela spielt komplett von Null gegen sich selbst und probiert einfach alles aus.



