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Zur Studie:

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  1. Zur Studie:

    Autor: Eheran 27.11.17 - 19:35

    Sie steht auf _sehr_ wackligen Beinen.
    Auf Seite 37 unten ist der Referenzzeitraum "vor 06.07.2016" (492 Tage, den Beginn des Zeitraumes darf man sich selbst raussuchen) und nach Einführung des Spieles (148 Tage, bis zum 12.2016):
    Unfälle: 8505 in 492d gegenüber 2850 in 148d
    Macht pro Tag: 17.25 ggü. 19.26
    Tote pro Unfall: 0.00188 ggü. 0.00140

    Alleine Jährliche Schwankungen könnten den Unterschied problemlos erklären. Auch sonst fällt das alles locker in die Schwankungsbreite solcher Daten, die Todesfälle etwa sind seltener. Das ist Kaffeesatzlesen vom feinsten. Bloß kein Diagramm mit den monatlichen Unfallraten über die letzten paar Jahre auftragen - da würde man vermutlich sofort erkennen, dass es keinerlei Anstieg gibt.

  2. Re: Zur Studie:

    Autor: Eheran 27.11.17 - 20:29

    Damit das nicht unter geht, ich hatte es leider nicht reingeschrieben:
    Was ich mir wünschen würde ist ein kritischerer Umgang mit solchen Sachen. Statt einfach 1:1 zu kopieren könnte etwa Golem mal gucken ob das überhaupt haltbare Aussagen sind oder ob da eine "Trendlinie durch einen Punkt" gelegt wurde, also z.B. irgendetwas in statistisches Rauschen reininterpretiert wird. Man kann etwa durch geschickte Wahl des Zeitraumes die Klimaerwärmung in eine Abkühlung wandeln. Ich erwarte nicht, dass Golem Experten für jedes Thema hat. Aber solche Sachen müssen kritisch betrachtet werden, nicht einfach 1:1 kopiert. Und wenn sich herausstellt, dass das nicht haltbar ist, dann muss das auch so kommuniziert werden.

    Wollt ihr ein anspruchsvolles Publikum halten bzw. ausbauen? Was sind eure Vorstellungen? Werdet doch hochqualitativ (durch die Bank weg*) und hebt euch so von allen anderen ab.

    *Also auch die "unteren xx%" wie diesen Artikel hier meiden bzw. durch passende Kritik in einen hochwertigen wandeln. Viele Artikel sind schon sehr gut.

  3. Re: Zur Studie:

    Autor: bombinho 27.11.17 - 21:01

    Naja, wenn dieser Artikel bei irgendeinem Elternteil jetzt Panik ausgeloest hat und darum Pokemon Go vom Mobilteil des Nachwuchses verschwand und nun der Nachwuchs nicht vom Display hypnotisiert in einen Fahrradfahrer, eine Strassenbahn etc. hineinlaeuft, dann hat auch die hanebuechenste Geschichte ihren Sinn erfuellt ;) .

    Anhang: Insofern sich nun aufgrund des fehlenden Lebenssinns nicht eine tiefe Depression einstellt ...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.17 21:05 durch bombinho.

  4. Re: Zur Studie:

    Autor: Eheran 27.11.17 - 21:11

    Das klingt für mich nach "der Zweck heiligt die Mittel".
    Wobei hier noch zu bezweifeln ist, dass damit solch ein Zweck überhaupt erreicht wird.
    Dann ist es eben eine andere App...?

    Unaufmerksame Menschen sehe ich jedenfalls ständig um mich herum, mit hohem Schadenspotential im Straßenverkehr etwa. Da muss keine Ablenkung im Spiel sein und die Verkehrsteilnehmer sind trotzdem völlig achtlos. Knüller sind etwa Linksabbieger die direkt von vorne auf sie zu kommenden Verkehr aus unerfindlichen Gründen nicht wahrnehmen. Zu dicht auffahren ist auch riskant und trotzdem Alltag - ist das unbemerkt, in voller Absicht, Selbstüberschätzung oder aus Unwissenheit?
    Driftet gefühlt ziemlich OT :D

  5. Re: Zur Studie:

    Autor: Sea 27.11.17 - 21:19

    Die ganze Studie ist Unfug.

    Golem ist nun mal eine Newsseite und kein Wissenschaftsmagazin. Ich verbuche solche Artikel unter Lesekompetenz-Training. Solche Studien sind so sinnvoll und voller Erkenntnisgewinn ... Man sollte Mal eine Studie machen ,wie viel Prozent aller Studien total sinnlose Studien sind.


    Wer zahlt für sowas?

