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  1. ::::

    Autor: sosohoho 28.09.09 - 21:26

    Hier glauben wirklich einige, die Temperatur Erde wird sich immer weiter erhöhen und dies würde durch die Treibhausgase der menschlichen Zivilisation geschehen.

    1. Niemand kann vorhersagen, wie das Klima in 100 Jahren sein wird. Es kann noch nicht mal das Wetter der nächsten drei Wochen vorhergesagt werden.

    2. Der CO2 Gehalt der Atmosphäre schwankte in der Geschichte der Erde immer wieder. Das er jetzt aussergewöhnlich stark und schnell ansteigt, ist wissenschaftlich nicht 100%ig belegt.

    3. Die Ressourcen des Planeten sind noch lange nicht erforscht. Erst kürzlich wurden Erdölvokommen entdeckt, die die Wisschenschaft durch ihre Größe völlig überrascht haben.
    Z.b. ist der Meeresboden grade mal zu ca. 1% erforscht.

    Just my 2 cents.

  2. Re: ::::

    Autor: Hassashin 29.09.09 - 06:49

    sosohoho schrieb:

    > Hier glauben wirklich einige, die Temperatur Erde wird sich immer
    > weiter erhöhen und dies würde durch die Treibhausgase der menschlichen
    > Zivilisation geschehen.

    Es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir in einer Phase erhöhter Klimaaktivität leben. Möglicherweise haben wir durch unser Umweltverhalten aber einen Dominoeffekt ausgelöst, denn wir selbst nicht mehr aufhalten können, um unsere Lebensbedingungen und die vieler anderer Lebensformen aufrecht erhalten zu können.

    > 1. Niemand kann vorhersagen, wie das Klima in 100 Jahren sein wird. Es
    > kann noch nicht mal das Wetter der nächsten drei Wochen vorhergesagt
    > werden.

    Doch, man kann zumindest genaue Prognosen anstellen, entsprechende Grossrechner nur für diesen Zweck existieren und arbeiten recht zuverlässig.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Earth_Simulator
    Konnte man auch früher schon. Es gibt den Bericht "Global 2000"
    http://de.wikipedia.org/wiki/Global_2000_%28Studie%29
    von 1980, der mit erschreckender Präzision das vorhersagte, was inzwischen Realität ist.

    Zur Erwärmung gibt es meiner Meinung nach mehrere Möglichkeiten:

    1. die Erde heizt sich auf bis zum einem ihrem Zyklus entsprechenden Maximum (nur eben sehr viel schneller) und dann greifen wie schon so oft die Selbstregulierungskräfte und stellen die Balance wieder her.

    Die Frage ist, greift diese Selbstregulierung schnell oder erst am Ende des regulären Erwärmungszyklus, also in ein paar zehntausend Jahren.

    2. die Erde heizt sich weiter unkontrolliert auf und wir haben in ein paar tausend Jahren dauerhaft wieder ein Klima wie zu Zeiten der Dinosaurier, Reptilien, Insekten und Algen werden wieder die dominierenden Lebensformen sein.

    3. das Ganze ist nur ein vorüber gehender Effekt, der sich in einigen Jahrhunderten von selbst wieder erledigt und ins Gegenteil verkehrt (neue Eiszeit)

    4. oder aber die Erde erhitzt sich weiter und weiter über ihr Maß hinaus und wird (zumindest vorübergehend) für die meisten Lebensformen unbewohnbar.

    Der Erde ist das egal, die hat solche Szenarien schon so oft durchlebt, das ist für sie nicht mehr als ein bisschen Fieber. Uns kanns nicht egal sein bei einer Bevölkerung von ca. 6,8 Mrd. Menschen. Gegen die Völkerwanderung und die daraus resultierenden Verteilungskriege der nächsten 100 - 200 Jahre wird die Völkerwanderungszeit aussehen wie ein Wanderausflug.

    > 2. Der CO2 Gehalt der Atmosphäre schwankte in der Geschichte der Erde
    > immer wieder. Das er jetzt aussergewöhnlich stark und schnell
    > ansteigt, ist wissenschaftlich nicht 100%ig belegt.

    Doch, ist er. In den letzten hundert Jahren, speziell den letzten 50, ist besonders der CO2-Gehalt der Atmosphäre so stark gestiegen wie in den 2.000 Jahren zuvor nicht.

