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  5. › Subventionen: Unionsfraktion will…

Ich kann es nicht mehr hören...

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  1. Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: FunnyGuy 19.06.17 - 18:43

    Glasfaser...Glasfaser...Glasfaser... als ob das physische Medium irgendwelche Relevanz für die eigentliche Frage hätte. Ob das symmetrische Gigabit nun aus der Stromsteckdose, dem Äther oder einem schnöden koaxialen Kupferkabel kommt interessiert zumindest mich nicht die Bohne, für mich wäre die Frage wichtiger ob wir uns als Gemeinschaft die bedingungslose Versorgung mit Breitbandinternet bis in die hinterste Ecke leisten wollen oder nicht.

    Das ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen (vermutlich) nicht die letzte Alm für 19,90¤ im Monat rentabel mit einer Tiefbau-Glasfaser versorgen kann sollte jedem klar sein. Das nicht jeder freiwillig einen Breitband-Soli zahlt ist auch klar.. also entweder Verstaatlichen oder eine Technologie erfinden (hier sind wir wieder beim Äther) die auch diese Regionen rentabel macht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.17 18:47 durch FunnyGuy.

  2. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: smirg0l 19.06.17 - 19:05

    ...sprach der Stadtmensch mit 500 Mbit/s...

  3. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: nachgefragt 19.06.17 - 19:16

    > Das ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen (vermutlich) nicht die letzte
    > Alm für 19,90¤ im Monat rentabel mit einer Tiefbau-Glasfaser versorgen kann
    > sollte jedem klar sein. Das nicht jeder freiwillig einen Breitband-Soli
    > zahlt ist auch klar.. also entweder Verstaatlichen oder eine Technologie
    > erfinden (hier sind wir wieder beim Äther) die auch diese Regionen rentabel
    > macht.

    Wer fordert das denn in der Form?
    Es geht doch darum, dass immernoch die hälfte der Deutschen Gemeinden mit weit unter 50mbit angeschlossen sind.
    http://web.bba-wms.de/

    Die Gebiete die grade auf 50/100 ausgebaut wurden, sollten wohl nicht mit einem baldigen wechsel auf Glasfaser hoffen. Aber macht es nicht Sinn - speziell in Neubaugebieten - die aktuelle Technik einzusetzen, anstatt Klingelkabel zu verlegen?
    Aus Telko-Unternehmenssicht natürlich nicht.

    Mit LTE oder Sat könnte man auch heute schon "die letzte Alm" vernünftiger versorgen als so manchen dicht besiedelten Landstrich, der einfach keinen Ausbau erhält. Zumindest bis vorkurzen gehörte dazu aber ein entsprechender Volumentarif.
    (ich freu mich schon auf 5G für mein smartphone... dann kann ich endlich mein Volumen in weniger als 10 sekunden aufbrauchen)

    Ich habe auch schon persönlich Geschichten gehört, in denen sich vor kurzem Firmen auf eigene kosten Glasfaser haben legen lassen. Raus kam trotzdem nur 100Mbit. Da hätten sie auch Geld sparen und beim Klingeldraht bleiben können, da geben ich dir recht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.17 19:21 durch nachgefragt.

  4. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: johnripper 19.06.17 - 19:30

    nachgefragt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen (vermutlich) nicht die
    > letzte
    > > Alm für 19,90¤ im Monat rentabel mit einer Tiefbau-Glasfaser versorgen
    > kann
    > > sollte jedem klar sein. Das nicht jeder freiwillig einen Breitband-Soli
    > > zahlt ist auch klar.. also entweder Verstaatlichen oder eine Technologie
    > > erfinden (hier sind wir wieder beim Äther) die auch diese Regionen
    > rentabel
    > > macht.
    >
    > Wer fordert das denn in der Form?
    > Es geht doch darum, dass immernoch die hälfte der Deutschen Gemeinden mit
    > weit unter 50mbit angeschlossen sind.
    > web.bba-wms.de
    >

    Was nun mal das Ergebnis der verfehlten Regulierungspolitik ist. Natürlich investiert keiner, wenn sich die Mitbewerber free-rinder-mäßig auf die eigene Infrastruktur schalten lassen können.

    Aber egal. Die viel wichtigere Frage ist doch: Was machen wir jetzt gegen den fehlenden Ausbau.

