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Wissenschaftliche Prognosen

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  1. Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: MahatmaPech 07.07.23 - 19:19

    Um eins vorweg zu schicken: Ich bin weder ein Wissenschafts- noch ein Klimaleugner. Die wissenschaftliche Methode ist definitiv die beste für objektiven Erkenntnisgewinn. Angesichts der vielen modellbasierten Vorhersagen, mit denen „die Wissenschaft“ (ich weiß, es gibt nicht DIE Wissenschaft) regelmäßig daneben liegt, frage ich mich schon, wie seriös wir die Entwicklung des globalen Klimas wirklich vorhersagen können, wenn man bedenkt was für ein unglaublich komplexer Organismus dieses ist. Wir können das Wetter kaum mehr als 3 Tage ohne erhebliche Unsicherheiten modellieren. Wir können die kurzfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft, einem System welches wir selbst erschaffen haben, nicht akkurat vorhersagen. Kein Corona-Modell konnte den Pandemieverlauf realistisch prognostizieren. Und die Sonnenuyklen offenbar auch nicht. Aber das Klima können wir vorhersagen? Dass die klimatische Entwicklung in den letzten 100 Jahren abnormal ist, bestreite ich natürlich keineswegs. Aber ich frage mich, ob wir das Klimasystem wirklich ausreichend gut verstehen, um hier langfristige Aussagen über die Zukunft zu treffen. Ist es nicht genauso möglich, dass es innerhalb des Klimasystems Rückkopplungen gibt, die ab einem bestimmten Punkt sogar eine gegenläufige Entwicklung des Klimas begünstigen?

    Wie gesagt, dass ist keine Wissenschaftsleugbung, sondern nur eine Frage die ich mir als wissenschaftlicher Laie stelle. Das muss man ja mittlerweile dabei sagen, um nicht direkt niedergemäht zu werden.

  2. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Lasse Bierstrom 07.07.23 - 19:49

    >Aber ich frage mich, ob wir das Klimasystem wirklich ausreichend gut verstehen, um hier langfristige Aussagen über die Zukunft zu treffen.
    Fraglich. Aber aktuell gibt uns die Tendenz recht.
    Ich hab einen Bericht gelesen, dass der April dieses Jahr eher "typisch schlecht" werden wird. Das war mitte März. Das war recht genau.
    Trotz aller Erkenntnis über Aerodynamik, die wirklich gut verstanden ist, werden weltweit überall Windtunnels betrieben. Und das obwohl man meinen sollte man wüsste wie es funktioniert? Da liegt man auch oft daneben...

    >Ist es nicht genauso möglich, dass es innerhalb des Klimasystems Rückkopplungen gibt, die ab einem bestimmten Punkt sogar eine gegenläufige Entwicklung des Klimas begünstigen?
    Das kann man nur hoffen. Denn die Funktionsweise von CO2 ist physikalisch klar umschrieben. Wir wissen, dass es zur Erwärmung führt.
    Was DANN passiert, wenn es warm ist, das können wir nicht wissen. Da gibt es beliebig viele Möglichkeiten.
    Aber die Hoffnung, dass es dann anders kommt, ist tollkühn.

    Wenn mitten im Monat die Kreditkarte bereits überzogen ist, und hofft dass der Lottoschein gewinnt, dann könnte man sagen, dass es ja auch ganz anders kommen könnte. Aber eventuell kommt auch ne andere Katastrophe, und die Bankschulden werden irrelevant.

    Wäre corona so schlimm geworden wie damals die Pest, ja, dann wäre Klima die kleinste Sorge gewesen. Dann wäre eventuell unser Ausstoß auch plötzlich geringer.

    Oder ein Meteorit trifft die Erde hart, oder der Vulkan unter dem Yellowstone bricht aus, oder...