    Der CO2- und Methananteil war zeitweise 20 bis hundertfach höher als heute, ursprünglich gab es auf diesem Planeten kaum etwas anderes als CO2, Methan und Stickstoff. O2 kam ja erst dazu, als die ersten Einzeller die Photosynthese erfanden.

    Aber ein solcher Temperatur- und Kohlendioxidanstieg innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten ist in der Erdgeschichte extrem selten und geschieht nur, wenn z.B. gleichzeitig mehrere Vulkane über Jahre hinaus aktiv werden bzw. ein sog. Supervulkan
    http://de.wikipedia.org/wiki/Supervulkan
    ausbricht oder ein Großteil aller Wälder brennt.

    > 3. Die Ressourcen des Planeten sind noch lange nicht erforscht. Erst
    > kürzlich wurden Erdölvokommen entdeckt, die die Wisschenschaft durch
    > ihre Größe völlig überrascht haben.
    > Z.b. ist der Meeresboden grade mal zu ca. 1% erforscht.

    Gerade vor der Küste Westafrikas z.B. liegen bisher unerschlossene Erdölvorkommen, die die gesamten Reserven der OPEC um ein Vielfaches übersteigen. Im Atlantik und unter den Polkappen werden weitere noch viel grössere Vorkommen vermutet, der Pazifik ist noch weitgehend unerforscht.

    Auf dem Meeresboden weltweit liegen gigantische Mengen an Methanhydrat
    http://de.wikipedia.org/wiki/Methanhydrat
    die allein die Energieversorgung der nächsten 200 - 300 Jahre sichern könnten, wenn wir weiter beim Prinzip der Verheizung fossiler Brennstoffe bleiben.

    Es will mir allerdings nicht so recht in den Kopf, warum die Enegieindustrie jetzt, wo die Suche und Gewinnung immer aufwändiger und teurer wird, unter Billionenaufwand da ranzukommen versucht, während sie mit einem Bruchteil der Ausgaben regenerierbare Energien anzapfen könnte, die ihnen kostenlos und nachhaltig geliefert werden.

    Die Steinzeitmenschen glaubten an Sonne und Mond als Urgestalter der Erde. Gut möglich, dass wir auf Umwegen wieder zu diesem Glauben zurückfinden. Wir haben zwei unerschöpliche Energiequellen, die wir nur noch nicht richtig verstanden und zu nutzen verstanden haben, eine "ewige" Batterie und einen "ewigen" Dynamo.

    Gruss
    Hassashin

    --
    Golem-Überschrift am 28.09.2009 (inzwischen leider korrigiert):
    "Wahl: Schwarz-Geld gewinnt, ..."
    Selten hat es eine freud'sche Fehlleistung so präzise auf den Punkt gebracht.

    Gruß
    Hassashin

    --
    Lebenslanges Arbeitsverbot für alle bei vollem Lohnausgleich!

  3. Re: ::::

    Autor: Bouncy 29.09.09 - 09:44

    sosohoho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Niemand kann vorhersagen, wie das Klima in 100 Jahren sein wird. Es kann
    > noch nicht mal das Wetter der nächsten drei Wochen vorhergesagt werden.
    klima und wetter sind unabhängig voneinander zwei völlig verschiedene gebiete bei denen völlig unterschiedliche parameter gelten...

  4. Re: ::::

    Autor: sosohoho 29.09.09 - 11:28

    Also:
    Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll....

    Ich gehe einfach mal auf die Punkte ein, die meinen Punkten widersprechen.

    Fangen wir ganz unten an:
    Klima und Wetter sind mitnichten zwei völlig unterschiedliche Gebiete mit völlig unterschiedlichen parametern. Sie sind zudem in ihrer Komplexität absolut zu vergleichen.

    Zum Thema Klima-Superrechner:
    Diese gibt es natürlich, jedoch treffen diese (noch) _keine_ zuverlässigen Prognosen. Es wird zum einen mit stark idealisierten Bedingungen gerechnet, zum anderen kennen wir, das Klima betreffend, noch lange nicht alle Zusammenhänge.
    Diese ominöse Global 2000 Studie ist zudem (steht selbst im Wiki-Eintrag) überholt. Lies Dir bitte noch einmal den Wiki-Eintrag durch. Dort steht zum Thema Klima, dass diese Studie lediglich eine veränderung des Klimas vorhersagte. Wie diese Veränderung aussieht hat sie nicht zuverlässig beschrieben.
    Zitat: "Da einige ihrer apokalyptischen Vorhersagen nicht eingetreten sind, gilt sie inzwischen als überholt. Für die Geschichte der Entwicklung und Wahrnehmung von Umweltproblemen gehört sie aber weiterhin zu den wichtigsten Werken." Nicht mehr und nicht weniger.

