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Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

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  1. Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: flasherle 16.11.16 - 10:54

    ... wieso man auf einer smarten tafel schreiben soll, statt auf ner herkömmlichen, die nur ein bruchteilkostet.

  2. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 16.11.16 - 10:58

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wieso man auf einer smarten tafel schreiben soll, statt auf ner
    > herkömmlichen, die nur ein bruchteilkostet.

    dito. Viele der achso angepriesenen Zusatzfeatures sind entweder irrelevant fuer das was in der Schule eigentlich gelehrt werden sollte oder wurden in meinem Aufwachsen von einem Tageslichtprojektor mit Folien bereits extrem gut erfüllt.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  3. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: Anonymer Nutzer 16.11.16 - 11:04

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wieso man auf einer smarten tafel schreiben soll, statt auf ner
    > herkömmlichen, die nur ein bruchteilkostet.

    Bei einer herkoemlichen Tafel welche auch durchaus Jahrzehnte haelt kann halt niemand mitkassieren.

    Bei IT muss diese regelmaessig ersetzt werden, eventuell wird da auch was versichert, dann ein Dienstleister eingesetzt... jeder verdient mit...

  4. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 16.11.16 - 11:05

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin nicht gegen Technik in der Schule. Nur wenn man pro Klassenzimmer landesweit 50,000 Euro investieren will und jedem Schüler ein Tablet aushändigen will das deutlich mehr kostet als die Leihgebühren für die Bücher für 13 Jahre Schule muss man schon mal definieren welche konkrete Lehrtätigkeit hier wie verbessert wird. Deshalb haben wir diese leidige Diskussion. Denn von den Befürwortern kommen nur Nebulöse Buzzwords wie Digital Illiteracy. Usw. Sagt mir bitte welche objektive Verbesserung durch die jeweils einzelne Maßnahme bringen soll und ich bin sofort dafür.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  5. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: TrollNo1 16.11.16 - 11:16

    Warum haben die Schüler überhaupt Hefte? Die werden nur voll, und man muss neue kaufen. Früher hatte auch jeder Schüler eine Schiefertafel und wenns auf dem Schulweg geregnet hat, waren die Hausaufgaben weg.

  6. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: Porterex 16.11.16 - 11:25

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum haben die Schüler überhaupt Hefte? Die werden nur voll, und man muss
    > neue kaufen. Früher hatte auch jeder Schüler eine Schiefertafel und wenns
    > auf dem Schulweg geregnet hat, waren die Hausaufgaben weg.


    Und wie lernen die Schüler Handschrift schreiben statt Tastatur und schreiben ohne Autokorrektur (Rechtschreibung) ?

  7. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: sw (Golem.de) 16.11.16 - 11:28

    Hallo,

    Hier einmal zwei Beispiele aus meiner Schulzeit:

    1. In der Chemie war es für mich einfacher dreidimensionale Strukturen von Verbindungen zu erkennen und verstehen. Durch die Interaktivität könnte man diese einfach von verschiedenen Seiten betrachten und Erklären.

    2. Nicht unterschätzen darf man die Tatsache, das Tafelbilder gespeichert und immer wieder abgerufen und ergänzt werden können. Immer wieder kam es nämlich vor, das man in einer Schulstunde nicht fertig wurde und so eine Woche später noch nahtlos anknüpfen konnte.

    Letztendlich hängt es stark vom Lehrer und der Verfügbaren Software ab, wie das Potential der interaktiven Whiteboards genutzt wird.

    Und ob diese neuen didaktischen Ansätze in allen Schulfächern von Vorteil sind, muss sowieso noch die Wissenschaft feststellen.

  8. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: TrollNo1 16.11.16 - 11:30

    Mal abgesehen davon, ob man das in mittelnaher Zukunft noch braucht, geht es ja nicht um das ausschließliche Verwenden von Technik und Computern.

