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  5. › Raumfahrt: Die US-Regierung will…

Die ISS scheitert an einer Frage:

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  1. Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: Anonymer Nutzer 25.01.18 - 14:49

    "Wozu?" für Unterhaltung ist Hollywood zuständig, was bringt die ISS an Wissenschaftlichen Mehrwert?

  2. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: Stefan Grotz 25.01.18 - 15:36

    Es gibt unglaublich viele Dinge, die man nur dort oben erfoschen kann. Z.B. in den Materialwissenschaften kann man die Eigenschaften von Elementen erfoschen. Eine Kristallstruktur wächst unter Schwerkraft anders als in der Schwerelosigkeit. Außerdem gibt es viele Erkentnisse in der Medizin, die aus der ISS stammen, z.B. über Knochenschwund.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Forschung_auf_der_ISS
    Der englische Artikel hat sehr viel mehr Informationen:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_research_on_the_International_Space_Station

    Viel wichtiger sind aber die Forschungsergebnisse, die nebenher entstehen. Z.B. über Schimmelbefall in der Station selbst. Die meisten großen Erfindungen sehen am Anfang aus wie eine sinnlose Spielerei. Elektrizität war z.B. Jahrhundertelang ein Hobby von Fürsten, die zur Belustigung Froschschenkel zappeln ließen.

    Der wichtigste Grund von allem ist aber immer noch: Damit wir überleben lernen. Die Erde ist eine winzige Insel in einem für uns tötlichen Universum. Wenn wir nicht lernen darin zu leben, werden wir und alles Leben auf der Erde die nächsten Jahrmillionen nicht überleben. Erst seitdem es Raumfahrt gibt, gibt es für das Leben Hoffnung.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.01.18 15:39 durch Stefan Grotz.

  3. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: emdotjay 25.01.18 - 15:58

    Stefan Grotz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt unglaublich viele Dinge, die man nur dort oben erfoschen kann. Z.B.
    > in den Materialwissenschaften kann man die Eigenschaften von Elementen
    > erfoschen. Eine Kristallstruktur wächst unter Schwerkraft anders als in der
    > Schwerelosigkeit. Außerdem gibt es viele Erkentnisse in der Medizin, die
    > aus der ISS stammen, z.B. über Knochenschwund.
    >
    > de.wikipedia.org
    > Der englische Artikel hat sehr viel mehr Informationen:
    > en.wikipedia.org
    >
    > Viel wichtiger sind aber die Forschungsergebnisse, die nebenher entstehen.
    > Z.B. über Schimmelbefall in der Station selbst. Die meisten großen
    > Erfindungen sehen am Anfang aus wie eine sinnlose Spielerei. Elektrizität
    > war z.B. Jahrhundertelang ein Hobby von Fürsten, die zur Belustigung
    > Froschschenkel zappeln ließen.
    >
    > Der wichtigste Grund von allem ist aber immer noch: Damit wir überleben
    > lernen. Die Erde ist eine winzige Insel in einem für uns tötlichen
    > Universum. Wenn wir nicht lernen darin zu leben, werden wir und alles Leben
    > auf der Erde die nächsten Jahrmillionen nicht überleben. Erst seitdem es
    > Raumfahrt gibt, gibt es für das Leben Hoffnung.

    +1

  4. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: countzero 25.01.18 - 16:01

    Stefan Grotz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Der wichtigste Grund von allem ist aber immer noch: Damit wir überleben
    > lernen. Die Erde ist eine winzige Insel in einem für uns tötlichen
    > Universum. Wenn wir nicht lernen darin zu leben, werden wir und alles Leben
    > auf der Erde die nächsten Jahrmillionen nicht überleben. Erst seitdem es
    > Raumfahrt gibt, gibt es für das Leben Hoffnung.

    Wenn wir in Zeiträumen von Millionen von Jahren denken, magst du recht haben, aber solange wir nicht in der Lage sind, in ein anderes Sonnensystem zu fliegen, ist das mit dem Überleben so eine Sache.

    Nehmen wir an wir sind in der Lage, eine sich selbst versorgende Kolonie auf dem Mars zu bauen. Es wäre dann immer noch 100-mal einfacher, mit derselben Technologie Behausungen auf einer wie auch immer verseuchten/zerstörten Erde zu bauen.

    Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich finde Raumfahrt sehr interessant und es ist ein Traum von mir, irgendwann mal Urlaub auf dem Mond oder Mars zu machen, aber das "Überleben der Menschheit" zu sichern, ist für mich in den nächsten (tausend?) Jahren kein Argument.

    Allerdings kann die Raumfahrt natürlich als Ideengeber für neue Technologien auf der Erde dienen und alleine deshalb lohnt sie sich schon. Für mich persönlich wäre "weil wir es können" aber auch ausreichend ;-)

  5. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: Anonymer Nutzer 25.01.18 - 16:04

    > was bringt die ISS an
    > Wissenschaftlichen Mehrwert?

    Lustig, was herauskommt, wenn man diese Frage bei Google eingibt. Nämlich: eine Antwort.

  6. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: Anonymer Nutzer 25.01.18 - 16:17

    attitudinized schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Wozu?" für Unterhaltung ist Hollywood zuständig, was bringt die ISS an
    > Wissenschaftlichen Mehrwert?


    In dem Fall hier ist das nicht die ISS sondern die Nasa: Es gibt viele Sachen die für die Raumfahrt entwickelt wurden und heutzutage überall im Alltag verwendet werden: https://spinoff.nasa.gov/Spinoff2008/tech_benefits.html


    Ich glaub mit der ISS ist das dann genauso.

  7. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: Cassiel 25.01.18 - 17:39

    attitudinized schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Wozu?" für Unterhaltung ist Hollywood zuständig, was bringt die ISS an
    > Wissenschaftlichen Mehrwert?

    „The dinosaurs became extinct because they didn't have a space program.“
    – Larry Niven

  8. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: elgooG 25.01.18 - 18:42

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stefan Grotz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Nehmen wir an wir sind in der Lage, eine sich selbst versorgende Kolonie
    > auf dem Mars zu bauen. Es wäre dann immer noch 100-mal einfacher, mit
    > derselben Technologie Behausungen auf einer wie auch immer
    > verseuchten/zerstörten Erde zu bauen.

    Nicht wenn diese Bedrohung von Menschen ausgeht. Überbevölkerung, Kriege,...die Palette zur eigenen Selbstvernichtung ist groß. Dazu kommen noch Seuchen und Asteroiden.

    Wenn die Menschheit nicht einmal den ersten Schritt wagt, wie soll sie jemals laufen lernen? Es fehlt an so viel Erfahrung die wir eben nur so erreichen.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  9. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: matok 25.01.18 - 20:01

    Stefan Grotz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der wichtigste Grund von allem ist aber immer noch: Damit wir überleben
    > lernen. Die Erde ist eine winzige Insel in einem für uns tötlichen
    > Universum. Wenn wir nicht lernen darin zu leben, werden wir und alles Leben
    > auf der Erde die nächsten Jahrmillionen nicht überleben. Erst seitdem es
    > Raumfahrt gibt, gibt es für das Leben Hoffnung.

    Überleben lernen? Wir sollten erstmal lernen, auf diesem Planeten die nächsten paar Hundert Jahre zu überleben, bevor wir über Jahrmillionen oder ferne Galaxien nachdenken. Dieser Planet ist nicht das Problem, es ist die Spezies Mensch. Solange wir unsere grundlegenden Probleme nicht lösen, nützt uns auch kein andere Planet etwas. Wir wären dann nur eine durch's All ziehende Seuche.

  10. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: teenriot* 25.01.18 - 20:28

    Die ISS scheitert?
    Die ISS ist ein Riesenerfolg!

  11. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: David64Bit 25.01.18 - 21:42

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Überleben lernen? Wir sollten erstmal lernen, auf diesem Planeten die
    > nächsten paar Hundert Jahre zu überleben, bevor wir über Jahrmillionen oder
    > ferne Galaxien nachdenken. Dieser Planet ist nicht das Problem, es ist die
    > Spezies Mensch. Solange wir unsere grundlegenden Probleme nicht lösen,
    > nützt uns auch kein andere Planet etwas. Wir wären dann nur eine durch's
    > All ziehende Seuche.


    Falsche Strategie. Wenn es nicht der Klimawandel ist (der übrigens auch durch einen Dummen Zufalle einfach so hätte passieren können), dann ist es die Überbevölkerung. Wir MÜSSEN von dem Planeten runter und zwar extrem schnell, weil uns sonst die Zeit ausgeht die Probleme zu lösen.

