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Mal so überschlägig zum Platz...

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  1. Mal so überschlägig zum Platz...

    Autor: mifritscher 28.08.20 - 13:44

    18*2,5=45 m^2. Das durch 100 ergibt 0,45 m^2 pro Person. Wenn ich mich nicht verrechnet habe ist das ein Quadrat mit 60 cm Kantenlänge. Eher 50cm (Außenhaut, Fahrerbereich etc.)

    Was noch dazu kommt: Solche Busse sind normalerweise für 1/3 Sitz und 2/3 Stehplätze ausgelegt. Die Platzverteilung ist aber grad anders herum. Das heißt 2/3 der Leute müssen sich auf 1/3 der Fläche zamquetschen. Also 15m^2 für 66 Leute. Macht 0,22 m^2 pro Person, wo man auf ein Quadrat mit 47cm Kantenlänge rauskommt - was man getrost auf 40cm abrunden kann. Wenn man sich überlegt, das eine durchschnittliche (deutsche) Person einen Hüftumfang von ca. 1m hat, was man grob auf ein Rechteck mit 20 auf 30 cm aufteilen kann und rechts und links auch noch sowas wie Arme existieren bleibt da nicht viel Abstand.

    Zumal im "realen" Einsatz kein Schwein auf die Maximalanzahl achtet. Solange der Fahrer links und rechts noch Sicht hat und die Türen zugehen ist alles in "Ordnung".

    Was dazu kommt: Sowas darf mit 60 km/h durch die Gegend brettern - ohne dass da jemand außer dem Fahrer angeschnallt ist. Gerade auch im Schulverkehr.

    Das solche Zeitbomben die durchschnittliche Auslastung von Bussen massiv in die Höhe treiben und damit der kalkulatorische Energieverbrauch pro pkm sinkt sollte jedem einleuchten. Und selbst so sparen Busse gerade mal 1/3 des Verbrauches eines vernünftig kleinen Autos ein - pro pkm. Wenn man sich dann noch überlegt, dass man bei Bussen häufig einen größeren Umweg fährt - spätestens wenn man umsteigen muss, weil es über einen zentralen Busbahnhof geht - kann man eigentlich nur zu einem Schluss kommen: Busse bringen sehr wenig bis nichts.
    Ach ja, noch so eine Kennzahl: Ein Bus wird mit einer durchschnittlichen Auslastung von 21% angenommen. Was angesichts der zeitweisen massiven Überlastung überraschend wenig ist.

    Wenn dann sollten eher Bahnen gefördert werden, die am besten in 10m Höhe oder Tiefe verkehren. Größere Autostraßen sind unterirdisch auch gut aufgehoben.
    Und vernünftige E-Roller der 11kW (aka 125ccm) Klasse. Sowohl finanziell, als auch dass man sie (zwecks Kontrollerleichterung der aktuelle Status von außen gut sichtbar, z.B. am Kennzeichen) als 25kmh / 45km/h(bzw. besser 59km/h) / 11kW Maschine betreiben kann. Dann könnten die nämlich auch problemlos Fahrradwege verwenden - und man kann langsam anfangen, und bei Gefallen dann den größeren Führerschein (bzw. den B196er) machen, ohne dass man sich einen neuen Roller zulegen muss. Für "Familienroller" gilt dass dann natürlich auch für die Familienmitglieder.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.08.20 13:55 durch mifritscher.

  2. Re: Mal so überschlägig zum Platz...

    Autor: Dwalinn 28.08.20 - 14:43

    Ich schätze mal es sind eher 50%, schließlich verbrauchen die meisten Autos in der Stadt relativ viel Sprit (bezogen auf eine Person im Auto) Zudem fahren die Busse sehr lange (an die 1mio kilometer sind kein Problem) was ebenfalls ökologischer ist.

    Aber ganz ehrlich, die Umwelt ist mir fast egal wenn ich daran denke wie alle "Busfahrer" aufs Auto umsteigen.

    Klar du sprichst davon den Bus mit Bahnen zu ersetzen aber das wird nicht so einfach möglich sein.

