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Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

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  1. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: most 11.04.14 - 12:17

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich spreche Amazon nicht seine Daseinsberechtigung ab - es gibt viele
    > Produkte, da kann der lokale Einzelhandel nicht mit dem Online-Handel
    > mithalten. Der Einzelhandel muss auch umdenken, er muss wieder speziellere
    > Waren und Dienstleistungen anbieten. Wir sollten aber vorsichtig sein, und
    > zu viele Dinge des alltäglichen Lebens in die Hände dieses Riesens zu
    > legen.

    Der Einzelhandel hat leider die gesamte gesellschaftliche Entwicklung verschlafen, nicht nur das Internet. Karstadt z.B. war schon lange vor Amazon ne totale Niete, man hat es nur nicht in Frage gestellt und es gab keine andere Alternative.
    Service ist für viele das wichtigste Stichwort und da kann leider noch keiner Amazon das Wasser reichen.

    Beispiel Amazon: Meine Kamera hatte Staub im inneren der Linse, laut Foren ist das ein bekannter Serienfehler dieser Baureihe. Also Rücksendeettikett ausgedruckt und ab in die Packstation. Das Gerät ging direkt an eine Vertragswerkstatt des Herstellers, der hat mich per E-Mail über den Reparaturstatus informiert und vier! Tage nach Versenden lag die Kamera wieder in der Packstation.
    Ein lokaler Händler hätte das gleiche gemacht, nur hätte ich dann zu Öffnungszeiten das Gerät hinbringen und wieder abholen müssen. Hier müsste es ähnliche Serviceportale im Einzelhandel geben.

  2. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 12:28

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nein, aber wir wären heute unglücklicher, würden wir mit denselben
    > Eigenschaften wie die Menschen von damals leben.

    Keine Ahnung wie Du das meinst, aber die Evolution des Menschen schreitet nicht so schnell voran, dass sich in dieser Zeit schon grossartig was an seinen Eigenschaften geändert hätte.

    > Denk doch mal nach, was willst du tun, unsere Erkenntnisse, unser Wissen,
    > unsere Erfahrungen auslöschen?

    Nein, überhaupt nicht. Ich stelle lediglich die Frage, ob der Mensch seine Energie nicht besser in echte Probleme der Menschheit investieren sollte, als die Frage wie bekomme ich die Konsumgüter schneller zum Konsumenten, damit dieser sich schneller wieder belohnen muss und schneller erneut klickt damit die nächste Drohne kommt. Und damit er bei dem Spiel weitermachen kann, akzeptiert er Schritt um Schritt mehr und mehr Ausbeutung.

    > Wir wissen doch, was alles geht, also ist es doch klar, dass wir es
    > wollen.
    > Wen willst du davon abhalten?

    Ich will niemanden Abhalten, ich weise lediglich auf den Hamsterkäfig hin, in dem sich die Gesellschaft befindet.

    > Und auch vor einigen Hundert und Tausend Jahren gab es genug Menschen, die
    > übermässig viel oder mehr als andere konsumiert haben. Egal was.

    Da hat der Konsum aber noch nicht eine ganze Wirtschaftslüge am Laufen gehalten.

    > Noch dazu:
    > Was interessiert es DICH, wofür ICH mein Geld ausgebe?
    > Wenn ich 300 Spongebob-Gummipuppen haben will, dann hat dich der Sinn
    > dahinter einen Dreck zu interessieren, solange DU diese Gummipuppen nicht
    > selbst zahlen musst.

    Nur leben wir grade in einer Zeit, in der wir alle die Spongebob-Gummipuppen und andere Nettigkeiten bezahlen, die wir nicht selber gekauft haben.

    > Wer sein eigenes Geld verdient und davon etwas kauft, EGAL WAS, kauft es
    > sich mit Recht, möchte es in diesem Moment kaufen und fühlt sich
    > anschließend auch gut damit, es gekauft zu haben (Ansonsten geht es
    > umtauschen, ganz einfach)

    Wenn es denn so wäre. Leider basiert unsere Wirtschaft vor allem darauf, dass Leute etwas mit Geld kaufen, was sie noch nicht verdient haben.

    > Das hat nichts mit irgendwelchen Konsum-Zombies zu tun oder sonst was.
    > Was für mich einen Nutzen hat kann für dich keinen haben und umgekehrt.
    > Aber was einen Nutzen für mich hat, entscheidest nicht du, kein Hersteller,
    > keine Regierung oder sonst irgend ein Mensch auf dieser Welt, das
    > entscheide einzig und allein ICH.

    Habe ich Dir an irgendeiner Stelle irgendwas verbieten wollen?

    So lange Du konsumierst und nicht darüber nachdenkst, so lange bist Du ein guter Bürger. Je schneller Du konsumierst, desto weniger Zeit bleibt zum Nachdenken, ergo noch bessere Bürger.

    Leider definieren immer mehr Menschen ihre Freiheit dadurch, frei entscheiden zu dürfen was sie kaufen.

    > Was sind denn Pakettransporter? Das sind doch schon "Zusammenfassungen".
    > Warum soll ich auf mein Paket warten, nur weil morgen noch Herr Meyer aus
    > dem 2. OG ebenfalls etwas bestellen _könnte_?

    In Städten wie München fahren teilweise 5 Paketdienste 2x am Tag durch die Strassen. Wenn Du in die Wägen schaust, sind die in der Regel nicht wirklich voll. Da ist also Potenzial da, auch ohne auf Verdacht zu warten.
    Ich wollte das ja lediglich mal erwähnen, weil sich manche ja so über den Stau ärgern.