    Bei Convertibles und Tablets kann auch mit einem Stift geschrieben werden.
    Und bei Schuldingen kann bestimmt auch die Autokorrektur abgeschalten werden (Diktat-Modus)

  9. Was ein Blödsinn

    Autor: 21:9FTW 16.11.16 - 11:34

    Natürlich macht es keinen Sinn klassischen Unterricht eins zu eins zu digitalisieren. Wenn man ihn aber anpasst kann man deutlich profitieren. Z.b. von Animationen, deutlich übersichtlicheren Zeichnungen, da man den schrittweisen Aufbau abbilden kann usw usw....
    Außerdem sollte abseits der normalen Fächer zumindest der Umgang mit gängigen Officeprogrammen gelehrt werden. Auch ein Kurs in Datensicherheit, sowohl vor Verlust als auch vor "abhandenkommen" ist heutzutage sicher sinnvoll. Und programmieren im klassischen Informatikkurs hilft definitv ein Verständniss aufzubauen und sich besser in der modernen Welt zurecht zu finden.

  10. Re: Was ein Blödsinn

    Autor: Porterex 16.11.16 - 11:44

    21:9FTW schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sinnvoll. Und programmieren im klassischen Informatikkurs hilft definitv
    > ein Verständniss aufzubauen und sich besser in der modernen Welt zurecht zu
    > finden.

    Gerade programmieren halte ich für normale Schulen die nicht extra Programmieren als Fach haben für eher unrealistisch. Meine damaligen Schulfächer Informatik, Datenverarbeitung und Textverarbeitung, selbst an verschiedenen Schulen, hätte man auch alle "Microsoft Office" nennen können.

  11. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 16.11.16 - 12:11

    sw (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > Hier einmal zwei Beispiele aus meiner Schulzeit:
    >
    > 1. In der Chemie war es für mich einfacher dreidimensionale Strukturen von
    > Verbindungen zu erkennen und verstehen. Durch die Interaktivität könnte man
    > diese einfach von verschiedenen Seiten betrachten und Erklären.

    Ok, das ist Oberstufe. Wenn wir von Schule reden denke ich meist an was anderes. Auch ist es ein Unterschied ob ich den Physik und Chemie-Raum mit einer Spezialtafel ergänze oder jedes einzelne Klassenzimmer. Dann sprechen wir von 2 Tafeln pro Schule anstatt 50. Wenn man das so dreht könnte ich sogar mitgehen.

    > 2. Nicht unterschätzen darf man die Tatsache, das Tafelbilder gespeichert
    > und immer wieder abgerufen und ergänzt werden können. Immer wieder kam es
    > nämlich vor, das man in einer Schulstunde nicht fertig wurde und so eine
    > Woche später noch nahtlos anknüpfen konnte.

    Diese Funktion erfüllte der Tageslichtprojektor in den meisten Klassenzimmern bereits sehr gut. Wobei ich bei Neuanschaffung auch dafür plädieren wurde was moderneres wie einen Beamer oder eine E-Tafel zu kaufen. Aber solange die Projektoren da sind kann kann man mit denen genau das machen.

    > Und ob diese neuen didaktischen Ansätze in allen Schulfächern von Vorteil
    > sind, muss sowieso noch die Wissenschaft feststellen.

    Dein Wort in Gottes Ohr. Ich befürchte, dass wir in Zukunft viele mit reichlich Bias eingefärbte Studien sehen werden, anstatt echte Informationen zu sehen bekommen werden.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  12. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: IncredibleAlk 16.11.16 - 12:23

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... wieso man auf einer smarten tafel schreiben soll, statt auf ner
    > herkömmlichen, die nur ein bruchteilkostet.

    Weil stupides Auswendiglernen und Frontalunterricht nicht mehr in unsere Zeit passen. Wenn man von den Schülern erwartet, dass sie im Beruf in der Lage sein sollen mehr als nur das auswendig gelernte anzuwenden und Lösungen mithilfe von technischen Lösungen zu erarbeiten, bietet sich das frühe hernaführen an die "neuen" Medien an.

    Man muss auch verstehen, wie Menschen lernen. Von einer Tafel abzuschreiben ist nicht lernen und verstehen, es ist nur abschreiben und sich das abgeschriebene meistens bis zur Prüfung zu merken.

