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Webb ersetzt Hubble nicht wirklich...

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  1. Webb ersetzt Hubble nicht wirklich...

    Autor: JouMxyzptlk 25.12.19 - 14:38

    Das James Webb Teleskop ist für Infrarot gebaut, und "landet" in L2 von Erde-Sonne.
    L2 deshalb um den Erdschatten als Abschirmung gegen die Sonne nutzen zu können, um so noch empfindlicher für die diversen Infrarotbereiche zu sein.
    Sichtbare Licht interessiert das Webb Telescope nicht die Bohne.

    In der Zwischenzeit haben die Erdgebundenen Teleskope mit dem Lasertrick stark aufgeholt und könnten Hubble bald überflüssig machen - bis auf ein paar Wellenlängen welche von der Atmosphäre geschluckt werden.
    Bin gespannt wann die Erdgebundenen z.B.: den Planeten Pluto besser auflösen können als Hubble. Pluto ist mit Hubble aktuell rund 22 Pixel groß.
    https://planetary.s3.amazonaws.com/assets/images/z_changeover/pluto_fifth_moon_hubble_annotated_hs-2012-32-c.jpg
    Und 1996 waren es gerade mal runf 12 Pixel.
    https://www.jpl.nasa.gov/spaceimages/details.php?id=PIA00825

    Ultra HD ist LOW RES! 8K bis 16K sind mein Metier.

  2. Re: Webb ersetzt Hubble nicht wirklich...

    Autor: GwhE 25.12.19 - 15:09

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das James Webb Teleskop ist für Infrarot gebaut, und "landet" in L2 von
    > Erde-Sonne.
    > L2 deshalb um den Erdschatten als Abschirmung gegen die Sonne nutzen zu
    > können, um so noch empfindlicher für die diversen Infrarotbereiche zu
    > sein.
    > Sichtbare Licht interessiert das Webb Telescope nicht die Bohne.

    Wenn das sichtbare Licht aber ein paar mil y durch das universum fliegt, wird die frequenz ins rote verschoben :P

    > In der Zwischenzeit haben die Erdgebundenen Teleskope mit dem Lasertrick
    > stark aufgeholt und könnten Hubble bald überflüssig machen - bis auf ein
    > paar Wellenlängen welche von der Atmosphäre geschluckt werden.
    > Bin gespannt wann die Erdgebundenen z.B.: den Planeten Pluto besser
    > auflösen können als Hubble. Pluto ist mit Hubble aktuell rund 22 Pixel
    > groß.
    > planetary.s3.amazonaws.com
    > Und 1996 waren es gerade mal runf 12 Pixel.
    > www.jpl.nasa.gov

    Bin kein experte aber dabei geht es um linsen die die atmospherische schwankungen ausgleichen. Das ganze funktioniert "leider" auch anderst herum und ist damit perfekt für spionage satelliten. Und deshalb eine schlüssel technologie, welche sagen wir es mal so nicht so gerne geteilt wird. Ohne diesen fakt wären die boden teleskope schon heute besser als huble.

  3. Re: Webb ersetzt Hubble nicht wirklich...

    Autor: JouMxyzptlk 25.12.19 - 15:29

    GwhE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn das sichtbare Licht aber ein paar mil y durch das universum fliegt,
    > wird die frequenz ins rote verschoben :P

    Korrekt erkannt. Darauf ziel das Webb.

    > Bin kein experte aber dabei geht es um linsen die die atmospherische
    > schwankungen ausgleichen.

    Nicht die Linsen, sondern die Spiegel werden verformt.

    > Das ganze funktioniert "leider" auch anderst
    > herum und ist damit perfekt für spionage satelliten.

    Naaa, das ist Paranoia dass für die Spionage Technik zurückgehalten wird. Es hängt hauptsächlich davon ab wie hoch der Satellit fliegt. Ein Flugzeug in 15+ km Höhe ist billiger und macht bessere Bilder, so wird das bei den Regionen gemacht wo es nötig ist.
    Edit: Und bei nicht militärischen reicht ein normale Flugzeug in ein paar hundert Metern Höhe. Schau mal in Google Earth auf Stuttgart oder eine andere deutsche Großstadt. Oder London / New York etc.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.12.19 15:31 durch JouMxyzptlk.

  4. Re: Webb ersetzt Hubble nicht wirklich...

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 25.12.19 - 16:53

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Zwischenzeit haben die Erdgebundenen Teleskope mit dem Lasertrick
    > stark aufgeholt und könnten Hubble bald überflüssig machen - bis auf ein
    > paar Wellenlängen welche von der Atmosphäre geschluckt werden.