    > Drohnen lösen exakt dieses Problem. Sie leeren die Straßen von
    > Pakettransportern (Die im Durchschnitt _etwas_ mehr Platz einnehmen als
    > normale PKWs)
    > Es ist ja nicht nur so, dass sie fahren, nein, das STEHEN ist das
    > schlimmste, denn sie parken nicht.
    > In einer seitlich vollgeparkten Straße (Guck mal nach Berlin, Berlin
    > _besteht_ geradezu aus selbigen) halten die Teile mitten auf der Straße,
    > blocken Ausparker, blocken den beidseitigen Verkehr.

    Das Problem lässt sich auch mit ausreichend Parkbuchten für den Lieferverkehr lösen. Ach ne, geht nicht, dann muss ja wieder der MIV verzichten und so weit wollen wir den Egoismus ja nicht zurückschrauben.

  3. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 12:39

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein technisches Problem. Hat man das mit kleinen Drohnen gelöst, ist der
    > nächste Schritt die allgemeine Verteilung von Waren mit der Hilfe solcher
    > Geräte.
    >
    > Das würde den Warentransport von der Straße zum Teil in die Luft bringen.
    > Das käme der Umwelt zugute (weniger Lastverkehr, weniger Lärm und, falls
    > der Strom für die Drohnen sauber ist, weniger giftige Abgase).

    Wenn Du die Drohnen elektrisch fahren lassen kannst, kannst Du das auch mit den Lieferwagen machen. Da diese die Fracht nicht auch noch anheben müssen, musst Du da auf jeden Fall weniger Energie aufbringen.

    > Die Straßen würden entlastet werden. Und ja, Individualverkehr gibt es
    > immer, weil die individuelle Mobilität in der menschlichen Natur steckt.
    > Der Mensch ist kein seßhaftes Wesen, weshalb sich unsere Spezies über den
    > Planeten verteilte. Was man an der Reisebranche sieht, die es nicht gäbe,
    > wenn der Homo Sapiens seßhaft wäre.

    Du vermischst hier Begriffe und Konzepte. Der Mensch hat ein Mobilitätsbedürfnis - ob dies innerhalb einer Stadt mit begrenztem Raum unbedingt über den Ineffizienten MIV geschehen muss, darüber lässt sich trefflich streiten.

    > Und das ist der nächste Schritt. Anstelle von Waren sitzen in den Drohnen
    > Menschen und lassen sich wo hinbringen. Automatisch natürlich.

    Ich habe an keiner Stelle Kritik an der Technik geäussert.

  4. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Peter Brülls 11.04.14 - 12:47

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Belohnen oder belügen? Waren die Menschen vor 30 oder 50 Jahren wirklich
    > unglücklicher?

    Du meinst die Leute von 30 und 50 Jahren, die Waschmaschinen und Brot kauften, anstatt am Gemeinschaftsbrunnen zu waschen und dann zu Hause ihr Brot selbst backen?


    > Das Problem der Staus wird durch Leute verursacht, die ein ungeeignetes
    > Verkehrsmittel für so einen begrenzten Raum nutzen. Die Paketdienste haben
    > noch mit den meisten Grund dort zu sein. Das ganze könnte man aber auch
    > reduzieren, wenn man nicht den Egoismus des einzelnen bedienen müsste und
    > der Konsument den Firmen die Chance geben würde Warensendungen zusammen zu
    > fassen.

    Wir nennen das Paketdienst, ja.

  5. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: TheUnichi 11.04.14 - 12:58

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TheUnichi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Nein, aber wir wären heute unglücklicher, würden wir mit denselben
    > > Eigenschaften wie die Menschen von damals leben.
    >
    > Keine Ahnung wie Du das meinst, aber die Evolution des Menschen schreitet
    > nicht so schnell voran, dass sich in dieser Zeit schon grossartig was an
    > seinen Eigenschaften geändert hätte.

    Achso, die sind also damals im 15 Jahrhundert schon mit ihren Smartphones rumgelaufen und Autos gefahren.

    Ich rede von den Errungenschaften der Menschheit, vor allem in den letzten 200 Jahren.

    Die Menschen damals wussten nicht, dass es irgendwann mal Smartphones gibt und hätte man damals so ein Teil gehabt, wäre man als Hexe verbrannt worden.

    Schöne Welt, nicht?

    Oh, noch was, fast alle Völker damals waren in einer Monarchie oder Diktatur und/oder wurden unterdrückt.
    Auch geil, oder?

    > > Denk doch mal nach, was willst du tun, unsere Erkenntnisse, unser
    > Wissen,
    > > unsere Erfahrungen auslöschen?
    >
    > Nein, überhaupt nicht. Ich stelle lediglich die Frage, ob der Mensch seine
    > Energie nicht besser in echte Probleme der Menschheit investieren sollte,
    > als die Frage wie bekomme ich die Konsumgüter schneller zum Konsumenten,
    > damit dieser sich schneller wieder belohnen muss und schneller erneut
    > klickt damit die nächste Drohne kommt. Und damit er bei dem Spiel
    > weitermachen kann, akzeptiert er Schritt um Schritt mehr und mehr
    > Ausbeutung.

    Und zwar mit?
    Erlangen sämtlichen Wissens über das Universum?
    Und dann?
    Irgendwann bleibt ja nur noch der Konsum.

    Was tun wir denn hier auf dieser Welt, wenn nicht konsumieren?
    Wozu bist du hier? Warum lebst du?