    Zum Thema seltene CO2 Erhöhungen:
    Nur weil Sie selten sind, heisst das nicht, dass wir an der jetzigen schuld sind. Ausserdem ist anzunehmen, dass es zu einem CO2 Anstieg kommt, wenn mehrere Vulkane ausbrechen oder größere Wälder brennen. Das aber alleine diese extremen Phänomene für einen Anstieg der CO2 Werte verantwortlich sein sollen, ist nicht belegt!

    Das eine evt. extreme Klimaänderung für die Erde keine Rolle spielt und nur uns und die restlichen Lebewesen gefählich wird, steht ausser Frage.

  5. Re: ::::

    Autor: Bouncy 29.09.09 - 12:07

    sosohoho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fangen wir ganz unten an:
    > Klima und Wetter sind mitnichten zwei völlig unterschiedliche Gebiete mit
    > völlig unterschiedlichen parametern. Sie sind zudem in ihrer Komplexität
    > absolut zu vergleichen.
    "Klima ist der Zustand der Atmosphäre an einem Ort, der über einen längeren Zeitraum durch Mittelwerte und Summen ausgewählter physikalischer Größen beschrieben werden kann."
    und auch:
    "Im Gegensatz zum Wetter lassen sich die statistischen Mittelwerte des Klimas theoretisch längerfristig vorhersagen , insbesondere für größere Räume wie Kontinente oder den Globus, z.B. die globale Mitteltemperatur."
    wie gesagt, grundlegend verschieden.
    > Zum Thema seltene CO2 Erhöhungen:
    > Nur weil Sie selten sind, heisst das nicht, dass wir an der jetzigen schuld
    > sind.
    da wir gerade ein historisches maximum erleben, sind wir wohl mehr oder minder eindeutig daran "schuld". allerdings stehen noch weitere fragen im raum, zb ob diese erhöhung tatsächlich schädlich für das leben auf der erde ist (mal abgesehen vom offensichtlichen, menschen in künstennähe). schließlich gedeihen zb nachweislich pflanzen in erhöhter co2-konzentration besser...

  6. Re: ::::

    Autor: sosohoho 29.09.09 - 17:55

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > "Klima ist der Zustand der Atmosphäre an einem Ort, der über einen längeren
    > Zeitraum durch Mittelwerte und Summen ausgewählter physikalischer Größen
    > beschrieben werden kann."
    > und auch:
    > "Im Gegensatz zum Wetter lassen sich die statistischen Mittelwerte des
    > Klimas theoretisch längerfristig vorhersagen , insbesondere für größere
    > Räume wie Kontinente oder den Globus, z.B. die globale Mitteltemperatur."
    > wie gesagt, grundlegend verschieden.

    Wie gesagt, Deine Aussage ist falsch und das steht auch in dem von Dir zitierten Text:
    "Unter "Klima" versteht man dagegen das durchschnittliche Wetter einschließlich seiner Extremwerte über einen längeren Zeitraum an einem bestimmten Ort."

    Weiterhin sollte Dir die Bedeutung von "theoretisch" praktisch klar sein.


    > > Zum Thema seltene CO2 Erhöhungen:
    > > Nur weil Sie selten sind, heisst das nicht, dass wir an der jetzigen
    > schuld
    > > sind.
    > da wir gerade ein historisches maximum erleben, sind wir wohl mehr oder
    > minder eindeutig daran "schuld". allerdings stehen noch weitere fragen im
    > raum, zb ob diese erhöhung tatsächlich schädlich für das leben auf der erde
    > ist (mal abgesehen vom offensichtlichen, menschen in künstennähe).
    > schließlich gedeihen zb nachweislich pflanzen in erhöhter co2-konzentration
    > besser...


    Wir erleben ein historisches Maximum? Wir kennen grade einmal die CO2 Werte der letzten 2 Millionen Jahre. Wie alt ist die Erde noch einmal, bzw. seit wann gibt es Leben auf der Erde? Was hat das nun mit der Erwärmung zu tun?
    Folgender Artikel ist interessant:
    http://urlot.com/nzippb

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