    Das stimmt so nicht, hatte ich damals in diesem Artikel erklärt:
    https://www.golem.de/news/weltraumteleskop-2-5-gigapixel-fuer-ein-bild-des-universums-1808-136156-2.html

    Denn die adaptive Optik funktioniert eben nur sehr begenzt. Ein Bild von Uranus, Neptun oder Pluto zu machen geht damit und wird auch gerne zu Demonstrationszwecken getan. Dabei wären Mars, Jupiter und Saturn viel schönere Objekte ... aber leider schon zu groß, um sie in den korrigierten Bereich der Opitk hinein zu bekommen. Die Turbulenz kann wirklich nur auf wenigen Bogensekunden ausgeglichen werden und selbst das gilt nur für die Geometrie.

    Sobald es darum geht Helligkeiten zu messen, hat man keine Chance zu wissen, wieviel Licht in der Atmosphäre verloren geht. Genau deshalb hat man so winzige Weltraumteleskope wie CHEOPS (30cm), TESS (10cm) oder (demnächst) PLATO (12cm) gebaut, einfach weil die Atmosphäre so sehr stört.

    Und natürlich gibt es das Problem der Himmelsdurchmusterungen (wie in dem genannten Artikel), wenn man den gesamten Himmel mit hoher Auflösung abbilden möchte - und das möglichst mehrfach und in kurzen Abständen. Das geht nicht, wenn man immer nur nadelkopfgroße Teile des Himmel mit viel Aufwand in hoher Auflösung abbilden kann.

    Und nebenbei gesagt: JWST kommt bis auf Wellenlängen von 0,6 Mikrometer - das ist schon sichtbares, rot-oranges Licht. Nur eben nicht bis auf 0,22 Mikrometer, wie Hubble.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.12.19 16:59 durch Frank Wunderlich-Pfeiffer.

  5. Re: Webb ersetzt Hubble nicht wirklich...

    Autor: GwhE 26.12.19 - 15:11

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JouMxyzptlk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In der Zwischenzeit haben die Erdgebundenen Teleskope mit dem Lasertrick
    > > stark aufgeholt und könnten Hubble bald überflüssig machen - bis auf ein
    > > paar Wellenlängen welche von der Atmosphäre geschluckt werden.
    >
    > Das stimmt so nicht, hatte ich damals in diesem Artikel erklärt:
    > www.golem.de
    >
    > Denn die adaptive Optik funktioniert eben nur sehr begenzt. Ein Bild von
    > Uranus, Neptun oder Pluto zu machen geht damit und wird auch gerne zu
    > Demonstrationszwecken getan. Dabei wären Mars, Jupiter und Saturn viel
    > schönere Objekte ... aber leider schon zu groß, um sie in den korrigierten
    > Bereich der Opitk hinein zu bekommen. Die Turbulenz kann wirklich nur auf
    > wenigen Bogensekunden ausgeglichen werden und selbst das gilt nur für die
    > Geometrie.
    >
    > Sobald es darum geht Helligkeiten zu messen, hat man keine Chance zu
    > wissen, wieviel Licht in der Atmosphäre verloren geht. Genau deshalb hat
    > man so winzige Weltraumteleskope wie CHEOPS (30cm), TESS (10cm) oder
    > (demnächst) PLATO (12cm) gebaut, einfach weil die Atmosphäre so sehr
    > stört.
    >
    > Und natürlich gibt es das Problem der Himmelsdurchmusterungen (wie in dem
    > genannten Artikel), wenn man den gesamten Himmel mit hoher Auflösung
    > abbilden möchte - und das möglichst mehrfach und in kurzen Abständen. Das
    > geht nicht, wenn man immer nur nadelkopfgroße Teile des Himmel mit viel
    > Aufwand in hoher Auflösung abbilden

    Aber genau deswegen baut man ja große spiegel, damit man "kleinere" bzw weiter entfernte objekt beobachten kann. Und Hubble hätte man sich sparen können, wenn man die neuste technik benutzt hätte. Persönlich finde ich Hubble auch gut, aber im nachhinein betrachtet war es viel zu teuer und hat viele andere projekte gekostet.

    Und ja die alternative sind kleinere spezial Experimente, wie die oben erwähnten. Genauso wie Große spiegel auf der Erde. Was in der summe billiger und besser ist.

    Und dann noch was zum Paranoia vorwurf, ich weiß aus sicherer Quelle das die chinesen damals angeboten haben AMS ins All zu bringen, die Amis es aber verboten haben weil sie nicht wollten das die Chinesen an diese technik kommen (da ging es aber um die subrraleitenden Magneten).

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