    Ist nicht jede Zelle dieses Planeten ein Konsument? Inklusive der Zellberge auch bekannt als Lebewesen, egal welche? Pflanzen, Tiere, Menschen (Im Endeffekt auch nur Tiere), sie alle konsumieren, den ganzen Tag lang.
    Ist der Hund, dem du 40 Schnitzel zuwerfen könntest, er würde sie alle essen, auch ein Konsum-Zombie? Ich meine, er könnte irgendwann aufhören und sagen "Das heb ich mir für morgen auf".

    Ist Konsum natürlich oder durch Regierungen/whatever forciert?
    Ich sage dir, Konsum ist natürlich.

    > > Wir wissen doch, was alles geht, also ist es doch klar, dass wir es
    > > wollen.
    > > Wen willst du davon abhalten?
    >
    > Ich will niemanden Abhalten, ich weise lediglich auf den Hamsterkäfig hin,
    > in dem sich die Gesellschaft befindet.

    Ich bin nicht in einem Hamsterkäfig. Warum gehst du denn in einen? Oder gehörst du nicht zur Gesellschaft?

    Wie könnte ich dir gerade Argumente FÜR den Konsum bringen, wäre ich nur ein normaler Konsument? Als normaler Konsument, deiner Ansicht nach, müsste ich ja gerade im Apple-Store stehen und nach iPhones schreien.

    > > Und auch vor einigen Hundert und Tausend Jahren gab es genug Menschen,
    > die
    > > übermässig viel oder mehr als andere konsumiert haben. Egal was.
    >
    > Da hat der Konsum aber noch nicht eine ganze Wirtschaftslüge am Laufen
    > gehalten.
    >
    > > Noch dazu:
    > > Was interessiert es DICH, wofür ICH mein Geld ausgebe?
    > > Wenn ich 300 Spongebob-Gummipuppen haben will, dann hat dich der Sinn
    > > dahinter einen Dreck zu interessieren, solange DU diese Gummipuppen
    > nicht
    > > selbst zahlen musst.
    >
    > Nur leben wir grade in einer Zeit, in der wir alle die
    > Spongebob-Gummipuppen und andere Nettigkeiten bezahlen, die wir nicht
    > selber gekauft haben.

    Ich weiß nicht, in was für einer Zeit du lebst, aber ich gehe jeden Tag hart für mein Geld arbeiten und kann mir, wenn ich will, anschließend davon Spongebob-Gummipuppen kaufen. So viele ich will.

    Eine Diskussion über Steuern und Schulden möchte ich hier nicht beginnen, das gehört hier nicht rein, das ist ein völlig anderes Thema.

    > > Wer sein eigenes Geld verdient und davon etwas kauft, EGAL WAS, kauft es
    > > sich mit Recht, möchte es in diesem Moment kaufen und fühlt sich
    > > anschließend auch gut damit, es gekauft zu haben (Ansonsten geht es
    > > umtauschen, ganz einfach)
    >
    > Wenn es denn so wäre. Leider basiert unsere Wirtschaft vor allem darauf,
    > dass Leute etwas mit Geld kaufen, was sie noch nicht verdient haben.

    Erläutere bitte.
    Ich kriege mein Geld am Ende des Monats und kann dann davon kaufen, bis es leer ist.
    Schulden habe ich nicht. Haben viele Menschen nicht, geht auch ohne, vor allem in Deutschland.

    > > Das hat nichts mit irgendwelchen Konsum-Zombies zu tun oder sonst was.
    > > Was für mich einen Nutzen hat kann für dich keinen haben und umgekehrt.
    > > Aber was einen Nutzen für mich hat, entscheidest nicht du, kein
    > Hersteller,
    > > keine Regierung oder sonst irgend ein Mensch auf dieser Welt, das
    > > entscheide einzig und allein ICH.
    >
    > Habe ich Dir an irgendeiner Stelle irgendwas verbieten wollen?
    >
    > So lange Du konsumierst und nicht darüber nachdenkst, so lange bist Du ein
    > guter Bürger. Je schneller Du konsumierst, desto weniger Zeit bleibt zum
    > Nachdenken, ergo noch bessere Bürger.
    >
    > Leider definieren immer mehr Menschen ihre Freiheit dadurch, frei
    > entscheiden zu dürfen was sie kaufen.

    Ich glaube eher, du hast zu viele Filme geguckt.
    Du wolltest mir implizit Konsum verbieten, hast es aber nicht explizit ausgedrückt.
    Dich regt Konsum anscheinend auf, es lässt sich denken, andere Menschen wären Konsumzombies und du wärst eine Ausnahme (o.ä., ich bin auch nicht unfehlbar).
    Mich zwingt niemand zum Konsum.
    Wenn mich eine Werbung anspricht, dann ist das doch gut.
    Wenn ich eine Werbung über einen leckeren Burger sehe und ich mir in dem Moment denke "Yeah, da würde ich jetzt gerne reinbeißen" und dann losfahre und diesen Burger kaufe und ihn esse, dann fühle ich mich dabei gut, ich tu in diesem Moment genau das, was ich tun möchte und das ist die Freiheit daran.
    Habe ich in diesem Moment keinen Hunger auf Burger, hole ich ihn mir auch nicht, aber offensichtlich hatte ich Hunger auf Burger. Also warum nicht?

    Was ist daran verwerflich, denn
    1) Wenn ich das Geld für den Burger nicht habe, kann ich ihn auch nicht kaufen
    2) Wenn ich das Geld für den Burger habe, spricht doch nichts dagegen, wozu soll ich denn Geld horten, ich kriege jeden Monat neues für den jeweiligen Monat oder jemand anderes kann sich meines verdienen, um selbst davon zu leben. Würde jeder auf seinem Geld sitzen, wie würden wir dann Geld verdienen?