    Mal zum Vergleich, das Netz der S Bahn hat 330km, bei der U-Bahn sind es 150km. Busse haben ein Netz von über 1600km und sind oft Zubringer zu S/U-Bahn. Einfach Linien abschaffen führt auch nicht dazu das alle brav mit dem Fahrad zur S Bahn fahren (als ob die Bahn nicht schon jetzt zu voll ist) sonder dann wird zukünftig das Auto genommen (etwas das zumindest zur Zeit 50% der Berliner nicht mal haben).

  3. Ja - es geht um Raum

    Autor: MAD_onna 29.08.20 - 09:05

    Auch der Widerspruch - einerseits ein geringes Platzangebot als Negativum heranzuführen und zwei Absätze später die durchschnittliche Auslastung von ~20% ebenfalls als Argument anzuführen, welches den Freiraum im Bus erheblich vergrößert ist schwach.
    Hinzu kommt, wenn denn alle ÖPNV-Nutzer ihre Fahrstrecken mit dem PKW machen würden, hätte wir abgesehen davon, dass es sich schlicht nicht jeder leisten kann das Problem, dass der Platz auf den Straßen in den Ballungszentren schlicht nicht ausreicht.
    Allein dies ist der Grund, dass es überhaupt den ÖPNV gibt.
    Die Quadratmeterpreise in den Zentren sind so hoch, dass Gemeinden von weniger Inanspruchnahme von Flächen für den Individualverkehr profitieren, weil mehr dieses Platzes für Gewerbe- bzw. Wohnfläche genutzt werden könnte und so der Gemeinde zu gute kommt.
    De facto ist die große Inanspruchnahme des Individualverkehr mit der Verursacher von mannigfaltigen Problemen betreffend der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefinden der Anwohner und Angestellten in den Ballungsräumen.

  4. Re: Ja - es geht um Raum

    Autor: mifritscher 29.08.20 - 10:44

    Ich sehe da keinen Widerspruch. Die durchschnittliche Auslastung wäre nochmals deutlich geringer, wenn die Busse zu Stoßzeiten nicht massiv überlastet werden würden - und zwar von allen Beteiligten gebilligt. Tja, die Städte wären ja auch schön blöde, wenn sie sich selbst kontrollieren würden...
    Und wer muss sie zu den Stoßzeiten am allermeisten verwenden und kann sich am wenigsten wehren? Richtig, Schüler. Und das nutzen alle Beteiligten weidlich aus. Alleine schon das Betreuungsverhältnis ist unter aller Kanone. Mit entsprechenden Konsequenzen. Wie oft wurden schon Schüler in Bussen misshandelt, ohne dass es der Busfahrer auch nur mitbekommen hätte?

    Das Platzproblem beim Verkehr ist nur ein Symptom der vielerorts schon viel zu hohen Dichte in Städten. Und dann will man auch noch "Nachverdichten". Andere Probleme sind viel höhere Ansteckungsraten bei Epidemien, keine nicht mal ansatzweise Selbstversorgung mit auch nur Wasser und Strom etc. Wenn man einführen würde, dass Wasser (und das Grundwasser nicht über Gebühr belasten!) sowie zumindest die normale Haushalts/Büro/Geschäftsenergie innerhalb eines km kommen muss würde sich vieles schon von alleine regeln. Eine Abschwächung von letzterem: Pro 100m^2 Nutzfläche 1000W Solar- oder Windenergie (natürlich mit einer Mindesteffizienz - man soll sie ja nicht einfach in nen Dauerschatten bauen...) und 1000Wh Speicher. Das wären bei Solar großzügig gerechnet 10m^2 - für normale Häuser quasi nichts. Hochhäuser bekommen dadurch recht schnell ein Problem - aber das ist auch Sinn der Sache.

    Zumal die Roller _deutlich_ weniger Platz benötigen. Nicht viel mehr als Fahrräder, die kreuz und quer abgestellt werden dürfen. Und die haben nichtmal Kennzeichen, um sie im Bedarfsfall sanktionieren zu können. Im Gegenteil: Die darf man ja an Laternenpfähle etc. festbinden - abschleppen ist dann nicht mehr.

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