1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Project Natick: Microsoft birgt…

Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: Netzweltler 15.09.20 - 17:13

    also nichts für Amateure, die die Hardware schnell mal mit 'nem USB-Stick kompromittieren wollen.

    Und wenn die Server außerhalb des Hoheitsgebietes irgendwelcher Staaten liegen, läuft auch jeder Gerichtsbeschluß zur Beschlagnahme von Hardware und Daten ins Leere.

  2. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: sevenacids 15.09.20 - 17:32

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also nichts für Amateure, die die Hardware schnell mal mit 'nem USB-Stick
    > kompromittieren wollen.
    >
    > Und wenn die Server außerhalb des Hoheitsgebietes irgendwelcher Staaten
    > liegen, läuft auch jeder Gerichtsbeschluß zur Beschlagnahme von Hardware
    > und Daten ins Leere.

    Es muss auch gar nicht so aufwendig sein. Denn irgendwo kommt das Kabel, mit dem so ein Container ans Festland angebunden ist, an die Oberfläche. Kappt man die Verbindung, ist der gesamte Container erst einmal lahmgelegt. Und selbst, wenn nicht: Nur für wenig Schadsoftware braucht man heute noch zwingend physischen Zugriff auf die Hardware.

    Ich kenne mich jetzt mit Seerecht nicht aus, kann mir aber kaum vorstellen, dass man damit vor einer Beschlagnahmung sicher ist.

  3. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: onek24 15.09.20 - 18:10

    sevenacids schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Netzweltler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > also nichts für Amateure, die die Hardware schnell mal mit 'nem
    > USB-Stick
    > > kompromittieren wollen.
    > >
    > > Und wenn die Server außerhalb des Hoheitsgebietes irgendwelcher Staaten
    > > liegen, läuft auch jeder Gerichtsbeschluß zur Beschlagnahme von Hardware
    > > und Daten ins Leere.
    >
    > Es muss auch gar nicht so aufwendig sein. Denn irgendwo kommt das Kabel,
    > mit dem so ein Container ans Festland angebunden ist, an die Oberfläche.
    > Kappt man die Verbindung, ist der gesamte Container erst einmal lahmgelegt.
    > Und selbst, wenn nicht: Nur für wenig Schadsoftware braucht man heute noch
    > zwingend physischen Zugriff auf die Hardware.
    >
    > Ich kenne mich jetzt mit Seerecht nicht aus, kann mir aber kaum vorstellen,
    > dass man damit vor einer Beschlagnahmung sicher ist.

    Oder kann es sein, dass das Kabel womöglich vom Wasser aus bis zum Rechenzentrum komplett unter Wasser und unter der Erde bleibt, sodass man es nicht mit einem Hydraulischen-Feuerwehr-"Seitenschneider" kurz durchkappen kann.
    Die Server brauchen ja nicht nur Internet, sondern auch Strom und das sind einige kW die da rein müssen, das werden definitiv keine dünnen Kabel.

  4. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: Avarion 15.09.20 - 22:02

    sevenacids schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich kenne mich jetzt mit Seerecht nicht aus, kann mir aber kaum vorstellen,
    > dass man damit vor einer Beschlagnahmung sicher ist.

    Ist man nicht. Man unterliegt der Gesetzgebung seines Heimatlandes und die haben auch die Polizeigewalt über dich und deine Güter.

  5. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: p4m 15.09.20 - 23:31

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sevenacids schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ich kenne mich jetzt mit Seerecht nicht aus, kann mir aber kaum
    > vorstellen,
    > > dass man damit vor einer Beschlagnahmung sicher ist.
    >
    > Ist man nicht. Man unterliegt der Gesetzgebung seines Heimatlandes und die
    > haben auch die Polizeigewalt über dich und deine Güter.

    Auch wenn das nicht einmal für Privatpersonen gilt, so wird es im Unternehmensrecht noch komplexer sein.

    Zum Privatrecht: Ersteinmal ist die Judi-/Exekutive des Staates zuständig, in welchem Du eine etwaige Straftat begangen hast. Das kann sich in der Folge durch Rechtshilfeersuchen & Auslieferungsabkommen zwar ändern, ist allerdings ansonsten der Standardfall.

    Zum Abschluss: Auch im Privatrecht hat die deutsche Polizei keinerlei allgemeine Verfügungsgewalt über Dein Eigentum in den USA. Selbst Dein US-Konto kann die dt. Polizei nicht aus Jux & Dollerei sperren lassen.

    Wenn Du anderer Ansicht bist, untermauere Deinen Standpunkt doch bitte mit Verweisen zu den passenden Paragraphen in den bi-/multilateralen Abkommen.

