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Prinzip ist alter Hut

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  1. Prinzip ist alter Hut

    Autor: werner100000 15.06.19 - 09:13

    Bei Kassel gibt es schon min. 10 Jahre eine Anlage aus der man mit Wasser, CO2 und Strom Erdgas herstellen kann. Funktioniert Erdgas, funktionieren auch die anderen Kohlenwasserstoffe wie Benzin, Diesel oder Leichtdiesel (Kerosin). Zur Zeit würde es reichen als Stromquelle die überfüssige Stromprodution aus Wind, Kohle und Gaskraftwerken zu nehmen. Diese gibt es sogar nachts.

  2. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: Kay_Ahnung 15.06.19 - 11:24

    werner100000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Kassel gibt es schon min. 10 Jahre eine Anlage aus der man mit Wasser,
    > CO2 und Strom Erdgas herstellen kann. Funktioniert Erdgas, funktionieren
    > auch die anderen Kohlenwasserstoffe wie Benzin, Diesel oder Leichtdiesel
    > (Kerosin). Zur Zeit würde es reichen als Stromquelle die überfüssige
    > Stromprodution aus Wind, Kohle und Gaskraftwerken zu nehmen. Diese gibt es
    > sogar nachts.

    Die Frage ist doch nicht ob es möglich ist sondern wie Teuer und wie effektiv. :)
    Spontan würde ich sagen das es wesentlich ineffizienter ist erst Strom herzustellen daraus dann Kerosin herzustellen als einfach gleich Kerosin herzustellen. Am ende ist wichtig wie hoch der Wirkungsgrad, die Kosten und die Wartungsanfälligkeit sind

  3. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: werner100000 15.06.19 - 13:42

    Wasser und CO2 aus der Luft sind kostenfrei. Der Strom der produziert und nicht gebraucht wird, der ist auch kostenfrei. Davon haben wir zur Zeit sehr viel. Es muß immer mehr Strom vorhanden sein als benötigt wird. Damit zB. die Lichter nicht dunkel werden, wenn die Industrie 2 -3 Öfen mit der Leistung von je 50000 Haushalten zuschaltet. Wird dieser zuviel produzierte Strom nicht verbraucht, ist er ungenuzt weg. Auch wenn das Prinzip 1/10 ist, er stellt gespeicherte Energie aus nix her.

  4. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: melaw 15.06.19 - 20:59

    Künstliche Kohlenwasserstoffe sind die Zukunft - allein aufgrund ihrer Energiedichte wird jeder Optimierungsprozess auf sie hinauslaufen. Als Flüssigkeit dann endgültig konkurrenzlos. Herstellung mit next-gen Kernreaktoren und die Menschheit braucht keinerlei fossilen Brennstoffe mehr.

  5. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: Kay_Ahnung 15.06.19 - 23:24

    werner100000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wasser und CO2 aus der Luft sind kostenfrei. Der Strom der produziert und
    > nicht gebraucht wird, der ist auch kostenfrei. Davon haben wir zur Zeit
    > sehr viel. Es muß immer mehr Strom vorhanden sein als benötigt wird. Damit
    > zB. die Lichter nicht dunkel werden, wenn die Industrie 2 -3 Öfen mit der
    > Leistung von je 50000 Haushalten zuschaltet. Wird dieser zuviel produzierte
    > Strom nicht verbraucht, ist er ungenuzt weg. Auch wenn das Prinzip 1/10
    > ist, er stellt gespeicherte Energie aus nix her.

    Ja aber trotzdem sind andere Speichermöglichkeiten effizienter, auch überschüssiger Strom ist nicht unbegrenzt vorhanden und eine effektive nutzung ist besser als eine verschwenderische.

  6. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: ML82 16.06.19 - 03:32

    das wird voll nextgen sicher ... nicht dass es schon in der lastgen mehr als genug pfusch am bau und betriebsicherheit gab ... ich traue dieser wirtschaft alles zu, und damit auch besonders und sogar final zu verkacken ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.19 03:43 durch ML82.