  3. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: FutureEnergy 07.07.23 - 20:12

    MahatmaPech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um eins vorweg zu schicken: Ich bin weder ein Wissenschafts- noch ein
    > Klimaleugner. Die wissenschaftliche Methode ist definitiv die beste für
    > objektiven Erkenntnisgewinn. Angesichts der vielen modellbasierten
    > Vorhersagen, mit denen „die Wissenschaft“ (ich weiß, es gibt
    > nicht DIE Wissenschaft) regelmäßig daneben liegt, frage ich mich schon, wie
    > seriös wir die Entwicklung des globalen Klimas wirklich vorhersagen können,
    > wenn man bedenkt was für ein unglaublich komplexer Organismus dieses ist.
    > Wir können das Wetter kaum mehr als 3 Tage ohne erhebliche Unsicherheiten
    > modellieren.

    Wetter und Klima sind eben anders. Das ist ein bisschen wie beim Würfeln: Den nächsten Wurf kannst Du nicht voraussagen, aber das bei zwei Würfeln im Mittel in der Summe die sieben an häufigsten ist, kannst Du ziemlich gut ermitteln (um nicht zu sagen genau berechnen). Natürlich hast Du beim Klima nicht so genaue Aussagen wie beim Würfeln. Die Planeten Bewegungen sind ein anderes Beispiel: sehr gut berechenbar - ist Physik.

    Meines Wissens nach sind die Klima Modelle schon recht gut: Dass das ganze CO2 das System maßgeblich verändert und es deshalb nochmal wärmer wird, also ohne, ist wohl weithin akzeptiert - ist Physik.
    Und die Veränderung an sich ist das Probelm. Die Natur schafft es immer weniger, die schnellen Veränderungen zu puffern (Flora, Ozeane). Also gehen die Veränderungen schneller. Schneller als Evolution. Da kommen Flora und Fauna nicht mehr mit. Pflanzen nehmen ab, Erosion/Wüste nimmt zu.
    Und was Kipppunkte oder Rückkopplungen angeht: Das bekommen wir nur raus, wenn wir den Weg genauso weiter gehen und eben längst nicht genug machen. Was wahrscheinlich ist ist, dass es nach dem Kippen in der entsprechenden Dimension wohl kein oder lange kein zurück mehr gibt. Ob sich "erwärmende" (Permafrost taut aus, Grönländischer Eisschild schmilzt...) und "kühlende" (Golfstrom verändert sich [lokaler Abkühlung bei uns]) Kipppunkte abwechseln, weiß man am Ende nicht. Vermutlich sind es deutlich mehr erwärmende und die Wüstenbildung nimmt zu.

    Ich möchte das nicht rausbekommen.

    Und immer zu sagen "wir wissen es nicht 100ig!!" führt dazu, dass der Handlungsdrang abnimmt und nichts passiert, sondern lieber mehr "alles soll bleiben wie es ist und ich will weitermachen wie immer!!1!!" gewählt wird. AfD, Trump, Bolsonaro, Putin, Meloni, Wilders,Rassemblement National. Die CDU geht in eine ähnliche, populistische Richtung.
    Wenn wir dann wissen, dass einige Kipppunkte gekippt sind (wird man wohl erst im Nachhinein genauer wissen) dann ist es vielleicht zu spät. Dann leitet Angst die Entscheidungen. Also noch mehr AfD, Trump, Bolsonaro, Putin, Meloni, Wilders, Rassemblement National.

    Das sind dann die Kipppunkte der einzelnen Gesellschaften. Das ist das Ende der Vernunft. Das ist Ende der letzten Chance.

    > Wir können die kurzfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft,
    > einem System welches wir selbst erschaffen haben, nicht akkurat
    > vorhersagen. Kein Corona-Modell konnte den Pandemieverlauf realistisch
    > prognostizieren. Und die Sonnenuyklen offenbar auch nicht. Aber das Klima
    > können wir vorhersagen? Dass die klimatische Entwicklung in den letzten 100
    > Jahren abnormal ist, bestreite ich natürlich keineswegs. Aber ich frage
    > mich, ob wir das Klimasystem wirklich ausreichend gut verstehen, um hier
    > langfristige Aussagen über die Zukunft zu treffen. Ist es nicht genauso
    > möglich, dass es innerhalb des Klimasystems Rückkopplungen gibt, die ab
    > einem bestimmten Punkt sogar eine gegenläufige Entwicklung des Klimas
    > begünstigen?

