Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Prototyp: Googles selbstfahrendes…

Für Senioren bestimmt hilfreich

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: MrX. 23.12.14 - 09:58

    Für Senioren, oder Menschen mit motorischen Problemen bzw. Sehschwäche ist das Konzept bestimmt eine gute Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln, oder zur völligen Mobilitätsaufgabe. Ein funktionierendes, selbsfahrendes System, bei dem man im Notfall doch eingreifen kann, würde für eben diese Zielgruppe den Alltag erleichtern. Allerdings würde ich Google darum bitten, zumindest in diesem Bereich das Geschäftsmodell zu ändern, also die Entwicklung zu verkaufen und nicht die Daten der Kunden.
    Das diese Fahrzeuge auch beim normalen Verbraucher Einzug halten, bezweifele ich aber. Welche normale Person möchte schon 90% der Kontrolle dem Computer überlassen, niemals Ampelstarts hinlegen, oder im Berufsverkehr exakt das Tempolimit einhalten? Zumal es auch für Hacker interessant werden könnte, sobald die Systeme vermehrt zum Einsatz kommen...

    Autonome Fahrzeuge sollen ruhig zu einer hilfreichen Alternative werden, aber keinesfalls zum Standard.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.12.14 10:08 durch MrX..

  2. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: M. 23.12.14 - 11:15

    > Das diese Fahrzeuge auch beim normalen Verbraucher Einzug halten,
    > bezweifele ich aber. Welche normale Person möchte schon 90% der Kontrolle
    > dem Computer überlassen, niemals Ampelstarts hinlegen, oder im
    > Berufsverkehr exakt das Tempolimit einhalten?
    Jeder, für den ein Auto ein Verkehrsmittel ist um von A nach B zu kommen, und nicht ein Gegenstand um andere Verkehrsteilnehmer zu beeindrucken oder 'Fahrspass' zu haben. Ich fände das sehr praktisch, denn ich gehe davon aus, dass ein aktueller Computer das Optimierungsproblem für Verkehrssicherheit, Einhalten der Verkehrsregeln, Kraftstoffverbrauch und Fahrzeit wesentlich schneller und präziser lösen kann als ich im Kopf.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  3. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: Bouncy 23.12.14 - 11:38

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > im Berufsverkehr exakt das Tempolimit einhalten?
    ausgerechnet da würde es tatsächlich sinnvoll sein und das Durchschnittstempo praktisch beliebig erhöhen, wenn jeder automatisiert fahren würde. Würd ich absolut begrüßen, und das sag ich als der größte Verfechter von Fahrspaß und freiem Fahren...

  4. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: MrX. 23.12.14 - 11:59

    Ich müsste vll noch ergänzen:
    In der Regel bin ich auch nicht unbedingt ein Rasertyp, aber 30km/h bei einer mehrspurig ausgebauten, übersichtlichen Straße? Bei solchen, nicht nachvollziehbaren Vorgaben, werde ich mich weigern, diese exakt einhalten. Ob man von Spritsparen reden kann, wenn die Blechlawine entweder untertourig im 3, oder mit hoher Drehzahl im 2 (k.A, in welchem Bereich das bei Automatik liegt) die Straße entlang schleicht, bezweifle ich auch.

    Und nur, weil alles automatisiert abläuft, wird man diese Geschwindigkeiten nicht wieder erhöhen. Im Gegenteil: Man muss sich nichtmehr um Ausreden wie "Lärmbelästigung, unübersichtlichen Straßen, etc." bemühen, sondern man begründet es einfach mit "einem möglichen Versagen der Technik bei zu hohen Geschwindigkeiten", oder Ähnlichem.
    Ein Großteil der gutgläubigen Masse wird sich damit auch zufrieden geben...

  5. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: pythoneer 23.12.14 - 12:17

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche normale Person möchte schon 90% der Kontrolle
    > dem Computer überlassen, niemals Ampelstarts hinlegen, oder im
    > Berufsverkehr exakt das Tempolimit einhalten? Zumal es auch für Hacker
    > interessant werden könnte, sobald die Systeme vermehrt zum Einsatz
    > kommen...

    Hier ich, sofort.

    > Autonome Fahrzeuge sollen ruhig zu einer hilfreichen Alternative werden,
    > aber keinesfalls zum Standard.

