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Vergleich Äpfel mit Birnen?

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  1. Vergleich Äpfel mit Birnen?

    Autor: Melkor 08.01.16 - 12:49

    Aus meiner Sicht wird hier doch zwei komplett verschiedene Nutzungskonzepte verglichen:
    - nämlich ein Orbiter (SpaceShuttle) der bewusst so gebaut wurde, dass er eine Besatzung mitnehmen (u.a. für bemannte Missionen für die großen Raumstationen) und darüberhinaus Module u.a. zur Reparatur etc. mitführen kann (Multi-Purpose quasi)
    - andererseits eine einfache Rakete zur Nutzlastbeförderung, deren Besonderheit ist, dass sie Landen kann

    Sprich, allein von den Zielen her, kann man die Systeme und die daraus abzuleitende Komplexität nicht miteinander vergleichen. Immerhin sind vom Autor genannten Probleme ja oftmals dadurch entstanden, dass hier Nischenprobleme (Personenbeförderung/Reparatur/Experimente...) gelöst werden sollten und eben nicht ein einzelner Massenmarkt bedient werden sollte.
    Es ist ein Vergleich Spezialist gegen Massenmarkt - und das gewinnt auf der Kostenseite quasi immer der wo den Massenmarkt bedient.

    Deshalb wäre jetzt die spannende Frage gwesen, wie schaut das Ganze aus, wenn SPaceX irgendwann mal Personen befördert (Dargon v2)? Der Ausblick wäre noch eine nette Ergänzung gewesen ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.01.16 12:52 durch Melkor.

  2. Re: Vergleich Äpfel mit Birnen?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 08.01.16 - 13:02

    Das Space Shuttle sollte den Massenmarkt bedienen. Das war ja der Witz. Es sollte billiger als alles andere sein. Es sollte alle anderen Raketen in den USA ersetzen - das wurde sogar per Gesetz festgelegt. Es ist nur so, dass man sich von diesen Zielen irgendwann verabschiedet hat. (Als die Realität zu viele Konflikte mit den Plänenn erzeugte.)

    Das sorgte dann für einige peinliche Momente, als nach dem Challenger Unglück feststand, dass das Space Shuttle niemals die geplanten Startraten erreichen würde. Daraufhin hat man eilig die Atlas II und die Delta II entwickelt und das EELV Programm aufgesetzt (Evolved Expendable Launch Vehicles), aus dem dann die Delta IV und Atlas V entstanden. Denn die alten Vorgängerrakete hatte man nicht mehr gebaut.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  3. Re: Vergleich Äpfel mit Birnen?

    Autor: Kleine Schildkröte 08.01.16 - 13:08

    Melkor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus meiner Sicht wird hier doch zwei komplett verschiedene Nutzungskonzepte
    > verglichen:
    > - nämlich ein Orbiter (SpaceShuttle) der bewusst so gebaut wurde, dass er
    > eine Besatzung mitnehmen (u.a. für bemannte Missionen für die großen
    > Raumstationen) und darüberhinaus Module u.a. zur Reparatur etc. mitführen
    > kann (Multi-Purpose quasi)
    > - andererseits eine einfache Rakete zur Nutzlastbeförderung, deren
    > Besonderheit ist, dass sie Landen kann

    Wurde im Artikel genau so angesprochen. Es wurde klar zwischen Äpfeln und Birnen unterschieden. Es ging um die Unterschiede und hier die Machbarkeit aufzuzeigen.

    >
    > Sprich, allein von den Zielen her, kann man die Systeme und die daraus
    > abzuleitende Komplexität nicht miteinander vergleichen. Immerhin sind vom
    > Autor genannten Probleme ja oftmals dadurch entstanden, dass hier
    > Nischenprobleme (Personenbeförderung/Reparatur/Experimente...) gelöst
    > werden sollten und eben nicht ein einzelner Massenmarkt bedient werden
    > sollte.
    > Es ist ein Vergleich Spezialist gegen Massenmarkt - und das gewinnt auf der
    > Kostenseite quasi immer der wo den Massenmarkt bedient.

    Das Problem bei deiner Betrachtung ist aber, dass es für spätere Versionen vorgesehen ist, Menschen in der ersten Stufe mitzunehmen. Diese landet dann aber am Fallschirm.