    Siehe oben, man kann nur informierte Annahmen treffen. Aber die schnelle Veränderung ist eben unberechenbar und kann alles aus dem Gleichgewicht bringen, was unsere Evolution ermöglicht hat.

    > Wie gesagt, dass ist keine Wissenschaftsleugbung, sondern nur eine Frage
    > die ich mir als wissenschaftlicher Laie stelle. Das muss man ja
    > mittlerweile dabei sagen, um nicht direkt niedergemäht zu werden.

  4. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: lestard 07.07.23 - 23:34

    Richtig ist zwar, dass die meisten Klimamodelle sich regelmäßig verschätzen. Dummerweise aber fast immer zu unseren ungunsten. Die Realität stellt sich meistens als noch viel schlechter dar, als von Klimamodellen vorhergesagt. Die Erwärmung geht schneller als gedacht, die negativen Folgen kommen schneller als vorhergesagt. Im Großen und Ganzen waren die Prognosen mehrheitlich viel zu konservativ.

  5. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Donnerstag 08.07.23 - 06:46

    >> deshalb nochmal wärmer wird, also ohne, ist wohl weithin akzeptiert - ist Physik.

    Na ja unter der Prämisse wäre die Erde noch eine Scheibe - duck und weg...

  6. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: FutureEnergy 08.07.23 - 08:31

    Donnerstag schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >> deshalb nochmal wärmer wird, also ohne, ist wohl weithin akzeptiert -
    > ist Physik.
    >
    > Na ja unter der Prämisse wäre die Erde noch eine Scheibe - duck und weg...

    Verstehe ich nicht. Natürlich kann die Wissenschaft mal daneben liegen und ihre Erkenntnisse dann verändern. Das ist gut und wichtig. Es wird ja tatsächlich auch viel Quatsch publiziert, da reicht das simple peer Review nicht.Es sollte mehr Kontrollinstrumente geben, die die Erkenntnisse von allen Seiten beleuchten.
    Aber schlussendlich kennt niemand die echte "Wahrheit" zu 100%. Selbst Experten nicht. Denen traue ich aber trotzdem deutlich mehr als "AfD, Trump, Bolsonaro, Putin, Meloni, Wilders, Rassemblement National", die für komplexe Probleme ihre simplen Lösungen anbieten. Die Welt ist komplex. Es isi einfach unwahrscheinlich, dass sich die Dinge so einfach lösen lassen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.23 08:36 durch FutureEnergy.

  7. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: foobarJim 09.07.23 - 12:32

    MahatmaPech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber ich frage
    > mich, ob wir das Klimasystem wirklich ausreichend gut verstehen, um hier
    > langfristige Aussagen über die Zukunft zu treffen. Ist es nicht genauso
    > möglich, dass es innerhalb des Klimasystems Rückkopplungen gibt, die ab
    > einem bestimmten Punkt sogar eine gegenläufige Entwicklung des Klimas
    > begünstigen?

    Möglich wäre das. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Man kann halt nur auf der Basis arbeiten, die einem zur Verfügung steht. Und es ist durchaus korrekt, dass es während der Pandemie auch genügend Entscheidungen gab, die sich im Nachhinein als falsch herausstellten. Aber hinterher ist man halt immer schlauer und das Virus hätte sich auch in eine Richtung entwickeln können, dass es ansteckender und tödlicher wäre. Und man kann davon ausgehen, dass die populistischen Parteien dann die Regierung kritisiert hätten, das zuwenig getan wurde.

