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  5. › Scratch: Musikindustrie will…

Welpenschutz im Netz geht nicht

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  1. Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Little_Green_Bot 25.01.16 - 17:59

    Jeden Kinderquatsch online stellen kann nur schief gehen. Dass Kinder primär das kopieren, was ihnen gefällt, ist doch klar. Die haben noch kein komplexes Seelenleben, aus dem echte Kreativität entsteht.

    Also lasst die Kids kopieren, aber stellt es nicht online. Die Musikindustrie muss ich hier mal in Schutz nehmen. Welpenschutz ist im Netz nicht praktikabel.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  2. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Local Horst 25.01.16 - 18:32

    Little_Green_Bot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeden Kinderquatsch online stellen kann nur schief gehen. Dass Kinder
    > primär das kopieren, was ihnen gefällt, ist doch klar. Die haben noch kein
    > komplexes Seelenleben, aus dem echte Kreativität entsteht.

    Citation needed. Außerdem Mozart.
    Ich denke, dass Kopieren und Alterieren Teile des kreativen Prozesses sind, vor allem weil Fortschritt generell meistens inkrementell stattfindet.

    Als experimentelle Basis von etwas auszugeben, was man kennt finde ich nicht verwerflich, vor allem findet der Lernprozess eben mit bereits Bekanntem statt.

    Du lernst ein Instrument ja auch nicht mit Eigenkompositionen, sondern mit Kompositionen Anderer.

  3. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Avarion 25.01.16 - 18:43

    Das mag in Europa so sein. In Amerika hast du aber deutlich mehr Rechte als Wiederverwerter von Musik durch Fair Use. So lange du kein Geld damit verdienst kannst du eine ganze Menge machen ohne den Rechteinhaber zu fragen oder auch nur seine stillschweigende Duldung zu benötigen.

  4. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Deine_Mutter 25.01.16 - 19:51

    Avarion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das mag in Europa so sein. In Amerika hast du aber deutlich mehr Rechte als
    > Wiederverwerter von Musik durch Fair Use. So lange du kein Geld damit
    > verdienst kannst du eine ganze Menge machen ohne den Rechteinhaber zu
    > fragen oder auch nur seine stillschweigende Duldung zu benötigen.

    Seit wann ?

  5. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Trockenobst 25.01.16 - 20:14

    Little_Green_Bot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > primär das kopieren, was ihnen gefällt, ist doch klar. Die haben noch kein
    > komplexes Seelenleben, aus dem echte Kreativität entsteht.

    Wenn man sich viele Youtube-Videos von irgendwelchen Schwätzern anschaut, gibt es auch das eine Video dass "zufällig" einen Hitparadensong als sehr laute Hintergrundmusik hat. Und das eine Video hat dann 2 Millionen Hits, statt wie üblich 500. Da braucht man nicht weiter diskutieren woher die Hits kamen.

    Wer sich viele der Scratch Seiten ansieht, sind das meist zwei Bildchen und dann den Hitparadensong dran. Das ist keine große Kreativität, aber das ist wohl das was Kinder "beschäftigt". Die Musikindustrie soll sich deswegen bei 30 Sekunden Schnippsel in madiger Qualität nicht so haben.

    Wenn das nicht Fair Use im Gesamtkonzept ist, weiß ich auch nicht weiter.

  6. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Little_Green_Bot 25.01.16 - 20:44

    Local Horst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Citation needed. Außerdem Mozart.

    Um Wunderkinder brauchen wir uns nicht zu sorgen. Die werden erkannt, und bekommen auch keine Probleme mit dem Copyright.

    > Ich denke, dass Kopieren und Alterieren Teile des kreativen Prozesses sind,
    > vor allem weil Fortschritt generell meistens inkrementell stattfindet.
    >
    > Als experimentelle Basis von etwas auszugeben, was man kennt finde ich
    > nicht verwerflich, vor allem findet der Lernprozess eben mit bereits
    > Bekanntem statt.
    >
    > Du lernst ein Instrument ja auch nicht mit Eigenkompositionen, sondern mit
    > Kompositionen Anderer.

    Stimmt. Deshalb bin ich auch nicht dagegen, sondern will, dass es offline stattfindet. Was rechtssicher und kreativ ist, kann von den Lehrern online gestellt werden. Der Online-Status sollte von den Kindern als Auszeichnung begriffen werden, nicht als Selbstverständlichkeit.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  7. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: ayngush 25.01.16 - 20:54

    Deine_Mutter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit wann ?

    Seit 1976.

  8. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Niaxa 25.01.16 - 21:04

    Wie jetzt? Also sind die Amis doch gut?

  9. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Little_Green_Bot 25.01.16 - 21:10

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer sich viele der Scratch Seiten ansieht, sind das meist zwei Bildchen und
    > dann den Hitparadensong dran. Das ist keine große Kreativität, aber das ist
    > wohl das was Kinder "beschäftigt". Die Musikindustrie soll sich deswegen
    > bei 30 Sekunden Schnippsel in madiger Qualität nicht so haben.

    Kinder sind von Natur aus gierig und ohne Sinn für Ethik. Da funktioniert freiwillige Selbstbeschränkung nicht. Wenn sie auf diese Art erwachsen werden, geht das Piraten-Leben immer weiter. Dann hat die Erziehung versagt.

    > Wenn das nicht Fair Use im Gesamtkonzept ist, weiß ich auch nicht weiter.

    Fair Use, ohne dass die Kinder begreifen, was fair im Netz bedeutet? Copyright muss man Kindern beibringen, und sie nicht auf Piraterie abrichten.

    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

  10. Re: Welpenschutz im Netz geht nicht

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.01.16 - 14:30

    Little_Green_Bot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kinder sind von Natur aus gierig und ohne Sinn für Ethik.

    Der aktuelle Stand der Forschung besagt das genaue Gegenteil: Kinder sind ganz und gar nicht gierig, sondern streben lediglich die Deckung von Grundbedürfnissen an. Darüber hinaus gehende "künstliche" Bedürfnisse, deren Befriedigung und erst recht deren Überbefriedigung - also Gier - müssen sie erst lernen.

    Sobald Kinder überhaupt zu Empathie und zu Besitzdenken fähig sind, also gerade dem Säuglingsalter entwachsen sind, wissen sie *instinktiv*, dass Andere genau die gleichen Ansprüche haben wie sie selbst. Sprich, Kinder möchten automatisch nicht, dass Ihnen etwas entzogen wird und begreifen daher auch schnell, das man Anderen nichts entziehen darf, weil diese genauso empfinden. Ethik muss man ihnen zwar vermitteln, aber sie haben sehr wohl einen Sinn dafür (auch ohne zu wissen, was Ethik ist).

    Deshalb ist der abstrakte Besitzbegriff, der sich aus dem Duplizieren von verlustfrei replizierbaren Gütern ergibt für Kinder auch lange Zeit absolut unverständlich. Sie nehmen einerseits niemandem etwas weg und raffen andererseits nichts für sich zusammen, wenn sie etwas für die Öffentlichkeit daraus basteln.

    Deshalb wiederum hat das Ganze auch absolut nichts Gier oder fehlendem Sinn für Ethik zu tun. Den muss man vielmehr notorischen Schwarzkopierern mit Gewinnerzielungsabsicht, aber auch manchen Verwertungsgesellschaften unterstellen, sofern diese den Hals nicht voll bekommen und damit teilweise sogar gegen die Interessen der eigentlichen Urheber handeln.

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