    > Deshalb wäre jetzt die spannende Frage gwesen, wie schaut das Ganze aus,
    > wenn SPaceX irgendwann mal Personen befördert (Dargon v2)? Der Ausblick
    > wäre noch eine nette Ergänzung gewesen ;)

    Da hast du sicherlich Recht, die Frage ist aber ob die notwendigen Informationen schon verfügbar sind.

    Die Sojuskapseln hatten übrigens über 7 Tonnen Startgewicht (http://www.bernd-leitenberger.de/sojus-raumschiff.shtml). Da wir heute andere Materialien haben und
    die Missionscharakterisitiken anders sind, hat die Dragen V2 nur 4 Tonnen Gewicht und kann 7 Besatzungsmitglieder transportieren. Bei den 4 Tonnen stellt sich jedoch die Frage, ob es sich dabei nur um die Kapsel oder auch das Begleit(Service-)modul einschließt.

    Da die Dragon auch in einer Frachtversion Verwendung finden soll, wird sich auch die Lernkurve gut ausnehmen, bevor Menschen transportiert werden.

    Ich bin sowieso der Meinung wir sollten für die Raumfahrt eine Version von uns Menschen 'züchten', die bei 120cm nicht die Probleme der Zwergenmutation aufweisen. Aber auf mich hört wieder keiner :-).

  4. Re: Vergleich Äpfel mit Birnen?

    Autor: Bujin 08.01.16 - 13:10

    An der Rakete ändert das nicht weil Dragon V2 im Gegensatz zum Shuttle einen Fluchtmechanismus besitzt. Dragon V2 kann sich wegkatapultieren und die Besatzung retten falls etwas schief läuft. Das konnte das Shuttle nicht. Es wäre in 1000 Teile zerfallen hätte es sich in der Atmosphäre getrennt. Die einzige Möglichkeit die Mission abzubrechen gab es erst im All. Das Shuttle hätte sich samt Tank umgedreht und würde dann zurück in Richtung Startplatz beschleunigen. Das Manöver ist allerdings niemals zum Einsatz gekommen.

    Dragon V2 Pad Abort: [youtu.be]

    Ein System das Menschen ins All bringen soll, ohne irgendeinen Fluchtmechanismus zu besitzen, kann meiner Meinung nach nicht wirtschaftlich sein weil man einfach zu viele Dinge im Auge haben muss. Bei einer Falcon 9.x geht es dabei nur um Geld wenn man eine verliert.

    Viele kennen die ganzen spektakulären Explosionen und fürchten deshalb die Raumfahrt. Das Ding ist aber dass die meisten - wenn nicht sogar alle - Explosionen künstlich herbeigerufen werden, um die Rakete wegen einer Fehlfunktion zu zerstören. Dazu sind rum um die Tanks Strengkörper angebracht. Nichts geht von jetzt auf gleich kaputt. Sensoren messen lange vorher Anomalien wie Vibrationen usw. so dass immer genug Zeit ist die Crew zu retten. Erst danach wird die Rakete gesprengt.

  5. Re: Vergleich Äpfel mit Birnen?

    Autor: Peter(TOO) 12.01.16 - 12:58

    Wie Frank geschrieben hat, sollte das Shuttle ALLES ersetzen. Ursprünglich war geplant, dass alle 1-2 Wochen ein Start erfolgt.
    Es sollte Anfänglich auch die Geostationäre Umlaufbahn erreichen um auch defekte Satelliten zu reparieren oder zur Erde zurück zu bringen. Aus den 38'000km wurde dann ein Orbit von 200-400km, je nach Zuladung.

    Anfänglich war auch, wie bis dahin in der bemannten Raumfahrt üblich, ein Rettungssystem für den Start geplant, mit welchem im Notfall ein Teil des Cockpits mit der Besatzung abgesprengt worden wäre und an einem Fallschirm landen sollte.
    Aus Gewichts und Kostengründen, wurde dies dann aber aufgeben. Meines Wissens, war das Shuttle das einzige bemannte Raumfahrzeug ohne Rettungssystem in der Raumfahrtgeschichte.

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