    > > Was sind denn Pakettransporter? Das sind doch schon "Zusammenfassungen".
    > > Warum soll ich auf mein Paket warten, nur weil morgen noch Herr Meyer
    > aus
    > > dem 2. OG ebenfalls etwas bestellen _könnte_?
    >
    > In Städten wie München fahren teilweise 5 Paketdienste 2x am Tag durch die
    > Strassen. Wenn Du in die Wägen schaust, sind die in der Regel nicht
    > wirklich voll. Da ist also Potenzial da, auch ohne auf Verdacht zu warten.
    >
    > Ich wollte das ja lediglich mal erwähnen, weil sich manche ja so über den
    > Stau ärgern.

    Das ist Berlin und NRW anders.
    Ich sitze hier gerade in einer dieser Straßen, hier ist täglich die Huperei los (In einer kleinen NEBENSTRASSE), weil die Paketdienste dauernd die gesamte Straße dicht machen.

    > > Drohnen lösen exakt dieses Problem. Sie leeren die Straßen von
    > > Pakettransportern (Die im Durchschnitt _etwas_ mehr Platz einnehmen als
    > > normale PKWs)
    > > Es ist ja nicht nur so, dass sie fahren, nein, das STEHEN ist das
    > > schlimmste, denn sie parken nicht.
    > > In einer seitlich vollgeparkten Straße (Guck mal nach Berlin, Berlin
    > > _besteht_ geradezu aus selbigen) halten die Teile mitten auf der Straße,
    > > blocken Ausparker, blocken den beidseitigen Verkehr.
    >
    > Das Problem lässt sich auch mit ausreichend Parkbuchten für den
    > Lieferverkehr lösen. Ach ne, geht nicht, dann muss ja wieder der MIV
    > verzichten und so weit wollen wir den Egoismus ja nicht zurückschrauben.

    Extra Parkbuchten alle 4 Häuser für große Lieferwägen?
    Damit würdest du ~10-20 Parkplätze pro Straße sperren.
    Die würden nach kürzester Zeit aus Protest beparkt werden und dann bricht das ganze Konstrukt gleich wieder ein.

  6. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Elgareth 11.04.14 - 13:06

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Ganz einfach: Das Problem, dass Leute Kleinkram, oder Sachen die sich wirklich dringend brauchen, nicht bei Amazon kaufen, sondern lokal.
    Die Verkäufe will Amazon natürlich auch noch haben.

    Mit anderen Worten: Wieso sollte sich ein kapitalistisches Unternehmen darum scheren, irgendwelche Probleme zu lösen? Es geht nur um Gewinnmaximierung.

  7. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Replay 11.04.14 - 13:14

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Du die Drohnen elektrisch fahren lassen kannst, kannst Du das auch mit
    > den Lieferwagen machen. Da diese die Fracht nicht auch noch anheben müssen,
    > musst Du da auf jeden Fall weniger Energie aufbringen.

    Aber dafür viel mehr Platz. Und Verkehrsfläche ist in der Stadt bekanntermaßen sehr knapp, nicht zuletzt durch die massenhaft fahrenden Lieferwägen.

    Es ist auch sinnvoller, viele Lieferungen auf viele kleine fliegende Drohnen zu verteilen, als alles in einem großen Lieferwagen auszufahren und durch die Gegend zu karren. Die Drohnen fliegen eine Lieferung über den direkten Weg zum Empfänger, der Lieferwagen muß eine Runde drehen und schaukelt Pakete (Gewicht und Volumen) unnötig weit und lang durch die Landschaft. Unterm Strich braucht man mit den Drohnen weniger Energie.

    > Du vermischst hier Begriffe und Konzepte. Der Mensch hat ein
    > Mobilitätsbedürfnis - ob dies innerhalb einer Stadt mit begrenztem Raum
    > unbedingt über den Ineffizienten MIV geschehen muss, darüber lässt sich
    > trefflich streiten.

    Ich vermische nichts. Wenn Waren fliegend verteilt werden, bleibt Raum für den Individualverkehr, den es aufgrund der menschlichen Natur immer geben wird. Irgendwann wird man sich in sein eigenes Vehikel setzen und wird von diesem da hingebracht, wo man hin möchte. Evtl. ist das Vehikel nicht das Eigene, sondern ein Gerufenes, aber dennoch wird es immer kleine Einheiten geben (wie immer diese technisch realisiert werden), die einen Menschen individuell transportieren. Der Weg da hin geht unter anderem über die Amazon-Drohnen. Daraus lernt man viel.

    Der nächste für mich erreichbare ÖPNV ist die S-Bahn von München. Die fährt nur im 40- oder 20-Minuten-Takt, ist unzuverlässig (Technik der Gleisanlagen über 40 Jahre alt), sehr teuer, hat das komplizierteste Tarifsystem weltweit (gab mal einen TV-Bericht darüber) und das Thema Sicherheit existiert so gut wie nicht (Pöbeleien und Schlägereien sind häufig, viel häufiger als im ÖPNV New Yorks) . Also fahre ich mit dem Auto gleich ganz in die Stadt. Das spart Zeit und Nerven. Und ich komme wieder gesund und komplett mit Handy, Jacke, Geldbeutel und Extremitäten nach Hause ;-)

    > Ich habe an keiner Stelle Kritik an der Technik geäussert.