    Ich wäre dafür, dass sie zum Standard werden. Das würde nämlich bedeuten, dass es weniger Verkehrstote gibt und jeder Verkehrsteilnehmer schneller zu seinem Ziel kommt. Wie kann man also dafür sein, dass es mehr Tote gibt als nötig und viele in Staus festhängen? Weil du gerne Ampelstarts hinlegen und dich nicht ans Tempolimit halten willst und damit auf jeden Fall zu den Staus und möglicherweise zu den Toten beiträgst?

    Entschuldige, dafür habe ich kein Verständnis.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.12.14 12:18 durch pythoneer.

  6. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: Bouncy 23.12.14 - 12:20

    Es wird Gründe haben, warum nur 30 erlaubt sind, aber praktisch alle Gründe werden mit potentiellem menschlichem Versagen oder Emissionen zu tun haben. Beides kann man ausschließen bei so einem Auto, da es generell schneller als 30 fahren kann wird es auch bei hohem Verkehrsaufkommen schneller als 30 fahren können, im Gegensatz zu überforderten Menschen macht das für die Technik nämlich absolut keinen Unterschied - im Gegenteil, je mehr vernetzte Fahrzeuge mitrollen, umso besser; dann - und nur dann - können die auch mit 200 ohne jeglichen Abstand rollen.
    Nur so ließe sich Stau vermeiden, weil ob du's einsehen willst oder nicht, Leute die nicht die Durchschnittsgeschwindigkeit fahren verursachen Störungen, und Störungen verursachen nachgelagert Staus. Ziemlich mies...

  7. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: MrX. 23.12.14 - 13:42

    Ihr habt mich überzeugt.
    Es ist tatsächlich absolut sicher, wenn alle Fahrzeuge zentral durch ein Netzwerk gesteuert werden. Die Software wird keine Fehler aufweisen, nicht anfällig gegen Manipulationen sein und in wirklich allen Notsituationen richtig reagieren - denn das muss sie ja auch, wenn die Menschheit, durch den Verlass auf Maschinen, irgendwann verlernt haben wird, selbstständig zu denken (Auto zu fahren).

    Die Feuerwehr wird sich bei der nächsten Fahrt zum Einsatz auch endlich mal an die vorgegebenen 30km/h halten. Es könnte ja sein, dass auf einer 500m langen, gerade verlaufenden und zweispurig ausgebauten Straße, plötzlich eine Person aus dem Nichts auftaucht, oder sich jemand wegen Lärmbelästigung gestört fühlt, weil er den Schnellzug nicht mehr hören kann.
    Ich, als die Person im brennenden Haus, sehe keinen Grund, mich zu beklagen, denn immerhin gibt es dafür deutlich weniger Verkehrstote.

  8. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: M. 23.12.14 - 13:50

    > Es ist tatsächlich absolut sicher, wenn alle Fahrzeuge zentral durch ein
    > Netzwerk gesteuert werden. Die Software wird keine Fehler aufweisen, nicht
    > anfällig gegen Manipulationen sein und in wirklich allen Notsituationen
    > richtig reagieren
    Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob die Software weniger Fehler macht und in Notsituationen besser und schneller reagiert als ein menschlicher Fahrer. Das kann man nach einigen Jahren Testbetrieb im normalen Strassenverkehr statistisch recht leicht berechnen, z.B. an der durchschnittlichen Anzahl Unfälle pro Fahrzeug.
    Man verzichtet ja bei komplexen Berechungen auch nicht auf Computer weil sie durch Bugs falsche Ergebnisse liefern könnten - weil jemand, der das von Hand ausrechnet, länger bräuchte und statistisch mehr Fehler machen würde.

    > Die Feuerwehr wird sich bei der nächsten Fahrt zum Einsatz auch endlich mal
    > an die vorgegebenen 30km/h halten.
    Es ist wohl was anderes, ob du zum persönlichen Vergnügen oder weil du die Beschränkung blöd findest zu schnell fährst, oder ob ein Fahrzeug im Rettungseinsatz das tut. Das holt sich mit Blaulicht und Martinshorn die Sonderrechte dazu. Und bereits jedes Kind lernt, dass man als Fussgänger oder Verkehrsteilnehmer einem Auto mit Blaulicht schleunigst aus dem Weg gehen soll.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.12.14 13:52 durch M..

