Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Synchronisation: Disney lernt…

Nett, ginge aber noch besser

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Nett, ginge aber noch besser

    Autor: /mecki78 20.04.15 - 12:20

    Gerade bei Animationsfilmen oder Computerspielen könnte man aber ein Verfahren entwickeln, bei dem einfach im fertigen Film die Mundbewegungen austauschen kann. Ich meine, man wird kaum das komplette Bild aufwendig neu rendern müssen, nur weil die Lippenbewegungen geändert werden sollen. Ich stelle mir das so vor:

    Disney gibt den fertigen Film in deutsche Synchro Studios. Die synchronisieren genau wie heute auch und Disney bekommt dann die fertig synchronisierte Tonspur (und zwar als Einzelspuren pro Charakter, nicht den fertigen Downmix). Jetzt jagen sie das ganze noch einmal durch den Rechner, der genau weiß wann wo "Lippen" im Film zu sehen sind und rendered nur diese Szenen neu, genauer gesagt nur die Lippen in diesen Szenen (und ggf. Reflexionen der Lippen in Spiegeln, Wasser, etc) neue speziell für diese Sprachversion (passend zu der Tonspur).

    Das würde noch viel besser Ergebnisse liefern und eine Software könnte das quasi fast automatisch machen. Dazu muss man nur die Lippen der Charakter markieren (damit die Software weiß wo wann welche Lippen sichtbar sind) und eben die passende Tonspuren zuordnen. Ein bisschen Handarbeit wird man brauchen, aber das meiste passiert dann automatisch. Ein Grafiker und ein Tontechniker könnten das zusammen in wenigen Tagen erledigen - und das markieren muss nicht einmal für jede Sprache neu erfolgen, nur das Tonspuren zuweisen. Danach muss man nur noch auf den Server warten, der das ganze rendert.

    /Mecki

  2. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: niemandhier 20.04.15 - 12:29

    Naja mit den ganzen Lichteffekten, Filtern und Reflektionen wird es schon auf ein komplettes neu Rendern hinauslaufen.

    Aber zumindest bei Computerspielen wo die Grafiken ja live gerendert werden wird es ja zum Teil so gemacht.

  3. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: Sebbi 20.04.15 - 12:42

    niemandhier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja mit den ganzen Lichteffekten, Filtern und Reflektionen wird es schon
    > auf ein komplettes neu Rendern hinauslaufen.
    >
    > Aber zumindest bei Computerspielen wo die Grafiken ja live gerendert werden
    > wird es ja zum Teil so gemacht.

    Fast jeder Animationsfilm hat heute angepasste Schrift. So ist in der deutschen Version eine Zeitung oder ein Schild auch lesbar. Sollte also kein Problem sein die Lippen noch entsprechend anzupassen.

  4. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: /mecki78 20.04.15 - 12:57

    niemandhier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja mit den ganzen Lichteffekten, Filtern und Reflektionen wird es schon
    > auf ein komplettes neu Rendern hinauslaufen.

    Glaube ich nicht. Die Lippen haben so gut wie gar keinen Einfluss auf andere Teil des Bildes (außer in einer Reflexion wie Spiegel oder Wasser, aber das hatte ich ja geschrieben). Die stehen ja auch nicht weit raus, d.h. wenn die Schatten werfen, dann höchstens auf die direkte Mundpartie und die wird ja komplett neu gerendert (man rednert ja nicht nur die Lippen selber neu sondern quasi das ganz Areal zwischen Nase und Kinn bzw. zwischen den beiden Backen). Umgekehrt hat natürlich die Umwelt Einfluss auf die Lippen bzgl. Licht und Schatten (z.B. Lichter können sich in feuchten Lippen oder Lippen mit Lipgloss spiegeln), aber wie gesagt, man rendert ja die Lippen neu.

    /Mecki

  5. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: oliver.n.h 20.04.15 - 13:10

    Nun, kommt ganz auf den Renderer an wenn er angepasst ist kann man die Umwelt, Luft, Charaktere, reflektierende Flächen separat rendert, könnte wohl in den meissten Szenen einfach die Gesichtsanimation neu gerendert und ersetzt werden.
    wenn man nicht den atem der Figur bei unter 0 grad mitrendert oder eine Szene mit vielen Gesichtsfläche auf dem Bild, musste nicht komplett neu gerendert werden.

  6. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: Lofwyr 20.04.15 - 13:14

    Dann hätte man aber ein anderes Problem. Nämlich 2 komplett unterschiedliche Filme. Zumindest Blu-ray oder TV hieße das, daß man nicht mal eben eben die Tonspur wechseln kann.

