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Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: RanDalic 09.07.22 - 09:29
0,9 bis 2,1% sind natürlich scheiße aber bei dem Titel hätte ich mir weitaus drastischere Folgen vorgestellt. Die Frage ob nach mehr als einem Jahr die Schäden weiter zurückgehen lässt der Artikel unbeantwortet.
Für Langzeit Aufenthalte in Schwerelosigkeit sollte man meines Erachtens eh für eine gewisse Zentrifugalgravitation (muss ja kein ganzes g sein) sorgen sowie Medikamente zum erhalt der Knochen und zytoprotektive wie Amifostin um (z.b. :beim Weg zum dem Mars) die Strahlenschäden zu reduzieren (Abwägung zwischen Toxizität und Schutz durch Medikamente notwendig)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.22 09:31 durch RanDalic. -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: gaym0r 09.07.22 - 14:56
RanDalic schrieb:
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> Für Langzeit Aufenthalte in Schwerelosigkeit sollte man meines Erachtens eh
> für eine gewisse Zentrifugalgravitation (muss ja kein ganzes g sein)
wie stellst du dir das vor? -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: RanDalic 09.07.22 - 16:24
Die Frage ist etwas hinfällig weil ich derzeit nicht versuche eine Raumstation zu planen. Aber prinzipiell könnte man wie häufig in SciFi gesehen einen Ring oder Kreisscheibe nehmen und sich die meiste Zeit möglichst weit vom Zentrum entfernt aufhalten. Je nach Bauform müsste halt entweder einer dockendes Raumschiff sich mit gleicher Winkelgeschwindigkeit bewegen oder man bräuchte ein System was dicht hält wenn sich Habitat dreht aber der Dockingport still steht. Mit immer stärker Computer gesteuerten Raumtransportern wäre wohl der drehende Dockingport noch am "einfachsten".
Aber festzuhalten ist A) arbeite ich nicht bei einer Organisation die den ISS Nachfolger plant und B) sind das nur laute Gedanken in einem Online Forum wo ich natürlich keine Studien für durchgeführt oder ausgewertet habe.
Eine Station mit einem Radius von 40m und einem Drittel g müsste sich mit 16°/s drehen. Das wären 2,6 Umdrehungen pro Minute wenn man im dockenden Raumschiff angeschnallt ist. Keine Ahnung wie das jetzt einzuordnen ist.
Problematisch ist natürlich auch der Zusammenbau im Orbit. Da sind wir aber gerade mit den neuen Raumfahrtkonzernen auf den besten Weg Payload so günstig wie niemals zuvor hochzuschießen
5 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.22 16:28 durch RanDalic. -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: KlugKacka 09.07.22 - 16:28
Aber schön daran denken, daß es nicht eiert. Also jede Unwucht muss eliminiert werden.
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Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: RanDalic 09.07.22 - 16:31
KlugKacka schrieb:
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> Aber schön daran denken, daß es nicht eiert. Also jede Unwucht muss
> eliminiert werden.
Fairer Punkt. Ist die Frage wie massiv die Unwucht wirklich wäre wenn man Menschen ungleichmäßig in der Station verteilt. Ansonsten könnte man ggf. Wasser dynamisch verpumpen.
Ich hab ja niemals gesagt es wäre einfach :D -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: maxule 10.07.22 - 07:19
RanDalic schrieb:
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> Problematisch ist natürlich auch der Zusammenbau im Orbit. Da sind wir aber
> gerade mit den neuen Raumfahrtkonzernen auf den besten Weg Payload so
> günstig wie niemals zuvor hochzuschießen
Solange wir die heutigen "Konzerne" haben, bleiben wir besser auf der Erde, sonst sin die soärlichen Lebensressourcen (Wasser, Restatmosphäre) auf Mond zbd Mars in kürzester Zeit verbraucht und vergiftet.^^ -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: gan 10.07.22 - 08:33
KlugKacka schrieb:
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> Aber schön daran denken, daß es nicht eiert. Also jede Unwucht muss
> eliminiert werden.
Wenn die Station eiert, dürfte das vor allem den Anflug erschweren. Ansonsten gibt es kein Problem, sofern die Unwucht nicht zu groß ist. Es geht also vor allem um die größe der Station im Verhältnis zu den Unwuchten. -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: Muntermacher 10.07.22 - 10:25
RanDalic schrieb:
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> 0,9 bis 2,1% sind natürlich scheiße aber bei dem Titel hätte ich mir
> weitaus drastischere Folgen vorgestellt. Die Frage ob nach mehr als einem
> Jahr die Schäden weiter zurückgehen lässt der Artikel unbeantwortet.