  9. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: MrX. 23.12.14 - 14:15

    Und wie kommen besagte Einsatzkräfte zum Gerätehaus? Private Fahrzeuge dürfen in der Regel nicht mit Blaulicht ausgestattet werden, dennoch darf im eingeschränkten Maße das Recht in Anspruch genommen werden, die vorgegebene Geschwindigkeit zu überschreiten.
    Wie übernimmt man ins System, dass diese normale Fahrzeuge unter bestimmten Umständen schneller unterwegs sein dürfen, als sonst?

    Gehen wir davon aus, die Unfallstatistik geht zurück, das System wird innerhalb weniger Jahre für alle Fahrzeuge Pflicht, auch alte werden nachgerüstet.
    Es funktioniert 10 Jahre ohne Probleme, dann kommt es aber während eines Schneesturms zu einem großflächigen Ausfall.
    Was soll man tun? Nach Jahren der schleichenden Verblödung hinterm Steuer (wer nichts tut, der verlernt..) wird wohl kaum einer in der Lage sein, in dieser Situation selbst zu reagieren.

    Ich halte nichts davon, sich komplett auf Maschinen verlassen zu müssen. Die, die es benötigen, da sie selbst nicht mehr fahren können: ok. Da greift die Technik unter die Arme
    Personen, die ihr ganzes Leben in Angst davor verbringt, dass etwas passieren könnte; man kann ja von zu Hause aus Arbeiten, virtuellen Urlaub genießen und sich das Nötigste schicken lassen. Mittel und wegen gibt es ja genug ;)

  10. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: M. 23.12.14 - 14:28

    > Wie übernimmt man ins System, dass diese normale Fahrzeuge unter bestimmten
    > Umständen schneller unterwegs sein dürfen, als sonst?
    Indem man ihre Software so anpasst, dass sie das optional erlaubt. Das kann man von mir aus für Ausnahmesituationen übrigens auch in normale Fahrzeuge einbauen. Damit würde sich der Strassenverkehr mehr dem Schienenverkehr annähren, wo der Lokführer ja auch so gut wie jedes Sicherheitssystem überbrücken kann, das aber geloggt wird und später begründet werden muss.

    > Es funktioniert 10 Jahre ohne Probleme, dann kommt es aber während eines
    > Schneesturms zu einem großflächigen Ausfall.
    Zu einem grossflächigen Ausfall wovon? Das schöne ist ja, dass man auf der Strasse (anders als etwa in der Luftfahrt) das Fahrzeug zu jedem Zeitpunkt bei Problemen in einen sicheren Zustand bringen kann - den Stillstand. Das mag für alle hintendran lästig sein, aber ungefährlich (wenn sie denn den Sicherheitsabstand einhalten). Notfalls, wenn man nicht mehr selbst fahren kann und das Auto es nicht tut halt auch solange, bis der Schneesturm soweit nachgelassen hat, dass eine sichere Weiterfahrt möglich ist.

    Aktuell kommts bei unerwartetem und heftigem Schneefall ja auch regelmässig zu Massenkarambolagen und Unfällen. Dass sich da die Situation wesentlich verschlechtern würde bezweifle ich mal.

    > Ich halte nichts davon, sich komplett auf Maschinen verlassen zu müssen.
    Und ich halte nichts davon, auf Maschinen zu verzichten, wenn sie etwas besser können als wir.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  11. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: g0r3 23.12.14 - 16:19

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte nichts davon, sich komplett auf Maschinen verlassen zu müssen.
    > Die, die es benötigen, da sie selbst nicht mehr fahren können: ok. Da
    > greift die Technik unter die Arme
    > Personen, die ihr ganzes Leben in Angst davor verbringt, dass etwas
    > passieren könnte; man kann ja von zu Hause aus Arbeiten, virtuellen Urlaub
    > genießen und sich das Nötigste schicken lassen. Mittel und wegen gibt es ja
    > genug ;)

    Klugscheißer. Dann hast du wohl auch keinen Strom, Heizung und fließend Wasser. Denn darauf muss man sich ja auch verlassen.

  12. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: pythoneer 23.12.14 - 16:31

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich halte nichts davon, sich komplett auf Maschinen verlassen zu müssen.

    Und doch tust du es Tag für Tag, Stunde um Stunde. Wenn du ein wenig mit offeneren Augen umherschweifen würdest, dann würdest du merken, dass du noch viel abhängiger vom Maschinen bist als bei diesem naiven Autovergleich – du merkst es nur nicht, weil es dein Leben so viel komfortabler macht.