    Es ist ja auch nicht nur das Klima. Allgemein ist unser Resourcenverbrauch deutlich zu hoch. Es gibt Modelle die zeigen wie hoch der Resourcenumsatz eines Landes ist und da stehen die Erste-Welt-Länder halt nicht besonders gut da, wenn die erzeugten Resourcen schon innerhalb der ersten Jahreshälfte verbraucht sind. Und das sehe ich als einen guten Indikator. Man kann auch nicht ständig mehr Geld ausgeben als man hat. Irgendwann steht man vor einem Berg Schulden. Allerdings steht bei den Resourcen am Ende kein Schuldenerlass.

    Und gerade hier wundere ich mich über die konservativen Parteien, die ja beim Geld doch recht genau rechnen, dass am Ende nicht zuwenig für die Wohlhabenden übrig bleibt. Stellt man solche Rechnung aber bei Resourcen auf nennen sie das ideologisch.

  8. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: non_sense 10.07.23 - 08:15

    FutureEnergy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Donnerstag schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >> deshalb nochmal wärmer wird, also ohne, ist wohl weithin akzeptiert -
    > > ist Physik.
    > >
    > > Na ja unter der Prämisse wäre die Erde noch eine Scheibe - duck und
    > weg...
    >
    > Verstehe ich nicht. Natürlich kann die Wissenschaft mal daneben liegen und
    > ihre Erkenntnisse dann verändern.

    Die Wissenschaft lag bei der Kugelform der Erde aber nie daneben. Die Ansicht, es war damals wissenschaftlicher Konsens, dass die Erde eine Scheibe sei, gilt inzwischen als historisch widerlegt. Schon im antiken Griechenland war man sich über die Kugelform bewusst und es fanden auch Umfangsberechnungen statt. Es waren schon damals nur Kleingeister, die behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Allerdings hatten einige dieser Kleingeister zu viel Macht.

  9. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Ali_Abudabdamad 10.07.23 - 08:27

    Die Datengrundlage auf welcher die durchschnittlichen Temperaturen basieren ist miserabel. Dies gilt im kleinen wie im großen. Schaut wie sich die messtationen allein in Deutschland in der gesamten Zeit entwickelt haben. Neue kamen hinzu. Alte verschwanden. Standorte wechselten sich. (Sarkasmus aber damit kann man ja nicht die durchschnitts Temperatur manipulieren ;-) )Man zieht zum Klima auch gerne Proxy Daten hinzu. Diese Filtert Mann aber schon vorab, das nur noch die gewünschten Daten übrig bleiben. Und am Ende gibt es noch die "Modelle". Diese gehen kaum über 10 Variablen hinaus (wäre zu komplex und unvorhersehbar). Dazu sind die Algorithmen noch so angepasst das "bestimmte" Ergebnisse unwahrscheinlich sind. Zur not lässt man es so oft laufen bis das gewünschte Ergebnis erscheint.

    Das schlimme ist. Das man euch über die schwächen der "Wissenschaft" nicht aufklärt.

    Widerlegt mich ruhig.

    Und immer die Frage stellen. Wer verdient daran



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.23 08:31 durch Ali_Abudabdamad.

  10. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Potrimpo 10.07.23 - 08:47

    Ich will Dich gar nicht widerlegen.

    Schau mal nach, wie wirklich wissenschaftlich gearbeitet wird, selbst für Laien wie mich gut erklärt https://www.spektrum.de/kolumne/verwirrspiel-um-die-globale-mitteltemperatur/1548343

  11. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Potrimpo 10.07.23 - 09:19

    Klima ist nicht Wetter. Wie oft soll das noch jedesmals wiederholt werden, wenn es die Leute doch nicht wahrhaben wollen?

    Du erzählst davon, kein Klimaleugner zu sein, beziehst Dich aber auf - lokale - Wetterprognosen. Kommt mir vor wie Trump, der in einem Schneegebiet steht, und behauptet, es kann keine Klimaerwärmung geben, weil ja Schnee liegt, währenddessen daneben ein Hurrikane losgeht - daran sind dann die linken Kommunisten Schuld.

