1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Prime Air: Amazons Lieferdrohnen…
  6. Thema

Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 15:55

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja, und trotzdem ist in diesen Dörfern und erst recht generell gesehen die
    > Versorgung um Klassen besser geworden.

    Das Leben besteht halt nicht nur aus "Versorgung" sondern auch aus sozialem miteinander.

    > Nein, kriegt man eben nicht. Wo kommt das Gerücht her? Man kriegt zig
    > Produkte NICHT im lokalen Einzelhandel, selbst so essentielle Sachen wie
    > ein Hunderterpack vernünftige Rasierklingen.

    Einen Hunderterpack Rasierklingen brauchst Du aber nicht in 30 Minuten.

    > Man muss nur minimal neben dem Mainstream liegen, dann hat man schon Pech
    > und muss bestellen.

    Und wenn man komplett neben dem Mainstream liegt, dann bekommt man bei Amazon nichts :)

  2. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Peter Brülls 11.04.14 - 16:21

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ja, und trotzdem ist in diesen Dörfern und erst recht generell gesehen
    > > die Versorgung um Klassen besser geworden.
    >
    > Das Leben besteht halt nicht nur aus "Versorgung" sondern auch aus sozialem
    > miteinander.

    Du konstruierst hier einen Scheinwiderspruch.

    > > Nein, kriegt man eben nicht. Wo kommt das Gerücht her? Man kriegt zig
    > > Produkte NICHT im lokalen Einzelhandel, selbst so essentielle Sachen wie
    > > ein Hunderterpack vernünftige Rasierklingen.

    > Einen Hunderterpack Rasierklingen brauchst Du aber nicht in 30 Minuten.

    Korrekt. Aber schon wieder ein Scheinwiderspruch. Die Drohne kann und soll nicht alle Versandlieferungen übernehmen und ob Versand alles übernehmen kann, ist auch sehr fraglich.

    > > Man muss nur minimal neben dem Mainstream liegen, dann hat man schon
    > > Pech und muss bestellen.
    >
    > Und wenn man komplett neben dem Mainstream liegt, dann bekommt man bei
    > Amazon nichts :)

    Dafür muss man schon ein methanatmender Oktopus sein.

    Übrigens der dritte konstruierte Scheinwiderspruch, da es dem Paketlieferanten egal ist, ob Dein Paket von Amazon.com oder www.metapus.de kommt.

  3. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 19:41

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Das Leben besteht halt nicht nur aus "Versorgung" sondern auch aus
    > sozialem
    > > miteinander.
    >
    > Du konstruierst hier einen Scheinwiderspruch.

    Aber nur weil ich dazu genötigt werde :)

    > > Einen Hunderterpack Rasierklingen brauchst Du aber nicht in 30 Minuten.
    >
    > Korrekt. Aber schon wieder ein Scheinwiderspruch. Die Drohne kann und
    > soll nicht alle Versandlieferungen übernehmen und ob Versand alles
    > übernehmen kann, ist auch sehr fraglich.

    Es geht aber eben bei dem Projekt eindeutig darum Marktanteile zu gewinnen. Und nein, ich will das gar nicht verbieten. Nur sollen die Leute einfach mal überlegen was sie wollen. Wenn Sie nur noch bei internationalen Multis ihren bedarf denken wollen, dann bitte, aber nachher nicht heulen das man für das Treiben dieser Firmen dann als Steuerzahler gerade stehen muss wenn sie sich mal wieder verkalkulieret haben.

    > > Und wenn man komplett neben dem Mainstream liegt, dann bekommt man bei
    > > Amazon nichts :)
    >
    > Dafür muss man schon ein methanatmender Oktopus sein.

    Und? Willst Du jetzt behaupten, dass es so was nicht gibt :)

    > Übrigens der dritte konstruierte Scheinwiderspruch, da es dem
    > Paketlieferanten egal ist, ob Dein Paket von Amazon.com oder www.metapus.de
    > kommt.

    Dem ist es aber nicht egal, wenn Amazon direkt ausliefert :)

  4. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: DrWatson 11.04.14 - 22:06

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht aber eben bei dem Projekt eindeutig darum Marktanteile zu gewinnen.


    Und ist das moralisch verwerflich?

    Anstatt Dinge nach ihren Zielen zu bewerten, sollte man lieber mal die Auswirkungen betrachten.

    Wenn Amazon will, dass du bei ihnen einkaufst, dann schaffen sie das nur, indem sie einen höheren Nutzen zu niedrigeren Preisen und somit niedrigerem Ressourcenverbrauch anbieten.

    Niemand kommt mit einer Pistole und zwingt dich bei Amazon einzukaufen.

    > aber nachher nicht heulen das man
    > für das Treiben dieser Firmen dann als Steuerzahler gerade stehen muss wenn
    > sie sich mal wieder verkalkulieret haben.

