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  5. › Symmetrie gewahrt: Antimaterie…

Wo ist die Antimaterie ?

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  1. Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: Anarcho_Kommunist 28.07.11 - 18:30

    Hm, wenn es für jedes Materieteilchen die entsprechende Menge Antimaterie gibt. Wo ist denn dann die ganze Antimaterie ?

    Hier kann sie ja wohl nicht sein sonst würde sie in Kontakt mit der Materie diese auslöschen. Von daher würde es mich schonmal interessieren wo sich die Anti-Materie befindet.

  2. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: Co0n 28.07.11 - 18:39

    Im Weltall verstreut, der Big Bang hat nachher leider nichtmehr aufgeräumt.

  3. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: -=[White~Shadow]=- 28.07.11 - 19:18

    ich habe sie vorhin noch gesehen... mist jetzt ist sie weck -_-

  4. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: blablub 28.07.11 - 19:40

    Z.B könnten irgendwo Antigalaxien rumfliegen. Ist optisch nicht zu unterscheiden. Probleme würde es erst bei einer Kollision geben. Vielleicht aber auch nicht, da sich die beiden Materieklumpen schon sehr Nahe kommen müssten. Elektrisch anziehen tun sie sich aber nicht, da beide Galaxien nach außen hin neutral sind.

    Ansonsten haben wir auch noch die Paritätsverletzung der schwachen Wechselwirkung, die erklärt so ein bisschen was in der Richtung mit dem scheinbaren Ungleichgewicht zwischen den beiden Materietypen (aber auch nicht wirklich, gibt aber wenigstens ein paar Anhaltspunkte).

  5. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: Fenris 28.07.11 - 20:32

    Anarcho_Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hm, wenn es für jedes Materieteilchen die entsprechende Menge Antimaterie
    > gibt.
    Das hat zumindest der Artikel gar nicht behauptet. Es ist lediglich so, dass jeder Typ von Materie-Teilchen einen entsprechenden Antityp hat. Nicht aber dass tatsächlich jedes existierende Teilchen irgendwo ein entsprechendes Antiteilchen besitzt.

    >Wo ist denn dann die ganze Antimaterie ?
    Im Allgemeinen geht man davon aus, dass im Universum generell viel weniger Antimaterie existiert. Das Ungleichgewicht ist an und für sich zwingend notwendig für die Existenz unseres Universums an sich.

    > Hier kann sie ja wohl nicht sein sonst würde sie in Kontakt mit der Materie
    > diese auslöschen. Von daher würde es mich schonmal interessieren wo sich
    > die Anti-Materie befindet.
    Jo, das würden wir doch alle gern wissen.

    „Klauen, klauen — ich klau den Wagen von Moe. Lalalala lalalala — VERSICHERUNGSBETRUG!“



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.11 20:33 durch Fenris.

  6. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: ArnyNomus 28.07.11 - 21:50

    Gäbe es exakt so viel Antimaterie wie Materie hätten das Universum ein kleines Problem. Wenn sich Matierie und Antimaterie Treffen kommt es zur Annihilation. Das bedeutet: Beide Teilchen elliminieren sich gegenseitig. Dabei wird extrem viel energie frei. Gerüchten zufolge reicht 1 Kilo Antimaterie um die gesamte Erde zu zerbröseln (ob das stimmt weiß ich nicht). Stell dir vor was passiert wenn eine Sonne aus Antimaterie in die Milchstraße trudelt...

    Und das dürfte auch der Grund sein warum es so wenig Antimaterie gibt: Das meiste ist Annihiliert. Vermutlich beim Big Bang, oder kurz darauf. Bedeutet entweder, das aus der Freigesetzten Energie (die beachtlich ist) neue Materie geworden ist, oder das von vornerein viel viel mehr Materie existierte, als Antimaterie.

    Übrigens: Künstlich hergestellte Antimaterie muss man im Vakuum in einer "Falle" aufbewahren, wo Magnetfelder das Teilchen mittig halten, damit es nicht an (bzw mit) den Wänden des gefäßes Annihiliert.

    Edit:
    Laut Wikipedia wird bei einer Annihilation die Komplette Energie beider Teilchen freigesetzt, die sich gegenseitig aufheben. Bei einer Teilchenfusion ist das nicht der fall (um mal einen vergleich zu geben). Zitat:
    "Beispielsweise würde die Annihilation eines Wasserstoffatoms mit einem Anti-Wasserstoffatom die Energie 1,88 GeV liefern, die Fusion eines Deuteriumkerns mit einem Tritiumkern dagegen nur 17,6 MeV. Die Antimaterieannihilation setzt hier also etwa 100-mal so viel Energie frei wie die Kernfusion."

    Wenn man ein Mol Helium (4 Gramm) annihiliert sind das (bei 1,88 GeV) 26 Gigawattstunden... das würde meinen energiebedarf ne weile decken. Aber ich weiß nicht ob ich mich nicht verrechnet hab...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.11 22:02 durch ArnyNomus.

  7. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: MentalFloss 28.07.11 - 22:18

    ArnyNomus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gäbe es exakt so viel Antimaterie wie Materie hätten das Universum ein
    > kleines Problem. Wenn sich Matierie und Antimaterie Treffen kommt es zur
    > Annihilation.

    Ja und warum müssen sie sich treffen? Antimaterie hat ja keinen Materiesucher eingebaut. Wenn eine Million Lichtjahre von uns eine Galaxie aus Antimaterie durch das Weltall wabert, werden wir nie etwas davon mitbekommen. Wo ist also das Problem?