    Corona - Weltweit wurden, unterschiedliche, aber es wurden Maßnahmen getroffen, um das Geschehen zu reduzieren. Bei der Pest gab es, erst sehr spät, überhaupt eine. "Wir lagen vor Madagasgar...", woher kommt "Quarantäne"? Woher kommt "Infektionsschutz"? Lag natürlich an der "Weltregierung", dass der größte Teil der Welt, egal ob links-grün versifft, Mitte, liberal, royalistisch, diktatorisch, rechtsnational, Maßnahmen ergriffen hat, damit es eben nicht zu einer Pest-Situation gekommen ist, obwohl auch hier trotzdem Millionen von Menschen weltweit gestorben sind - diesbezüglich sind die wissenschaftlichen Prognosen eingetreten, gemildert um die Maßnahmen.

    Viren halten sich blöderweise, wie auch das Klima, nicht an nationale Grenzen.

    Man kann natürlich über Maßnahmen streiten, muss man aber nicht.

    Wie war das noch bei der AfD - Lockdown, aber nur für Ausländer. Wow. Danach: Öffnung, aber nur für Deutsche. Das ergibt super Sinn, weil Deutsche ja irgendwie anders sein sollen, womöglich weniger menschlich.

  12. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: non_sense 10.07.23 - 10:09

    Manchmal frage ich mich, ob Menschen die Wisschenschaftler wirklich für so dumm halten?
    Anders, als in der Verschwörungsszene, wo selbsternannte Experten mal ein Buch auskotzen und dann geglaubt wird, was dadrinnen steht, gehen seriöse Studien durch einen Review-Prozess und werden diskutiert, bevor sie veröffentlicht werden. Da würden dann Fehler auffallen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.23 10:18 durch non_sense.

  13. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: bananensaft 10.07.23 - 10:14

    MahatmaPech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um eins vorweg zu schicken: Ich bin weder ein Wissenschafts- noch ein
    > Klimaleugner. Die wissenschaftliche Methode ist definitiv die beste für
    > objektiven Erkenntnisgewinn. Angesichts der vielen modellbasierten
    > Vorhersagen, mit denen „die Wissenschaft“ (ich weiß, es gibt
    > nicht DIE Wissenschaft) regelmäßig daneben liegt, frage ich mich schon, wie
    > seriös wir die Entwicklung des globalen Klimas wirklich vorhersagen können,
    Eine Möglichkeit ist, dass man ein Klimamodell nimmt, die Daten von vor 80 Jahre eingibt und quasi die Vergangenheit vorwärts moduliert und schaut wie sehr sich das Modell mit der Realität deckt. Und wenn Modell A voll trifft und Modell B komplett daneben liegt, ist das zumindest mal ein guter Indikator. Und das wird auch gemacht und man sieht dann schon, dass die Modelle ganz gut liegen.
    Und kein wissenschaftliches Modell garantiert die daten sondern redet im Regelfall von Wahrscheinlichkeiten. Was man daraus macht, ist ein anderes Thema.

    > wenn man bedenkt was für ein unglaublich komplexer Organismus dieses ist.
    > Wir können das Wetter kaum mehr als 3 Tage ohne erhebliche Unsicherheiten
    Wetter ist nicht Klima und das Wetter an Deinem Heimatort vorherzusagen ist deutlich komplexer als die generelle Klimaentwicklung in Europa.

    > modellieren. Wir können die kurzfristige Entwicklung einer Volkswirtschaft,
    > einem System welches wir selbst erschaffen haben, nicht akkurat
    > vorhersagen. Kein Corona-Modell konnte den Pandemieverlauf realistisch
    > prognostizieren. Und die Sonnenuyklen offenbar auch nicht. Aber das Klima
    Naja, mit Corona ist so eine Sache. Es gab Modellverläufe und dann daraus resultierend dann Gegenmassnahmen. Die natürlich den berechneten Verlauf geändert haben. Und dann hat Deutschland das anderes gemacht als Frankreich als Schweden als die USA. Es wurde ja ständig die Lage aktiv geändert, dass kann man nicht vorhersagen, zumindest nicht mit unseren Mitteln. Freier Wille und so ;) Den hat das Klima aber nicht.

