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  5. › Solarenergie: Kasseler Beton…

Gute Idee...

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  1. Gute Idee...

    Autor: Kaygeebee 14.01.15 - 22:17

    Nur wie lange dauert es, bis der Beton mehr Energie produziert als es gekostet hat ihn zu produzieren? Viele ach-so-grüne Produkte verbrauchen beim eigentlichen Einsatz oft weniger Energie, nur war die Produktion dafür umso kostspieliger und aufwändiger. Elektroautos verbrauchen zwar kein Benzin und erzeugen kein CO2, dafür fallen sie, zumindest was die Herstellung angeht, katastrophal durch und unterliegen in mancher Hinsicht sogar "dreckigen" Diesel PKWs. Für Windräder müssen z.B. etliche Tonnen von Stahl, Aluminium und seltene Erden (u.a. Neodym für die Magnete) verwendet werden. Vor allem die Gewinnung und Herstellung von Aluminium und Seltenen Erden ist sehr energiehungrig.
    Die genannten Rohstoffe klingen nun nicht exotisch, nur muss man das Zeug eben auch herstellen.

    Abbaubar, nur in welcher Zeit? Die Radioaktivität von Plutonium ist auch irgendwann abgebaut (HWZ von rund 24.000 Jahren), nur werden wir das wohl nie erleben. Selbst Tüten aus Kunststoff können uns 100 bis 400 Jahre erhalten bleiben.

    Wie gesagt, die Idee ist gut. Nur stellen sich mir da noch einige Fragen.

  2. Re: Gute Idee...

    Autor: Technikfreak 14.01.15 - 22:57

    Kaygeebee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sogar "dreckigen" Diesel PKWs. Für Windräder müssen z.B. etliche Tonnen von
    Was ist denn an heutigen Diesel PKWs dreckier als zB. Benzin?

  3. Re: Schlechte Idee...

    Autor: lx200 14.01.15 - 23:05

    Ja die Fragen, die Du dir stellen musst sind:
    Wann rechnet sich ein AKW, unter welchen menschenunwürdigen Bedingungen wird das Uran gefôrdert?
    Wann rechnet sich ein Kohlekraftwerk, fûr dessen KohleFôrderung ganze Dôrfer abgerissen werden und, wie beim AKW irrsinnige Mengen an Stahl und Beton verbaut werden?
    Es gibt keinen Strom den man ohne Energieaufwand einfach fôrdern kann.
    Bei Solar und Wind ist die Energie übrigens inzwischen in 2-4Jahren wieder drin.

    Und nun die Masterfrage:
    Willst du neben einem Solarkraftwerk wohnen oder neben einem Kohlekraftwerk?

  4. Re: Gute Idee...

    Autor: Stromer 14.01.15 - 23:16

    Die Mähr von den Seltenen Erden für WKAs hält sich scheinbar hartnäckig. Ein großer deutscher Hersteller kommt erstaunlicherweise ganz ohne Permanent-Erregung aus. Was durch ein bisschen Elektrotechnik alles geht... Der Stahlbedarf hält sich je nach Konstruktion des "Spargels" auch eher in Grenzen und auch die alternative Fachwerk benötigt nicht viel Stahl.

  5. Re: Gute Idee...

    Autor: Poolk 15.01.15 - 00:11

    Windräder ist dafür ein schlechtes Beispiel. Generatoren werden bei allen verbreiteten Kraftwerksarten verwendet. Was mir auf die schnelle einfällt was strom erzeugt ohne generator sind Solarkraftwerke, Brennstoffzellen, Akkumulatoren, umgekehre Peltierelemente. Gibt sicher noch andere. Aber Kern-, Kohle-, Gas-, Wind-, und Dieselkraftwerke benötigen alle Generatoren und damit ähnliche Stoffe wie Windräder.

  6. Re: Gute Idee...

    Autor: snores 15.01.15 - 00:11

    Kaygeebee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur wie lange dauert es, bis der Beton mehr Energie produziert als es
    > gekostet hat ihn zu produzieren?

    Für Olkiluoto III werden etwa 250'000 m³ Beton verwendet: "The use of nuclear energy – a carbon-dioxide-free energy source – would make it easier for Finland to meet its commitments under the Kyoto Protocol." Quelle euronuclear.org

    Gemäss NIST werden für ein Kernkraftwerk der 3. Generation ca. 0.9 Megatonnen Beton und 46'000 Tonnen Stahl benötigt.

  7. Re: Gute Idee...

    Autor: Sharra 15.01.15 - 00:17

    snores schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaygeebee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nur wie lange dauert es, bis der Beton mehr Energie produziert als es
    > > gekostet hat ihn zu produzieren?
    >
    > Für Olkiluoto III werden etwa 250'000 m³ Beton verwendet: "The use of
    > nuclear energy – a carbon-dioxide-free energy source – would
    > make it easier for Finland to meet its commitments under the Kyoto
    > Protocol." Quelle euronuclear.org
    >
    > Gemäss NIST werden für ein Kernkraftwerk der 3. Generation ca. 0.9
    > Megatonnen Beton und 46'000 Tonnen Stahl benötigt.

