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Wie lässt sich Romeo steuern?
Autor: Salzbretzel 27.02.12 - 20:12
Also, ich denke gerade an das helfen beim aufstehen und zu dem Ort helfen wo selbst der König nur zu Fuß hingeht...
Wie erklärt man Romeo das? Per Fernbedienung oder kann man mal sagen "Romeo ich muss mal!"
Ich denke gerade an meine Oma mit 93 die vermutlich mit zur Zielgruppe gehört. Diese eine bestimmte Wortfolge beizurbingen wird schon daran scheitern das es mit dem Gedächtnis momentan hapert.
"Das Genie: Ein Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt" (Knut Hamsun) -
Re: Wie lässt sich Romeo steuern?
Autor: Bouncy 28.02.12 - 08:25
Salzbretzel schrieb:
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> Diese eine bestimmte Wortfolge beizurbingen wird schon daran
> scheitern das es mit dem Gedächtnis momentan hapert.
Das ist doch egal welche Wortfolge man dem Roboter beibringt, hauptsache es ist eine eindeutige Sequenz. Und _irgendetwas_ zu sagen wenn man eine bestimmte Aktion durchführen will wird sicher auch eine 100-jährige hinbekommen. Kann schließlich auch Gestammel o.ä. sein, ob es jetzt deutsche Sprache oder irgendeine Tonfolge ist, ist ja irrelevant... -
Re: Wie lässt sich Romeo steuern?
Autor: Salzbretzel 28.02.12 - 08:41
Bouncy schrieb:
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> Kann schließlich auch Gestammel o.ä. sein, ob es jetzt
> deutsche Sprache oder irgendeine Tonfolge ist, ist ja irrelevant...
Ok, dir ist schon bewusst das man gestammel auch als Mensch falsch interpretieren kann? Und wenn der Roboter anstelle von leere meine Bettpfanne versteht er soll mit der die Blumen düngen dann haben wir ein interessantes Problem.
Mein Bedenken ist einfach das die Zielgruppe so manches mal schon ein Problem mit ein Handy hat. Die speziellen Fälle wo das Gedächtnis nicht mehr mitspielt und Romeo jeden Tag aufs neue wieder als Fremder identifiziert wird sind dann noch eine Schippe drauf.
Da muss der Roboter verstehen und selbstständig handeln.
Ansonsten kann ich auch einen Pfleger mit Fernbedienung hinstellen der nur nicht gewillt ist die alten Menschen anzufassen.
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Re: Wie lässt sich Romeo steuern?
Autor: Bouncy 28.02.12 - 08:57
Salzbretzel schrieb:
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> Bouncy schrieb:
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> > Kann schließlich auch Gestammel o.ä. sein, ob es jetzt
> > deutsche Sprache oder irgendeine Tonfolge ist, ist ja irrelevant...
> Ok, dir ist schon bewusst das man gestammel auch als Mensch falsch
> interpretieren kann?
Wenn man etwas interpretieren muß dann war die Tonfolge schon grundsätzlich nicht eindeutig. Wenn die Tonfolge nicht eindeutig widergegeben werden kann (also nicht mal zuverlässig gestammelt werden kann) dann ist das keine geeignete Eingabemethode und man muß weg von der Akkustik. Ich bin aber mal davon ausgegangen, dass ein Mensch, der alleine lebt und nur eine häusliche Pflege braucht (was die Zielgruppe dieses Bots wäre) noch fähig genug ist, kontrolliert Wörter\Sätze\Tonfolgen auszugeben. Wenn es daran schon scheitert, reicht eine häusliche Pflege wohl nicht mehr und der Bot wäre erstmal obsolet...
> Die speziellen Fälle wo das Gedächtnis nicht
> mehr mitspielt und Romeo jeden Tag aufs neue wieder als Fremder
> identifiziert wird sind dann noch eine Schippe drauf.
Solche Fälle sind nicht alleine lebensfähig, die brauchen eine geeignete Einrichtung um sie herum.
> Ansonsten kann ich auch einen Pfleger mit Fernbedienung hinstellen der nur
> nicht gewillt ist die alten Menschen anzufassen.
Was ist das denn bitte für ein Pfleger? Und ja, der Bot soll diese Art Hilfskräfte ersetzen. Was _du_ dagegen erwartest geht in die Richtung eines Exoskeletts, das Bewegungsbefehle annimmt und den Träger wieder zu 100% widerherstellt... -
Re: Wie lässt sich Romeo steuern?
Autor: Salzbretzel 28.02.12 - 09:22
Bouncy schrieb:
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> Wenn man etwas interpretieren muß dann war die Tonfolge schon grundsätzlich
> nicht eindeutig.
Ja, aber selbst von normalen Menschen bekommst du nicht eindeutige Informationen die du nur durch den Kontext interpretieren kannst. (Wenn überhaupt, lass da sich mal jemanden auf die Zunge beißen)
Aus dem Grund war ja überhaupt meine Frage wie ich Romeo steuern kann. Denn ich glaube so ein mobiler PC hat momentan nicht im Ansatz genug Rechenleistung um Oma ausreichend schnell zu interpretieren.
Das man sie nicht verstehen kann heißt aber nicht das sie in ein Pflegeheim müssen. Das heist nur das, wie du auch schon bemerkt hattest, die Akustischesteuerung nicht geeignet - oder nicht ausgereift genug - ist.
> Solche Fälle sind nicht alleine lebensfähig, die brauchen eine geeignete
> Einrichtung um sie herum.
Häusliche Pflege ist heute noch immer ein großes Thema auch bei solchen Fällen. Weil die Einrichtungen einen eigentümlichen Ruf haben oder einfach weil man das seinen Verwanten "nicht antuen" möchte und ihnen die gewohnte Umgebung lassen will. Wenn Romeo dann immer bei dem Patienten sind und die Verwanten ein Raum weiter wäre die Familie hier ein wenig entlastet.
> Was ist das denn bitte für ein Pfleger?
Der ungeliebte Stereotyp eines Pflegers, also kein existenter. (Hoffe ich)
> Was _du_ dagegen erwartest geht in die Richtung eines
> Exoskeletts, das Bewegungsbefehle annimmt und den Träger wieder zu 100%
> widerherstellt...
Äh, nur um es zusammen zu fassen. Wir haben gerade eine alte verdattelte Person und du willst ihnen ein Exoskelett geben anstelle eines Assistenten?
Und nein, ein Exoskelett erwarte ich nicht.
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Resüme
Ich gehe mal davon aus das wir hier ein wenig aneinander vorbei reden. Was ich von einen Roboter wie Romeo erwarte ist das er für alte Leute steuerbar ist.
Wenn das Telefon klingelt sollte er es automatisch zu den leuten bringen, wenn sie gerade vergessen haben wie der Aufstrich heist muss "Gib mir mal das da" reichen und wenn sie gerade hyperventilieren und umkippen sollte Romeo das Medikament reichen oder wenigstens den Arzt rufen können.
Meinen erwartungen folgt die Frage der realisierung bei der Steuerung. Die mobilen Einheiten haben wesentlich weniger Rechenleistung wie Siri und schon Siri schafft es nicht mich jedesmal zu verstehen. Und Siri muss dabei nicht auch noch meine Umgebung kennen und dies analog meines Adressbuches interpretieren.
Wenn der Roboter mich also nicht versteht kommen wir wirklich zu den Sequenz Arbeiten.
"Nein, höher, nein nicht das, daneben - ach was, ich hol mir das Klopapier selbst..."
"Das Genie: Ein Blitz, dessen Donner Jahrhunderte währt" (Knut Hamsun)