    Aber am Konzept. Dieses ist ein Schritt, der auch die zukünftige Mobilität mit Sicherheit beeinflußt.

    Ich bin schon seit über zehn Jahren bei Golem unterwegs und langjährige Mitglieder hier wissen, daß ich sehr skeptisch gegenüber Neuerungen bin, weil ich nicht zu den Leuten gehöre, die alles unreflektiert für gut/besser halten, bloß weil es neu ist. Ich hinterfrage grundsätzlich und äußere dementsprechend oft Kritik.

    Allerdings war mir bei den Amazon-Drohnen sofort klar, daß das einen echten Mehrwert bringt. Daß man seine Bestellung schneller bekommt, ist lediglich (ein durchaus angenehmer) Nebeneffekt einer technischen Entwicklung, die mächtig Potential hat und durchaus einige Probleme (verstopfte Straßen, technische Entwicklung autonomer (Luft-) Fahrzeuge, Energieeffizienz, etc.) löst oder uns einer Lösung näher bringt.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  8. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 13:52

    TheUnichi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Achso, die sind also damals im 15 Jahrhundert schon mit ihren Smartphones
    > rumgelaufen und Autos gefahren.

    Ich sprach von 30 oder 50 Jahren. Ich wusste auch nicht, dass menschliche Eigenschaften sind - für mich waren das bisher immer Errungenschaften.

    > Ich rede von den Errungenschaften der Menschheit, vor allem in den letzten
    > 200 Jahren.

    Dann sag halt Errungenschaften, wenn Du Errungenschaften meinst.

    > Die Menschen damals wussten nicht, dass es irgendwann mal Smartphones gibt
    > und hätte man damals so ein Teil gehabt, wäre man als Hexe verbrannt
    > worden.
    >
    > Schöne Welt, nicht?

    Ich habe an keiner Stelle die Technik kritisiert. Ich habe mit meiner Frage versucht zum Denken anzuregen (übrigens eine menschliche Eigenschaft). Ich Frage mich einfach, ob es wirklich so sinnvoll ist, unseren Konsum im Sinne der Grosskonzerne zu optimieren.

    > Oh, noch was, fast alle Völker damals waren in einer Monarchie oder
    > Diktatur und/oder wurden unterdrückt.
    > Auch geil, oder?

    Findest Du? Ich finde es scheisse, ich finde aber auch scheisse, was die Leute heute für Freiheit halten. Ein System in dem das Geld die Massen unterdrückt. lenkt und bei Laune hält.

    > Und zwar mit?

    Z.B. die Abhängigkeit vom Öl und damit die Abhängigkeit von der heutigen Macht- und Geldelite verringern, statt uns immer weiter da hinein zu verstricken?

    > Erlangen sämtlichen Wissens über das Universum?
    > Und dann?
    > Irgendwann bleibt ja nur noch der Konsum.

    Wenn Dir nix besseres einfällt als Dein Dasein mit dem Kauf von Produkt XY zu bestätigen, dann kann ich Dir auch nicht helfen.

    > Was tun wir denn hier auf dieser Welt, wenn nicht konsumieren?
    > Wozu bist du hier? Warum lebst du?

    Z.B. meine Zeit mit Freunden verbringen? Der Konsum ist für mich nur Mittel zum Zweck - für viele scheint er zum Selbstzweck verkommen. Hier wurde ja schon gesagt, dass man sich durch einen Kauf von irgendwas "belohnt".

    > Ist nicht jede Zelle dieses Planeten ein Konsument? Inklusive der Zellberge
    > auch bekannt als Lebewesen, egal welche? Pflanzen, Tiere, Menschen (Im
    > Endeffekt auch nur Tiere), sie alle konsumieren, den ganzen Tag lang.
    > Ist der Hund, dem du 40 Schnitzel zuwerfen könntest, er würde sie alle
    > essen, auch ein Konsum-Zombie? Ich meine, er könnte irgendwann aufhören und
    > sagen "Das heb ich mir für morgen auf".

    Das kann der Hund eben nicht. Der Mensch ist theoretisch aber schon in der Lange sich zu überlegen, ob er das was er da kauft jetzt wirklich braucht.

    > Ist Konsum natürlich oder durch Regierungen/whatever forciert?
    > Ich sage dir, Konsum ist natürlich.

    Konsum ist natürlich, er wird aber heute eben benutzt und die Menschen zu steuern, abhängig zu machen und damit gefügig.

    > Ich bin nicht in einem Hamsterkäfig. Warum gehst du denn in einen? Oder
    > gehörst du nicht zur Gesellschaft?

    Der Hamster glaubt auch, dass er irgendwo hinläuft.

    > Wie könnte ich dir gerade Argumente FÜR den Konsum bringen, wäre ich nur
    > ein normaler Konsument? Als normaler Konsument, deiner Ansicht nach, müsste
    > ich ja gerade im Apple-Store stehen und nach iPhones schreien.

    Im Apple Store gibt es gratis WLAN :)

    > > Nur leben wir grade in einer Zeit, in der wir alle die
    > > Spongebob-Gummipuppen und andere Nettigkeiten bezahlen, die wir nicht
    > > selber gekauft haben.
    >
    > Ich weiß nicht, in was für einer Zeit du lebst, aber ich gehe jeden Tag
    > hart für mein Geld arbeiten und kann mir, wenn ich will, anschließend davon
    > Spongebob-Gummipuppen kaufen. So viele ich will.
    >
    > Eine Diskussion über Steuern und Schulden möchte ich hier nicht beginnen,
    > das gehört hier nicht rein, das ist ein völlig anderes Thema.

