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Es werden keine Angestellten ersetzt...

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  1. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: theonlyone 08.02.16 - 15:36

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Japan kann man diesbezüglich nur schwer mit dem Rest der Welt vergleichen.
    > Dort ist eine ganz andere Kultur und Einstellung gegenüber solchen Dingen.
    >
    > Überleg dir mal, ob in Deutschland 90% der Personen ein komplettes
    > "Roboter-Hotel" einem "Menschen-Hotel" vorziehen würden.
    >
    > Ich denke persönlich nicht. Leider gibt es dazu keine Studien, so dass man
    > hier nur mutmaßen kann.
    >
    > Es sollte aber hinlänglich bekannt sein, dass Japan bzgl. solcher Dinge
    > viel offener ist als der Rest der Welt.

    In Deutschland gibt es sogar "automaten" Hotels, also am Automaten bezahlen, Zimmer rein und am nächsten Tag raus.

    Läuft alles automatisch, gibt nur Reinigungskräfte die jeden Tag durchgehen (die mit Robotern zu ersetzen dauert wohl noch etwas, sind auch billig genug das man die nicht sofort ersetzen muss).


    Für "teure" Hotels hat man natürlich lieber ein paar Menschen rumstehen, das wirkt einfach "edler" und im Zweifel hat man eben auch noch viele alte (oder sonstwie beschränkte) Gäste die einfach einen Menschen brauchen als Ansprechsperson.

    Andere Hotels bieten für die üblichen Fragen einfach einen Touch-Computer, der gibt Auskunft über alles was man so braucht.

    Spart alles Kosten und sowas gibts auch in Deutschland bereits, natürlich in Gebieten mit mehr Hotels und vor allem "kostengünstigen" Hotels noch viel mehr.

  2. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: Thiesi 08.02.16 - 15:42

    Das ist sicher so. Aber der Punkt ist ja, dass es in Amiland tatsächlich realistisch ist, dass Technik, die prinzipiell Menschen ersetzen könnte, nur eingesetzt wird, um vorhandenes Personal zu entlasten. In Deutschland hingegen wird moderne Technik fast immer mit dem Ziel implementiert, die Personalkosten nicht nur stabil zu halten, sondern sogar zu senken, was sicher auch die Skepsis des OP erklärt.

  3. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: der_wahre_hannes 08.02.16 - 15:53

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wer glaubt denn diesen Mumpitz? Das hier ist nur eine Testphase für die
    > Akzeptanz. Wenn das gut geht, werden die Angestellten nach und nach
    > entsorgt und durch Robos ersetzt, sie kosten nur einmal viel Geld, arbeiten
    > 24/7 ohne Zuschläge..

    Joa, das ist ja eigentlich auch der Sinn der Automatisierung. Warum soll der Mensch sich mit "niederen" Aufgaben wie Putzen befassen, wenn ein Roboter das viel besser und vor allem klaglos machen kann? Ich wäre z.B. sehr froh, wenn ich mein Bad nicht jede Woche selbst putzen müsste. ;)

    Der Mensch braucht ja nicht die Arbeit zum leben, sondern nur das Geld, welches er mit dieser Arbeit verdient. Wenn also nun alle Hotelangestellten der Welt durch Roboter ersetzt wurden, muss man dafür sorgen, dass diese Menschen ohne ihre Arbeit mindestens genau so gut leben können wie mit.

    Punkt 1 (Automatisierung) klappt ja schon ganz gut, bei Punkt 2 (Geld) hapert's aber noch gewaltig. :/

  4. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: Thiesi 08.02.16 - 15:57

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Punkt 1 (Automatisierung) klappt ja schon ganz gut, bei Punkt 2 (Geld)
    > hapert's aber noch gewaltig. :/

    Da wäre der Lösungsansatz ja, alle dann nicht mehr benötigten Hotelzimmerkloputzer zu Hotelzimmerkloputzroboterbauern weiterzubilden und sie anschließend in der Hotelzimmerkloputzroboterindustrie zu beschäftigen.

  5. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: der_wahre_hannes 08.02.16 - 16:30

    Geht aber auch nur so lange gut, wie Hotelzimmerkloputzroboter gebaut werden müssen. Irgendwann ist entweder der Markt gesättigt, oder Hotelzimmerkloputzroboter werden von Hotelzimmerkloputzroboterbaurobotern gebaut. Nun könnte man natürlich argumentieren, dass ja auch die Hotelzimmerkloputzroboterbauroboter von Hotelzimmerkloputzroboterbauroboterbauern gebaut werden müssen, aber es werden garantiert ein paar Hotelzimmerkloputzroboterbauer auf der Strecke bleiben. Putzen die dann einfach die Hotelzimmerkloputzroboter statt die Hotelzimmer?

  6. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: hammurabi 08.02.16 - 16:48

    Fotobar schrieb:

    > Ja, diese Menschen sind dennoch da, weil sie mit dem aktuellen Wirtschafts-
    > und Sozialsystem leider ohne diesen Job auf der Straße sitzen würden.

    Korrekt.
    Genauer gesagt ohne diese Jobs. denn von einem könne viele schon nicht mehr leben.
    Sehr schlecht bezahlte mit geringer sozialer Absicherung, tolle Entlastung.

  7. Re: Ja und?

    Autor: Hotohori 08.02.16 - 17:07

    Das würde aber voraussetzen, dass unser System sich dann auch schnell an die Veränderungen anpassen und vor allem mit Weitsicht agieren müsste. Haben wir dafür die Voraussetzungen? Nein, Politik und Bürokratie sind dermaßen lahm und agieren mit so wenig Weitsicht, dass eine Dystopie sehr viel wahrscheinlicher ist.