    IHMO: Wir schauen, dass wir erstmal flächendeckend (mittels Zwischentechnologie) eine angemessene Bandbreite (z.B. 50/100Mbit+) kommen und zwar so schnell wie möglich und dann machen wir den Schritt zu FTTB/H.
    Und schnell geht nun bspw. via VDSL/Vectoring und Kabel usw.

    Wenn ich sehe was sich alleine seit Aufkommen der Diskussion zu dem Breitbandthema getan hat, dann bin ich der Meinung, es ist der richtige Weg.
    Und die meisten interessieren sich wirklich nicht dafür, welche Technologie verwendet wird, solange sie kabel-gebunden ist. Hat auch die Telekom schon festgestellt.
    Im Endeffekt ist diese geplerre der Poltik nach Glasfaser vollkommen sinnlos und soll nur davon ablenken, dass man das Thema jahrelang vernachlässigt hat.

    Wenn Neubaugebiete entstehen, die immer noch nicht mit Glasfaser oder Leerrohren versorgt werden, dann ist dies natürlich der Hammer, sollte aber durch entsprechende gesetzliche Regelungen langsam abnehmen.
    Und kein TelCo verlegt heute noch Kupfer in größerem Maßstab.
    Und kein Bürgermeister mit einigermaßen Verstand lässt so etwas zu. Er vernichtet damit die Wettbewerbsfähigkeit deiner Gemeinde/Stadt auf Jahrzehnte.

    P.S. Übrigens vermisse von Achim einen bösen O-Ton Richtung Telekom :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.17 19:31 durch johnripper.

  5. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: staples 19.06.17 - 19:44

    Erst neulich habe ich von der Gemeinde auf meine Frage hin, ob es denn dort auch Highspeed-Internet gibt, die lapidare Antwort erhalten, dass Breitband nicht der Grundversorgung entspricht und daher wurde mir zwischen den Zeilen eigentlich gesagt mich selbst zu ****.

    Gleichzeitig habe ich von einem Bekannten der auf einer norddeutschen Halbinsel wohnt, gehört, dass dort eine Breitbandversorgung relativ zügig gebaut wurde weil... das Haus des damaligen Regierungschefs dort auch lag.

    Die Subventionen werden also eh nur dahin fließen, wo es ohnehin schon Highspeed 50+ gibt, währen die anderen auf ihren "max 16mbi" aka 2mbit sitzen bleiben können.

  6. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: staples 19.06.17 - 19:48

    johnripper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Neubaugebiete entstehen, die immer noch nicht mit Glasfaser oder
    > Leerrohren versorgt werden, dann ist dies natürlich der Hammer, sollte aber
    > durch entsprechende gesetzliche Regelungen langsam abnehmen.

    Doch doch, das passiert hier gerade. Neubaugebiet. Kupfer. Max 16 Mbit. Bei Berlin.

    > Und kein TelCo verlegt heute noch Kupfer in größerem Maßstab.

    Doch doch, die Telekom macht das noch.

    > Und kein Bürgermeister mit einigermaßen Verstand lässt so etwas zu. Er
    > vernichtet damit die Wettbewerbsfähigkeit deiner Gemeinde/Stadt auf
    > Jahrzehnte.

    Siehe oben. Die Antwort vom Planungsbüro war, dass das betroffene Gebiet von einem Privat-Investor erschlossen wurde, und da ist natürlich das Rathaus nicht zuständig. Man solle sich doch bitte an den Privat-Investor wenden weil denen im Rathaus sind ja nun mal die Hände gebunden. Komisch nur, dass sie gleichzeitig mit ihrem Bebauungsplan aber die Bäume vorgeben können auf meinem privaten Land.

    >
    > P.S. Übrigens vermisse von Achim einen bösen O-Ton Richtung Telekom :-)

    Die Telekom ist ja auch nicht schuld. Sie macht nur das, zu was sie gesetzlich verpflichtet ist (aka Grundversorgung also Telefon - kein Internet). Schuld ist einzig der Gesetzgeber.

  7. Subvention, Subvention, Subvention ...

    Autor: Dadie 19.06.17 - 19:52

    Ich kann es nicht mehr hören. Steuergelder werden an private Unternehmen gegeben, damit diese sich auf Steuerzahlerkosten die neue Infrastruktur teilweise oder vollständig bezahlen lassen. Unternehmen investieren nur das notwendigsten in die Infrastruktur weil sie wissen, dass sobald die Infrastruktur kaputt genug ist, wird der Staat kommen um die Erneuerung teilweise oder vollständig zu bezahlen.