    Dann hast Du meinen Urpost nicht verstanden. Genau darum ging es hier nämlich.

    > Erläutere bitte.
    > Ich kriege mein Geld am Ende des Monats und kann dann davon kaufen, bis es
    > leer ist.
    > Schulden habe ich nicht. Haben viele Menschen nicht, geht auch ohne, vor
    > allem in Deutschland.

    Was meinst Du wovon die deutsche Wirtschaft lebt. Davon anderen Dinge auf Pump zu verkaufen. Und wenn das mal schief geht, dann rettet man das Bankensystem, weil das alternativlos ist.
    Schön für Dich, wenn Du keine Schulden hast - Du lebst aber in einem Staat der viele hat und noch mehr macht, obwohl er Rekord-Steuereinnahmen verbucht. Und die internationalen Währungswächter würden nichts lieber sehen, wenn Deutschland endlich seine Ausgaben anheben und die Binnenachfrage ankurbeln würde, damit das internationale Währungssystem wieder wie ein Kätzchen schnurrt. Die Geldmenge wächst und wächst. Da es keinen echten Gegenwert dafür gibt, funktioniert dieses kranke System nur wenn auch die Kreditmenge immer weiter anwächst.

    > > Leider definieren immer mehr Menschen ihre Freiheit dadurch, frei
    > > entscheiden zu dürfen was sie kaufen.
    >
    > Ich glaube eher, du hast zu viele Filme geguckt.

    Genau. Welche Filme sind das denn, die einen auf den Gedanken kommen lassen, dass hier was nicht stimmt?

    > Du wolltest mir implizit Konsum verbieten, hast es aber nicht explizit
    > ausgedrückt.
    > Dich regt Konsum anscheinend auf, es lässt sich denken, andere Menschen
    > wären Konsumzombies und du wärst eine Ausnahme (o.ä., ich bin auch nicht
    > unfehlbar).

    Nein, das glaube ich nicht. Auch ich konsumiere und auch ich kaufe Dinge die ich nicht wirklich brauche. Ich hinterfrage lediglich mein Handeln.

    > Mich zwingt niemand zum Konsum.

    Das sollst Du ja auch glauben.

    > Wenn mich eine Werbung anspricht, dann ist das doch gut.

    Habe ich was gegen Werbung gesagt?

    > Wenn ich eine Werbung über einen leckeren Burger sehe und ich mir in dem
    > Moment denke "Yeah, da würde ich jetzt gerne reinbeißen" und dann losfahre
    > und diesen Burger kaufe und ihn esse, dann fühle ich mich dabei gut, ich tu
    > in diesem Moment genau das, was ich tun möchte und das ist die Freiheit
    > daran.
    > Habe ich in diesem Moment keinen Hunger auf Burger, hole ich ihn mir auch
    > nicht, aber offensichtlich hatte ich Hunger auf Burger. Also warum nicht?

    > Was ist daran verwerflich, denn
    > 1) Wenn ich das Geld für den Burger nicht habe, kann ich ihn auch nicht
    > kaufen
    > 2) Wenn ich das Geld für den Burger habe, spricht doch nichts dagegen, wozu
    > soll ich denn Geld horten, ich kriege jeden Monat neues für den jeweiligen
    > Monat oder jemand anderes kann sich meines verdienen, um selbst davon zu
    > leben. Würde jeder auf seinem Geld sitzen, wie würden wir dann Geld
    > verdienen?

    Habe ich gesagt, dass Du kein Geld ausgeben sollst? Du kannst auch für Dienstleitungen bezahlen - und nicht nur einen Hungerlohn.

    > Das ist Berlin und NRW anders.
    > Ich sitze hier gerade in einer dieser Straßen, hier ist täglich die Huperei
    > los (In einer kleinen NEBENSTRASSE), weil die Paketdienste dauernd die
    > gesamte Straße dicht machen.

    Also ist es genau gleich und nicht anders.

    > Extra Parkbuchten alle 4 Häuser für große Lieferwägen?
    > Damit würdest du ~10-20 Parkplätze pro Straße sperren.
    > Die würden nach kürzester Zeit aus Protest beparkt werden und dann bricht
    > das ganze Konstrukt gleich wieder ein.

    Man muss nur die Höhe des Strafzettels anpassen.

    Wie dem auch sei, die Reduktion des MIV kommt so oder so, mit oder ohne Drohnen.

  9. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 13:53

    Elgareth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gollumm schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?
    >
    > Ganz einfach: Das Problem, dass Leute Kleinkram, oder Sachen die sich
    > wirklich dringend brauchen, nicht bei Amazon kaufen, sondern lokal.
    > Die Verkäufe will Amazon natürlich auch noch haben.
    >
    > Mit anderen Worten: Wieso sollte sich ein kapitalistisches Unternehmen
    > darum scheren, irgendwelche Probleme zu lösen? Es geht nur um
    > Gewinnmaximierung.

    Danke, endlich einer der es kapiert hat.

  10. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Replay 11.04.14 - 13:56

    Ich bin nicht zurückhaltend, wenn es um Kritik am gegenwärtigen ausufernden und ungebremsten Kapitalismus (Kapitalsozialismus, Gewinn privatisieren, Schulden sozialisieren) geht.

    Aber wer soll den zukünftige Technik entwickeln und in der Praxis erproben? Das Finanzamt, wenn es Dir den Steuerbescheid per Drohne schickt?