  7. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: redmord 16.06.19 - 10:42

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > werner100000 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wasser und CO2 aus der Luft sind kostenfrei. Der Strom der produziert
    > und
    > > nicht gebraucht wird, der ist auch kostenfrei. Davon haben wir zur Zeit
    > > sehr viel. Es muß immer mehr Strom vorhanden sein als benötigt wird.
    > Damit
    > > zB. die Lichter nicht dunkel werden, wenn die Industrie 2 -3 Öfen mit
    > der
    > > Leistung von je 50000 Haushalten zuschaltet. Wird dieser zuviel
    > produzierte
    > > Strom nicht verbraucht, ist er ungenuzt weg. Auch wenn das Prinzip 1/10
    > > ist, er stellt gespeicherte Energie aus nix her.
    >
    > Ja aber trotzdem sind andere Speichermöglichkeiten effizienter, auch
    > überschüssiger Strom ist nicht unbegrenzt vorhanden und eine effektive
    > nutzung ist besser als eine verschwenderische.

    Was da wäre?

  8. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: Kay_Ahnung 16.06.19 - 18:16

    z.B. mit Wärmespeichern:
    "Die elektrischen Leistungen liegen zwischen 100 Kilowatt und 500 Megawatt. Die elektrischen Speicherkapazitäten sind immens, reichen bis zu einer Terrawattstunde. Zudem ist die Zyklenfestigkeit fast grenzenlos. So wie Wasser im Topf theoretisch unendlich oft erhitzt werden kann, kann auch Wärme in der Carnot-Batterie immer wieder gespeichert werden. Der Wirkungsgrad liegt je nach technischer Auslegung und Bedarf zwischen 35 – 70 Prozent. "
    https://edison.handelsblatt.com/ertraeumen/waermespeicher-als-gigabatterie/22617498.html

    Hubspeicher/Pumpspeicherkraftwerke:
    "Das Konzept Powertower (engl., dt. sinngemäß Energieturm) der Universität Innsbruck bezeichnet einen hydraulischen Energiespeicher, in dem in einem säulen-, schacht- bzw. turmartigen Aufbau schwere Zylinder nach oben gepumpt werden. Dabei treibt der durch ihren Druck entstehende Wasserstrom eine Turbine an. Als Wirkungsgrad werden „weit über 80 %“ angegeben"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hubspeicherkraftwerk


    Hier ein Vergleich:
    "Technisch fungiert Power-to-Heat als sog. „virtueller Speicher“, weshalb Power-to-Heat mit Speichertechnologien wie z. B. Power-to-Gas verglichen werden kann. Da der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom in Wärme bei Power-to-Heat nahezu 100 % beträgt, ergeben sich deutliche Vorteile gegenüber einer Speicherung mit Hilfe eines Power-to-Gas-Ansatzes.[10] Durch Einsatz von Power-to-Heat im Wärmesektor ersetzt Strom fossile Brennstoffe im Verhältnis 1:1, während bei der Herstellung von Methan mit Hilfe des Power-to-Gas-Prozesses größere Verluste auftreten und damit nur ein Teil der ursprünglich vorhandenen elektrischen Energie genutzt werden kann. Im Wärmesektor wird also durch Power-to-Heat wesentlich mehr Erdgas eingespart als durch Power-to-Gas erzeugt werden kann. Das so eingesparte Erdgas kann wiederum vollständig für andere Zwecke eingesetzt werden; damit liegt der Gesamtwirkungsgrad von Power-to-Heat deutlich höher als bei Power-to-Gas.[11]"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Heat

    Hier noch etwas:
    "Aufgrund der erhöhten Leitfähigkeit wird das erwärmte Wasser über einen Wärmeübertrager mit einem Sekundärkreislauf (Fernwärmenetz) verbunden. Im Kreislaufsystem wird das nun kalte Wasser erneut dem Kessel zugeführt. Diese Heißwassererzeuger haben einen Wirkungsgrad von 99,9 Prozent. In der Spitze können sie bis zu 46.000 Haushalte mit erneuerbaren Energien versorgen. "
    https://group.vattenfall.com/de/newsroom/blog-news-presse/blog/2017/11/wie-funktioniert-power-to-heat

    Weitere Alternativen wären natürlich Li Akkus oder später Feststoffakkus bzw. die nutzung der Autobatterien als Speicher.