    Natürlich kann ich auf eine Bundes Post 2.0 verzichten, genau so kann ich aber auch auf das aktuelle System mit Subventionierung verzichten.

  8. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: robinx999 19.06.17 - 19:59

    > Und die meisten interessieren sich wirklich nicht dafür, welche Technologie
    > verwendet wird, solange sie kabel-gebunden ist. Hat auch die Telekom schon
    > festgestellt.

    Warum sollte man sich dafür auch interessieren. Wobei gerade VDSL auch massiv Glasfaser Kabel verlegt werden halt nur nicht bis in die Häuser.
    Ich meine klar hier wurde vor ein paar Jahren ausgebaut und ich habe jetzt VDSL 50 könnte sogar 100 Mbit haben, ich weiß aber nicht wozu ich das im Moment brauche. Da spare ich mir die 60¤ / Jahr die es mehr kosten würde.
    Glasfaser ist zwar schön und gut, aber Kupfer funktioniert momentan auch und das vermutlich wesentlich schneller und günstiger. Vermutlich wird auch noch irgendwann in den nächsten Jahren mehr aus dem Kupfer raus geholt. Und Glasfaser kann man immer noch in die Häuser verlegen, da für die ganzen Outdoor Dslams schon einiges an Kabel verlegt wurden dürfte der Aufwand später geringer sein. (wobei ich sogar glaube ich unter 100 Meter bin da würde es auch ein Cat7 Kabel tun die maximal mögliche Bandbreite wäre auch recht hoch, aber gut so nah ist nicht jeder an dem Teil dran *g*)

    Bei Neubaugebieten mag es anders aussehen, aber die alten Gebiete kann man vermutlich mit VDSL und Co wesentlich günstiger und schneller auf angemessene Bandbreiten bringen.

  9. Re: Subvention, Subvention, Subvention ...

    Autor: robinx999 19.06.17 - 20:01

    Die Frage ist nur wie es genau aussehen soll, gewinnorientierte Investieren dort wo es sich lohnt. Macht man es staatlich kann man zwar die damals bei ISDN einen Bundesweiten Ausbau hinbekommen, hat dann aber durchaus auch ein recht träges und teureres Unternehmen.

  10. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: johnripper 19.06.17 - 20:04

    staples schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > johnripper schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn Neubaugebiete entstehen, die immer noch nicht mit Glasfaser oder
    > > Leerrohren versorgt werden, dann ist dies natürlich der Hammer, sollte
    > aber
    > > durch entsprechende gesetzliche Regelungen langsam abnehmen.

    Nach den aktuell gültigen gesetzlichen Regelungen ist dies mE nicht mehr zulässig, wobei dies dann nur für neue Anträge gilt.

    > Doch doch, das passiert hier gerade. Neubaugebiet. Kupfer. Max 16 Mbit. Bei
    > Berlin.
    >
    > > Und kein TelCo verlegt heute noch Kupfer in größerem Maßstab.
    >
    > Doch doch, die Telekom macht das noch.
    >
    > > Und kein Bürgermeister mit einigermaßen Verstand lässt so etwas zu. Er
    > > vernichtet damit die Wettbewerbsfähigkeit deiner Gemeinde/Stadt auf
    > > Jahrzehnte.
    >
    > Siehe oben. Die Antwort vom Planungsbüro war, dass das betroffene Gebiet
    > von einem Privat-Investor erschlossen wurde, und da ist natürlich das
    > Rathaus nicht zuständig. Man solle sich doch bitte an den Privat-Investor
    > wenden weil denen im Rathaus sind ja nun mal die Hände gebunden. Komisch
    > nur, dass sie gleichzeitig mit ihrem Bebauungsplan aber die Bäume vorgeben
    > können auf meinem privaten Land.

    Oben hui, unten pfui.
    Dann sind wir wieder bei dem Thema, dass die die Gemeinde/Stadt gepennt hat. Wie gut, dass die bei uns nicht so dumm sind : - )
    Ganz im Ernst: Es liegt jetzt auch einfach an den Verbrauchern/Investoren, solche Gebiete abzustrafen und dort keine Bauplätze zu erwerben.

    > > P.S. Übrigens vermisse von Achim einen bösen O-Ton Richtung Telekom :-)
    >
    > Die Telekom ist ja auch nicht schuld. Sie macht nur das, zu was sie
    > gesetzlich verpflichtet ist (aka Grundversorgung also Telefon - kein
    > Internet). Schuld ist einzig der Gesetzgeber.

