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In der Großstadt ...

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  1. In der Großstadt ...

    Autor: Muhaha 01.03.19 - 07:56

    ... ist ein eigenes Auto kaum noch sinnvoll vermittelbar. Aber niemand muss jetzt befürchten auf einen Schlag enteignet zu werden, man muss nur Geduld haben. Unter jungen Leuten nimmt das eigene Auto einen immer geringeren Stellenwert ein, d.h. in ein, zwei Generationen ist der Käse eh gegessen. Dann können die alten Säcke immer noch panisch und paranoid an ihren Verbrennerstinkern festhalten, während alle anderen längst vollkommen entspannt Car-Sharing betreiben, nur ÖPNV nutzen oder sich dann in selbstfahrende Passagierkapseln setzen, die man sich jeden Morgen vor die Tür ordert.

    In ländlichen Regionen hingegen ist man ohne eigenes Auto derzeit noch vollkommen aufgeschmissen. Aber auch hier sollten sich vernüftige Lösungen finden lassen.

  2. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Lebenszeitvermeider 01.03.19 - 08:07

    Für Elektrobusse müssen nun einige Milliarden in die Hand genommen werden, und die Infrasruktur ist auch noch nicht da. Selbst wenn die Kabel da wären, es gibt die passende Versorgungskapazität noch nicht.

    Momentan wirkt das Vorgehen der öffentlichen Hand unkoordiniert und willkürlich. In Berlin ist das allerdings der Optimalfall und wird von der Bevölkerung positiv aufgenommen, da es zeigt, dass der entsprechende Verwaltungsbereich noch am Leben ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.19 08:08 durch Lebenszeitvermeider.

  3. Re: In der Großstadt ...

    Autor: migrosch 01.03.19 - 08:13

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    > In Berlin ist das allerdings der Optimalfall und wird von der
    > Bevölkerung positiv aufgenommen, da es zeigt, dass der entsprechende
    > Verwaltungsbereich noch am Leben ist.

    :D ...wie recht du hast

  4. Re: In der Großstadt ...

    Autor: IchBIN 01.03.19 - 08:44

    Tja, und was macht man, wenn man nicht für einen Urlaub ein paarhundert km entfernt auf dem Land auf einmal hunderte von Euros für einen Mietwagen zur Verfügung hat?

    Da ist es doch "einfacher", die KFZ-Haftpflicht monatlich zu zahlen, und halt so wenig wie möglich zu fahren.

    Wobei ÖPNV auch extrem unangenehm und bedrängend ist, weil zu viele Menschen auf engstem Raum - zumindest zur "Rush Hour", aber eigentlich auch sonst. Jeder zieht nur miese Fresse, es ist geradezu widerlich.
    Ich sehne mich danach, wieder mit dem Roller zu fahren...leider nicht elektrisch, weil die Dinger noch zu teuer sind (nein, diese Kurzzeit-Mietfahrzeuge sind keine Option, ich will ja auf dem Heimweg auch noch wissen, wo ich nach dem Hinweg geparkt habe). Aber das wäre das Ideal...

  5. Re: In der Großstadt ...

    Autor: nekronomekron 01.03.19 - 08:53

    Rechne sämtliche Unterhaltskosten für ein Auto auf. Sagen wir mal du wirst dein Auto los und steigst komplett auf Rad und ÖPNV um. ich wette mit dir du kannst dir zweimal im Jahr einen Urlaub leisten mit einem Mietwagen. Ein Auto verschlingt unglaublich viel Geld über das Jahr verteilt. Nicht falsch verstehen, ich liebe mein Auto und bin keiner der komplett umsteigen wird, aber mit ÖPNV und Mietwagen spart man definitiv, selbst wenn das Mietauto für den kurzen Zeitraum teurer als ein eigenes Auto ist - über das Jahr verteilt ist das deutlich weniger.

    Und wenn du dann immer noch kein Geld für Urlaub hast: wie wäre es dann mit verzichten und ein Jahr länger sparen? Eine Tugend die leider immer mehr verloren geht, da jeder denkt er hätte Anspruch auf alles und jedem stehe sämtlicher Luxus dieser Welt zu.....................

  6. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Muhaha 01.03.19 - 09:05

    IchBIN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wobei ÖPNV auch extrem unangenehm und bedrängend ist, weil zu viele
    > Menschen auf engstem Raum - zumindest zur "Rush Hour", aber eigentlich auch
    > sonst.

    Nein, sonst nicht, nur zur Rush Hour.

    > Jeder zieht nur miese Fresse, es ist geradezu widerlich.

