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Bei den Preisen kein Wunder

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  1. Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Schattenwerk 06.08.15 - 08:54

    In Deutschland funktioniert so ein System wie in den USA nicht so easy. Immerhin soll man im Monat 400 Euro auf den Tisch legen und das ist nun einmal, für jemanden nach der Schule, nicht stemmbar.

    Wir reden hier immerhin von Schülern und nicht von Erwerbstätigen, welche es per Teilzeitstudium neben der Arbeit machen und ein festes Einkommen haben.

    In den tollen Broschüren werden dann Kredite empfohlen, doch wie soll jmd. diese nach der Schule bekommen? Dadurch war in meinen Augen das System schon immer zum scheitern verurteilt.

    Wobei mich schon immer viel mehr gestört hat, dass ich nie wirklich erkennen konnte, die jeweilige Institution auch Qualität liefert und ob es am Ende nicht einfach nur so ein hohler Schein irgendeiner Fake-Institution ist, wie es sie im Web doch so oft gibt.

    Wer garantiert Qualität? Keiner. Somit blieb der Eindruck: 400 Euro im Monat für etwas, wo ich nicht einmal weiß, ob man mir Scheiße andrehen will.

  2. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: RedShirt 06.08.15 - 09:03

    Also ich habe z.B. einen dieser Bildungskredite in Anspruch nehmen müssen (KfW-Bank), da ich eine private Einrichtung besucht habe. Da gab es keine Probleme als junger Mensch. Zinsen und Tilgungsraten sind extrem niedrig. Man sollte natürlich mit so einem Vorhaben nicht zur nächsten Ortssparkasse rennen. Die drehen dir gerne mal einen Strick.

  3. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Schattenwerk 06.08.15 - 09:10

    Die einzige Chance sehe ich hier nur mit der KfW, da diese noch die besten Konditionen haben - auch was Rückzahlungen an geht (meine Meinung).

    Jedoch geht dann fast deine maximale Summe für den monatlichen Beitrag drauf. Du hast davon noch keine Wohnung (ggf. muss man umziehen), Lebensmittel, Kleidung, Arbeitsmaterial, etc.

  4. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Anonymer Nutzer 06.08.15 - 09:18

    GA hat sich auch nur für Leute gelohnt die es auch ohne GA geschaft hätten.

    Ist mein Eindruck als ex GAler.

  5. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: non_sense 06.08.15 - 09:18

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die einzige Chance sehe ich hier nur mit der KfW, da diese noch die besten
    > Konditionen haben - auch was Rückzahlungen an geht (meine Meinung).

    Das liegt auch daran, da die KfW eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist. Die Bundesrepublik Deutschland (sprich der Steuerzahler) haftet für diese Kredite.

  6. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: RedShirt 06.08.15 - 09:19

    Davon kann ich ein Lied singen, aber so ein Bildungskredit hilft schon sehr. Musste mich deswegen auch mit Nebenjobs und Wochenendjobs über Wasser halten. Sowas kann dir aber auch in einem normalen Studium mit BAföG passieren. Aber so ist das nunmal in Deutschland. Die pauschale Aussage der Politik, Bildung kostet in Deutschland nix, stimmt einfach hinten und vorne nicht. ;-)

  7. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: divStar 06.08.15 - 09:34

    Ja - das finde ich auch lustig. Jemand, der sich Bildung leisten kann (und ich meine damit nicht sich die Bild-Zeitung leisten zu können :D ), der hat auf jeden Fall sehr viel mehr Chancen und Möglichkeiten im Leben. Das war schon immer so, ist so und wird wohl immer so bleiben. Die Politik sieht darüber hinweg, denn tun können sie kaum etwas und selbst wenn wage ich zu bezweifeln, dass sie es tun würden. Ungebildeter Mob ist einfacher im Zaum zu halten.

  8. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 06.08.15 - 09:38

    400 Euro im Monat bzw. ca. 5000 EUR / Jahr ist doch nicht viel. Wenn das für dich viel ist, möchte ich deinen Kühlschrank nicht von innen sehen.