    > Personen, die ihr ganzes Leben in Angst davor verbringt, dass etwas
    > passieren könnte;

    Personen, die ihr ganzes Leben in Angst davor verbringen, dass Maschinen etwas ändern könnten, wo sie es doch schon längst weitflächig getan haben.

  13. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: MrX. 23.12.14 - 17:42

    "Klugscheißer. Dann hast du wohl auch keinen Strom, Heizung und fließend
    Wasser. Denn darauf muss man sich ja auch verlassen."

    Ich nutze es, verlasse mich aber nicht darauf. Wenn Strom da ist; schön. Eine Taschenlampe steht aber trotzdem immer irgendwo zur Reserve.

    "Und doch tust du es Tag für Tag, Stunde um Stunde. Wenn du ein wenig mit offeneren Augen umherschweifen würdest, dann würdest du merken, dass du noch viel abhängiger vom Maschinen bist als bei diesem naiven Autovergleich – du merkst es nur nicht, weil es dein Leben so viel komfortabler macht. "

    Dann nenne mir ein elektronisches Gerät, welchem ich täglich mein Leben anvertraue.

    PC, Smartphone? Nützliche Hilfsmittel die mich im Alltag begleiten. Man kann aber auch problemlos darauf verzichten.
    Gibts dort eine Fehlfunktion, fällt das Gerät für ein paar Tage weg, aber man läuft nicht Gefahr in einen Unfall verwickelt zu werden.

    "Personen, die ihr ganzes Leben in Angst davor verbringen, dass Maschinen etwas ändern könnten, wo sie es doch schon längst weitflächig getan haben."

    Ich bin offen für Neues, befürworte aber nicht blind jede "Innovation".
    Technische Hilfsmittel sind schön und gut, aber eine Autonomisierung im großen Ausmaß wird bei mir einiges an Überzeugungskraft benötigen.

    Wenns soweit ist, stelle ich auch auf künstliche Ernährung um: Ich muss nichtmehr überlegen, was ich esse, ich kann mich nichtmehr verschlucken (was ja eine allgegenwärtige Gefahr darstellt) und muss auch nicht kauen ;)

  14. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: pythoneer 23.12.14 - 20:13

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich nutze es, verlasse mich aber nicht darauf. Wenn Strom da ist; schön.
    > Eine Taschenlampe steht aber trotzdem immer irgendwo zur Reserve.

    Und mit deiner Taschenlampe hältst du deine Lebensmittel kalt, deine Wohnung warm, die Lebensmittel im Supermarkt, die Treibstoffpumpen an den Tankstellen/Pipelines etc. Du bist nen richtiger MacGyver oder ist das ne Wundertaschenlampe?

    > Dann nenne mir ein elektronisches Gerät, welchem ich täglich mein Leben
    > anvertraue.

    Ampel, Kühlschrank, Transportschiffe, AKWs, Stadtwerke, Elektrodynamische Bremse, elektrische Bremskraftverstärker ... ach komm, die Frage war doch eh nicht ernst gemeint oder?

    > Ich bin offen für Neues, befürworte aber nicht blind jede "Innovation".
    > Technische Hilfsmittel sind schön und gut, aber eine Autonomisierung im
    > großen Ausmaß wird bei mir einiges an Überzeugungskraft benötigen.

    Ob du dem blind vertraust oder nicht ist ziemlich egal. Das einzige was zählt ist, ob das System weniger Kosten verursacht und effizienter ist. Mit Effizient könnte man jetzt meinen, dass es weniger Leute tötet, weniger Treibstoff verbraucht und mehr Personen Pünktlich ans Ziel bringt als der Mensch. Es wird dann immer Leute geben, die sich wie wild dagegen sträuben – wie diejenigen die dann doch lieber mit dem Pferd oder Kutsche als mit so einem Blechmonster unterwegs waren, aber diese sterben dann ja auch bald aus und die nächste Generation interessiert sowas dann nicht mehr.