    Laut Achim schon :-)

  11. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: johnripper 19.06.17 - 20:19

    staples schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erst neulich habe ich von der Gemeinde auf meine Frage hin, ob es denn dort
    > auch Highspeed-Internet gibt, die lapidare Antwort erhalten, dass Breitband
    > nicht der Grundversorgung entspricht und daher wurde mir zwischen den
    > Zeilen eigentlich gesagt mich selbst zu ****.

    Nö die Gemeinde soll sich f****. Zieh halt woanders hin, offensichtlich hast du doch die Wahl.
    Besser geht es doch gar nicht.

    > Gleichzeitig habe ich von einem Bekannten der auf einer norddeutschen
    > Halbinsel wohnt, gehört, dass dort eine Breitbandversorgung relativ zügig
    > gebaut wurde weil... das Haus des damaligen Regierungschefs dort auch lag.

    Es gibt auch Gemeinden, die einfach erkannt haben, dass Breitbandversorgung irgendwie...wichtig ist.

    > Die Subventionen werden also eh nur dahin fließen, wo es ohnehin schon
    > Highspeed 50+ gibt, währen die anderen auf ihren "max 16mbi" aka 2mbit
    > sitzen bleiben können.

    Nein. Der aktuelle Ausbau zeigt dies deutlich. In meinem Ort war jahrelang nur DSL3K und Kabelinternet verfügbar. Seit sich die Region sich zu einem Glasfaser-Zweckverband (54 Gemeinden und Städte) hinreißen hat lassen und die ersten Arbeiten begonnen haben, werden wundersamerweise durch die Telekom die ganzen Orte auf Vectoring gehoben. Die Ausbaukarte zeigt das sehr deutlich. An den Kreisgrenzen ist dann wieder Schluss.

    Wie gut, dass unsere Gemeinde trotzdem mitmacht: Im Gemeinderat (September 2014) hatte man das diskutiert und abschlossen mit dem Ergebnis: "Somit ist die Gemeinde (..) derzeit zumindest **noch** gut versorgt. (...) mittel bis langfristig (...) nur durch eine Glasfaserverkabelung (FTTH/B) befriedigt werden kann."

    Derzeit rechnet man bis 2022 mit einem flächendeckendem Ausbau.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.17 20:20 durch johnripper.

  12. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: logged_in 19.06.17 - 20:29

    Ich kann es nicht mehr ertragen, nicht mehr als 10 Mbit Upstream egal welchen Provider ich nehme, wobei es ja nur 2 gibt, Unitymedia und Telekom+Derivate.

    Und die 10 Mbit bekomme ich nur, wenn ich 400 Down kaufe, die ich natürlich nicht brauche, da für mich 50 völlig ausreichend sind. Für einen 2GB Upload brauchte ich 7 Stunden, auch wegen abbruch...

    50/50 symmetrisch wäre absolut ideal, und genauso wie ich die 50 down wenn's hoch kommt 2 mal im Monat für 5 Minuten auslaste, würde ich die 50 up wohl auch nur selten auslasten. Wichtig ist aber halt, dass sie da sind, wenn ich sie brauche.

    Aber dann gibt es ja die, die den Status Quo unbedingt beibehalten wollen, und das Problem nicht am Netzwerk sondern an den Anforderungen der Kunden sehen...

  13. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: thinksimple 19.06.17 - 20:38

    Glasfaser kannst du haben haben sie gesagt, lichtschnelles internet kannst du haben haben sie gesagt, kein problem haben sie gesagt, unterschreiben sie noch heute.......
    Aber nur 18Mbit/s, und ins leerrohr zum Verteiler soll Kupferkabel eingezogen werden. Sie dürfen nicht mit ner Glasfaser ankommen haben sie gesagt. WTF?
    Glasfaser Ostbayern.
    Noch Fragen Hauser?

    Wenn alles andere autonom ist, ist der Mensch dann noch autonom?

  14. Re: Subvention, Subvention, Subvention ...

    Autor: Dadie 19.06.17 - 22:58

    robinx999 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist nur wie es genau aussehen soll, gewinnorientierte Investieren
    > dort wo es sich lohnt. Macht man es staatlich kann man zwar die damals bei
    > ISDN einen Bundesweiten Ausbau hinbekommen, hat dann aber durchaus auch ein
    > recht träges und teureres Unternehmen.