    Interessant, dass du aber die USA erwähnst. Dort investiert man finanziell gesehen nämlich für ein Studium durchaus eine Doppelhaushälfte. Das Problem ist gerade das in Deutschland viele meinen das Bildung für umsonst sein müsste. Warum sollte das so sein? Verdient man nach einem Studium denn nicht überdurchschnittlich? Wieso sollen Maurer und LKW-Fahrer den Sponsor für dich machen? Übrigens: Studienkredite gibt es bei uns auch! Bei den derzeitigen Zinsen ist das überhaupt kein Problem. Zumal man die 4 x 5.000 EUR bis zum Ende des Studiums spätestens mit dem dritten Jahresgehalt zurückzahlen können sollte. Wenn nicht hat man was falsch gemacht. Aber das geht natürlich nur wenn man nicht schon als Schüler -20k für Handyrechnungen, Ikea und "Hauptsache Urlaub an der Sonne" auf dem Konto hat.

    "Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.15 09:39 durch DerVorhangZuUndAlleFragenOffen.

  9. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Muhaha 06.08.15 - 09:44

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem
    > ist gerade das in Deutschland viele meinen das Bildung für umsonst sein
    > müsste. Warum sollte das so sein?

    Weil es z.B. dabei hilft dass auch talentierte Kinder von Leuten, die normalerweise nur als Maurer und LKW-Fahrer arbeiten, die gleiche Chance auf Bildung haben, wie die mißratenen Kinder von Apothekern und Anwälten :)

    Und je mehr Leute es mit entsprechender Qualifikation gibt, desto hochwertiger kann die Arbeit sein, die sie abliefern. Was volkswirtschaftlich langfristig sehr sinnvoll ist. Ein Staat, der nichts oder zu wenig in Bildung investiert, wird sich langfristig irgendwo weit abgeschlagen am Ende des Feldes wiederfinden, während der Braindrain junger begabter Menschen ins Ausland massiv anhält.

    Aber gut, wer nur kurzfristig auf "MEINE STEUERN!!!" achtet, den muss das natürlich nicht interessieren.

  10. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: bernd71 06.08.15 - 09:58

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 400 Euro im Monat bzw. ca. 5000 EUR / Jahr ist doch nicht viel. Wenn das
    > für dich viel ist, möchte ich deinen Kühlschrank nicht von innen sehen.
    >
    > Interessant, dass du aber die USA erwähnst. Dort investiert man finanziell
    > gesehen nämlich für ein Studium durchaus eine Doppelhaushälfte. Das Problem
    > ist gerade das in Deutschland viele meinen das Bildung für umsonst sein
    > müsste. Warum sollte das so sein? Verdient man nach einem Studium denn
    > nicht überdurchschnittlich? Wieso sollen Maurer und LKW-Fahrer den Sponsor
    > für dich machen? Übrigens: Studienkredite gibt es bei uns auch! Bei den
    > derzeitigen Zinsen ist das überhaupt kein Problem. Zumal man die 4 x 5.000
    > EUR bis zum Ende des Studiums spätestens mit dem dritten Jahresgehalt
    > zurückzahlen können sollte. Wenn nicht hat man was falsch gemacht. Aber das
    > geht natürlich nur wenn man nicht schon als Schüler -20k für
    > Handyrechnungen, Ikea und "Hauptsache Urlaub an der Sonne" auf dem Konto
    > hat.

    Das amerikanische System ist es wirklich Wert zu übernehmen. Dann hat das Finanzsystem wieder neue Opfer die sie ausnehmen kann.
    https://www.youtube.com/watch?v=P8pjd1QEA0c

  11. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Sinnfrei 06.08.15 - 10:20

    Das ist eigentlich fast immer und überall so. Echtes Talent braucht keinen Schein um das zu beweisen. Solide Grundlagen können allerdings natürlich niemals schaden.