    > Wenns soweit ist, stelle ich auch auf künstliche Ernährung um: Ich muss
    > nichtmehr überlegen, was ich esse, ich kann mich nichtmehr verschlucken
    > (was ja eine allgegenwärtige Gefahr darstellt) und muss auch nicht kauen ;)

    Mach du deine Scherze – aber ich lasse dich natürlich in deiner Nostalgie. Glücklicherweise gib es andere Leute, sonst würden wir heute alle auf dem Feld arbeiten und Kartoffeln ernten oder so.

  15. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: MrX. 23.12.14 - 21:48

    Tatsächlich; würde mein Kühlschrank einen Defekt aufweisen, könnte ich innerhalb kurzer Zeit sterben. Ich vertraue diesem Ding wirklich mein Leben an....

    Wenn es nostalgisch ist, wenigstens einen Teil seiner Eigenständigkeit behalten zu wollen, dann zähle mich eben zu einer dieser Personen.
    Ich kann zwar nicht verstehen, wie man das Sträuben gegen jeglichen technischen Fortschritt mit dem kritischen Betrachten EINES möglichen Fortschrittes vergleichen kann, aber belassen wir es dabei.

    Technische Hilfssysteme, saubere Antriebstechniken, etc. werden nach und nach Einzug halten, dagegen gibt's auch nichts einzuwenden.
    Bis (bzw. falls) sich das Autonome System Flächendeckend etabliert hat, wird man zumindest hier noch ein paar schöne Jahre selbst fahren dürfen.

  16. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: rop 23.12.14 - 22:02

    Hier ich. Sofort. Nie wieder auto fahren. Ein Segen.

    Nur für Senioren?? Gerade für junge Leute! Endlich saufen, auch wenn kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht...

    Wie dem auch... Auf jeden Fall wäre es mir lieber, wenn dein Auto von einem Computer gesteuert werden wurde an Stelle eines "Ampel-start hinlegenden" Halbstarken.


    Und du kennst keine elektronischen Geräte, denen du dein leben anvertraust? Ernsthaft?

    Schon mal mit einem auto mit Baujahr in diesem Jahrtausend gefahren?
    Schon mal geflogen?
    Schon mal einen Fahrstuhl benutzt?
    Schon mal mit etwas ernstem im Krankenhaus gewesen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.12.14 22:03 durch rop.

  17. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: pythoneer 23.12.14 - 23:42

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsächlich; würde mein Kühlschrank einen Defekt aufweisen, könnte ich
    > innerhalb kurzer Zeit sterben. Ich vertraue diesem Ding wirklich mein Leben
    > an....

    Ja tust du, auch wenn du noch so laut drüber lachst.

  18. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: luzipha 24.12.14 - 01:23

    MrX., du glaubst doch nicht wirklich daran, dass du bei einem heute üblichen Fahrzeug dein Leben nicht blind der Technik anvertraust, oder?

    Ich habe einige Zeit in einem großen Logistikunternehmen gearbeitet und dort mitbekommen dürfen welche skurilen Situationen entstehen können, wenn die Technik versagt. Da gab es mal einen Transporter der sich überschlagen hat nachdem die Lenkung versagte, das Fahrzeug seitlich ausbrach und der Fahrer vor lauter Schreck das Tempo nicht rechtzeitig reduzierte. Einen weiteren Unfall gab es als der Turbolader eines anderen Transporters platze und der Fahrer vor Schreck das Lenkrad verriss.
    In beiden Fällen wäre dem Defekt kein Unfall gefolgt, wenn die Fahrzeuge von einem Computer gesteuert worden wären. In beiden Fällen hätte der Computer das Fahrzeug zum stehen gebracht, ohne dass Menschenleben gefährdet worden wären. Ich könnte dir hier noch viele weitere Beispiele nennen die ich selber erlebt habe oder von denen ich in meiner ehemaligen Tätigkeit erfahren habe.

    Und wie sehr man der Technik beim Fahren sein Leben anvertraut durfte auch ein anderer Fahrer erleben als er im Winter (-10°C Außentemperatur) nachts auf einem Autobahnparkplatz liegen blieb, weil die Lichtmaschine einen Defekt hatte. Die nächste Ortschaft war mehrere Kilometer entfernt und der Akku seines Handies leer. Zum Glück fiel unserer Navigationszentrale der unplanmäßige Stopp auf und informierte unseren Disponenten. Dieser konnte dann seinerseits den ADAC informieren. Der Begriff "gelber Engel" hat für den liegengeblienen Fahrer bis heue noch eine ganz besondere Bedeutung, wobei der eigentliche Retter das automatisierte Benachrichtigungssystem der Navigationszentrale war.