    Der beste Unterricht war der, der Spaß gemacht hat. Es macht durchaus Sinn im Bio-Unterricht auch mal rauszugehen, Proben aus einem See zu entnehmen und diese später unter dem Mikroskop zu betrachten. Das alles ohne Tafel.

    Mit modernen Medien kann man viele Dinge grafisch aufbereiten, online/offline zur Verfügung stellen. Eben spielerisch lernen.

    Wer behauptet, dass für einen guten Unterricht eine Tafel ausreichend ist, der muss sich mal Musikunterricht ohne Instrumente vorstellen. Ja, es geht irgendwie, aber macht es Sinn?

  13. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 16.11.16 - 12:33

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal abgesehen davon, ob man das in mittelnaher Zukunft noch braucht, geht
    > es ja nicht um das ausschließliche Verwenden von Technik und Computern.

    Solange es auf der Welt ein einziges Land gibt, in dem Menschen keinen allumfassenden Zugang zu Technik wie du hat, wird es immer ein wichtiger Skill sein, halbwegs effizient handschriftlich schreiben zu können. IMHO ist das nicht mal in Deutschland bisweilen der Fall. Auch hier gibt es Funklöcher und arme Leute!

    > Bei Convertibles und Tablets kann auch mit einem Stift geschrieben werden.
    > Und bei Schuldingen kann bestimmt auch die Autokorrektur abgeschalten
    > werden (Diktat-Modus)

    Tablet für jeden? Allerdings brauchst du dann in jeder Schule eine IT-Abteilung. Bei 500 Schülern reden wir da schnell mal von 10-12 Vollzeitstellen (Schließlich werden die auch Krank oder Schwanger und brauchen Urlaubsvertretungen). Ggf. braucht es dann auch sogar einen After-Hours-Support falls die Kinder Hausaufgaben aufbekommen die mit dem Tablet zu lösen sind. Die Technik die derzeit in einer Schule verbaut ist wird von 1-3 Hausmeistern gemanagt. Die machen aber nebenher auch die Klos und Tische wieder heil und schippen im Winter Schnee. Wenn du für Schulgebühren bist können wir über individuelle Tablets reden.

    Für Hefte, Bleistifte und Füller-Minen gibst du pro Schuljahr 20-40 Euro aus. Dazu noch Bücher und ggf. Leihgebühren. Sagen wir mal 60 Euro zusätzlich. Nach 3-5 Jahren ist ein Tablet schrottreif wenn es mit dem Schulranzen durch die Gegend geschmissen wird. Sollte man bedenken.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  14. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: dabbes 16.11.16 - 12:40

    Etwas übertrieben, aber teilweise richtig.

    Von der Tafel abschreiben ist nicht nur einfaches auswendig lernen. Der Lehrer zeigt ja Schritt für Schritt wie man zur Lösung kommt, das wird mit der Tafel visualisiert.

    Das abgeschriebene im eigenen Heft dient nicht nur ein einfaches Copy&Paste, sondern dient dazu, das visuelle Ergebnis aufzurufen und gedanklich den Ausführungen des Lehrers nachzugehen, wie man zur Lösung kommt.

    Wenn man jetzt noch ein Video davon hätte, dann wäre es einfacher etwas nachzuvollziehen, aber auf der anderen Seite muss man seinen "Grips" kaum noch anstrengen.

    Wichtiger wäre es, den Kindern nicht nur stupides abschreiben beizubringen, sondern sich auch zu dem abgeschriebenen eigene Gedanken und Notizen zu machen (Lerneffekt verstärken).

    Es ist leider so, dass bestimmte Fächer, wie z. B. Geschichte, halt nur stupides Lernen sind (so interessant Geschichte auch ist). Aber die Daten kann ich mit google auch finden und selbst die Zusammenhänge wurden schon in tausenden Büchern bis zum geht nicht mehr erläutert und können nachgeschlagen werden.

