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Fließgewässer auf Privatgrundstück

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  1. Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: MAGA 20.05.19 - 16:01

    Darf ich auf meinem Privatgrundstück durch welches ein Bächlein fließt in diesem eine Turbine installieren die Strom für meinen Bedarf erzeugt oder ist das nur unter gigantischen Auflagen genehmigungsfähig oder realisticherweise sowieso verboten? Das Wasserrecht scheint mir auf den ersten Blick katastrophal restriktiv zu sein.

    In diesem Land haue ich auch sämtliche meine Obstbäume weg bevor sie 60cm Stammdurchmesser erreichen, da mich sonst die Behörde unter Androhung von 50.000¤ Bußgeld dazu verdonnert diese auf Ewigkeit stehen zu lassen mit all den Nachteilen die sich dadurch ergeben. Hat nichts mit Umweltschutz zu tun, das ist reine Gängelung. Ich würde die Bäume auch noch länger stehen lassen, aber bevor ich mich von der Behörde fremd bestimmen lassen muss wenn ein Baum von über zwanzig zum Problem wird kommt eben die Motorsäge zum Einsatz.

  2. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Katsuragi 20.05.19 - 16:48

    da ich genau diese Situation vorliegen habe (Haus ist Teil einer alten Wassermühle...) habe ich das mal kurz und juristisch unfachmännisch recherchiert. Es würde sich wohl um einen "Eingriff in ein fließendes Gewässer" handeln und dafür kriegst Du die volle Macht unserer Exekutive an den Kopf geknallt.
    Davon abgesehen wäre aber auch die erzeugte Strommenge bei einem Bach meiner Größe so lächerlich gering, dass es sich einfach nicht lohnt. Ich hatte mal etwas rumgerechnet und kam selbst bei 4m Fallhöhe bestenfalls auch einige hundert Watt, wahrscheinlich sogar deutlich weniger. Und selbst dafür müsste man das Wasserrad schon durch eine Turbine ersetzen, da so ein Rad furchtbar ineffizient ist und mehr Durchflussmenge braucht, als der Bach auf Dauer liefern kann.
    Man braucht leider gewaltige Wassermengen (oder Höhenunterschiede), um aus Wasserkraft vernünftig Strom zu erzeugen.

  3. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Pornstar 20.05.19 - 16:49

    Wo wohnst du denn, das ein Bach über dein Grundstück fließt, muss traumhaft sein.

  4. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Katsuragi 20.05.19 - 16:55

    Pornstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo wohnst du denn, das ein Bach über dein Grundstück fließt, muss traumhaft
    > sein.

    sagen wir mal, dass es im Westerwald noch solche Ecken gibt. Und ja, ist traumhaft. Unverbaubar, in einem kleinen Tal mitten im Wald und trotzdem nur wenige Minuten ohne Ampeln bis zur Autobahn. Aber ich darf auch nichts am Haus erweitern. Zitat Bauamt: "DA dürfen Sie nichtmal ein Gartenhäuschen hin bauen!" :-)
    So ein Bach ist aber auch nicht immer ein Segen. Er ist so nah am Haus, dass es ordentlich befestigt sein muss, um nicht unterspült zu werden. Ach ja, und frag nicht was man tun muss, um an so einem Ort Internet zu kriegen. *g*

  5. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Dwalinn 20.05.19 - 17:21

    Traumhaft bis zur ersten mückenplage. Stehende Gewässer sind zwar schlimmer aber viele Bäche haben auch ruhige kurven usw.

  6. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: trinkhorn 21.05.19 - 08:13

    Mücken und Ratten... wobei da wenn der Bach klein genug ist vlt. das Risiko gering ist

  7. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Urbautz 21.05.19 - 09:32

    Dazu der Schimmel im Keller ... und wenn man Übernachtungsgäste hat müssen die ständig nachts pieseln rennen wegen dem Wassergeräusch.

  8. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Ach 21.05.19 - 15:29

    Also "einige 100 Watt" stelle ich mir als ideale Ergänzung zu einer bestehenden Solaranlage(mit Batterie) vor, nicht zuletzt weil Flüsse in der sonnenscheinwachen Jahreszeit mehr Wasser führen, wenn man sich den baurechtlichen Aufwand mal weg denkt natürlich :]. Was aber nicht so schwierig sein sollte : statt Erdwärme die Wärme aus dem Bach anzapfen. Das sollte doch nicht so schwierig sein, da man ja nur einen ganz schwachen Vorbeifluss an einem Wärmetauscher braucht? Noch günstiger heizen dürfte schwierig sein.