  6. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: m9898 16.09.20 - 01:05

    Es lässt sich wohl sagen, dass die Rechtslage bezüglich Unterwasserbojen (Die ja keine beflaggten Schiffe sind) in jeder Hinsicht recht dünn sein dürfte.
    Im Zweifelsfall würde sich also entweder der Staat zuständig fühlen, aus dessen Hoheitsgebiet die Infrastruktur für das Rechenzentrum bereitgestellt wird, oder der, in dem die juristische oder natürliche Person welche Eigentumsansprüche an dieser Boje anmeldet ihren Sitz hat. Im Fall von Microsoft werden also im Zweifelsfall die USA einen vorrangigen Anspruch geltend machen wollen. Vorteilhaft ist natürlich, dass die wenigsten Strafverfolgungsbehörden (wenn überhaupt) über die Ressourcen verfügen Beschlagnahmungen in einem Unterwasserrechenzentrum am anderen Ende der Welt durchzuführen.

  7. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: Netzweltler 16.09.20 - 13:26

    Und sollte sich das Rechenzentrum in internationalen Gewässern befinden, greift keine (national-)staatliche Verfügung z.B. zur Beschlagnahme.

  8. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: dbettac 16.09.20 - 13:33

    Es gibt aber auch keinen Schutz dagegen, dass jemand mit einem Schiff vorbei fährt und es einfach tut.

  9. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: Netzweltler 16.09.20 - 13:51

    dbettac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt aber auch keinen Schutz dagegen, dass jemand mit einem Schiff
    > vorbei fährt und es einfach tut.
    Wie gesagt, das geht dann nur mit großem technischem und finanziellem Aufwand. Nicht jeder hat die entsprechende Tiefseeausrüstung einfach so zuhause rumliegen. Das haben noch nicht einmal die meisten Schiffseigner.

  10. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: heuteistsuper 16.09.20 - 14:08

    In Zukunft gehen dann Datenverluste in der Cloud auf das Konto der illegalen Schleppnetzfischerei.

  11. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: southy 16.09.20 - 15:18

    Netzweltler schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und wenn die Server außerhalb des Hoheitsgebietes irgendwelcher Staaten
    > liegen, läuft auch jeder Gerichtsbeschluß zur Beschlagnahme von Hardware
    > und Daten ins Leere.


    Legen sie aber nicht.
    Sie liegen kurz vor der Küste und definitiv _innerhalb _ der Hoheitsgewässer.

    Das war auch nicht der Hintergrund das auszuprobieren. Es geht um eine Kombination anderer Faktoren.

  12. Re: Man kommt da nur mit entsprechendem Equipment ran

    Autor: mke2fs 17.09.20 - 13:23

    Netzweltler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und sollte sich das Rechenzentrum in internationalen Gewässern befinden,
    > greift keine (national-)staatliche Verfügung z.B. zur Beschlagnahme.

    Ich will ja auch nicht die physischen Rechner haben sondern die Daten darauf.
    Und da greifen dann doch wieder nationale Gesetze, siehe der Jugendschutz oder DSVGO bei Seiten die im Ausland (außerhalb des Gültigkeitbereiches der jeweiligen Gesetze) gehostet sind sich aber an Personen im Gültigkeitsbereich richten - und zack gelten die Gesetze plötzlich doch wieder und du musst dich daran halten.
    Und ja die können dir dann auch was tun, zwar sind deine Server nicht hier, aber du betreibst in der Regel ein Unternehmen welches irgendwo physisch sitzt und auch du als Person bist physisch, innerhalb des Hohheitsgebietes eines Staates greifbar.
    Und dann werden sie schon dafür sorgen das du die Daten rausrückst, ob du dazu zu den Dingern runter tauchen musst oder einfach Remote drauf zugreifst ist denen Wurst.

    Geh mal davon aus das die auch bei Hostern wo was illegales auf nem Rechner läuft mit der Brechsstange einreiten, sondern die kommen da erstmal und sagen sie wollen den und den Rechner haben und der Hoster rückt den oder ein Systemabbild dann schon selbst raus.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main
  2. VIVASECUR GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  3. Melitta Business Service Center GmbH & Co. KG, Minden
  4. Melitta Business Service Center GmbH & Co. KG, deutschlandweit

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 515,65€
  2. (u. a. Asus TUF-RTX3080-10G-GAMING 10GB für 739€, MSI GeForce RTX™ 3080 GAMING X TRIO 10GB...
  3. (u. a. GIGABYTE GeForce RTX 3080 Eagle OC 10G für 699€, ASUS GeForce RTX 3080 TUF GAMING für...
  4. 499,99€ (Release 19.11.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de