    Dann wären jetzt die Durchschnittswerte des CO² Ausstoßes bei der Produktion von 1t Stahl und 1t Beton interessant. Dann könnte man abschätzen, was das AKW für einen Abdruck auf der Ökobilianz hinterlässt, und wie lange man dafür andere Kraftwerke hätten heizen lassen können. Oder aber natürlich, wie viele alternativen Energiequellen man damit hätte nutzen können, wenn man das selbe Material (bzw das CO² Äquivalent) dafür genutzt hätte.

  8. Re: Schlechte Idee...

    Autor: Technikfreak 15.01.15 - 00:57

    lx200 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Willst du neben einem Solarkraftwerk wohnen oder neben einem
    > Kohlekraftwerk?
    Vpr allem möchte ich genügend Strom zur Verfügung haben, wenn die Sonne
    auch nicht scheint...

  9. Re: Gute Idee...

    Autor: Technikfreak 15.01.15 - 01:02

    Poolk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Windräder ist dafür ein schlechtes Beispiel. Generatoren werden bei allen
    > verbreiteten Kraftwerksarten verwendet. Was mir auf die schnelle einfällt
    > was strom erzeugt ohne generator sind Solarkraftwerke
    haben je nach Technolgie auch Generatoren

    > Akkumulatoren,
    produzieren keinen Strom...

    > umgekehre Peltierelemente.
    Stromproduktions hat keinen wirklich Wirkungsgrad und sind zuwenig Leistungsfähig

    > Kern-, Kohle-, Gas-, Wind-, und Dieselkraftwerke benötigen alle Generatoren
    Wasserkraft-Werke und Gezeitenkraftwerke, Thermische Kraftwerke hast du noch vergessen.

  10. Re: Gute Idee...

    Autor: Technikfreak 15.01.15 - 01:06

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > snores schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > Kaygeebee schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > Nur wie lange dauert es, bis der Beton mehr Energie produziert als es
    > > > gekostet hat ihn zu produzieren?
    > >
    > > Für Olkiluoto III werden etwa 250'000 m³ Beton verwendet: "The use of
    > > nuclear energy – a carbon-dioxide-free energy source – would
    > > make it easier for Finland to meet its commitments under the Kyoto
    > > Protocol." Quelle euronuclear.org
    > >
    > > Gemäss NIST werden für ein Kernkraftwerk der 3. Generation ca. 0.9
    > > Megatonnen Beton und 46'000 Tonnen Stahl benötigt.
    >
    > Dann wären jetzt die Durchschnittswerte des CO² Ausstoßes bei der
    > Produktion von 1t Stahl und 1t Beton interessant. Dann könnte man
    > abschätzen, was das AKW für einen Abdruck auf der Ökobilianz hinterlässt,
    > und wie lange man dafür andere Kraftwerke hätten heizen lassen können. Oder
    > aber natürlich, wie viele alternativen Energiequellen man damit hätte
    > nutzen können, wenn man das selbe Material (bzw das CO² Äquivalent) dafür
    > genutzt hätte.
    Wer interessiert sich denn noch für CO2, das antropogene CO2 ist eines der
    kleinsten Probleme, die durch die Energie-Erzeugung bestehen!

  11. Re: Gute Idee...

    Autor: jack_torrance 15.01.15 - 13:57

    Kaygeebee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur wie lange dauert es, bis der Beton mehr Energie produziert als es
    > gekostet hat ihn zu produzieren?

    Völlig falsche Frage.

    Der Beton ist eine Notwendigkeit und ohnehin aufgrund anderer Zwecke (Hauswand) vorhanden. Die richtige Frage lautet also:

    Wie lange dauert es, bis der Mehraufwand zur Umrüstung des Beton zur Solarzelle mehr Energie produziert als die Umrüstung gekostet hat?

    Hier will das Projekt ja eben punkten:
    Mangelnder Wirkungsgrad, der aber womöglich durch die Vorteile gerechtfertigt vertreten werden kann:
    - abbaubare umweltfreundliche Produkte (materielle Nachhaltigkeit)
    - günstige Materialien (ökonomische Effizienz ist dennoch zu prüfen)
    - einfach zu beschaffen

    Versteht mich nicht falsch - ich bin auch skeptisch, v.a. was Verkabelungsaufwand etc für 2% Wirkungsgrad angeht. Aber es ist ja auch ein junges Projekt und vllt eher Grundlagenforschung. Ich kenne die theoretischen (chem./phys./techn.) Potentiale nicht, aber wenn man mal auf 4...5% kommen würde, wäre das besser als 0% beim aktuellen Beton, der sich an Häusern, Brücken, etc befindet!

  12. Re: Gute Idee...

    Autor: LynxRK 15.01.15 - 15:24

    Jetzt ist nur noch die frage wie man die Sonnenenergie durch den Putz bekommen soll der auf dem Beton ist. Wer hat heute denn schon nen Betonhaus ohne Putz?

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