  6. Re: Zur Studie:

    Autor: DASPRiD 27.11.17 - 23:26

    Also quasi die gleiche Grundlage wie bei urban legends? :)

  7. Re: Zur Studie:

    Autor: Schläfer 28.11.17 - 00:28

    Wenn ich das richtig verstanden habe gab es im 2ten Halbjahr 2015 und 2016 mehr Unfälle als im ersten.
    Für den Zeitraum mit Pokemon Go, wurde nur das 2te Halbjahr 2016 herangezogen. Mehr ging zu der Zeit vermutlich auch nicht.
    Für die Zeit vor dem Spiel wird aber der Durchschnitt aus mehr als 1 Jahr gebildet, wobei da zweimal das erste Halbjahr eingeschlossen ist.
    Klar das dann der Durchschnitt dort geringer ist.
    Die Wintermonate sind kälter, also laufen weniger Leute draußen rum und es gibt auch weniger Unfälle.
    Im September gab es laut deren Zahlen einen ziemlichen statistischen Ausreißer. Trotz Pokemon gab es da wesentlich weniger Unfälle als im Vorjahr. Da frage ich mich was da los war.

    Ich habe die Studie nicht durchgelesen, das kommt alles aus der Grafik ganz am Ende.
    Aber alleine dadurch kann ich sagen, dass ich keine Schlussfolgerung glaube, die behauptet es gäbe da einen besonderen Zusammenhang.
    Auch ohne Pokemon Go laufen Leute auf ihr Smartphone starrend durch die Gegend ohne auf ihre Umgebung zu achten.

  8. Re: Zur Studie:

    Autor: bombinho 28.11.17 - 01:00

    Wenn es keinen ernsten und besorgniserregenden Hintergrund gaebe, und damit spreche ich nicht von der App, koennte man so eigentlich Alles begruenden.

  9. Re: Zur Studie:

    Autor: Sebbo 28.11.17 - 05:02

    "Die Forscher haben für diese These die Gebiete rund um Pokéstops - wo man auch als Autofahrer noch Gegenstände sammeln könne - mit den Arenen des Spiels verglichen, die Autofahrer nicht nutzen können. Da es laut den untersuchten 12.000 Polizeiakten bei den Arenen keine vergleichbar auffällige Häufung von Unfällen gegeben habe, ..."

    Man lerne: In Gebieten in denen Autos fahren können, gibt es mehr Unfälle, als in Gebieten in denen keine Autos fahren dürfen... Gute Nacht

  10. Re: Zur Studie:

    Autor: SanderK 28.11.17 - 09:31

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, wenn dieser Artikel bei irgendeinem Elternteil jetzt Panik ausgeloest
    > hat und darum Pokemon Go vom Mobilteil des Nachwuchses verschwand und nun
    > der Nachwuchs nicht vom Display hypnotisiert in einen Fahrradfahrer, eine
    > Strassenbahn etc. hineinlaeuft, dann hat auch die hanebuechenste Geschichte
    > ihren Sinn erfuellt ;) .
    >
    > Anhang: Insofern sich nun aufgrund des fehlenden Lebenssinns nicht eine
    > tiefe Depression einstellt ...

    Die meisten, eigentlich alle, die ich per Zufall Pokémon go spielen sehe, sind keine Kinder und davon wieder eine Menge, die mit dem Auto von Stop zu Stop fahren.
    IM sehe ich bei Kindern eher bei laufen :-)

  11. Re: Zur Studie:

    Autor: Sascha Klandestin 28.11.17 - 10:00

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie steht auf _sehr_ wackligen Beinen.

    Sie haben die Zahlen je Monat des letzten Jahres im Vergleich aufgelistet (S. 48). Les doch einfach das Paper, bevor du hier den Experten spielst. Man kann es kostenlos herunterladen.

    Die Studie argumentiert und belegt ihre Schlussfolgerungen solide. Du vermutest nur.
    So ziemliche jedes Argument hier im Forum wurde in der Studie bereits berücksichtigt.

    Ich verstehe auch nicht, warum sich alle aufregen. Wer am Steuer eines KFZ Pokemon spielt, ist eine Gefahr für andere. Das dürfte jedem klar sein. Jetzt haben wir das offensichtliche auch als Studie. Ich hätte eher erwartet, dass man sich darüber lustig macht, dass soetwas überhaupt untersucht wird.

  12. Re: Zur Studie:

    Autor: Eheran 28.11.17 - 16:26

    >Ich verstehe auch nicht, warum sich alle aufregen.
    Weil die Daten es eben nicht hergeben. Wie "so oft" bei irgendwelchen Studien.

    >Die Studie argumentiert und belegt ihre Schlussfolgerungen solide. Du vermutest nur.
    Nein, die Studie belegt nichts solide. Schau dir die Schwankungen in dem Diagramm an, sie sind von vorneherein größer + jährlicher Trend der nicht berücksichtig ist (siehe Beitrag von "Schläfer" 28.11.17 - 00:28).

    Und ja, das Diagramm hatte ich gestern dann auch noch gesehen... wäre ich mal nicht so faul gewesen.

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