    Der Planet ist sehr wohl das Problem für uns - er hat nur begrenzte Ressourcen. Wir können natürlich auch einfach aufhören uns fort zu pflanzen, aber das ist auch nicht unbedingt Ziel bringend. Davon abgesehen finde ich es Bemerkenswert, was für eine schlechte Meinung man über die gesamte Spezies haben kann, wenn nur eine Handvoll davon sich so "beschissen" benehmen.

    Falls wir nicht von diesem Planeten runter kommen und durch eben das lernen, wie man filigrane Systeme behutsam beeinflusst oder uns auf den für uns feindlichsten Regionen überlebt, überleben wir die nächsten paar Hundert Jahre sowieso nicht. Falls wir das nich lernen, ist spätestens in 100-150 Jahren der Ofen aus. Dann gibts es vllt noch ein paar Menschen, aber die Natur wird sich anpassen und wir kommen da nicht hinterher - die Natur ist schneller als wir.

  12. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: countzero 25.01.18 - 22:45

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nicht wenn diese Bedrohung von Menschen ausgeht. Überbevölkerung,
    > Kriege,...die Palette zur eigenen Selbstvernichtung ist groß. Dazu kommen
    > noch Seuchen und Asteroiden.
    >
    Ein Krieg oder totaler Zusammenbruch der Zivilisation durch die Überbevölkerung wird nie alle Menschen auslöschen. Bei 7 oder 10 Milliarden Menschen werden immer ein paar Millionen in irgendwelchen entlegenen Ecken übrig bleiben.

    Wenn du dich entschließt, dass dich der Rest der Menschheit in Ruhe lassen soll und du mit ein paar tausend Gleichgesinnten eine geheime Basis in der Antarktis aufbaust, hast du immer noch deutlich höhere Überlebenschancen als auf dem Mars.

    > Wenn die Menschheit nicht einmal den ersten Schritt wagt, wie soll sie
    > jemals laufen lernen? Es fehlt an so viel Erfahrung die wir eben nur so
    > erreichen.

    Ich sage ja gar nicht, dass wir mit der Forschung aufhören sollen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir dauerhafte Niederlassungen auf dem Mond oder Mars hätten. Ich halte es nur für unrealistisch, dass in ein paar Jahrhunderten ein großer Teil der Menschheit außerhalb der Erde leben wird. Das wird sich auf einige Tausend Wissenschaftler beschränken.

  13. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: Anonymer Nutzer 26.01.18 - 06:03

    Was hat das bitte mit Überbevölkerung zu tun? Willst du ein paar Mrd. Menschen ins All schicken oder wie willst du die Überbevölkerung wegbekommen?

  14. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: chefin 26.01.18 - 09:32

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stefan Grotz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Der wichtigste Grund von allem ist aber immer noch: Damit wir überleben
    > > lernen. Die Erde ist eine winzige Insel in einem für uns tötlichen
    > > Universum. Wenn wir nicht lernen darin zu leben, werden wir und alles
    > Leben
    > > auf der Erde die nächsten Jahrmillionen nicht überleben. Erst seitdem es
    > > Raumfahrt gibt, gibt es für das Leben Hoffnung.
    >
    > Wenn wir in Zeiträumen von Millionen von Jahren denken, magst du recht
    > haben, aber solange wir nicht in der Lage sind, in ein anderes Sonnensystem
    > zu fliegen, ist das mit dem Überleben so eine Sache.
    >
    > Nehmen wir an wir sind in der Lage, eine sich selbst versorgende Kolonie
    > auf dem Mars zu bauen. Es wäre dann immer noch 100-mal einfacher, mit
    > derselben Technologie Behausungen auf einer wie auch immer
    > verseuchten/zerstörten Erde zu bauen.
    >
    > Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich finde Raumfahrt sehr interessant
    > und es ist ein Traum von mir, irgendwann mal Urlaub auf dem Mond oder Mars
    > zu machen, aber das "Überleben der Menschheit" zu sichern, ist für mich in
    > den nächsten (tausend?) Jahren kein Argument.
    >
    > Allerdings kann die Raumfahrt natürlich als Ideengeber für neue
    > Technologien auf der Erde dienen und alleine deshalb lohnt sie sich schon.
    > Für mich persönlich wäre "weil wir es können" aber auch ausreichend ;-)

    Meinst du wir hätten heute Autos, wenn 1880 und danach die Menschen keine Autos gebaut hätten, sondern nur weiter entwickelt, weil die einfach noch zu unzuverlässig und untauglich waren.