    > können wir vorhersagen? Dass die klimatische Entwicklung in den letzten 100
    > Jahren abnormal ist, bestreite ich natürlich keineswegs. Aber ich frage
    > mich, ob wir das Klimasystem wirklich ausreichend gut verstehen, um hier
    > langfristige Aussagen über die Zukunft zu treffen. Ist es nicht genauso
    > möglich, dass es innerhalb des Klimasystems Rückkopplungen gibt, die ab
    > einem bestimmten Punkt sogar eine gegenläufige Entwicklung des Klimas
    > begünstigen?
    Möglich ist viel. Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Wenn verschiedene Klimamodelle die Katastrophe vorhersagen, aber keines die von Dir erwähnten Rückkopplunge, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das es so kommt? Und wollen wir jetzt einfach lieber warten und hinterher die Toten beklagen oder vorbeugen und aktiv was tun? Ich meine, selbst wenn es zu der von Dir gewünschten Rückkopplung kommt und Umweltschutz aus der Sicht "umsonst" war. Ich kann kaum was schlechtes an "wir machen unseren Lebensraum schöner" erkennen. Weil, Klimaschutz/umweltschutz ist nix anderes.

    > Wie gesagt, dass ist keine Wissenschaftsleugbung, sondern nur eine Frage
    > die ich mir als wissenschaftlicher Laie stelle. Das muss man ja
    > mittlerweile dabei sagen, um nicht direkt niedergemäht zu werden.
    Mmh. Tatsächlich kommen sehr viele Wissenschaftsleugner genauso so daher. "Ich will ja nur fragen". Du kannst zu allen Deinen Fragen die Antworten im Netz finden. Unzählige Artikel beschäftigen sich damit. Eigeninitiative.

  14. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: bananensaft 10.07.23 - 10:19

    Ali_Abudabdamad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Datengrundlage auf welcher die durchschnittlichen Temperaturen basieren
    > ist miserabel. Dies gilt im kleinen wie im großen. Schaut wie sich die
    > messtationen allein in Deutschland in der gesamten Zeit entwickelt haben.
    > Neue kamen hinzu. Alte verschwanden. Standorte wechselten sich. (Sarkasmus
    > aber damit kann man ja nicht die durchschnitts Temperatur manipulieren ;-)
    > )Man zieht zum Klima auch gerne Proxy Daten hinzu. Diese Filtert Mann aber
    > schon vorab, das nur noch die gewünschten Daten übrig bleiben. Und am Ende
    > gibt es noch die "Modelle". Diese gehen kaum über 10 Variablen hinaus (wäre
    > zu komplex und unvorhersehbar). Dazu sind die Algorithmen noch so angepasst
    > das "bestimmte" Ergebnisse unwahrscheinlich sind. Zur not lässt man es so
    > oft laufen bis das gewünschte Ergebnis erscheint.
    >
    > Das schlimme ist. Das man euch über die schwächen der "Wissenschaft" nicht
    > aufklärt.
    doch, natürlich. Wenn man sich länger als 5 Minuten damit beschäftigt, weiss man das Wissenschaft nie behauptet allwissend und garantiert gültig zu sein. Das macht gerne die Presse daraus oder auch die Politik, weil diese gerne eindeutige Aussagen haben will. Und ggf. auch einfach benötigt, für Gesetze, Handlungen und so.

    > Widerlegt mich ruhig.
    warum sollte man sich die Mühe machen und jemanden der gar nicht widerlegt werden will, zu widerlegen? Es ist mühsam sich ständig an denselben Leuten abzuarbeiten, die eigentlich gar nix lernen wollen. Von dem, geh deiner Wege, ich gehe meine und gut ist.

    > Und immer die Frage stellen. Wer verdient daran
    Im Regelfall die fossile Industrie, die entsprechende Studien zurückhält, weil sie am Status Quo extrem gut verdient.