    Automatische Reaktion auf Dich? :)

    Nein, wenn Du keine ÖPNV magst, dann ist das halt so. Dennoch ist ein eigenes Auto in der Großstadt eine Belastung für die Verkehrslage und Deinen eigenen Geldbeutel. Es wäre sinnvoller, wenn Du kein eigenes Auto mehr hast, sondern eines nach Bedarf mietest. Wenn Du Car-Sharing betreibst. Oder Fahrgemeinschaften bildest, so dass nicht jeden Morgen kilometerlange Staus aus Autos entstehen, in denen exakt immer nur eine Person sitzt.

    Ideal für Dich wären wohl autonome Passagierkapseln, wo Du von Start bis Ende Deine Ruhe hast. Denn da macht es auch nix, wenn Du alleine drin sitzt, weil es durch die automatische Steuerung zu weniger oder gar keinen Staus kommt und der Verkehr selbst bei hoher Dichte flüssig durch die Strassen flutscht.

  7. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Tantalus 01.03.19 - 09:05

    nekronomekron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht falsch
    > verstehen, ich liebe mein Auto und bin keiner der komplett umsteigen wird,
    > aber mit ÖPNV und Mietwagen spart man definitiv, selbst wenn das Mietauto
    > für den kurzen Zeitraum teurer als ein eigenes Auto ist - über das Jahr
    > verteilt ist das deutlich weniger.

    Das kommt ganz darauf an, wie oft und weit Du statt mit dem Auto mit öffentlichen fährst. Schon eine Bahnfahrt mit der Familie über 100km alle paar Monate (man hat ja vielleicht noch Verwandte in ner anderen Stadt) macht Dir einen Strich durch die Spar-Rechnung.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  8. Re: In der Großstadt ...

    Autor: LennStar 01.03.19 - 09:35

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Elektrobusse müssen nun einige Milliarden in die Hand genommen werden,
    > und die Infrasruktur ist auch noch nicht da. Selbst wenn die Kabel da
    > wären, es gibt die passende Versorgungskapazität noch nicht.

    Wie wäre es, du liest den Artikel mal?
    Da stehen sowohl die Kosten drin als auch die Versorgungssache.

    >Tja, und was macht man, wenn man nicht für einen Urlaub ein paarhundert km entfernt auf >dem Land auf einmal hunderte von Euros für einen Mietwagen zur Verfügung hat?

    Dann bist du zu doof Geld nicht aus dem Fenster zu werfen, das du dank eingesparten Auto mehr hast.
    Aber freue dich! Das kann man lernen! Darum gibt man Kindern Taschengeld.

    >Schon eine Bahnfahrt mit der Familie über 100km alle paar Monate (man hat ja vielleicht noch Verwandte in ner anderen Stadt) macht Dir einen Strich durch die Spar-Rechnung.

    Schon eine kleine Möhre (die du für eine Familie wohl kaum nehmen würdest) und unter der 6000km Grenze (Versicherung) kostet dich einen hunderter im Monat. Ein "richtiges" Familienauto mit deiner anscheinend höheren Fahrleistung kommt eher auf 300¤ im Monat - ohne Sprit jeweils.

    Ich gebe gern zu, dass die Bahn bei Einzeltickets viel zu teuer ist. Aber wenn man als Familie auf den ICE verzichten kann (nur Nahverkehr nutzen), kann man für deutlich unter 100¤ quer durch Deutschland fahren. Da wäre selbst der Sprit teurer.

    Extra für dich habe ich mal eine 500km Strecke Kleinstadt zu Kleinstadt mit allem rausgesucht. Da kostet die Bahnfahrt für 2E+2K genau 222¤ (lustiger Zufall) (Sparangebot 180¤)

    Du könntest also einmal pro Monat deine 500km entfernten Verwandten besuchen und +/- 0 sein im Vergleich zum Auto. Und das ohne Bahncard, die sich natürlich in dem Fall schnell rechnet.

  9. Re: In der Großstadt ...

    Autor: snboris 01.03.19 - 09:42

    Muhaha schrieb:

    > Ideal für Dich wären wohl autonome Passagierkapseln, wo Du von Start bis
    > Ende Deine Ruhe hast. Denn da macht es auch nix, wenn Du alleine drin
    > sitzt, weil es durch die automatische Steuerung zu weniger oder gar keinen
    > Staus kommt und der Verkehr selbst bei hoher Dichte flüssig durch die
    > Strassen flutscht.

    An dem Tag, an dem es diese autonomen Passagierkapseln gibt und diese auch in annehmbarer Zeit (max. 15 Minuten) in der Gegend, wo ich wohne (am Stadtrand von Berlin) zur Verfügung stehen, werde ich mein Auto auch entsorgen.