    Oder wenn man 1990 das Handy nicht gebaut hätte, sondern weiter entwickelt bis zum heutigen Stand bevor das erste verkauft werden würde. Schau dir mal den Motorola Knochen an oder ein Siemens S3 oder Nokia 1011

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nokia-Mobiltelefone

    Wir hätten keine Smartphone, wenn damals solche Handys nicht auf den Markt gebracht worden wären und eine Ära eingeleitet hätten.

    Entwicklung funktioniert so nicht.

    Es würde nichts geben, wenn man es erst bis zur Perfektion erforscht bevor man es baut. Man baut es sobald man es kann und perfektioniert es dann im laufe der Zeit.

  15. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: mfeldt 26.01.18 - 10:12

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stefan Grotz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Der wichtigste Grund von allem ist aber immer noch: Damit wir überleben
    > > lernen. Die Erde ist eine winzige Insel in einem für uns tötlichen
    > > Universum. Wenn wir nicht lernen darin zu leben, werden wir und alles
    > Leben
    > > auf der Erde die nächsten Jahrmillionen nicht überleben. Erst seitdem es
    > > Raumfahrt gibt, gibt es für das Leben Hoffnung.
    >
    > Wenn wir in Zeiträumen von Millionen von Jahren denken, magst du recht
    > haben, aber solange wir nicht in der Lage sind, in ein anderes Sonnensystem
    > zu fliegen, ist das mit dem Überleben so eine Sache.
    >

    Und wie sollte man das lernen ohne wenigstens Orbitalstationen zu betreiben?

    > Nehmen wir an wir sind in der Lage, eine sich selbst versorgende Kolonie
    > auf dem Mars zu bauen. Es wäre dann immer noch 100-mal einfacher, mit
    > derselben Technologie Behausungen auf einer wie auch immer
    > verseuchten/zerstörten Erde zu bauen.
    >

    Auch wenn sie nicht zerstört wird wird die Erde ganz einfach zu eng. Man schaue den Wachstumstrend (Anzahl der Individuen, Energieumsatz) der Menschheit über die letzten 50.000 Jahre an - der wird sich so schnell nicht ändern lassen. In spätestens tausend Jahren gehen uns hier die Resourcen aus. Bedenkt man, daß ein größeres Weltraumprojekt eine Laufzeit von 30 bis 50 jahren hat, ist das gar nicht mehr so arg lang...


    > Nicht dass wir uns falsch verstehen, ich finde Raumfahrt sehr interessant
    > und es ist ein Traum von mir, irgendwann mal Urlaub auf dem Mond oder Mars
    > zu machen, aber das "Überleben der Menschheit" zu sichern, ist für mich in
    > den nächsten (tausend?) Jahren kein Argument.
    >

    Doch, genau das ist es. Wenn nicht Überleben, so doch die weitere Entwicklung.

    > Allerdings kann die Raumfahrt natürlich als Ideengeber für neue
    > Technologien auf der Erde dienen und alleine deshalb lohnt sie sich schon.
    > Für mich persönlich wäre "weil wir es können" aber auch ausreichend ;-)

  16. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: plutoniumsulfat 26.01.18 - 15:15

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsche Strategie. Wenn es nicht der Klimawandel ist (der übrigens auch
    > durch einen Dummen Zufalle einfach so hätte passieren können), dann ist es
    > die Überbevölkerung. Wir MÜSSEN von dem Planeten runter und zwar extrem
    > schnell, weil uns sonst die Zeit ausgeht die Probleme zu lösen.
    >
    > Der Planet ist sehr wohl das Problem für uns - er hat nur begrenzte
    > Ressourcen. Wir können natürlich auch einfach aufhören uns fort zu
    > pflanzen, aber das ist auch nicht unbedingt Ziel bringend. Davon abgesehen
    > finde ich es Bemerkenswert, was für eine schlechte Meinung man über die
    > gesamte Spezies haben kann, wenn nur eine Handvoll davon sich so
    > "beschissen" benehmen.
    >
    > Falls wir nicht von diesem Planeten runter kommen und durch eben das
    > lernen, wie man filigrane Systeme behutsam beeinflusst oder uns auf den für
    > uns feindlichsten Regionen überlebt, überleben wir die nächsten paar
    > Hundert Jahre sowieso nicht. Falls wir das nich lernen, ist spätestens in
    > 100-150 Jahren der Ofen aus. Dann gibts es vllt noch ein paar Menschen,
    > aber die Natur wird sich anpassen und wir kommen da nicht hinterher - die
    > Natur ist schneller als wir.