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: Wenn an einem freien Markt ein Unternehmen pleite geht, dann haften die Investoren und Gläubiger und niemand sonst.

    Wenn dann irgendein debiler Politiker auf die Idee kommt den Laden zu "retten", sind dann die Kunden schuld?

  5. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: DrWatson 11.04.14 - 22:20

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie bewegen uns sowieso auf die Epoche des Postwachstums zu, weil ständiges
    > wirtschaftliches Wachsen schlicht unmöglich ist.

    Ständiges Wirtschaftswachstum ist sehr wohl möglich.

    Wenn du davon ausgehst, dass die Menschen für immer Öl und Kohle verbrauchen, dann ja, mit der Realität hat das aber wenig zu tun.

    Der größte Teil des Wirtschaftswachstums in den Industrieländern in den letzten 30 Jahren geht auf technologische Erfindungen wie zB in der IT zurück und nicht darauf, dass mehr Bergwerke gebaut wurden.

    Solange Menschen Dinge erfinden und vorhandenes verbessern, wird die Wirtschaft wachsen.

  6. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 11.04.14 - 22:37

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gollumm schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es geht aber eben bei dem Projekt eindeutig darum Marktanteile zu
    > gewinnen.
    >
    > Und ist das moralisch verwerflich?



    >
    > Anstatt Dinge nach ihren Zielen zu bewerten, sollte man lieber mal die
    > Auswirkungen betrachten.

    sag ich doch die ganze Zeit

    > Wenn Amazon will, dass du bei ihnen einkaufst, dann schaffen sie das nur,
    > indem sie einen höheren Nutzen zu niedrigeren Preisen und somit niedrigerem
    > Ressourcenverbrauch anbieten.
    >
    > Niemand kommt mit einer Pistole und zwingt dich bei Amazon einzukaufen.

    Hat wer behauptet?

    > > aber nachher nicht heulen das man
    > > für das Treiben dieser Firmen dann als Steuerzahler gerade stehen muss
    > wenn
    > > sie sich mal wieder verkalkulieret haben.
    >
    > Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: Wenn an einem freien Markt ein
    > Unternehmen pleite geht, dann haften die Investoren und Gläubiger und
    > niemand sonst.

    Das haben wir ja seit 2008 ausgiebig gesehen.

    > Wenn dann irgendein debiler Politiker auf die Idee kommt den Laden zu
    > "retten", sind dann die Kunden schuld?

    Wir Kunden sind nur blöderweise auch Bürger und Steuerzahler. Aber bei Deinen Fragen wundert mich nichts mehr.

  7. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: DrWatson 11.04.14 - 22:50

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das haben wir ja seit 2008 ausgiebig gesehen.

    Ein klarer Fall von debilen Politikern. Was hat das mit Amazon zu tun?


    > Wir Kunden sind nur blöderweise auch Bürger und Steuerzahler.

    Wenn Politiker Mist bauen, dann wurden die falschen Politiker gewählt, daran ist doch nicht Amazon schuld.

    > Aber bei Deinen Fragen wundert mich nichts mehr.

    Jetzt wirst du persönlich.


    Ich weiß gar nicht worüber du dich aufregst. Lass die Leute doch bei Amazon einkaufen – jeder so wie er will.

  8. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: Lexx 11.04.14 - 23:22

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das fördert nur noch mehr sinnlosen und unüberlegten Konsum. Der Mensch ist
    > nur noch ein guter Mensch, wenn er konsumiert.

    Genau das Problem wird doch hier gelöst. Der Mensch soll doch sinnlosen und unüberlegten Kosum vollziehen. Perfekt!

    Naja, mal sehen, wann die erste Drohne auf meinem Balkon landet.... Ich denke das dauert noch locker 10 Jahre... wenn überhaupt....

    Hauptsache die BWL-Leute haben ein paar Buzzwords von der IT aufgeschnappt. Dann wird ja eh' nicht mehr nachgedacht.

    LG MON810

  9. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 12.04.14 - 08:46

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Das haben wir ja seit 2008 ausgiebig gesehen.
    >
    > Ein klarer Fall von debilen Politikern. Was hat das mit Amazon zu tun?

    Das hat was mit dem kranken System zu tun in dem wir leben. Ich habe nichts persönlich gegen Amazon. Ich kaufe dort und bin sogar Prime Mitglied.

    > > Wir Kunden sind nur blöderweise auch Bürger und Steuerzahler.
    >
    > Wenn Politiker Mist bauen, dann wurden die falschen Politiker gewählt,
    > daran ist doch nicht Amazon schuld.
    >
    > > Aber bei Deinen Fragen wundert mich nichts mehr.
    >
    > Jetzt wirst du persönlich.