  15. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 16.11.16 - 12:44

    IncredibleAlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil stupides Auswendiglernen und Frontalunterricht nicht mehr in unsere
    > Zeit passen. Wenn man von den Schülern erwartet, dass sie im Beruf in der
    > Lage sein sollen mehr als nur das auswendig gelernte anzuwenden und
    > Lösungen mithilfe von technischen Lösungen zu erarbeiten, bietet sich das
    > frühe hernaführen an die "neuen" Medien an.
    >
    > Man muss auch verstehen, wie Menschen lernen. Von einer Tafel abzuschreiben
    > ist nicht lernen und verstehen, es ist nur abschreiben und sich das
    > abgeschriebene meistens bis zur Prüfung zu merken.

    Sich von einer digitalen Tafel berieseln zu lassen ist genau das selbe wenn nicht noch unproduktiver. Stupides Abschreiben wird schon seit den 80ern nicht mehr gemacht weil es dafür Kopiergeräte gibt. Wenn das bei dir der Fall war waren deine Lehrer einfach alt oder scheiße. Du kannst auch mit einer Tafel einen aktiven Unterricht gestalten. Außerdem bietet ein normales Klassenzimmer normalerweise auch die Möglichkeit große Landkarten oder so aufzuhängen oder Projektoren wo der Lehrer auf Folie schreiben kann. Heutzutage sollte man Projektoren natürlich nicht mehr neu kaufen sondern durch Beamer mit VGA-/HDMI-Anschluss ersetzen.

    > Der beste Unterricht war der, der Spaß gemacht hat. Es macht durchaus Sinn
    > im Bio-Unterricht auch mal rauszugehen, Proben aus einem See zu entnehmen
    > und diese später unter dem Mikroskop zu betrachten. Das alles ohne Tafel.

    Ja, dafür braucht es aber ein Mikroskop und keine digitale Tafel oder ein Tablet. Gab es in den späten 80ern bei mir bereits in der Schule.

    > Wer behauptet, dass für einen guten Unterricht eine Tafel ausreichend ist,
    > der muss sich mal Musikunterricht ohne Instrumente vorstellen. Ja, es geht
    > irgendwie, aber macht es Sinn?

    Auch hier braucht es "echte" Musikinstrumente und keine digitale Tafel oder ein Tablet. Merkst du was?

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)

  16. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: Porterex 16.11.16 - 13:24

    IncredibleAlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss auch verstehen, wie Menschen lernen. Von einer Tafel abzuschreiben
    > ist nicht lernen und verstehen, es ist nur abschreiben und sich das
    > abgeschriebene meistens bis zur Prüfung zu merken.
    >
    > Der beste Unterricht war der, der Spaß gemacht hat. Es macht durchaus Sinn
    > im Bio-Unterricht auch mal rauszugehen, Proben aus einem See zu entnehmen
    > und diese später unter dem Mikroskop zu betrachten. Das alles ohne Tafel.

    Dafür löst man auch hinter Aufgaben, nachdem man an der Tafel gezeigt bekommen hat wie man vorgeht/vorgehen kann.
    Nur durch Videos schauen wird man auch nicht mehr Wissen, wenn man danach sich selbst nicht hinsetzen und das eben gelernte auch nochmals verinnerlicht.
    Bei dem Beispiel mit Tafel abschreiben und die Erklärung ist jedenfalls sinnvoller als wenn der/die Lehrer/in an der digitalen Tafel ihre Powerpoint Präsentation ablaufen lassen und diese dann per Netzwerk an die Tablets übertragen. Da lernt man noch weniger.

    > Wer behauptet, dass für einen guten Unterricht eine Tafel ausreichend ist,
    > der muss sich mal Musikunterricht ohne Instrumente vorstellen. Ja, es geht
    > irgendwie, aber macht es Sinn?

    Klar. Sinnvoller ist es ein Musikprogramm auf die Tablets zu laden und dann Tasen drücken, damit das Tablet einen Ton ausgibt.

  17. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: TrollNo1 16.11.16 - 13:47

    Immer dieses schwarz weiß. Man soll nicht rund um die Uhr Videos schauen oder sich an der digitalen Tafel berieseln lassen.