  8. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: blubbber 09.02.16 - 08:48

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht aber auch nur so lange gut, wie Hotelzimmerkloputzroboter gebaut
    > werden müssen. Irgendwann ist entweder der Markt gesättigt, oder
    > Hotelzimmerkloputzroboter werden von Hotelzimmerkloputzroboterbaurobotern
    > gebaut. Nun könnte man natürlich argumentieren, dass ja auch die
    > Hotelzimmerkloputzroboterbauroboter von
    > Hotelzimmerkloputzroboterbauroboterbauern gebaut werden müssen, aber es
    > werden garantiert ein paar Hotelzimmerkloputzroboterbauer auf der Strecke
    > bleiben. Putzen die dann einfach die Hotelzimmerkloputzroboter statt die
    > Hotelzimmer?

    Warum sollte es nicht funktionieren? Es muß sogar ganz ohne Arbeit+Geld funktionieren.

    Sagen wir mal, alle Jobs inklusive Zulieferer in der Automobilbranche werden übers Wochenende auf Roboter umgestellt. Das wären ein paar Millionen Arbeitsplätze und Menschen , die kein Geld verdienen.
    Wie schnell würde es wohl dauern, dass die irgendwie trotzdem Geld kriegen, wenn die ganze restliche Wirtschaft, inklusive der Autobauer , feststellt, dass ihnen grade MIllionen von Kunden verloren gegangen sind?

    Denn wer nix mehr verdient kann auch kein Geld ausgeben. Ergo schneiden sich die Firmen ja ins eigene Fleisch.

    Von daher muß eine Welt ohne Arbeit bzw nur mit Roboter auch ohne Geld funktionieren.

  9. Re: Es werden keine Angestellten ersetzt...

    Autor: theonlyone 09.02.16 - 10:25

    Das Szenario mit den aber millionen Arbeitslosen funktioniert nur fiktiv wenn eben von heute auf morgen alles umgestellt wird.

    Für realistische Szenarien bedeutet das eine Umstellung über JAHRE hinweg, gut mal 10 oder für eine volle Umstellung 20 und mehr.

    Das bedeutet letztlich eine ganze Generation hat Zeit die Entwicklung ist absehbar. Die Leute die in der Zeit angestellt sind bekommen eben eine Abfindung und suchen sich einfach irgendeinen neuen Job (dann arbeitest du eben im Schiffbau oder sonstwo, wenn du Mechatroniker bist musst du ja nicht zwangsläufig für einen Hersteller arbeiten, muss man eben etwas umlernen).

    Für Jobs in der Logistik wird man sowieso schnell eingelernt, ergo sind das die Art Jobs von leuten die praktisch so gut wie alles andere auch schnell lernen können ; dann arbeiten die auf dem Bau (muss aktuell sowieso viel neu gebaut und repariert werden, das wird mit der Entwicklung nur noch zunehmen).


    In der finalen Stufe zur Voll Automatisierung der Logistik in allen Bereichen bedeutet es eben das man mehr Konsumenten erzeugt und weniger Arbeitskraft durch Menschen. So wie das heute auch schon ist geht es dann da hin, das man vermehrt Jobs im Unterhaltungsmarkt erzeugt, Streamer/Blogger wird es immer mehr geben, wie da die Modelle der Bezahlung aussehen muss sich zeigen, wenn die Anzahl drastisch zunimmt (und die ist ja heute schon riesig).

    Wenn viel Arbeit durch Maschinen ersetzt wird muss man zwangsläufig besser gebildete Arbeiter "erzeugen" oder wird schlichtweg neue Jobs im Unterhaltungsmarkt erzeugen. Bei der Bahn z.B. gibt es Automaten für die Tickets, das ersetzt durchaus Arbeitsplätze, aber dazu kommen Arbeitsplätze für den bau der Automaten, Wartung der Automaten (auch das Auffüllen, Geld raus, kaputte Geräte reparieren etc. pp.).
    Das sind in der Summe natürlich weniger, dafür gibt es aber u.U. auch einfach "mehr" Automaten an Bahnhöfen und Haltestellen die vorher keine Tickets verkauft haben.

    Wie in jeder fabrik hat man immer noch Menschen die da herumlaufen, aber natürlich deutlich weniger als wenn Menschen anstatt Maschinen die körperliche Arbeit erledigen würden.
    Dafür gibts im Bereich Werbung/Marketing/Forschung deutlich mehr, eben die Bereiche die Maschinen mangels intelligenz (noch) nicht können.


    Einige Jahre kann man die Entwicklung gut abfangen mit umschulungen und neuen Arbeitsplätzen.
    Sobald man das Stadium erreicht das praktisch alle "einfachen" körperlichen Arbeiten mit Robotern gemacht werden können und die Logistik der Städte nahezu vollständig automatisiert ist (Lager, Fabriken, Supermärkte, Abfall, Instandhaltung, Energie, Transport) , DANN hat man eine Gesellschaft die sich letztlich nur noch selbst unterhalten kann, den alles notwendige wird von Maschinen erledigt und körperliche Arbeitskraft von Menschen wird schlichtweg nicht mehr gebraucht.

    Zwangsläufig bedeutet das auch eine Reform der Währung, Grundgehalt usw. (Dinge die heute eher "hübsch" sind, werden dann eben notwendig).

    Aber grundsätzlich ist das eine gute Entwicklung und keine schlechte.

    Den wenn man letztlich sein Leben beschreiten kann ohne Arbeiten zu "müssen" kann man tun was einem Spaß macht. Für Menschen die aktuell nur für ihre Arbeit leben ist das natürlich ein gewaltiger Umstieg.

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