    Wenn man in der City wohnt, wo der nächste Supermarkt maximal 3 Blocks und die nächste S-/U-Bahn maximal 300 Meter entfernt ist oder ein Car2Go oder DriveNow-Auto an der nächsten Straßenecke parkt kann man laut tönen und braucht kein eigenes Auto.

    Aber wenn man so wie ich 1,5 km zur nächsten S-Bahn laufen muß (bin leider nicht mehr so gut zu Fuß) und diese dann selbst in der Rushhour nur aller 20 Minuten und in der Nacht gar nicht mehr fährt kann man aufs Auto nun mal nicht verzichten.

    Leider will das keiner einsehen, der davon nicht selbst betroffen ist. Und die meisten (Grünen)Wähler wohnen nun mal innerhalb des S-Bahn-Ringes.

  10. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Tantalus 01.03.19 - 09:45

    LennStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon eine kleine Möhre (die du für eine Familie wohl kaum nehmen würdest)
    > und unter der 6000km Grenze (Versicherung) kostet dich einen hunderter im
    > Monat.

    Das ist Blödsinn, meine "kleine Möhre" kostet mich umgerechnet ca 50¤ im Monat. Wartungskosten inbegriffen.

    > Extra für dich habe ich mal eine 500km Strecke Kleinstadt zu Kleinstadt mit
    > allem rausgesucht. Da kostet die Bahnfahrt für 2E+2K genau 222¤ (lustiger
    > Zufall) (Sparangebot 180¤)
    >
    > Du könntest also einmal pro Monat deine 500km entfernten Verwandten
    > besuchen und +/- 0 sein im Vergleich zum Auto. Und das ohne Bahncard, die
    > sich natürlich in dem Fall schnell rechnet.

    Dumm nur, dass Du die zusätzlichen Übernachtungen, die Du brauchst, wenn Du 500km mit Nahverkehr fahren willst, nicht eingerechnet hast.

    Gruß
    Tantalus

    Edit: Eben mal aus Spaß die Fahrt zu meinen Schwiegereltern bei der Bahn geprüft: Einzige Nachverkehrs-Verbindung kostet (NUR Hinfahrt) ¤ 238, Reisezeit 14 Stunden, inclusive Übernachtung im Nürnberger Bahnhof. Viel Spaß.

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.19 09:58 durch Tantalus.

  11. Re: In der Großstadt ...

    Autor: ad (Golem.de) 01.03.19 - 10:46

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nekronomekron schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nicht falsch
    > > verstehen, ich liebe mein Auto und bin keiner der komplett umsteigen
    > wird,
    > > aber mit ÖPNV und Mietwagen spart man definitiv, selbst wenn das
    > Mietauto
    > > für den kurzen Zeitraum teurer als ein eigenes Auto ist - über das Jahr
    > > verteilt ist das deutlich weniger.
    >
    > Das kommt ganz darauf an, wie oft und weit Du statt mit dem Auto mit
    > öffentlichen fährst. Schon eine Bahnfahrt mit der Familie über 100km alle
    > paar Monate (man hat ja vielleicht noch Verwandte in ner anderen Stadt)
    > macht Dir einen Strich durch die Spar-Rechnung.
    >
    > Gruß
    > Tantalus



    Ich finde auch die Argumente die hier gebracht werden, teilweise konstruiert: Wenn die Zugtickets so teuer sind, dann muss man sich eben die Parameter angucken, die änderbar sind: Die Nutzungshäufigkeit einschränken, versuchen mehr Geld zu verdienen oder die Qualität der Ausflüge erhöhen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.03.19 10:47 durch ad (Golem.de).

  12. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Wechselgänger 01.03.19 - 10:55

    snboris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man in der City wohnt, wo der nächste Supermarkt maximal 3 Blocks und
    > die nächste S-/U-Bahn maximal 300 Meter entfernt ist oder ein Car2Go oder
    > DriveNow-Auto an der nächsten Straßenecke parkt kann man laut tönen und
    > braucht kein eigenes Auto.

    Niemand, der ernsthaft argumentiert, behautet, daß der Verzicht auf den privaten PKW die Lösung für alle und sofort ist. Natürlich ist das ein Prozess und natürlich ist das für einige (Innerstädter) schneller und einfacher umzusetzen als für andere.

    Irgendwo muss man aber anfangen, wenn man den Status Quo ändern will. Und ich glaube, keiner von uns mag die täglichen Staus.

