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Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

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  1. Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: caldeum 15.09.20 - 16:10

    Ich bin kein Meeresbiologe aber soweit mir bekannt reagiert die maritime Flora und Fauna mitunter sehr empfindlich auf unerwartete Temperaturen.

  2. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: peace 15.09.20 - 16:14

    Da bin ich ganz bei dir. Aber ich denke in Häfen oder Docks hält sich das Problem in Grenzen.
    Sobald die Container allerdings in bis dato unberührter Umgebung versenkt werden, sieht das schon wieder anders aus...

  3. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: renegade334 15.09.20 - 17:15

    Gibt auch Unterwasservulkane, die Erde anheizen. Umstände, die das Leben unter dem kalten Wasser anziehen. Oder Erdstellen, die Stück wärmer sind. Nichts Außergewöhnliches in Meeren. Dann müsste der Container über der Oberfläche aber schon rot glühen, dass es unter dem Meer eine Rolle spielt. Bestimmt ist die Containeroberfläche dann keinen Grad wärmer als der Boden, sobald es vom Wasser gekühlt wird. Wenn du weißt, was für Atom-U-Boote mit atomaren Waffen Russland und USA versenken. Oder giftiges Öl in im 2 Weltkrieg versenkten Schiffen, die dahinmarodieren und zerbröseln. Wirst du von den Server-Containern unter Wasser kein Wort mehr verlieren, weil sie einfach ziemlich harmlos sind.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.20 17:22 durch renegade334.

  4. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: noyoulikeme 15.09.20 - 17:46

    renegade334 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du weißt, was für Atom-U-Boote mit
    > atomaren Waffen Russland und USA versenken. Oder giftiges Öl in im 2
    > Weltkrieg versenkten Schiffen, die dahinmarodieren und zerbröseln. Wirst du
    > von den Server-Containern unter Wasser kein Wort mehr verlieren, weil sie
    > einfach ziemlich harmlos sind.

    Whataboutism waren schon immer besonders überzeugende Argumente ...

  5. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: 0xffff 15.09.20 - 17:48

    Whataboutism, Kapitel 3: Die Fehler der anderen

    Man sollte nicht den Fehler machen und denken das es damit getan sei die Fehler der anderen als Rechtfertigung für die eigene Unübeelegtheit her zu nehmen.
    Stattdessen sollte man konkrete Aussagen treffen warum den der eigene Weg besser/anders ist und was man sich, im Unterschied zu den Fehler der anderen, davon erhofft.

  6. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: Huegelstaedt 15.09.20 - 19:26

    Also ich bezweifel, dass es sich da bei der Wassererwärmung um relevante Größen handelt. Wasser hat ja eine Masse von etwa 1 t pro m³ also tausendmal so hoch wie Luft und eine vier mal höhere Wärmekapazität (also 4000 mal mehr Energie Speicherung für einen K unterschied). Außerdem bewegt sich das Wasser im Meer ja auch. Es würde mich da schon sehr wundern wenn man da nen Meter von der Oberfläche überhaupt noch irgendeinen relevanten Unterschied messen kann. Klar, man sollte die Dinger vielleicht nicht unbedingt in einem Korallenriff versenken, zwar hauptsächlich wegen den Kabeln und der Zerstörung beim Herablassen, aber dass da die Wärme vielleicht nicht optimal wäre würde ich vielleicht sogar glauben.
    Also summa summarum sehe ich das absolut postiv wenn sich dadurch Energie einsparen lässt und CO2 vermieden wird, dann hat das einen größeren Effekt als eine lokal um 0,05 K höhere Wassertemperatur. Ob das bei einer Lebenszeit Analyse tatsächlich so ist sei mal dahingestellt, aber einen Versuch ist das doch auf jeden Fall wert.

  7. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: Magroll 15.09.20 - 20:59

    Für mich alles eine Frage der Skalierung. Solange nur MS 200 von den Dingern versenkt, kein Thema, aber wenn das Schule macht und 3/4 an aller weltweiten RZ Kapazitäten im Meer versenkt werden, glaube ich schon das es größere Nebenwirkungen, zumindest lokal, geben würde. Und effektive Systeme setzen sich immer schnell durch, werden adaptiert, weiterentwickelt und dann im globalen Massstab von den großen Playern umgesetzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.20 21:02 durch Magroll.