    Na ja, wenn Du mir in einer Tour Dinge in den Mund legst die ich nie gesagt habe, dann muss ich an Deinem Verstand zweifeln.

    > Ich weiß gar nicht worüber du dich aufregst. Lass die Leute doch bei Amazon
    > einkaufen – jeder so wie er will.

    Lass ich doch. Sie sollen sich nur überlegen, ob es das ist wo sie hin wollen. Ob wir nicht alle mal wieder ein wenig bewusster über unser Handeln und die Folgen nachdenken.

    Ich frage mich, was stört es Dich, wenn man zum Nachdenken aufruft? Da unterscheidest Du Dich nicht sonderlich von den angeblich grenzdebilen Politikern.

  10. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: 0xenwumme 13.04.14 - 17:51

    gollumm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, überhaupt nicht. Ich stelle lediglich die Frage, ob der Mensch seine
    > Energie nicht besser in echte Probleme der Menschheit investieren sollte,
    > als die Frage wie bekomme ich die Konsumgüter schneller zum Konsumenten,
    > damit dieser sich schneller wieder belohnen muss und schneller erneut
    > klickt damit die nächste Drohne kommt. Und damit er bei dem Spiel
    > weitermachen kann, akzeptiert er Schritt um Schritt mehr und mehr
    > Ausbeutung.

    Diese Art der Infragestellung macht auf mich irgendwie einen sehr naiven Eindruck. Denn natürlich sollte der Mensch sich endlich mal darauf konzentrieren, mehr zu schaffen, zu kreieren, weiterzukommen. Dafür fehlen nur zwei Dinge, um das zu erreichen - Eine Weltdiktatur und das Empfinden des Einzelnen, nur noch Teil des Kollektivs zu sein. Der Mensch handelt aus persönlichen Beweggründen, und leider ist es nunmal natürlich, dass das häufig niedere Beweggründe sind. Kurzum: Wir sind keine Ameisen, wir sind Menschen.
    Zumal Kapitalismus - so unsympathisch der mir auch ist - in vielen Bereichen häufig auch die Wissenschaft vorangebracht hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.14 17:52 durch 0xenwumme.

  11. Re: Welches Problem wird damit eigentlich gelöst?

    Autor: gollumm 13.04.14 - 21:26

    0xenwumme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Zumal Kapitalismus - so unsympathisch der mir auch ist - in vielen
    > Bereichen häufig auch die Wissenschaft vorangebracht hat.

    Es ist wie bei allem - man kann übertreiben. Der Kapitalismus an sich ist ja nicht schlecht - auch die Idee des Kommunismus kann man kaum als schlecht bezeichnen. Es kommt aber immer drauf an was man draus macht oder was daraus wird. Und unserem System brennen so langsam die Sicherungen durch.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Embedded C++ Software Entwickler (m/w/d)
    RMG Messtechnik GmbH, Beindersheim (Raum Mannheim)
  2. Technology Generalist Business Innovation (m/w/d)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  3. IT-Systemadministrator (m/w/d) für das Referat IT-Infrastruktur
    DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V., Bonn
  4. Abteilungsleiter Softwareentwicklung (m/w/d)
    ESPERA-Werke GmbH, Duisburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 63,74€ inkl. Abzug (Vergleichspreis 72,95€)
  2. 108,79€ inkl. Abzug (Vergleichspreis ca. 129€)
  3. 319€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Raumfahrt: Braucht es Kernkraft für den Flug zum Mars?
Raumfahrt
Braucht es Kernkraft für den Flug zum Mars?

In den USA werden wieder nukleare Raketentriebwerke für Mars-Reisen entwickelt. Aber wie funktionieren sie und wird Kernkraft dafür überhaupt benötigt?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war wieder ein Irrtum
  2. Raumfahrt Rocketlab baut zwei Marssonden für die Nasa
  3. Raumfahrt Mars-Hubschrauber Ingenuity gerät ins Trudeln

Neue iPhones und mehr: Apple macht ein Päuschen
Neue iPhones und mehr
Apple macht ein Päuschen

Apple hat neue Produkte vorgestellt - Bahnbrechendes war nicht dabei. Selbst die Apple-Manager machten einen lustlosen Eindruck.
Eine Analyse von Tobias Költzsch

  1. Apple iPhone 13 Pro nimmt Prores in 4K nur mit großem Speicher auf
  2. NSO-Trojaner Apple schließt Sicherheitslücke in iOS, MacOS und WatchOS
  3. Apple Event für iPad und Macs soll später folgen

Corona und IT: Arbeiten ganz ohne Geschäftsreisen
Corona und IT
Arbeiten ganz ohne Geschäftsreisen

Für manche in der IT mag er ein Segen sein, für andere ist er projektgefährdend: der coronabedingte Wegfall von Geschäftsreisen.
Ein Erfahrungsbericht von Boris Mayer