  13. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Tantalus 01.03.19 - 11:08

    ad (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde auch die Argumente die hier gebracht werden, teilweise
    > konstruiert: Wenn die Zugtickets so teuer sind, dann muss man sich eben die
    > Parameter angucken, die änderbar sind: Die Nutzungshäufigkeit einschränken,
    > versuchen mehr Geld zu verdienen oder die Qualität der Ausflüge erhöhen.

    Was bitte soll daran konstruiert sein? Der Wohnort meiner Schwiegereltern ist definitiv nicht konstruiert, und die Tatsache, dass diese ihren (bislang einzigen) Enkel ab und zu mal sehen möchten ja wohl auch nicht. Ebenso die Tatsache, dass sich gerade wegen der Versuche, mehr Geld zu verdienen, der Freundes- und Verwandtenkreis über einige Entfernung ausgebreitet hat. Und wie es die "qualität der Ausflüge" erhöhen soll, wenn meine Schwiegereltern ihren Enkel nur noch alle 2-3 Jahre zu Gesicht bekommen dürfen, musst Du mir auch mal erklären.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  14. Re: In der Großstadt ...

    Autor: ad (Golem.de) 01.03.19 - 11:16

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ad (Golem.de) schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich finde auch die Argumente die hier gebracht werden, teilweise
    > > konstruiert: Wenn die Zugtickets so teuer sind, dann muss man sich eben
    > die
    > > Parameter angucken, die änderbar sind: Die Nutzungshäufigkeit
    > einschränken,
    > > versuchen mehr Geld zu verdienen oder die Qualität der Ausflüge erhöhen.
    >
    > Was bitte soll daran konstruiert sein? Der Wohnort meiner Schwiegereltern
    > ist definitiv nicht konstruiert, und die Tatsache, dass diese ihren
    > (bislang einzigen) Enkel ab und zu mal sehen möchten ja wohl auch nicht.
    > Ebenso die Tatsache, dass sich gerade wegen der Versuche, mehr Geld zu
    > verdienen, der Freundes- und Verwandtenkreis über einige Entfernung
    > ausgebreitet hat. Und wie es die "qualität der Ausflüge" erhöhen soll, wenn
    > meine Schwiegereltern ihren Enkel nur noch alle 2-3 Jahre zu Gesicht
    > bekommen dürfen, musst Du mir auch mal erklären.
    >

    Ist dazu ein Autoeigentum nötig? Mietwagen oder Zug gibts doch auch. Und natürlich wird man sich ansonsten einschränken müssen, wenn man es sich nicht leisten kann - das ist doch bei allen Dingen so. Es wird sicherlich nicht auf "alle 2-3 Jahre" hinauslaufen, wobei ich schon sagen muss: Gut pariert!

  15. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Tantalus 01.03.19 - 11:32

    ad (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist dazu ein Autoeigentum nötig? Mietwagen oder Zug gibts doch auch. Und
    > natürlich wird man sich ansonsten einschränken müssen, wenn man es sich
    > nicht leisten kann - das ist doch bei allen Dingen so. Es wird sicherlich
    > nicht auf "alle 2-3 Jahre" hinauslaufen, wobei ich schon sagen muss: Gut
    > pariert!

    Wie gesagt, es sind nicht nur die Schwiegereltern, und wenn ich jeden Monat 1-2x ein Auto mieten muss, kann ich auch gleich eins kaufen. Klar gibts den Zug auch noch, aber eben auch mit den bekannten Nachteilen. Zusätzlich beim Beispiel mit meinen Schwiegereltern: Der nächste Bahnhof ist ca 16km entfernt, Das Auto fährt bis vor die Tür. Das sind alles Faktoren, die man bei der Forderung, das Auto abzuschaffen, berücksichtigen muss. Kein Ausflug zum Baggersee mehr, den Kindergartenfreund, dessen Eltern weggezogen sind (weil mehr Verdienen und so, Du erinnerst Dich?) nicht mehr besuchen dürfen, den Wocheneinkauf spontan um einen Tag zu verschieben ist auch nicht mehr ohne weiteres möglich, weil Mietauto schon reserviert usw.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  16. Re: In der Großstadt ...

    Autor: Maximilian_XCV 01.03.19 - 12:39

    LennStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Extra für dich habe ich mal eine 500km Strecke Kleinstadt zu Kleinstadt mit
    > allem rausgesucht. Da kostet die Bahnfahrt für 2E+2K genau 222¤ (lustiger
    > Zufall) (Sparangebot 180¤). Du könntest also einmal pro Monat deine 500km
    > entfernten Verwandten besuchen und +/- 0 sein im Vergleich zum Auto.

