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Flop

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  1. Flop

    Autor: Weyland Yutani 08.04.21 - 07:07

    1. Wer soll die nicht existente Ladeinfrastruktur bauen und mit Gewinn bewirtschaften? Zumal die Energieerzeuger die es könnten ja schon mal von der Bundesregierung für die "Energiewende" enteignet wurden. Nun muss der Steuerzahler - also ihr - die Entschädigungen dafür zahlen. Ihr zahlt also doppelt: Entschädigung UND höhere Strompreise.

    2. Wasserstoff benötigt viel Energie um überhaupt erzeugt zu werden: Zitat: Wasserstoff kommt in der Natur praktisch nur in chemischen Verbindungen (Wasser H2O, Erdgas CH4 und so weiter) vor. Diese müssen erst mal geknackt werden, um Wasserstoff zu gewinnen. Dazu ist viel Energie nötig. Will man Wasser mittels Elektrolyse zerlegen, benötigt man etwa 4,4 kWh pro Normkubikmeter Wasserstoffgas. Verbrennt man diesen einen Normkubikmeter wieder, kann man nur 3,0 kWh (unterer Heizwert) zurückgewinnen. Geschieht dies in einem modernen Kombikraftwerk (Wirkungsgrad 60 Prozent) werden daraus nur 1,8 kWh elektrische Energie zurückgewonnen. Wohlgemerkt, hier wurde noch kein einziger Kubikmeter transportiert oder gespeichert. Beides ist – ob verdichtet oder verflüssigt – nur mit beträchtlichem Energieaufwand möglich. Wie man es auch dreht und wendet, in der Praxis bekommt man nur rund ein Drittel zurück – oder anders ausgedrückt, haben sich die Stromkosten (ohne jede Investition für die Elektrolyse) schon allein wegen der Umwandlungsverluste verdreifacht.

    3. Sicherheit: Eine Autobahntankstelle mit Elektrozapfsäulen oder Verdichter für Wasserstoff benötigt einen eigenen Hochspannungsanschluss, um die benötigte elektrische Leistung bereitzustellen. Wasserstoff ist ein Gas und es gibt damit nur drei Möglichkeiten es im Bike mitzuführen: In Druckgasflaschen (mindestens 300 bar!), in einem Kryotank (Temperatur -252°C!) oder chemisch gebunden. Die Lösung Druckgas ist technisch einfach und kostengünstig und bei PKW wohl auch die einzig realistische. Aber auch hier wieder der Nachteil langer Ladezeiten bzw. geringer Reichweite (bei der notwendigen Verdichtung im Tank erwärmt sich das Gas und verringert somit die mögliche Beladung).

    Wer möchte mit solchen "Bomben" unter dem Hintern seine Tagestour mit dem Moped machen?

    Wer heute von Wasserstoff-Mobilität schwafelt sollte sich darüber klar sein wie unfassbar brutal der Aufwand, die Kosten und - darum geht es doch wohl - der CO2 Fussabdruck ist.

  2. Re: Flop

    Autor: schueppi 08.04.21 - 08:26

    Bei Punkt 1 & 2 kann ich zustimmen. Beim zweiten nur Teilweise.

    Wenn man Elektrolyse mit Überstrom von erneuerbaren Energien nutzt um damit Wasserstoff zu erzeugen wär dies nützlich und ökologisch am sinnvollsten. Das Problem mit der Lagerung, dem Transport und der Bezugsstelle die nicht wie eine normale Tankstelle eben mal neben dem Wohngebiet gebaut werden kann bleiben bestehen. Es ist dann nichts gewonnen, wenn der Wasserstoff erzeugt wird und ein Teil dann wieder entfleucht...

  3. Re: Flop

    Autor: Weyland Yutani 08.04.21 - 08:49

    schueppi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Punkt 1 & 2 kann ich zustimmen. Beim zweiten nur Teilweise.
    >
    > Wenn man Elektrolyse mit Überstrom von erneuerbaren Energien nutzt um damit
    > Wasserstoff zu erzeugen wär dies nützlich und ökologisch am sinnvollsten.
    > Das Problem mit der Lagerung, dem Transport und der Bezugsstelle die nicht
    > wie eine normale Tankstelle eben mal neben dem Wohngebiet gebaut werden
    > kann bleiben bestehen. Es ist dann nichts gewonnen, wenn der Wasserstoff
    > erzeugt wird und ein Teil dann wieder entfleucht...

    Ja wenn... Leider existieren keine sinnvoll nutzbaren Speicher für den Strom aus PV oder Windkraft. Wir müssen zu Hochzeiten den Strom verschenken und noch draufzahlen. Wer soll den Speicher bauen und wirtschaftlich(!) betreiben? Siehe Punkt 1. Die großen Energieerzeuger haben wir ja durch die Enteignung verschreckt. Lieber betreibt man einen Windpark und lässt sich fürstlich vom Steuerzahler dafür bezahlen. Wie man es dreht und wendet: alles scheitert an der Wirtschaftlichkeit.

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