  8. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: theSens 16.09.20 - 00:03

    Gab einen Artikel auf Golem dazu, aufgrund C***** weiß ich leider nicht ob es wirklich so kurz her ist wie ich glaube.

    Soweit ich kich erinnere soll es angeblich nicht mal an der Oberfläche des Tanks nennenswerte Temperaturunterschiede geben. Irgendwie zwischen 1u und 1n °C/K.
    Klar, mit Skalierung kann dann schon ne Menge drauß werden. Aber davon sind wir wohl noch ein gutes Stück entfernt.
    Und wenn, dann muss man auch bedenken das es wohl nur ein lokales Problem bleibt und inwiefern die Energieeinsparungen, an der Erdoberfläche, für Kühlung das abwiegelt.

  9. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: burzum 16.09.20 - 01:07

    Ohne Daten zu kennen will ich nichts zu den Containern sagen, aber man dachte auch Windräder würden "nichts" machen. Inzwischen ist klar das die Dinger definitiv einige Vogelarten schreddern und auch das lokale Klima beeinflussen können. Die verdammten scheinheiligen Grünen versauen hier in der Region übrigens bereits das zweite NSG mit Windrädern... Ich wäre daher sehr vorsichtig damit jetzt schon zu urteilen was die Container im Positiven oder Negativen bewirken werden.

    https://www.researchgate.net/publication/258686379_Impacts_of_wind_farms_on_land_surface_temperature

    https://www.researchgate.net/publication/225624060_What_is_the_impact_of_wind_farms_on_birds_A_case_study_in_southern_Spain

    https://phys.org/news/2016-04-windfarms-microclimates-uncertain-effects-peatland.html

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.20 01:08 durch burzum.

  10. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: theSens 16.09.20 - 01:38

    Interessanter als lokale Effekte sind für mich die auf das globale Ökosystem. Wenn der positive Effekt auf den Globus im ganzen entsprechend groß ist könnte ruhig ein Landstrich auch komplett unbewohnbar sein.
    Hat uns bisher auch nicht gestört, und da geht's uns sogar nur um Marktwirtschaft und den Reichtum weniger, nicht ums Überleben.
    Spätfolgen(5, 10, 25+ Jahre) können wir sowieso nur schwer bis garnicht abschätzen, bei neuen Techniken.
    Jetzt, bezogen auf erneuerbare Energien. Ich glaube nicht das Unterwasserserver die Menschheit retten xD

  11. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: quasides 16.09.20 - 09:42

    wie immer überschätzt sich der mensch da mal maßlos.

    selbst wenn wir alle rechenzentren versenken würden hätte das kaum nennenswerte änderungen zu folge. wir reden hier von gewalitgen massen an wasser die sich da bewegen, da spielt unser minimale energieabgabe nichteinmal im zentelprozentbereich eine rolle

    natürliche zufällige schwankungen haben hier eine vielfach größere auswirkung
    es wäre so als würd eman einkaltes wasser über die hand laufen lassen und sich erwarten am ende ein handwarmes badewasser zu haben

  12. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: quineloe 16.09.20 - 09:45

    fünf Grad mehr über dem Wasser ist kein Problem, das können wir ab, einfach weitermachen wie bisher.

    0,05 Grad mehr und das nur in unmittelbarer Nähe der Serverfarm? Ökologischer Super-GAU, das muss unbedingt verhindert werden.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  13. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: DerDavid 16.09.20 - 10:00

    Rechenzentren oberirdisch haben deutlich mehr "Abwärme" da zumindest im Sommer aktiv gekühlt werden muss. Und jeder Prozess hat Verluste, in diesem Fall Wärme. Also wenn ich 1kW kühle habe ich ca 1,3kW Abwärme (dazu kommen noch Pumpenleistung, Belüftung usw die auch noch als thermische Last abgeführt werden müssen) die in die Luft/Gewässer abgeführt wird.

    Wenn das Rechenzentrum im Wasser ist haben wir "nur" die thermische Abwärme in die Umwelt die durch den tatsächlichen Rechenzentrumsbetrieb entsteht. Für die Gesamtbilanz würde ich sagen das ist ein guter Deal.

  14. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: dbettac 16.09.20 - 11:37

    Selbst dann... Es ist ja nicht so, als ob die Rechenzentren nicht gebaut werden würden. Jedes Rechenzentrum im Meer spart eins an Land. Die Umweltbilanz dürfte damit insgesamt deutlich besser sein.

  15. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: Kleba 16.09.20 - 13:31

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber man dachte auch Windräder würden "nichts" machen. Inzwischen ist klar das die
    > Dinger definitiv einige Vogelarten schreddern und auch das lokale Klima
    > beeinflussen können.

    Das klingt bei einigen Seiten die ihre "Zahlen" veröffentlichen tatsächlich so. Der Effekt von Windkraft auf Vögel ist aber - im Vergleich zu einigen anderen Ursachen - beinahe "vernachlässigbar". Ein kurzes informatives Video dazu hier: Link (weitere Quellen darunter).
    Und ich will natürlich nicht behaupten, dass es egal ist wenn Vögel oder andere Lebewesen sterben. Der Mensch wird immer Auswirkungen auf die ihn umgebenden Flora und Fauna haben. Die Frage ist, inwieweit man diesen Einfluss minimieren kann.

    > Die verdammten scheinheiligen Grünen versauen hier in
    > der Region übrigens bereits das zweite NSG mit Windrädern...

    Das hat nichts mit Scheinheiligkeit zu tun. Irgendwo müssen die Windräder hin. Und verglichen mit anderen Formen der Energieerzeugung hat es nun mal deutlich weniger gravierende Auswirkungen auf die Umwelt.
    Für den Braunkohletagebau wurde schon eine Fläche in der Größe des Saarlandes "platt gemacht" (Link). Für Atomkraft haben wir immer noch keine zufriedenstellende Lösung für den Müll (abgesehen davon sind die Meiler auch nicht wirklich hübsch, auch nicht im Vergleich zu den Windrädern).

  16. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: snboris 18.09.20 - 10:53

    Kleba schrieb:
    >Der Mensch wird immer Auswirkungen auf die ihn umgebenden Flora und Fauna haben.

    Nicht nur der Mensch. Jedes Lebewesen. Das vergessen die meisten immer.


    > Die Frage ist, inwieweit man diesen Einfluss minimieren kann.

    Ganz einfach: durch weniger Menschen.

    Ausserdem: Bei anderen Lebewesen fragt ja auch keiner, wie man deren Einfluss auf die umgebende Flora und Fauna minimiert. Warum nur beim Menschen?

  17. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: Kleba 20.09.20 - 11:28

    snboris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleba schrieb:
    > >Der Mensch wird immer Auswirkungen auf die ihn umgebenden Flora und Fauna
    > haben.
    >
    > Nicht nur der Mensch. Jedes Lebewesen. Das vergessen die meisten immer.
    >
    > > Die Frage ist, inwieweit man diesen Einfluss minimieren kann.
    >
    > Ganz einfach: durch weniger Menschen.
    >
    > Ausserdem: Bei anderen Lebewesen fragt ja auch keiner, wie man deren
    > Einfluss auf die umgebende Flora und Fauna minimiert. Warum nur beim
    > Menschen?

    Andere Lebewesen zerstören aber typischerweise nicht (bewusst) ihren Lebensraum. Selbst wenn man das "bewusst" außen vor lässt, gibt es kaum Lebewesen, welche ihren natürlichen Lebensraum einfach zerstören.
    Vereinzelt und lokal begrenzt kann es etwas - auf den Maßstab angepasstes - vergleichbares vielleicht manchmal geben. Bspw. wenn man Heuschreckenplagen nimmt, die ihre eigene Lebensgrundlage weg essen, bis nichts mehr da ist. Aber normalerweise reguliert sich die Natur ganz gut selbst, indem bspw. größere Fressfeinde dafür sorgen, dass sich sowas nicht zu sehr ausbreitet.

  18. Re: Keine Nebenwirkungen zu erwarten?

    Autor: Yash 21.09.20 - 10:05

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hier in der Region übrigens bereits das zweite NSG mit Windrädern...
    Ich gratuliere deiner Region zum weiteren Ausbau der regenerativen Energien. Ich wünschte hier wär man auch soweit



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.09.20 10:06 durch Yash.

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