    Meiner meinung nach klingt Power-to-gas usw. zwar immer schön weil die Leute es schon kennen und es gibt auch zumindest für den Anfang schon gute Anwendungsfälle (z.B. für LKWs und Flugzeuge) aber für die meisten fälle ist es einfach zu ineffizient und zu teuer.

  9. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: wupme 17.06.19 - 00:04

    werner100000 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wasser und CO2 aus der Luft sind kostenfrei. Der Strom der produziert und
    > nicht gebraucht wird, der ist auch kostenfrei. Davon haben wir zur Zeit
    > sehr viel. Es muß immer mehr Strom vorhanden sein als benötigt wird. Damit
    > zB. die Lichter nicht dunkel werden, wenn die Industrie 2 -3 Öfen mit der
    > Leistung von je 50000 Haushalten zuschaltet. Wird dieser zuviel produzierte
    > Strom nicht verbraucht, ist er ungenuzt weg. Auch wenn das Prinzip 1/10
    > ist, er stellt gespeicherte Energie aus nix her.

    Dir ist schon klar dass wir gut das letzte Jahr Probleme hatten mit der Stromversorgung und es im Januar sogar erste Abschaltungen gab deswegen?

    So viel Extrastrom haben wir gar nicht in Europa wie viele glauben.
    Das ganze wird in Zukunft auch nur noch schlimmer wenn mehr und mehr AKWs offline gehen und wir mehr und mehr auf erneuerbare Energien setzen.

    Wir brauchen erstmal mehr AKW freie Primärregelleistung, dann können wir uns damit bespaßen ob man mit dem Überschuss Treibstoff herstellen sollte.

  10. Re: Prinzip ist alter Hut

    Autor: Kay_Ahnung 17.06.19 - 13:34

    wupme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > werner100000 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wasser und CO2 aus der Luft sind kostenfrei. Der Strom der produziert
    > und
    > > nicht gebraucht wird, der ist auch kostenfrei. Davon haben wir zur Zeit
    > > sehr viel. Es muß immer mehr Strom vorhanden sein als benötigt wird.
    > Damit
    > > zB. die Lichter nicht dunkel werden, wenn die Industrie 2 -3 Öfen mit
    > der
    > > Leistung von je 50000 Haushalten zuschaltet. Wird dieser zuviel
    > produzierte
    > > Strom nicht verbraucht, ist er ungenuzt weg. Auch wenn das Prinzip 1/10
    > > ist, er stellt gespeicherte Energie aus nix her.
    >
    > Dir ist schon klar dass wir gut das letzte Jahr Probleme hatten mit der
    > Stromversorgung und es im Januar sogar erste Abschaltungen gab deswegen?

    Naja genug Energie gäbe es schon. 2018 lag der Nettostromexport bei ca. 50 Terrawattstunden. Das Problem ist eher wann diese Strommengen anfallen und ob die Speichertechnologien darauf ausgelegt sind solche Spitzenlasten abzufangen.

    > So viel Extrastrom haben wir gar nicht in Europa wie viele glauben.
    > Das ganze wird in Zukunft auch nur noch schlimmer wenn mehr und mehr AKWs
    > offline gehen und wir mehr und mehr auf erneuerbare Energien setzen.
    >
    > Wir brauchen erstmal mehr AKW freie Primärregelleistung, dann können wir
    > uns damit bespaßen ob man mit dem Überschuss Treibstoff herstellen sollte.

    Nein braucht man nicht, man braucht nur genug Speicher.

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