    EDIT: Es gibt keinen Zwang und kein Gesetzt, das den Einkauf bei Amazon verpflichtend macht und Amazon hat kein gesetzliches Monopol inne. Amazon ist nur ein Händler auf einem freien Markt und steht in Konkurrenz mit anderen Händlern.

    Es muß also irgendwas geben, was Amazon verdammt richtig macht, was Amazon so groß hat werden lassen. Es ist vor allem Service. Und wo Licht ist, ist auch Schatten. Davon gibt es bei Amazon bekanntermaßen auch recht viel. Aber welcher Verkäufer im lokalen Einzelhandel wird ordentlich entlohnt?

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.14 14:02 durch Replay.

  11. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 14:04

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin nicht zurückhaltend, wenn es um Kritik am gegenwärtigen ausufernden
    > und ungebremsten Kapitalismus (Kapitalsozialismus, Gewinn privatisieren,
    > Schulden sozialisieren) geht.
    >
    > Aber wer soll den zukünftige Technik entwickeln und in der Praxis erproben?
    > Das Finanzamt, wenn es Dir den Steuerbescheid per Drohne schickt?

    Die Drohnentechnik wird leider schon viel zu ausgiebig getestet - da mache ich mir keine Sorgen um die Weiterentwicklung.

    Ich kritisiere auch in keinster Weise die Technik. Der Post war wirklich als reine Kapitalismuskritik gedacht und die Antworten zeigen ja auch, dass es viele Leute gibt die dieses System entweder mit Händen und Füssen verteidigen oder leugnen...oder beides.

    Ich begrüsse jeden Fortschritt. Ich habe auch gar nix dagegen, wenn damit wirklich eilige Dinge schneller an einen Ort kommen. Aber diese Beweggründe nehme ich Amazon irgendwie nicht ab :)

  12. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Tantalus 11.04.14 - 14:07

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Womit Du genau das beweist, was ich angesprochen habe. Wie wichtig ist ein
    > Mensch, an dessen Geburtstagsgeschenk man sich ein Stunde zuvor erinnert?
    > Gib ihm doch einfach Geld wenn Du Deine Wertschätzung nur über materielle
    > Dinge ausdrücken kannst.

    Wurdest Du noch nie kurzfristig irgendwo eingeladen? Stell Dir vor, sowas gibts.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  13. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Replay 11.04.14 - 14:14

    Natürlich geht es Amazon nicht darum, die Menschheit vor dem Verkehrskollaps zu retten.

    Sagen wir mal so - für Amazon ist das gut für's Geschäft. Für den Kunden, weil er Kleinzeug (2,3 kg ist durchaus ein ordentliches Gewicht) schneller bekommt. Und für die technische Entwicklung, weil das eine zivile Sache ist und somit für die Allgemeinheit zur Verfügung steht.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  14. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 14:22

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wurdest Du noch nie kurzfristig irgendwo eingeladen? Stell Dir vor, sowas
    > gibts.

    Und ein Glück gibt es amazon, die für dieses Dilemma endlich eine Lösung habe.

    Sorry, aber Amazon hat weit weniger altruistische Ziele und wenn ich mir die und deren Folgen anschaue, dann lebe ich lieber weiter mit der "Gefahr" irgendwo ohne Geschenk auftauchen zu müssen. Ein Problem ist das nämlich nicht. Wenn mich jemand ne Stunde vor ner Party einläd, dann brauch er auch nicht damit rechnen, dass ich ein Geschenk habe. Darüber hinaus kommt bei der ganzen Schenkerei meist eh nur Müll raus den kaum jemand wirklich braucht.

  15. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 14:28

    Ja, mit solchen Win-Win-Szenarien kann man immer alles super verkaufen. Der Vorteil für mich als Konsument ist aber eigentlich kaum da - so oft kauft man nicht Dinge die man wirklich jetzt sofort braucht. Das Risiko das man bald nur noch bei solchen Riesen wie Amazon einkaufen kann ist es mir aber nicht wert.

  16. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Replay 11.04.14 - 14:43

    Wie bewegen uns sowieso auf die Epoche des Postwachstums zu, weil ständiges wirtschaftliches Wachsen schlicht unmöglich ist. Derzeit wird das Wachstum künstlich beatmet. Die Abwrackprämie war so ein sinnfreier Akt und das Wachstum wird derzeit auf Kosten der Arbeitnehmer im Inland (Niedriglohn und Ausbeutung) und Ausland (auch Niedriglohn, Ausbeutung) ermöglicht. Man kann im System Geld nur umschichten und so gut wie nicht erzeugen. Und dementsprechend bewegen wir uns auf ein anderes System des Wirtschaftens zu. Gezwungenermaßen.

    Ich bin jemand, der konsumiert. Du auch. Oder stellst Du alles, was Du zu Hause hast, selbst her? Eben. Es bleibt immer die Frage, wie viel und was man konsumiert. Ich mache das mit Bedacht. Das heißt jetzt nicht, daß ich in Askese lebe. Klar ist eine (alte) Glotze da, eine Spielekonsole, ein Handy und ein Tablett, ein (acht Jahre altes) Auto und ein Mopped. Aber es bleibt bei einer Konsole, es müssen derer nicht zwei oder drei sein, das Handy wird etwa vier Jahre oder länger verwendet, dito das Tablett und die Geräte werden meist erst dann ausgetauscht, wenn diese irreparabel defekt sind. Beim Auto wird das wohl noch ewig dauern.