  7. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: SoerVolp 20.04.15 - 13:27

    Da wir beim Animationsfilm sind, ist man nicht auf Lippen limitiert.
    Schnäbel, Rüssel und dergleichen werfen schatten und beeinflussen ihre Umgebung auf zu berücksichtigendem Wege. :)

    Ich denke es wäre möglich, allerdings nur durch einen ziemlich komplexen Prozess, den ein großes Animationsstudio wohl nicht einer fremden Firma oder einem kleinen z.B. deutschen Sub zutraut.
    Schließlich pfuschen die dann an Ihrem Millionenprojekt herum.

    Der Tag wird aber kommen, an dem ein solches oder ähnliches Verfahren als Standard etabliert sein wird.

  8. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: Brand 20.04.15 - 13:33

    Lofwyr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann hätte man aber ein anderes Problem. Nämlich 2 komplett
    > unterschiedliche Filme. Zumindest Blu-ray oder TV hieße das, daß man nicht
    > mal eben eben die Tonspur wechseln kann.

    Wieso Problem? Dann muss der Kunde das Produkt halt zweimal kaufen. Oder den Doppelpack: Originale Version und Synchronisierte Version auf getrennten Blu-Rays. Oder den den Quadruple-Pack: 3D, 2D, Director's Cut, Kinoversion.

    Natürlich die Kinoversion in 3D und der DC nur in 2D. Die DC in 3D gibt es dann wieder extra.

    Das stört doch das Unternehmen nicht, den Kunden vielleicht, aber der interessiert ja nicht. :)

  9. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: Peter Brülls 20.04.15 - 14:02

    Lofwyr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann hätte man aber ein anderes Problem. Nämlich 2 komplett
    > unterschiedliche Filme. Zumindest Blu-ray oder TV hieße das, daß man nicht
    > mal eben eben die Tonspur wechseln kann.

    TV Ja.

    Bei der Blu-Ray ist doch vorgesehen, dass das Bild abgeändert werden kann, über multiangle. Und ich wette, dass selbst bei einem sprechlastigen Film genug Szenen mit Text sind, die man dennoch nicht anpassen muss.

    Allerdings dürfte das ja auch nur für Zeichentrick relevant sein, wo man passend rendern kann.

  10. Re: Nett, ginge aber noch besser

    Autor: Dwalinn 20.04.15 - 14:11

    Ich habe in den anderen thread an etwas ähnliches gedacht^^ nur würde ich das über motion capture machen^^

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. mWGmy World Germany GmbH, Köln
  2. SCHILLER Medizintechnik GmbH, Feldkirchen
  3. Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen
  4. DIBT Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Bose Frames Alto und Rondo für je 199€)
  2. 119,90€ + Versand (Vergleichspreis 144,61€ + Versand)
  3. 199€
  4. (aktuell u. a. AMD Ryzen Threadripper 1920X für 209,90€ statt 254,01€ im Vergleich und be...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

Funkstandards: Womit funkt das smarte Heim?
Funkstandards
Womit funkt das smarte Heim?

Ob Wohnung oder Haus: Smart soll es bitte sein. Und wenn das nicht von Anfang an klappt, soll die Nachrüstung zum Smart Home so wenig aufwendig wie möglich sein. Dafür kommen vor allem Funklösungen infrage, wir stellen die gebräuchlichsten vor.
Von Jan Rähm

  1. Local Home SDK Google bietet SDK für Smarthomesteuerung im lokalen Netzwerk
  2. GE Smarte Lampe mit 11- bis 13-stufigem Resetverfahren
  3. IoT Smart Homes ohne Internet, geht das? Ja!

Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

  1. Streaming: Apple und Netflix aus Auktion um South Park ausgestiegen
    Streaming
    Apple und Netflix aus Auktion um South Park ausgestiegen

    Insidern zufolge könnte der Bieterwettstreit um die Streaming-Rechte der Zeichentrickserie South Park bis zu 500 Millionen US-Dollar erreichen. Netflix soll sein Angebot bereits zurückgezogen haben. Auch Apple will wohl nicht mitbieten - was am jüngsten Verbot der Sendung in China liegen soll.

  2. Google: Vorabwiderspruch bei Street View wird überprüft
    Google
    Vorabwiderspruch bei Street View wird überprüft

    Googles Street View ist in Deutschland bisher kaum verfügbar, das Bildmaterial ist veraltet und Häuser sind oft verpixelt. Grund ist der Vorabwiderspruch gegen die Anzeige von Häusern, den viele Besitzer in Anspruch nahmen. Google lässt nun prüfen, ob neue Aufnahmen ohne Vorabwiderspruch möglich sind.

  3. Datenschutz: Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt
    Datenschutz
    Zahl der Behördenzugriffe auf Konten steigt

    Behörden in Deutschland haben im bisherigen Jahresverlauf häufiger auf Konten von Bürgern zugegriffen als im Vorjahreszeitraum. Dem Bundesdatenschutzbeauftragten gefällt das nicht - er fordert eine Überprüfung der rechtlichen Grundlage.


  1. 15:12

  2. 14:18

  3. 13:21

  4. 12:56

  5. 11:20

  6. 14:43

  7. 13:45

  8. 12:49