    Beim Musikunterricht gabs früher schon Probleme, wenn man seine Kopierquota erreicht hatte und keine neuen Sachen austeilen konnte. Noten können so digital verteilt werden. Theoretisch kann sogar der Lehrer für alle "umblättern", wenn nicht alles auf eine Seite passt und die Musiker müssen das nciht selbst machen (war immer nervig, als ich damals Trompete gespielt habe).

    Rausgehen und Versuche machen UND dann dazu die Theorie an einer irgendwie gestalteten Tafel erfassen, sei es nun von Hand oder digital. Bei digital könnte man diverse Filmausschnitte an den richtigen Stellen verknüpfen.

  18. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: IncredibleAlk 16.11.16 - 14:05

    >
    > > Wer behauptet, dass für einen guten Unterricht eine Tafel ausreichend
    > ist,
    > > der muss sich mal Musikunterricht ohne Instrumente vorstellen. Ja, es
    > geht
    > > irgendwie, aber macht es Sinn?
    >
    > Klar. Sinnvoller ist es ein Musikprogramm auf die Tablets zu laden und dann
    > Tasen drücken, damit das Tablet einen Ton ausgibt.

    Nein, du hast es nicht verstanden. Sinnvoller ist es ein Klavier anzuschaffen und die Kinder machen, ja eben spielen zu lassen. Wenn sie nur die Noten abschreiben oder das Stück hören, lernen sie nicht es zu spielen.
    Die Schulen sollen das Werkzeug oder die Instrumente anschaffen, die für eine sinnvolle schulische Ausbildung nötig sind.

  19. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: Warau 16.11.16 - 15:07

    Einen schönen guten Tag allen Kommentatoren,

    ich persönlich verfolge dieses Thema seit ungefähr einem Jahr und will möchte hier nun meine Meinung dazu kundtun:

    Der Frontalunterricht mit dem Lehrer im Mittelpunkt wird zurzeit viel diskutiert. Auch in einer lokalen Zeitung gab es schon öfters teilweise emotional aufgeladene Leserbriefe zu diesem Thema, beziehungsweise zu den digitalen Alternativen zum Frontalunterricht. Ich persönlich kann diese Thematik nicht sehr genau einschätzen, da ich selbst nie etwas anderes erlebt habe und somit nicht die nötige Erfahrung besitze, um über den Frontalunterricht zu urteilen. Ebenfalls habe ich mir noch keine Studien zum Frontalunterricht angeschaut und bewertet, weswegen ich hierüber nicht urteilen will und kann.

    Ich will vielmehr den Diskussionsansatz über den Sinn des Einsatzes der digitalen Medien im Unterricht als Unterstützung für den Lehrer verfolgen. Die Medien sollen hierbei nicht den Lehrer ersetzen, sondern ihn unterstützen. Dies lässt sich auf vielerlei Weise umsetzen:
    So kann zum Beispiel der Lehrer Animationen in den MINT-Fächern zeigen, welche den Lehrstoff veranschaulichen und somit das jeweilige Thema verständlicher machen. Dies kann in manchen Bundesländern erst in der Oberstufe nützlich werden, in meinem Gymnasium in Bayern zum Beispiel ist diese Methode aber bereits ab der 5. Klasse sehr hilfreich.
    Aber auch in anderen Schulfächern können digitale Medien sehr gut genutzt werden. So können zum Beispiel im Fach Geografie Themenkarten aufgerufen werden, welche dann viel dynamischer und flexibler genutzt werden können als eine Leinwand-Karte, für welche dann erst noch Kartenhalter gekauft werden müssen, von den Kosten der Karte an sich einmal ganz abgesehen. Ebenfalls können in Fächern, bei denen Texte analysiert werden müssen, einzelne Textstellen und Wörter viel einfacher markiert werden. Zum Beispiel kann man im Fach Latein bei Übersetzungen die einzelnen Satzbestandteile viel einfacher hervorheben und analysieren.
    Man könnte die Liste der Einsatzmöglichkeiten der digitalen Medien im Unterricht noch viel weiter führen, ich aus meiner Erfahrung kann auf jeden Fall versichern, dass diese Medien eine extrem große Unterstützung im Unterricht sind.