    Es muß also nicht jedes Jahr das neue Handy sein, alle zwei oder drei Jahre ein neues Auto/Motorrad, etc. Zwischen Askese und übermäßiger Konsum gibt es den gesunden Mittelweg. Es heißt ja nicht umsonst, daß die Wahrheit in der Mitte liegt.

    Ich kaufe nur Dinge, die ich auch bezahlen kann. Kredite für Konsumgüter halte ich in der Regel für völlig bekloppt.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  17. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Replay 11.04.14 - 14:47

    Thema Win-Win-Szenarien. Nenne doch einen wirklichen Nachteil, der von einer Drohnen-Logistik ausgeht.

    Nochmal: Amazon hat kein gesetzliches Monopol inne. Es bleibt jeden überlassen, wo er kauft.

    Was hat also Amazon so groß werden lassen? Irgendwas müssen die doch richtig und andere Händler falsch gemacht haben. Service? Vermutlich. Amazon ist kein Billigheimer, viele Dinge kann man woanders günstiger bekommen, dennoch wurde der Laden verdammt riesig.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  18. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Phreeze 11.04.14 - 14:54

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube das du für seine Frage keine wirkliche Antwort geliefert hast,
    > sondern eher die Bestätigung.


    Ich arbeite tagsüber, die Post kommt zwischen 8 und 14 Uhr, Paketdienste bis 16h30, Paketdienstbüro der GLS z.b bis 17h00 auf, ich selbst bin frühestens um 17h30 zuhause.
    Verschtähe ??? ;)

  19. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 15:05

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Thema Win-Win-Szenarien. Nenne doch einen wirklichen Nachteil, der von
    > einer Drohnen-Logistik ausgeht.

    Das Risiko wurde hier schon mehrmals genannt. Es besteht darin, dass sich Amazon dadurch einen noch grösseren Kuchen abschneidet und der lokale Einzelhandel noch weiter abstirbt.

    > Nochmal: Amazon hat kein gesetzliches Monopol inne. Es bleibt jeden
    > überlassen, wo er kauft.

    Ja, und leider sind wie Menschen halt so gestrickt, dass wir zunächst mal auf unseren eigenen kurzfristigen Vorteil schauen. Ich will diese Dinger auch gar nicht verbieten, ich will nur zum Denken anregen. Der eine oder andere kommt dann vielleicht mal auf den Tricher, dass nicht alles was ihm als Vorteil verkauft wird auch wirklich einer ist. In vielen Dörfern haben sie es schon zu spüren bekommen, wenn der letzte Tante Emma Laden zugemacht hat.

    > Was hat also Amazon so groß werden lassen? Irgendwas müssen die doch
    > richtig und andere Händler falsch gemacht haben. Service? Vermutlich.
    > Amazon ist kein Billigheimer, viele Dinge kann man woanders günstiger
    > bekommen, dennoch wurde der Laden verdammt riesig.

    Ich habe schon an anderer Stelle gesagt, dass es viele Dinge gibt, die ich beim Online-Handel gut aufgehoben sehe. Ich nutze das auch selber - teilweise weil es auch gar nicht mehr anders geht.
    Der Einzelhandel merkt so langsam, dass er dagegen nicht mit herkömmlichen Produkten konkurrieren kann. Ein Plus ist aber noch, dass man die Sachen dort sofort bekommt. Wenn das auch noch wegfällt, werden noch mehr Geschäfte verschwinden. Amazon macht das nicht, damit Du Deine Digitalkamera die Du Dir eh bei ihnen kaufst schneller bekommst, nein, sie wollen einfach noch mehr Marktanteile. Und was das für die Preise bedeutet kannst Du Dir ja ausmalen - wenn Du der Meinung bist, dass Amazon heute schon nicht billig sei.

  20. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Peter Brülls 11.04.14 - 15:21

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja, und leider sind wie Menschen halt so gestrickt, dass wir zunächst mal
    > auf unseren eigenen kurzfristigen Vorteil schauen. Ich will diese Dinger
    > auch gar nicht verbieten, ich will nur zum Denken anregen. Der eine oder
    > andere kommt dann vielleicht mal auf den Tricher, dass nicht alles was ihm
    > als Vorteil verkauft wird auch wirklich einer ist. In vielen Dörfern haben
    > sie es schon zu spüren bekommen, wenn der letzte Tante Emma Laden zugemacht
    > hat.

    Ja, und trotzdem ist in diesen Dörfern und erst recht generell gesehen die Versorgung um Klassen besser geworden.

    Zumal diese Dörfer nun auch mal aussterben werden. Sorry, ist so. Seit nicht mehr 9 von 10 Leuten in der Landwirtschaft arbeiten, ziehen die Leute in die Städte. Nur eine interessierte Minderheit und Landwirte verbleiben dort. Und die haben auch kein Problem damit, sich zu versorgen. …

    > Ich habe schon an anderer Stelle gesagt, dass es viele Dinge gibt, die ich
    > beim Online-Handel gut aufgehoben sehe. Ich nutze das auch selber -
    > teilweise weil es auch gar nicht mehr anders geht.
    > Der Einzelhandel merkt so langsam, dass er dagegen nicht mit herkömmlichen
    > Produkten konkurrieren kann. Ein Plus ist aber noch, dass man die Sachen
    > dort sofort bekommt.

    Nein, kriegt man eben nicht. Wo kommt das Gerücht her? Man kriegt zig Produkte NICHT im lokalen Einzelhandel, selbst so essentielle Sachen wie ein Hunderterpack vernünftige Rasierklingen.

    Man muss nur minimal neben dem Mainstream liegen, dann hat man schon Pech und muss bestellen.

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