  15. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Teeklee 10.07.23 - 10:55

    bananensaft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ali_Abudabdamad schrieb:
    > --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und immer die Frage stellen. Wer verdient daran
    > Im Regelfall die fossile Industrie, die entsprechende Studien zurückhält,
    > weil sie am Status Quo extrem gut verdient.

    Exakt, die Ölindustrie wusste von den negativen Klimaeffekten nachweislich bereits seit den 70er und 80er Jahren, aber trotzdem wurde/wird da massiv Lobbyarbeit betrieben, um diese Erkenntnisse vor der Allgemeinheit zu verschleiern oder zu diskreditieren.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.23 10:57 durch Teeklee.

  16. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: gadthrawn 10.07.23 - 12:18

    Lasse Bierstrom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann man nur hoffen. Denn die Funktionsweise von CO2 ist physikalisch
    > klar umschrieben. Wir wissen, dass es zur Erwärmung führt.
    >
    > Wäre corona so schlimm geworden wie damals die Pest, ja, dann wäre Klima
    > die kleinste Sorge gewesen. Dann wäre eventuell unser Ausstoß auch
    > plötzlich geringer.

    Argsl. Gerade die beiden Sachen zusammen zeigen aber fehlendes Verständnis. Als während Corona weniger Feinstaub produziert wurde, wurde es trotz weniger CO2 schneller wärmer... Die Partikel zum Bremsen der Sonenneinstrahlung fehlten.

  17. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Clown 10.07.23 - 12:22

    Ali_Abudabdamad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Widerlegt mich ruhig.

    [climate.nasa.gov]
    [skepticalscience.com]

    > Und immer die Frage stellen. Wer verdient daran

    Wer verdient denn nun daran?

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

  18. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Mandrake 10.07.23 - 15:13

    man hat heute zugriff auf viele informationsquellen was früher nicht möglich war. da man auch heute viel mehr weis wie was funktioniert suchen einige menschen eine einfache antwort die schlüssig für sie erscheint. da aber eine einfache antwort meistens nicht der wahrheit entspricht spielt für solche menschen keine rolle.
    da die korrekte antwort meistens aus meheren bereiche der forschung, politik oder was auch immer für ein bereich verknüpft sind kann man es wieder nicht erklären da solche menschen es nicht verstehen können oder wollen.

  19. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: ufo70 10.07.23 - 22:14

    MahatmaPech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie gesagt, dass ist keine Wissenschaftsleugbung, sondern nur eine Frage
    > die ich mir als wissenschaftlicher Laie stelle. Das muss man ja
    > mittlerweile dabei sagen, um nicht direkt niedergemäht zu werden.

    Ist leider schon lange so. Man kann in Foren kaum noch offen und frei just 4 fun diskutieren, weil es immer welche gibt, die einen gleich in irgendwelche Schubladen stecken wollen und persönlich werden.

    Topic: Auf (detaillierte) Prognosen und Wahrscheinlichkeiten gebe ich schon lange nicht mehr viel. Zu oft liegen sie weit daneben. Nicht nur beim Wetterbericht. ;)

    Ob Wirtschaftsanalysten irgendwelche Zahlen vorhersagen, Archäologen die Vergangenheit beschreiben oder Astronomen versuchen das Universum zu verstehen, die Ergebnisse werden ständig revidiert. Ja, so funktioniert Wissenschaft oft, man muss sich nähern. Mich stört, dass deren Vermutungen oft als Fakt verkauft werden.

    Gerade beim Thema Klimawandel sieht man das gut. Im Ganzen ist der menschengemachte Klimawandel erwiesen. Aber in den letzten Jahrzehnten gab es ständig neue Prognosen von Anstieg und Zeit. Bei Grenzen und Kipppunkten im Zehntel Grad Bereich kann man die Vorhersagen der unzähligen Forschergruppen daher schlicht ignorieren.

  20. Re: Wissenschaftliche Prognosen

    Autor: Clown 11.07.23 - 07:33

    Das stimmt natürlich.
    So oder so: Wer etwas lernen will, wird um das Lesen kaum drum herum kommen.

    If they have to advertise it, you either don't need it or it's crap.

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