    Ich jedenfalls würde mich sehr darüber freuen, wenn ich mein Leben im Straßenverkehr nicht mehr durch Ampelstarter, Fahr"spaß"liebhaber und Menschen bedroht sehe die nicht einsehen wollen warum es Tempolimits gibt.

  19. Re: Für Senioren bestimmt hilfreich

    Autor: g0r3 05.01.15 - 17:02

    MrX. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsächlich; würde mein Kühlschrank einen Defekt aufweisen, könnte ich
    > innerhalb kurzer Zeit sterben. Ich vertraue diesem Ding wirklich mein Leben
    > an....
    >
    > Wenn es nostalgisch ist, wenigstens einen Teil seiner Eigenständigkeit
    > behalten zu wollen, dann zähle mich eben zu einer dieser Personen.

    Schade, dass ich das Weiterführen dieser Diskussion verpasst habe. Aber trotzdem: Du hast deine Eigenständigkeit schon lange aufgegeben, begreifst es nicht mal, und echauffierst dich jetzt jetzt über einen Fortschritt, der ab dem Zeitpunkt seiner Einführung vermutlich tausende Menschenleben jährlich retten wird.

    Und zu deiner angeblichen Unabhängigkeit: Ich wette, du würdest (zusammen mit einem anständigen Teil der deutschen Bevölkerung) keinen ganzen Winter ohne Strom überleben. Das Fernsehen zu Hause ist nämlich nicht das einzige, was vom Strom abhängt. Aber hey, das erschließt sich einem nicht so schnell, dass ohne Strom über kurz oder lang auch kein Wasser mehr fließt und die Lebensmittel im Supermarkt sich auch nicht aus dem Nichts materialisieren.

    So viel zu deiner Selbständigkeit, die offenbar nicht mal dafür reicht, dir bewusst zu machen, wie oft am Tag du dein Leben dem Funktionieren von Technik anvertraust.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. eXXcellent solutions GmbH, Ulm, München, Stuttgart, Darmstadt, Berlin
  3. ESWE Versorgungs AG, Wiesbaden
  4. SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, München, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!
Raspberry Pi 4B im Test
Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.
Ein Test von Alexander Merz

  1. Eben Upton Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter
  2. 52PI Ice Tower Turmkühler für Raspberry Pi 4B halbiert Temperatur
  3. Kickstarter Lyra ist ein Gameboy Advance mit integriertem Raspberry Pi

Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
Arbeit
Hilfe für frustrierte ITler

Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
Von Robert Meyer

  1. IT-Standorte Wie kann Leipzig Hypezig bleiben?
  2. IT-Fachkräftemangel Arbeit ohne Ende
  3. IT-Forensikerin Beweise sichern im Faradayschen Käfig

  1. Spielestreaming: Cyberpunk 2077 erscheint für Stadia
    Spielestreaming
    Cyberpunk 2077 erscheint für Stadia

    Gamescom 2019 Google hat das Rollenspiel Cyberpunk 2077 für Stadia eingekauft - leider ohne zu verraten, ob die Raytracing-Version gestreamt wird. Auch der Landwirtschaft-Simulator 2019 und Borderlands 3 sollen über die neue Plattform erscheinen.

  2. Magentagaming: Auch die Telekom startet einen Cloud-Gaming-Dienst
    Magentagaming
    Auch die Telekom startet einen Cloud-Gaming-Dienst

    Google Stadia, Blade Shadow und jetzt Magentagaming: Die Deutsche Telekom macht beim derzeit viel diskutierten Cloud-Gaming-Geschäft mit. Das Angebot der Telekom umfasst zum Beginn 100 Spiele und soll in Full-HD und später in 4K funktionieren. Die Beta startet noch auf der Gamescom 2019.

  3. Streaming: Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte
    Streaming
    Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte

    Disneys Streamingdienst Disney+ wird auf einer Reihe von Geräten als App verfügbar sein - nicht jedoch auf Amazons Tablets und TV-Sticks. Außerdem hat Disney die ersten Länder bekanntgegeben, in denen der Dienst im November 2019 starten wird.


  1. 20:01

  2. 17:39

  3. 16:45

  4. 15:43

  5. 13:30

  6. 13:00

  7. 12:30

  8. 12:02