1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Satelliten: Oneweb macht der…

Kessler Syndrom

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Kessler Syndrom

    Autor: Kleiber 02.09.20 - 14:29

    Ich bin Hobbyastronom und finde es klasse was Spacex auf die Beine gestellt hat. Ich sehe allerdings das Problem das durch die zunehmende Menge an Satelliten die Wahrscheinlichkeit einer Massenkarambolage aka Kesslersyndrom steigt. Das LEO Satelliten nach einer Weile von alleine abstürzen ist bekannt. Wenn wir aber so weitermachen haben wir in den kommenden Jahrzehnten irgendwann Hausarrest auf der Erde, wenn durch Kollisionen die Trümmerwolken immer größer und dadurch Raketenstarts zu gefährlich werden.

  2. Re: Kessler Syndrom

    Autor: tritratrulala 02.09.20 - 14:36

    Kleiber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin Hobbyastronom und finde es klasse was Spacex auf die Beine gestellt
    > hat. Ich sehe allerdings das Problem das durch die zunehmende Menge an
    > Satelliten die Wahrscheinlichkeit einer Massenkarambolage aka
    > Kesslersyndrom steigt. Das LEO Satelliten nach einer Weile von alleine
    > abstürzen ist bekannt.

    Das Kessler-Syndrom kann nur bei bestimmten orbitalen Bereichen auftreten. Die niedrigen Orbits < 600 km sind so schnell "selbstreinigend", dass man da wenig zu befürchten hat. Deutlich gefährlicher sind die hohen Orbits von 800-2000 km Höhe. Da kommt nix mehr von alleine runter und der Orbit ist trotzdem "klein" genug, sodass die Kollisionswahrscheinlichkeit recht hoch werden kann.

    Da muss man leider auch wieder OneWeb negativ erwähnen, denn gerade diese Firma besetzt exklusiv diese höheren LEO-Orbits und hat hier auch große Pläne mit Zehntausenden Satelliten angekündigt. SpaceX dagegen verzichtet wie im Artikel erwähnt auf diese hohen Orbits aus Sicherheitsgründen mittlerweile komplett.

  3. Re: Kessler Syndrom

    Autor: chefin 02.09.20 - 16:21

    Stellt euch doch einfach mal vor, es würden 100.000 Autos auf der Erdoberfläche rumdüsen. Alle von Osten nach Westen, aber halt in verschiedene Nord-Süd Richtungen. Was meint ihr wie oft trifft man ein Auto. Keiner bremst, alle fahren gleich schnell.

    Und nun vergrößern wird diese Oberfläche um sagen wir mal 600km Radius aka 18%, oder sogar um 1200km aka 36%. Dafür erhöhen wir die Anzahl Objekte auf 1 Million.

    So ungefähr sieht es da oben aus. Kollissionen passieren nur an kreuzungspunkten der Bahnen. Die Bahnhöhe bestimmt die Geschwindigkeit. Oder andersrum: nur bei gleicher Geschwindigkeit fliegen sie auch gleich hoch. Aber es gibt Kreuzungspunkte der Bahnen, sowohl die Höhenkreuzungen bei eliptischen Bahnen als auch die Richtungskreuzungen bei gleicher Höhe aber unterschiedlicher Inklination.

    Und ja, kollissionen werden kommen. Aber wir stellen uns das viel voller vor als es ist. Würden wir 1 Million Schrottautos auf der Welt rumstehen lassen, würden wir vieleicht unser leben lang keinem begegnen.

  4. Re: Kessler Syndrom

    Autor: DasJupp 02.09.20 - 19:21

    Sehr schön dargestellt. Danke.

  5. Re: Kessler Syndrom

    Autor: garthako 02.09.20 - 19:47

    Die Autos Düsen aber auch nicht mit 8km/s über die Autobahn...

  6. Re: Kessler Syndrom

    Autor: Vögelchen 02.09.20 - 19:56

    Stell dir vor, da fliegen ein paar Flugzeuge über den Bodensee. Alle wohl gelenkt, mit Kollisions-Warnsystemen, mit Radarsystemen überwacht, von Piloten, die auch aus dem Fenster sehen, kontrolliert und mit Fluglotsen geleitet. Außerdem auf festgelegten Höhen und Bahnen! Was soll da schon jemals passieren können?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.09.20 19:58 durch Vögelchen.

  7. Re: Kessler Syndrom

    Autor: m9898 03.09.20 - 01:30

    Vögelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stell dir vor, da fliegen ein paar Flugzeuge über den Bodensee. Alle wohl
    > gelenkt, mit Kollisions-Warnsystemen, mit Radarsystemen überwacht, von
    > Piloten, die auch aus dem Fenster sehen, kontrolliert und mit Fluglotsen
    > geleitet. Außerdem auf festgelegten Höhen und Bahnen! Was soll da schon
    > jemals passieren können?

    Wenn die Piloten auf ihre Instrumente hören, absolut gar nichts.

  8. Re: Kessler Syndrom

    Autor: franzropen 03.09.20 - 06:30

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Copa-Airlines-Flug_201
    https://www.dw.com/de/instrumentenfehler-k%C3%B6nnten-zu-jet-absturz-gef%C3%BChrt-haben/a-42569673

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Polizeipräsidium Ludwigsburg, Böblingen
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Villingen-Schwenningen
  3. DRÄXLMAIER Group, München, Vilsbiburg bei Landshut
  4. HAURATON GmbH & Co. KG, Rastatt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 413,10€ (mit Rabattcode "PRAKTISCH" - Bestpreis)
  2. 96,90€ (inkl. Rabattgutschein - Bestpreis)
  3. (u. a. Microsoft 365 Family 1 Jahr für 76,90€, Braun Stabmixer MQ 7045X für 99,90€)
  4. (u. a. Akku-Heckenschere für 99,99€, Schlagbohrmaschine für 59,99€, Hochdruckreiniger für...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme