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  5. › Quantencomputer: Ultrastarke…

Was ist eigentlich der Vorteil ?`

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  1. Was ist eigentlich der Vorteil ?`

    Autor: trockeneralkoholiker 02.08.10 - 13:25

    ... von Quantencomputern.

    Wären sie so viel schneller als unsere herkömmlichen Geräte ?

    Oder was ist es ?

  2. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?`

    Autor: gdfgdggd 02.08.10 - 13:35

    Ja sie wären extrem schneller.
    Besonders auch durch die Tatsache, das sich die Geschwindigkeit mit jedem QBit verdoppelt. (5QBits sind 16 fach schneller als 1QBit, 6QBits 32 fach schneller, etc)

  3. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?`

    Autor: elgooG 02.08.10 - 13:43

    Dann müsste aber auch entsprechende Software sehr viel flexibler sein, als sie heute ist. Generell müsste man sehr viel umdenken und komplett neu schreiben, falls man überhaupt eine Abstraktionsschicht für traditionelle Systeme hinbekommt. (Was nicht unbedingt schlecht sein muss.)

  4. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?`

    Autor: QuestionTheMark 02.08.10 - 14:01

    wieso????

  5. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?`

    Autor: Echtzeit 02.08.10 - 14:01

    Eine 2^1024 Verschlüsselung wäre mit 1024 QBits in Echtzeit geknackt.

  6. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?

    Autor: Tobias_pb 02.08.10 - 14:29

    Das wird meist etwas schlecht dargestellt und sorgt dann für Verwirrung. Quantencomputer sind nämlich nicht immer sondern nur unter bestimmten Bedingungen schneller. Und zwar ist der Vorteil, dass sie auf einem Weg zu einem finalen Zustand sehr viele unabhängige Zwischenzustände auf einmal durchqueren können. Ein Normaler Computer muss dagegen jeden einzelnen Zustand des Zustandsraumes einzeln durchqueren. Anders ausgedrückt: wenn man einen Rechen-Cluster hat, der so viele Knoten hat wie ein Problem bei einer bestimmten Eingabegröße mögliche Lösungswege, so ist dieser einem Quantencomputer asymptotisch ebenbürtig. Daher sind also folgende Eigenschaften eines Problems Voraussetzung für die (sinnvolle) Nutzung eines Quantencomputers:

    1) Die einzelnen Lösungswege müssen Überschneidungsfrei sein (das muss nicht unbedingt perfekt sein - man kann dann bloß den überlappenden Teil nicht nutzen)

    2) Die Verifikation bzw. Auswahl des finalen Ergebnisses muss in polynomialer Zeit möglich sein (sonst kriegt man den Zustandsraum nicht kollabiert).

    Und - tada - wir sind bei den NP-vollständigen Problem: genau für diese eignen sich nämlich Quantencomputer. Für andere Sachen sind sie eher witzlos. Aber auf der NP-Vollständigkeit beruht zur Zeit (fast) die gesamte asynchrone Verschlüsselungstechnik und wäre damit hinfällig. Dafür könnte man mit so einem Rechmer die perfekte Packtechnik für die Kofferraum beim nächsten Urlaub errechnen.

    So, ich hoffe, ich könnte weiterhelfen - und bitte nicht für die groben Vereinfachungen schlagen...

    Viele Grüße,
    Tobias

  7. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?

    Autor: Tim2 02.08.10 - 15:37

    Hi Tobias,

    Mal eine Frage: Wenn die Verschlüsselung damit geknackt werden kann, dann sollte man doch die Forschung an solchen Systemen schleunigst unterbinden oder? Ich meine das wäre ja der Supergau, wenn es keine sichere Verschlüsselung mehr im EDV Bereich mehr geben würde!!!

    Oder kann man mit Quantencomputern wieder andere Verschlüsselungstechniken ermöglichen, die man mit Quantencomputern nicht (so schnell) lösen kann? Das Problem ist nur, dann bräuchte ja jeder einen Quantencomputer (Handy, Chip auf EC-Karte, jeder PC). Also irgendwie finde ich das ziemlich beunruhigend, wenn ich ehrlich bin! :-/ Wo soll das nur hinführen?!

    Und noch eine andere Frage, da Du Dich ja damit auszukennen scheinst. Könnte man damit auch eine "perfekte" 3D-Simulation hinbekommen. So eine Art Holodeck (also jetzt mal nur grafisch gesehen). Das fände ich wiederum cool!

    Viele Grüße,
    Tim

  8. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?

    Autor: hfghfghfghfgh 02.08.10 - 15:45

    Tim2 schrieb:
    ------------------------------------------------------------------
    > Mal eine Frage: Wenn die Verschlüsselung damit geknackt werden kann, dann
    > sollte man doch die Forschung an solchen Systemen schleunigst unterbinden
    > oder?

    Nein. Selbst wenn offiziell keiner mehr dran arbeiten würde, irgendein Staat würde es demnoch im geheimen tun - und letzten endes die Technologie für sich behalten. Dann könnte dieser alles entschlüsseln, aber niemand etwas verschlüsseln.
    Es gibt bereits ansätze mit Quanten zu verschlüsseln, aber genaueres wird sich erst zeigen, wenn auch ein richtiger Computer damit gebaut werden kann.

    Für ein Holodeck brauchst du lediglich einen sehr rechenstarken computer (oder cluster), das könnte man auch mit heutiger Technik schon funktionieren. Das Problem ist eher das darstellen der 3D Modells.

  9. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?

    Autor: Tobias_pb 03.08.10 - 21:27

    Damit mein Vorredner ja eigentlich schon alles gesagt.

    Noch zur Verschlüsselung: Es ist z.B. bekannt, dass die NSA große Mengen an Spezialisten Beschäftigt, deren Fachgebiete darauf schließen lassen, dass auch dort an einem Quantencomputer geforscht wird. Dann ist es mir doch lieber, dass die Ergebnisse der Forschung öffentlich bekannt sind und nicht nur ein paar Geheimdiensten.

    Zum Thema Grafik: nein, da dürften Quantencomputer eher weniger helfen, da es in diesem Fall nicht mehrere Lösungsansätze existieren, von denen nachher einer richtig ist. Viel mehr muss für jeden Bildpunkt eine Reihe an Berechnungen ausgeführt werden, die nicht in eine Sackgasse führt, die mit einem Quantencomputer vermieden werden kann (sorry, ist schwer zu erklären ohne vorher ausführlich über NP-Vollständige Probleme zu reden). Holodecks gibt es übrigens schon, wenn auch mit der Einschränkung, dass sie nur für eine Person auf einmal funktionieren und man nichts anfassen kann. VW testet so z.B. die Entwürfe seiner Autos (ich weiß das zufällig, weil so sowas an meiner Uni stehen haben).

    Viele Grüße,
    Tobias

  10. Re: Was ist eigentlich der Vorteil ?

    Autor: Too human.. 10.08.10 - 16:39

    Tach,

    geht eigentlich am Thema etwas vorbei, aber da hier gerade das Thema öffentliche Forschung angesprochen wurde, hat es doch noch Schnittmengen.

    Warum sehen diese Menschen auf der anderen Seite des großen Teiches in allem erstmal eine mögliche "Waffe" und suchen primär nach Möglichkeiten die neuen Kenntnisse gewinnbringend zu "missbrauchen"?

    Vereinfacht man die Sozialstudien, haben wir unser heutiges Entwicklungsstadium dem Willen zur Zusammenarbeit zu verdanken...wie sagt man so schön...wir können eigentlich nur an uns selber scheitern.

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