  9. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Katsuragi 21.05.19 - 22:52

    Insekten gibts hier tatsächlich genug, und ca. 2-3 Wochen lang im Hochsommer kommen die Bremsen. Aber man gewöhnt sich dran und mit ordentlichen Fliegengittern an den Fenstern haben wir weniger Viecher im Haus als früher in der Stadt.
    Allerdings kommen ab und an auch mal Tiere, die man in anderen Gegenden nicht hat: Hornissen z.B., und im Sommer sind alle Südwände voller Wildbienen - cool! kleine Nagetiere gibts wie Sand am Meer, aber die kommen nicht ins Haus. Die Wildschweine halten auch Abstand, aber Rehe trauen sich schonmal näher ran.

    Was den Rest angeht: einen Keller haben wir aus gutem Grund nicht und mit Schimmel auch kein Problem. Aber ja: man hört ständig das Rauschen des Bachs. Ich finde es angenehm.

    So, und jetzt zurück zum Thema: "einige hundert Watt" waren eine sehr optimistische Schätzung.
    Man korrigiere mich wenn ich falsch liege - in Physik bin ich eine Niete. Ich habe einige Meter Fallhöhe; daher habe ich mit potenzieller Energie (Höhenenergie) gerechnet. Wenn man eine Turbine in einen fließenden Bach legt, dann kommt es wohl eher auf Durchflussmenge und -Geschwindigkeit an. Aber da die Geschwindigkeit sicher nicht allzu hoch ist wird man tendenziell erheblich weniger Energie gewinnen als in meiner Rechnung.

    Angenommen der Bach transportiert 20 l Wasser pro Sekunde, man hat 4m Fallhöhe und die Erdbeschleunigung ist ungefähr 10 m/s². Dann haben diese 20 l Wasser eine potenzielle Energie von 20 kg * 10 m/s² * 4m = 800 J, und das sind ca. 0,22 Wh. In einer Stunde wären das 0,22 Wh * 3600 = 792 Wh, also eine Dauerleistung von knapp 800W. Das klingt erstmal gut. Aber wer hat schon so eine Fallhöhe, und 20 l/s sind auch schon eine Menge. Dann kommt noch dazu, dass Wasserräder und sogar Turbinen wahnsinnig ineffizient sind. Ein Ingenieur sagte mir mal man solle mit weniger als 50% Wirkungsgrad rechnen. Wir wären also bei maximal 400W unter günstigsten Bedingungen. Hat man weniger Fallhöhe, dann sinkt es schnell unter 100W.

    Wenn man sich jetzt noch den Aufwand überlegt und wie viele kleine Fische etc. in der Maschine draufgehen, dann halte ich das für insgesamt keine gute Idee.

  10. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: EWCH 22.05.19 - 11:03

    du kannst die 800 Joule / Sekunde auch direkt in 800Wh (pro Stunde) umwandeln :)

  11. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Katsuragi 22.05.19 - 11:41

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du kannst die 800 Joule / Sekunde auch direkt in 800Wh (pro Stunde)
    > umwandeln :)

    *brüll*! Sagte ich nicht was von "Niete in Physik"? :-)

  12. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Anonymer Nutzer 22.05.19 - 13:56

    ist die frage wie man das anfängt, und was das für ein gewässer das ist, leben dort seltene arten, stichlinge, neunaugen etc.? werden durch die störung des fließes diese beeinträchtigt, kann ein nebenfließ dies lindern?

    da es mal zum betrieb einer mühle genutzt wurde, inwiefern ist eventuell der denkmalschutz an einer äußerlichen teilwiederherstellung des mühlbetriebes interessiert, ggf. bekommt man dafür nicht nur auflgen sondern auch zuschüsse, egal ob damit mehl gemahlen oder ein dynamo ein paar huntert watt in strom wandelt ...

  13. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Anonymer Nutzer 22.05.19 - 14:12

    nur rechnen bzw. richtig kürzen ist nicht physik ...

  14. Re: Fließgewässer auf Privatgrundstück

    Autor: Ach 22.05.19 - 16:33

    Da gibt es nichts drüber schön zu reden. Wasserkraft in De zu installieren, und zwar eine Damm-ähnliche Konstruktion(damit man überhaupt etwas brauchbare Energie aus diesem Bach bekommt), das lohnt sich wahrscheinlich ganz und gar nicht. Wenn man Kosten und Aufwand aber mal rein experimentell frech ignoriert, und man nach der rein technische besten Lösung sucht, dann würde ich eine Archimedes Schraube vorschlagen :



    An dem Beispiel sieht man aber auch, was da für bauliche Maßnahmen fällig würden. Ziemlicher Eingriff also. Aber wie gesagt, um eine Wärmepumpe zu speisen, braucht man nicht mehr als neben dem Bach eine kompakte Tonne zu vergraben, durch die ein bisschen Bachwasser fließen lassen, und seinen Erdwärmeschlauch statt im Boden zu verlegen, aufgerollt in die kompakte Tonne zu legen, und schon hat man die ideale Wärmequelle, die von der Erdwärmepumpe im Haus dann auf das Niveau wolliger Raumwärme angehoben wird, und das für wenig Geld und soviel man will und für dem Bach sind kühle Temperaturen eh besser : Win/win/win.

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