    Als nächstes möchte ich auf einige scheinbare Kritikpunkte eingehen:
    Es wird oft behauptet, dass digitale Tafeln einen Haufen Geld kosten würden und zudem ca alle 2 Jahre komplett ausgetauscht werden müssen, da sie so schnell veralten. Dies kann man einfach widerlegen, da bei den meisten White-/SMARTBoards nur der Beamer ausgetauscht werden muss bzw die Lampe im Beamer. Der gesamte Rest der Tafel kann erhalten bleiben. Außerdem ist es so, dass nicht nur Beamer-Whiteboard-Lösungen eingesetzt werden, sondern auch große Touch-Monitore. Diese haben eine noch längere Lebenszeit, da sie zu den gleichen Anschaffungskosten wie die Whiteboards größer sind, höher auflösen (4K) und außerdem einfacher einzurichten sind (Kalibration des Beamers wird nicht benötigt). Insgesamt halten diese Tafeln deutlich länger, als oftmals angenommen wird.

    Es wird auch oft angemerkt, dass die Schüler die Handschrift beim Einsatz der digitalen Medien verlernen würden. An dieser Stelle möchte ich kurz die Wichtigkeit der Handschrift betonen. Ich habe bereits von Studien gehört, bei denen Schüler in der 1-4. Klasse mit Tablets gearbeitet hatten, was dann zur Folge hatte, dass die Schüler in der 4. Klasse das Lese/Rechtschreib-Verständnis eines 6-Jährigen hatten. Insofern ist der Erhalt der Handschrift enorm wichtig. Dies lässt sich aber auch dadurch realisieren, dass die Schüler mit TouchPens auf TouchScreens schreiben. Dadurch werden die digitalen Medien mit der Handschrift kombiniert.

    Auch wird oft kritisiert, dass die Schüler nur noch an den Monitoren "kleben" würden und so das soziale Miteinander sehr stark leiden würde. Dies kann ich verneinen, da man zum Beispiel Gruppenarbeiten, bei denen die Schüler gemeinsam an einem Dokument arbeiten, viel einfacher umsetzen kann und somit auch die Klassengemeinschaft gestärkt werden kann.

    Nun möchte ich zu einem der wichtigsten Punkte kommen: die Finanzierung. Viele Schulen setzen leider die Digitalisierung so um, dass einfach für jeden Schüler ein Tablet/Notebook für oft 600-1500¤ gekauft wird, was dann alle paar Jahre ausgetauscht wird. Dabei werden die Anschaffungskosten für Bücher, welche bei einer 1000-Köpfigen Schule bei ca 20.000¤/Jahr liegen, weit übertroffen. Dies halte ich für keinen guten Ansatz. Ich habe an meiner Schule eine Lösung mitentwickelt, bei der der Anschaffungspreis für einen Arbeitsplatz auf 100-250¤ sinken würde, wobei auch Nachhaltigkeit gewährleistet ist, d.h., die Systeme müssen nicht immer komplett ausgetauscht werden. Genaueres kann ich dazu aber noch nicht weitergeben, da noch diskutiert wird, ob man für dieses System ein Patent anmeldet.

    Ich hoffe, ich konnte einige Unklarheiten beseitigen und die Diskussion in sachlichem Stil fördern.
    MFG,
    Warau

  20. Re: Ich verstehe immer noch nicht die Vorteile

    Autor: M.P. 16.11.16 - 16:47

    Aber Keilschrift in frische noch nicht ausgehärtete Tontafeln prägen sollte man langsam aus dem Lehrplan entfernen ;-)

    Germanische Runen zu lernen ist für eine bestimmte Klientel aber vielleicht wieder wichtig: Sonst stichelt der Tatoo-Künstler dem Skinhead womöglich unbemerkt "Vollidiot" auf den Bizeps ;-)

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