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"Eine gute Ausstattung mit Hard- und Software reicht noch lange nicht aus."

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Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. "Eine gute Ausstattung mit Hard- und Software reicht noch lange nicht aus."

    Autor: windbeutel 23.06.20 - 12:03

    Das ist völlig korrekt, "eine gute Ausstattung mit Hard- und Software reicht noch lange nicht aus."

    Es ist aber die Grundlage für alles andere. Und wenn die schon nicht vorhanden ist, braucht man über irgendwelche Luftschlösser gar nicht erst diskutieren.

  2. Re: "Eine gute Ausstattung mit Hard- und Software reicht noch lange nicht aus."

    Autor: ooops99 23.06.20 - 23:10

    Genau das sehe ich auch als das zentrale Problem. Die Lehrer sollen aktuell pädagogische Konzepte schreiben, die auf Geräten basieren, von denen fraglich ist, ob überhaupt welche angeschafft werden (können). Tatsächlich ausgestattet werden dann (zumindest bei uns) vielleicht ein oder zwei Räume. Wenn ich meinen Unterricht auf das technische Hilfsmittel ausrichte und dann nicht in genau diesem Raum unterrichten kann, weil es eben von der Belegung nicht anders geht oder eine von zwei digitalen Tafeln ausgefallen ist, muss ich wieder die Rolle rückwärts machen und kann meine interaktiven Folien nicht einsetzen.

    Stellt man sich vor unsere Schule, sieht man, wenn man die Gebäudefront genau betrachtet, dass für etwa gleich große Fenster fünf verschiedene Fenstertypen eingebaut sind. Anstatt einmal alles auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, wurde immer nur das Nötigste ausgebessert. Genau so verhält es sich (bei nicht wenigen Schulen) mit der digitalen Ausstattung der Klassenräume.
    Wenn ein Raum überhaupt ausgestattet ist, ist er in seinen technischen Eigenheiten einzigartig. Ein Computer, einst vom Förderverein beschafft, läuft hier sogar noch mit Windows XP am digitalen Whiteboard. Gut, seit einem Jahr funktioniert das Whiteboard nicht mehr, weil der Projektor defekt war und ein Ersatz des Projektors unangemessen teuer wäre.
    Der Computerraum ist natürlich von den Informatikkursen belegt (immerhin!), aber wenn man im "normalen" Unterricht Computer nutzen möchte, leiht man sich den Klassensatz Laptops aus. Die Akkus halten nach nicht mal zwei Jahren mit Glück noch etwa eine Schulstunde, bei manchen Geräten aber nur 20 Minuten. Also werden die 15 Geräte, nachdem man sie durch die halbe Schule getragen hat im Klassenraum mit Verlängerungskabeln und Verteilern an die zwei(!) vorhandenen Steckdosen eingesteckt. ~Drei Geräte machen erst mal ein Windows-Update, ~drei Geräte haben Probleme, sich mit dem Server zu verbinden. Die anderen Geräte schaffen es in 10 Minuten, dass die Oberfläche angezeigt wird. Der Unterricht kann nach 30 Minuten beginnen. Vielleicht habe ich auch den einen mobilen Beamer aus dem Lehrerzimmer mitgenommen und kann das Bild auf die unebene Wand im Klassenraum werfen, um etwas zu zeigen.
    Überflüssig zu sagen, dass unter diesen frustrierenden Bedingungen kaum jemand digitalen Unterricht macht (außer man ist ständig im Fachraum).

    Zukunftssicher und erschwinglich ist nicht, jeden Raum mit Promethean-Boards auszustatten, sondern überall einen Deckenbeamer mit fester Projektionsfläche zu haben und der Möglichkeit, dass sich der Lehrer mit (s)einem (Dienst)-Laptop oder Tablet damit verbindet. WLAN selbstverständlich. Dazu eine magnetische Wandtafel (ausfallsicher, zweite Fläche für Inhalte, auch im digitalen Zeitalter für viele andere Zwecke weiterhin gut einsetzbar).

    In meiner Idealvorstellung hat auch jeder Schüler ein einheitliches Gerät, ich habe eine Schülerübersicht und kann Aufgaben verteilen, Lösungen einsammeln und wieder Feedback geben.

    Bis man flächendeckend so weit ist, wird es wohl noch viele solche Artikel geben müssen. Solange die Ausstattung nicht vorhanden ist, ist eins ganz klar: Die Lehrerinnen und Lehrer sind nicht das Problem!

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