    Falsche Strategie. Welche Ressourcen sind denn begrenzt und wo willst du sie sonst finden? Was fehlt, ist ein bewusster Umgang damit. Denn es benehmen sich mehr als nur eine handvoll Menschen daneben. Indirekt macht doch fast jeder mit.

    Und extrem schnell wird es auch nicht geben. Ein autarker Aufenhalt außerhalb der Erde ist bislang immer noch nicht möglich, nach Jahrzehnten Forschung. Ganz abgesehen davon, dass das Überleben im All extrem schwierig ist. Ja, es geht, aber mit starken Einschränkungen in nahezu allen Bereichen.

  17. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: David64Bit 26.01.18 - 19:20

    HerrMannelig schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat das bitte mit Überbevölkerung zu tun? Willst du ein paar Mrd.
    > Menschen ins All schicken oder wie willst du die Überbevölkerung
    > wegbekommen?


    Sehr viel - da wo nix is, weit weg von irgendwas, muss man sich auch versorgen können. D.h. durch die Notwendigkeit sich "dort draußen" Autark versorgen zu müssen, kann die Technologie die dafür benutzt werden muss auch auf der Erde eingesetzt werden um genügend Futter für all die Hungrigen Mäuler füttern. Überbevölkert ist die Erde ja nur deswegen, weil es nicht möglich ist allen etwas zu Essen zukommen zu lassen (Deswegen ist die Erde per se auch noch lange nicht Überbevölkert - das wird beim Wachstum der Inder und Chinesen aber sehr bald so weit sein, neusten Schätzungen zufolge in 80-100 Jahren)

    Früher oder später müssen wir also A) Geburten komplett einschränken oder B) Uns "Ausbreiten" (so dämlich und stigmatisch dieser Begriff in dem Kontext auch ist). Und das funktioniert nicht in dem wir Millionen ins all Schicken (was aber früher oder später auch passieren wird), sondern das früh genug ein paar 100.000 umsiedeln.

  18. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: David64Bit 26.01.18 - 19:26

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsche Strategie. Welche Ressourcen sind denn begrenzt und wo willst du
    > sie sonst finden? Was fehlt, ist ein bewusster Umgang damit. Denn es
    > benehmen sich mehr als nur eine handvoll Menschen daneben. Indirekt macht
    > doch fast jeder mit.

    Welche Ressource begrenzt ist? Platz! Es ist unmöglich in 80-100 Jahren so viele Menschen zu versorgen, wie es dann geben wird - zumindest nicht mit heutiger Technik. Und das All war schon immer eine Geburtsstunde neuer Techniken, weil es einfach notwendig ist, da oben Autark zu sein. Das fängt bei der Lebenserhaltung an und geht über die Fäkalien bis hin zu anderen Dingen.

    Selbst der bewusste Umgang hilft in 100 Jahren bei 60 Mrd. Menschen nix mehr - das ist physikalisch schlicht unmöglich.

    > Und extrem schnell wird es auch nicht geben. Ein autarker Aufenhalt
    > außerhalb der Erde ist bislang immer noch nicht möglich, nach Jahrzehnten
    > Forschung. Ganz abgesehen davon, dass das Überleben im All extrem schwierig
    > ist. Ja, es geht, aber mit starken Einschränkungen in nahezu allen
    > Bereichen.

    Wie viel wurde denn dafür Investiert, wirklich Autark zu leben? Die ISS ist ein Labor im Weltraum. Tolle Sache, aber für eine wirklich Autarke Mission ist die ISS schlicht zu klein. Dass es Funktioniert, wurde aber auf der ISS auch schon gezeigt, wenn auch in sehr kleinem Maße.

    Die Einschränkungen sind auf der ISS nicht wirklich groß und mit Gravitationsrädern oder ähnlichem wird es dahin gehend auch Gesundheitlich sehr wenig Probleme geben. Der Strahlungsschutz ist auch kein Problem - und so weiter. Wir könnten jetzt schon Autarke Stationen im Sonnensystem haben, es hat nur noch keiner wirklich das Geld in die Hand genommen und es getan. Das Budget der NASA ist ein absoluter Witz, im gegensatz dazu, was für das US Militär ausgegeben wird. Selbst mit der Hälfte davon gäbe es höchstwahrscheinlich schon Mondbasen. Die Pläne stecken alle in den Schubladen.

  19. Re: Die ISS scheitert an einer Frage:

    Autor: plutoniumsulfat 26.01.18 - 20:33

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Falsche Strategie. Welche Ressourcen sind denn begrenzt und wo willst du
    > > sie sonst finden? Was fehlt, ist ein bewusster Umgang damit. Denn es
    > > benehmen sich mehr als nur eine handvoll Menschen daneben. Indirekt
    > macht
    > > doch fast jeder mit.
    >
    > Welche Ressource begrenzt ist? Platz! Es ist unmöglich in 80-100 Jahren so
    > viele Menschen zu versorgen, wie es dann geben wird - zumindest nicht mit
    > heutiger Technik. Und das All war schon immer eine Geburtsstunde neuer
    > Techniken, weil es einfach notwendig ist, da oben Autark zu sein. Das fängt
    > bei der Lebenserhaltung an und geht über die Fäkalien bis hin zu anderen
    > Dingen.
    >
    > Selbst der bewusste Umgang hilft in 100 Jahren bei 60 Mrd. Menschen nix
    > mehr - das ist physikalisch schlicht unmöglich.

    Du gehst dabei davon aus, dass die Wachstumsrate an Geburten 100 Jahre gleich bleibt oder steigt. Dabei ist genau die das Problem. Was meinst du, warum die so hoch ist?

    > > Und extrem schnell wird es auch nicht geben. Ein autarker Aufenhalt
    > > außerhalb der Erde ist bislang immer noch nicht möglich, nach
    > Jahrzehnten
    > > Forschung. Ganz abgesehen davon, dass das Überleben im All extrem
    > schwierig
    > > ist. Ja, es geht, aber mit starken Einschränkungen in nahezu allen
    > > Bereichen.
    >
    > Wie viel wurde denn dafür Investiert, wirklich Autark zu leben? Die ISS ist
    > ein Labor im Weltraum. Tolle Sache, aber für eine wirklich Autarke Mission
    > ist die ISS schlicht zu klein. Dass es Funktioniert, wurde aber auf der ISS
    > auch schon gezeigt, wenn auch in sehr kleinem Maße.

    Naja, da gab es schon so das ein oder andere Projekt. Funktioniert hat das aber noch nie wirklich lange. Im All müsste der Rekord momentan bei 180 Tagen liegen, auf der Erde knapp ein Jahr. Diese Zeiträume sind aber viel zu kurz, um das mal eben auf mehrere Jahre/Jahrzehnte hochzurechnen. Die ISS ist überhaupt nicht autark.

    > Die Einschränkungen sind auf der ISS nicht wirklich groß und mit
    > Gravitationsrädern oder ähnlichem wird es dahin gehend auch Gesundheitlich
    > sehr wenig Probleme geben. Der Strahlungsschutz ist auch kein Problem - und
    > so weiter. Wir könnten jetzt schon Autarke Stationen im Sonnensystem haben,
    > es hat nur noch keiner wirklich das Geld in die Hand genommen und es getan.
    > Das Budget der NASA ist ein absoluter Witz, im gegensatz dazu, was für das
    > US Militär ausgegeben wird. Selbst mit der Hälfte davon gäbe es
    > höchstwahrscheinlich schon Mondbasen. Die Pläne stecken alle in den
    > Schubladen.

    Wie oben schon erwähnt: Die ISS ist ein Labor. Bis man daraus Wohnraum macht, vergeht auch noch die ein oder andere Entwicklung. Die ISS ist das, was früher ein Floß war: Man kommt übers Wasser, aber es ist weder komfortabel noch sicher. Für eine Auswanderung von der Erde brauchst du aber mehr als nur ein größeres Floß.

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