    Ich denke es gibt viel Spielraum zwischen den beiden Lösungen. Nun will ich nicht behaupten, dass mir in ein paar Minuten die beste Lösung auf Erden eingefallen ist, aber nachfolgenden halte ich dennoch für realisier- und ausbaubar.

    So wäre es möglich, dass Gebiete sich beim Land/Bund melden für den Ausbau. Dabei haben die Gebiete jeweils die Wahl den Ausbau selber zu bezahlen oder aber auf Topfe vom Bund bzw. Land zurück zu greifen. Der Ausbau darf frühestens 1 Jahr nach Meldung beginnen. Insbesondere sind diese Meldungen öffentlich bekannt zu machen.

    Darauf dürfen private Unternehmen innerhalb der 1 Jahres Frist den Ausbau verhindern, müssen dafür aber den Ausbau garantieren und garantieren innerhalb von 1 bis 2 Jahren diesen abgeschlossen haben. Sollte dies nicht der Fall sein, darf der Staat ausbauen, auch wenn ein privates Unternehmen einen Ausbau zugesichert hat bzw. ggf. schon erste Gebiete erschlossen hat.

    Die auf diese Art aufgebaute Infrastruktur gehört je nach dem wer sie bezahlt hat dem Bund, Land oder der Kommune. Es folgen Ausschreibungen zur Wartung und zum Betrieb, können ISPs das Netz zu einem von der Bundesnetzagentur festgelegten Preis anzumieten.

    Um bestehende private Infrastruktur nicht zu entwerten ist der Ausbau nur dort erlaubt wo noch keine gleichwertige oder bessere private Infrastruktur besteht.

    Am Ende sind die privaten Unternehmen entweder im Zugzwang und bauen aus, oder aber die vom Steuerzahler bezahlte Infrastruktur gehört wenigstens auch dem Steuerzahler.

  15. Re: Subvention, Subvention, Subvention ...

    Autor: sneaker 19.06.17 - 23:10

    Das gibt es ja in der Form durchaus. Bei Förderverfahren wird immer auch eine Markterkundung für die nächsten drei Jahre durchgeführt. Nur, wofür sich niemand meldet, wird gefördert. Die Gemeinde oder der Kreis hat dann die Wahl, ob er Wirtschaftlichkeitslückenmodell oder Betreibermodell wählt. Bei ersterem zahlt man einem Privatanbieter die Lücke zur Wirtschaftlichkeit, bei letzterem baut man selbst und verpachtet dann. Das Netz bleibt in öffentlicher Hand.

    Beispiel Landkreis Osnabrück (ab Seite 13)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.06.17 23:13 durch sneaker.

  16. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: Schnarchnase 20.06.17 - 08:28

    FunnyGuy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also entweder Verstaatlichen oder […]

    Es gibt kein Oder, Infrastruktur gehört in die Staatshand. Das gilt gleichermaßen für Straßen, Schienen, Strom, Wasser/Abwasser, Schifffahrtswege und Netzzugang. Vergleiche mit der Post sind da übrigens Quatsch, solange es sich nur um die Infrastruktur und nicht um Dienstleistungen für die Endkunden handelt. Unternehmen können ja auch heute schon gehörig Druck auf die Politik ausüben.

  17. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: logged_in 20.06.17 - 08:33

    Wobei man da auch beachten müsste, dass der Staat dann nicht diese Infrastruktur selbst betreibt, DPI, DNS usw..., wegen dem großen Potential, sich ohne Hürden in einen Überwachungsstaat zu verwandeln.

  18. Re: Ich kann es nicht mehr hören...

    Autor: Ovaron 21.06.17 - 17:53

    Schnarchnase schrieb:
    ------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt kein Oder, Infrastruktur gehört in die Staatshand.

    Genau. Weil der Staat bewiesen hat das er in der Lage ist seine Infrastruktur zu bestmöglichen Preisen optimal in Schuss zu halt.....****

    > Vergleiche mit der Post sind da übrigens
    > Quatsch, solange es sich nur um die Infrastruktur
    > und nicht um Dienstleistungen für die Endkunden
    > handelt.

    Rundfunk also als beispiel? Mist, nun muss ich wieder den Tee vom Monitor abwischen....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.17 17:58 durch bk (Golem.de).

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