  8. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: motzerator 29.07.11 - 04:12

    > Hm, wenn es für jedes Materieteilchen die entsprechende Menge Antimaterie
    > gibt. Wo ist denn dann die ganze Antimaterie ?

    Das ist eines der großen Rätsel der Physik. Nach derzeitigem Wissenstand geht man davon aus, das es im Universum nur sehr wenig Antimaterie gibt.

    Gegen die Annahme, das irgendwo ganze Galaxien aus Antimaterie existieren, spricht der Fakt, das man keine der dramatischen Materie-Antimaterie-Annihilationen beobachten kann, die es dann an den Grenzgebieten überall geben müsste.

    Die Energiemenge ist sehr viel höher als beispielsweise bei einer Kernfusion. Verschmelzen zwei Wasserstoff Kerne zu Helium, wie es in unserer Sonne passiert, dann ist der entstandene Heliumkern ein kleines bischen leichter als die zwei Wasserstoffkerne und dieser geringe Gewichtsunterschied liefert bereits die unglaubliche Kraft der Sonne.

    Bei einer Materie-Antimaterie-Annihilation wird aber die gesamte Masse in reine Energie umgewandelt und das sofort und nicht über Millionen Jahre. Solche Reaktionen zwischen Sternengroßen Objekten währen also gigantische Ereignisse, selbst wenn nur Staubwolken aufeinandertreffen würden gäbe es bereits heftigste Reaktionen.

    Fakt ist, man kann derartiges im Weltall nicht beobachten also ist davon auszugehen, das es keine größeren Ansammlungen von Antimaterie mehr gibt obwohl man davon ausgeht, das beim Urknall Materie und Antimaterie in nahezu gleichen Teilen entstand. Wodurch das leichte Ungleichgewicht zugunsten der Materie entstand, ist den Physikern noch nicht bekannt. Auf jeden Fall verdanken wir unsere Existenz diesem Ungleichgewicht.

  9. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: Ach 29.07.11 - 08:01

    Genau diese Frage wollen sich die Forscher doch beantworten. Eigentlich gab es mal exakt die gleiche Menge an Materie wie Antimaterie im Weltall, im zweiten großen Zeitalter des Universums. Dieses Zeitalter war 3 Sec. nach dem Uhrknall(wenn ich mich nicht irre). Und wegen diesem Gleichgewicht spricht man davon, dass das Weltall bis dato symmetrisch war.

    In der darauf folgenden Phase kam es zum erwähnten Vernichtungskrieg zwischen Anti- und Materie. Und den hat die Materie gewonnen. Konkret wurden bei der Zerstörung von 10 millionen und eins Antimaterieteilchen nur 10 millionen und null Materieteilchen vernichtet, so das also kein Antimaterieteilchen, aber eines von 10 Millionen Materieteilchen den Kampf überlebte. Und diese "Schlagseite" zu Gunsten der Materie bezeichnet man als den erwähnten Symmetriebruch, den sich keiner erklären kann, wessen dem man überhaupt den ganzen Vorschungsaufwand betreibt, und aufgrund diesem wir überhaupt existieren. Den diese überlebenden 0,000000001% machen die gesamte(nicht dunkle) Materie des Weltalls aus.

    Von unserer Physik und Mathematik her müsste sich also alles in dieser Schlacht in der dritten Sekunde in Wohlgefallen aufgelöst haben und das All nur noch einen einzige überdimensionierte Strahlensuppe sein. Ergo: warum sind wir da???

    Ps: Idee am Rande: vielleicht hat sich die Antimaterie ja in der dunklen Materie eingeigelt?

  10. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: GodsBoss 29.07.11 - 08:36

    > Stell dir vor was passiert wenn eine Sonne aus Antimaterie in die
    > Milchstraße trudelt...

    Achtung, wilde Spekulation voraus. ;-)

    In dem wahrscheinlichsten Fall, nämlich dass es nicht zu einer Kollision zwischen der Antimaterie-Sonne und einem anderen Stern kommt, kommt es dort zu Annihilationsstrahlung, wo der Antimaterie-Sonnenwind auf die interstellare (extrem dünne) Materie trifft. Eine recht interessante Art der Heliopause.

    Der unwahrscheinliche Fall einer Kollision wäre interessanter – meine Vermutung ist, dass beide Sterne zerstört werden und der Großteil ihrer Massen vom Kollisionsort weggeschleudert werden. Ab dann wird die herumwabernde Antimaterie stetig weniger, weil sie auf die (oben schon genannte) interstellare Materie trifft.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  11. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: PanicMan 29.07.11 - 14:24

    Also wenn ich das richtig verstanden habe, und das Zitat richtig deute: "Außerdem ist der Fluss der Zeit umgekehrt.", dann ist klar wo die Antimaterie geblieben ist...

    Zeitfluss <--->:
    Antimaterie <-------------------------- Urknall --------------------------> Materie (wir)

    Wobei sich mir wiederum die Frage stellt: Warum bewegt sich künstlich erschaffene Antimaterie nicht in der zeit rückwärts?

  12. Re: Wo ist die Antimaterie ?

    Autor: WitteTitte 29.07.11 - 14:39

    Vielleicht bewegt sie sich ja rückwärts. Vielleicht ist die Sichtbarkeit einer Antimaterie auch nur ein ebenbild, dessen Wirklichkeit. Man stelle 2 Spiegel gegenüber. Sobald wir denken, denken wir verkehrt herrum. kein anfang und kein ende

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