    __________________
    ...

  12. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Schattenwerk 06.08.15 - 10:25

    Das amerikanische System lässt es aber auch zu, dass du dir Geld für dein Studium leihen kannst.

    In Deutschland erhälst du Bafög (wenn du Glück hast), max. 630 Euro von der KfW und sonst eigentlich nix seriöses. Banken geben dafür kein Geld, weil sie keine Sicherheit haben.

    In den USA ist das anders. Dort ist es normal für ein Studium ein Kredit zu haben, die Banken geben Geld. Hier könntest du so etwas wegen dem Denken der Leute nicht machen.

    Und dank unserer tollen Schufa, hast du dann verschuldet ggf. sogar Probleme mit manchen Jobs, welche dir ein Background-Check aufs Auge drücken. So etwas gibt es ggf. auch.

    Außerdem: Das System in den USA ist ebenfalls nicht gut. Auf ZEIT Campus war dazu ein netter Artikel.

  13. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Niaxa 06.08.15 - 10:34

    Hast du dir schon mal andere Studiengänge angesehen was die so kosten? Ich glaube nicht... Sonst würdest hier nicht wegen 400 ¤ jammern.

  14. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: non_sense 06.08.15 - 10:39

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast du dir schon mal andere Studiengänge angesehen was die so kosten? Ich
    > glaube nicht... Sonst würdest hier nicht wegen 400 ¤ jammern.

    Ich hab 800 ¤ pro Semester bezahlt.
    Da ist 400 ¤ monatlich schon eine ganz andere Hausnummer.

  15. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: markward 06.08.15 - 10:44

    Ich fand das ganz interessant zum Thema Studienkredite in den USA:

    Last Week Tonight with John Oliver: Student Debt (HBO)
    https://www.youtube.com/watch?v=P8pjd1QEA0c

  16. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: theonlyone 06.08.15 - 10:47

    Grundlegend geht man auch davon aus das jemand der praktisch mit der 10ten Klasse ausgelernt hat, direkt in die Ausbildung geht. Mit ~20 sollte jemand da schon richtig im berufsleben angekommen sein.

    Wer studiert, der wird erstmal deutlich länger für seine Schullaufbahn brauchen. Gut und gerne bedeutet das, mit ~27 ist man mit seinem Studium fertig (Bachelor + Master , früher kam Wehrdienst dazu bei Männern) ; muss man dann erstmal seine Studien-Schulden abzahlen ist man praktisch 10 Jahre ohne nennenswertes Gehalt unterwegs und erst dann, verdient man "hoffentlich" mehr als jemand ohne Studium.

    Sich für so einen langen Schulweg zu entscheiden ist also durchaus eine Investition in die Zukunft, scheitert man damit ist das ein Kostengrab ; vor allem weil es genügend Studiengänge gibt die sich auch danach nicht wirklich rechnen (alles mit Sprachen, Geschichte, Kunst etc. pp. da muss man schon überraus talentiert sein, oder einen der vergleichweiße wenigen guten Jobs erwischen das man da wirklich was von hat) ; wer so etwas studiert macht das demnach aus Überzeugung, oder landet dann doch in völlig anderen Jobs, einfach weil es nicht anders geht.
    *Programmierer sind sehr oft auch gar keine Informatiker, sondern Mathematiker oder Physiker die eben auch privat mal was programmieren. Den reinen "Coder" gibt es auch durch Ausbildung, da braucht es kein Studium für, gerade wenn man sich seine Qualifikation im reinen programmieren sowieso extern durch Zertifikate und gezielte Fortbildung in eben dem Umfeld holen muss in dem man dann arbeiten möchte.

    Studium ist in der Tat breit angelegt. Die sehr spezialisierten Studiengänge erscheinen mir sowieos nicht sinnvoll, den damit bedient man einen viel zu kleinen Bereich ; durch Wahlfächer und seine Abschlußarbeit muss man sich ja so oder so auf einen Bereich ganz besonders einschießen.