>
> Für Langzeit Aufenthalte in Schwerelosigkeit sollte man meines Erachtens eh
> für eine gewisse Zentrifugalgravitation (muss ja kein ganzes g sein) sorgen
> sowie Medikamente zum erhalt der Knochen und zytoprotektive wie Amifostin
> um (z.b. :beim Weg zum dem Mars) die Strahlenschäden zu reduzieren
> (Abwägung zwischen Toxizität und Schutz durch Medikamente notwendig)
Du hast den entscheidenen Teil weggelassen: soviel Verlust hat man auf der Erde in Jahrzehnten. D.h. Du wirst in Deinem ganzen Lebn keine 10% verlieren. Im All verlierst Du berits in kurzer Zeit 1/5 dessen, was Du im Leben verlierst.
Ist ja auch nicht schlimm, daß CO2 um 100ppm mehr wurde, wenn man wegläßt, daß es zum Vergleichszeitpunkz 300 waren. -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: RanDalic 10.07.22 - 11:17
Muntermacher schrieb:
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> Du hast den entscheidenen Teil weggelassen: soviel Verlust hat man auf der
> Erde in Jahrzehnten. D.h. Du wirst in Deinem ganzen Lebn keine 10%
> verlieren. Im All verlierst Du berits in kurzer Zeit 1/5 dessen, was Du im
> Leben verlierst.
> Ist ja auch nicht schlimm, daß CO2 um 100ppm mehr wurde, wenn man wegläßt,
> daß es zum Vergleichszeitpunkz 300 waren.
Ich bin der Meinung das dieser Verlust in einer Kosten/Nutzenabwägung bei Menschen die sich freiwillig dafür entschieden haben nicht all zu schlimm ist. Trotzdem muss man natürlich daran arbeiten das so gut wie möglich zu reduzieren oder zu unterbinden. Vielleicht helfen ja Osteoporose Medikamente, das werden die zahlreichen Weltraumagenturen sicher untersuchen.
EDIT:
https://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/news/Strong_Bones.html
https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/International_Space_Station_Benefits_for_Humanity/Prophylaktische_Bisphosphonatgaben_zur_Praevention_von_Knochenabbau_auf_Weltraumfluegen_Bessere_Gesundheitsvorsorge_fuer_aeltere_Me
Hilft also leider nur begrenzt. Dann muss halt doch irgendwie eine geringe Zentrifugalbeschleunigung her
2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.22 11:26 durch RanDalic. -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: muadh 11.07.22 - 10:25
RanDalic schrieb:
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> 0,9 bis 2,1% sind natürlich scheiße aber bei dem Titel hätte ich mir
> weitaus drastischere Folgen vorgestellt. Die Frage ob nach mehr als einem
> Jahr die Schäden weiter zurückgehen lässt der Artikel unbeantwortet.
>
Die Zahlen alleien hören sich nicht schlimm an, allerdings habe ich keine Ahnung was es bedeutet 1% zu verlieren.
Wenn man dann aber weiterliest steht dort, einige hätten Probleme beim Gehen (andere können weiter fröhlich Fahrradfahren)
Normalerweise sind das gesunde austrainierte Menschen die man da oben hochschießt, wenn die dann nach einem Jahr Aufenthalt auf der Erde immer noch Probleme mit dem Gehen haben, dann hört sich das für mich schon kritisch an.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.07.22 10:27 durch muadh. -
Re: Hört sich jetzt nicht so übel an
Autor: Termuellinator 11.07.22 - 10:56
RanDalic schrieb:
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> Für Langzeit Aufenthalte in Schwerelosigkeit sollte man meines Erachtens eh
> für eine gewisse Zentrifugalgravitation (muss ja kein ganzes g sein) sorgen
Das Problem daran: wir wollen (abseits von Touristen) doch gerade deswegen in den Orbit, um Schwerelosigkeit zu haben. Bislang primaer fuer Forschung, in Zukunft vllt auch wegen Fertigungstechniken.
Umsetzbar wird diese Forderung also erst, sobald die Raumstation so groß wird, dass man einen strikt getrennten Habitats- und Arbeitsbereich haben kann.