    Und wie viele hundert Stunden ist man damit unterwegs?
    Und was ist jetzt der große Vorteil, wenn man auf seine geschickte Mobilität verzichtet, um stattdessen 1x mit der Bahn fahren zu können?

  17. Autoeigentum

    Autor: Dreamwalker84 01.03.19 - 12:47

    Da ich mittlerweile sehr ländlich lebe, ist jede Diskussion über die Möglichkeit ohne PKW den Alltag zu bestreiten müßig; daher beziehe ich mich auf meinen früheren Wohnort im Herzen einer mittelgroßen bayerischen Stadt (~250.000 Einwohner zzgl. ~150.000 Einwohner in "angeflanschten" Städten außen herum):

    * Ringbuslinie alle 10 Minuten mit Umstieg an einer kaum wettergeschützten Haltestelle in eine alle sieben Minuten fahrende Straßenbahn
    * Nächste Car-Sharing Station mindestens 700 Meter entfernt (~ 15 Minuten zu Fuß)
    * Nächste Fahrzeuganmietung mindestens 20-30 Minuten mit den Öffentlichen entfernt

    Selbst wenn man den deutlichen Komfortverlust einfach mal hinnimmt kann man die folgende Rechnung aufmachen:

    * 2x pro Monat SIXT-Mietwagen für Ausflüge ins Umland (z.B. Samstag 10 Uhr bis Sonntag 10 Uhr) 2x 82,95 ¤ (inkl. Versicherungsschutz ohne SB und Zusatzfahrer) = 164 ¤ zzgl. Sprit für insgesamt 300km ~28 ¤
    * 6x pro Monat Car-Sharing (2 Nutzer, 200km pro Monat in Summe, 10 Stunden pro Monat in Summe) 10,50 ¤ Grundgebühr + 22,00 ¤ Nutzungsgebühr (pro Std) + 24,00 ¤ Nutzungsgebühr (km)
    * 2x GROßES ÖPNV-Abo
    ** mit Auto würde 1x Innenraum (= 52,50 ¤ p.M.) reichen
    ** ohne Auto braucht es sinnigerweise 2x Gesamtraum (= 95,00 ¤ p.M.)
    ** Mehrpreis: 137,50 ¤

    Damit komme ich jetzt auf einen Preis i.H.v. ~380 ¤ p.M. gegenüber einem eigenen PKW bei einer Nutzung von 500km pro Monat. Das kriege ich auch mit einem Leasingfahrzeug hin:

    * Hyundai Kona Neuwagen 10tkm p.a. Privatkunden-Kilometerleasing auf 4 Jahre ohne Anzahlung 170 ¤ p.M.
    * Sprit für 500km p.M.: 47 ¤
    * ein Satz Allwetterreifen (500 ¤ auf 48 Monate): 10,50 ¤
    * Wartung (200 ¤ p.a. auf 12 Monate): 17 ¤
    * Versicherung (VK m 150¤ SB - 350 ¤ auf 12 Monate): 30 ¤
    * Autowäsche und allg Zubehör: 25 ¤
    * Garage / Stellplatz: 48 ¤
    * Steuer (163 ¤ auf 12 Monate): 13,60 ¤
    * TÜV (110 ¤ auf 24 Monate): 5 ¤
    * Gesamtkosten: 366 ¤ pro Monat

    So wird das nichts. Es braucht eine Art von Mobilitätsabo, welches einfach und transparent eine Abrechnung nach Nutzung der verschiedenen ÖPNV-Arten erlaubt.

  18. Re: In der Großstadt ...

    Autor: IchBIN 01.03.19 - 13:54

    Naja, "Urlaub" besteht für mich darin, ein paar Freunde, die ein paarhundert km entfernt wohnen, zu besuchen. Das mache ich ca. 1x im Jahr für jeweils 3-4 Wochen. Dabei habe ich nur die normalen Lebenshaltungskosten für Verpflegung, und eben die Reise. Wenn ich dort bin, vermisse ich es schon sehr, ein Auto zu haben, da das dort mitten in der Pampa ist, und man um ins Dorf zum Supermarkt zu gehen erst mal 1km steil bergab gehen muss (und dann auch wieder bergauf)...geschweige denn die vielen Aktivitäten, welche in umliegenden Nachbardörfern stattfinden...Also, dort ist ein Auto dringend nötig. Der Mietwagen wäre zumindest genauso teuer, wie die Unterhaltskosten für das eigene Auto. Das Problem ist: Die fallen monatlich an, und sind damit leichter "verschmerzbar", so eine Mietwagenrechnung kann man nicht mal eben in 12 Raten zahlen ;)

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