    ----

    DerVorhangZuUndAlleFragenOffen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem
    > ist gerade das in Deutschland viele meinen das Bildung für umsonst sein
    > müsste. Warum sollte das so sein?

    Umso gebildeter ein Mensch ist umso effektiver kann man arbeiten. Dabei spielt es garkeine Rolle was man am Ende macht, alles was hilft deine Intelligenz besser einzusetzen oder dir hilft strukturierter zu denken wird dich effizienter arbeiten lassen.

    Den Bildungsweg dadurch zu erschweren und teilweiße komplett zu verbauen indem man die Kosten hochtreibt ist absolut kontraproduktiv und führt nur zu billigen Arbeitskräften, die Qualitativ aber weniger leisten.

    Als Bevölkerung ist es einfach ein Mehrwert, wenn es jedem ermöglicht wird zu studieren was ihm/ihr zusagt ; gerade um keine Talente zu verlieren, denen man einfach nie die Chance gegeben hat.

    Amerika hat da absolute Probleme was das angeht, da sie sich ja auch an den Britischen "elite" Schulen orientieren und da lieber alles privat und mit immensen Kosten versehen, was letztlich eine ziemlich perverse Schichten-Bildung erzeugt, die alles andere als Gerecht ist.

    ABER, Amerika weiß das ja auch, deshalb gibt es zahlreiche Hilfs- Förder- und Unterstützungsprogramme, gerade für "Benachteiligte".
    Es gibt auch "staatliche" Schulen und Universitäten, selbst in Amerika ; aber die sind dann eben doch nicht so angesehen, da gerade die pseudo Elite dann doch zwanghaft versucht unter sich zu bleiben (was man auch gut daran sieht auf welchen Schulen die "Präsidenten" von Amerika waren und die Manager der großen Firmen, da gibt es eine ganz gewaltige Korrelation).


    Der Traum das jemand aus dem nichts reich werden kann ist theoretisch möglich, Praktisch aber doch mit so vielen Hürden versehen, das man hier leider weit von einem "gerechten" Bildungssystem weg ist.

  17. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: violator 06.08.15 - 10:55

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist eigentlich fast immer und überall so. Echtes Talent braucht keinen
    > Schein um das zu beweisen.

    Und wenn ein potentieller Chef gerne so einen Schein sehen würde?

  18. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Schattenwerk 06.08.15 - 10:58

    Schade, leider ist dir offenbar nicht bewusst was jammern ist. Aber okay, das kann man ja schnell nachlesen: http://www.duden.de/rechtschreibung/jammern

    Brauchst nicht zu danken! Helfe gerne meine Mitmenschen ein Stück weit schlauer zu machen. Aber zurück zum Thema:

    Mir ist im Endeffekt egal wie viel so ein Studiengang kostet, da er für mich interessant ist. Als diese damals jedoch aufkamen, dann habe ich sehr wohl mal in die zahlreichen Unterlagen geschaut: Aus Interesse was es kostet.

    Und dann kam die Frage auf, wie das ein normaler Mensch, direkt nach der Schule zahlen soll. Für eine Ausbildung, wo mir am Ende nicht einmal jmd. sagen kann, dass sie das Geld Wert war und nicht nur irgendein Angebot aka Bauernfänger ist.

  19. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: Schattenwerk 06.08.15 - 10:59

    Dann ist es nicht dein zukünftiger Chef sondern der, der die Qualifikation nicht anhand von bedrucktem Papier sondern von Arbeitsproben kontrolliert.

  20. Re: Bei den Preisen kein Wunder

    Autor: MSW112 06.08.15 - 10:59

    Bafög hat doch nichts mit Glück zu tun.
    Die Anforderungen sind klar genug formuliert, damit es eben keine Lotterie ist.
    Und selbst dann gibt es noch Ausnahmen.

    Natürlich werden irgendwo Grenzen gesetzt, z.B. beim Alter, die ich für unnötig erachte.

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