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Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

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  1. Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: nixalsverdrussbit 09.04.21 - 18:03

    verbinde ich mit Fusion.

  2. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: derdiedas 09.04.21 - 18:26

    Ich verbinde damit eine saubere Energieversorgung weltweit und damit geht a bissle mehr als nur die Klimaanlage.

    Es ermöglicht Klimaneutral eigentlich alles was wir heute an Konsum so haben, es macht fossile Energieträger obsolet und da wo wir noch Verbrenner haben können wir diese mit Voll-synthetischen Kraftstoffen Klimaneutral und Umweltverträglich weiter betreiben und können in aller Ruhe die bestehende Infrastruktur umbauen.

    Das können regenerative Energiequellen niemals vollumfänglich leisten, die Kosten pro kwh sind einfach immer höher als die der fossilen Energiequellen - und mit Methanhydrat haben wir noch ein weiteres gigantisches Lager über dessen Ausbeutung man ernsthaft nachdenkt - derzeit ist Öl und Kohle halt noch zu billig.

    Solche "handlichen" Anlagen wären eigentlich genau das was wir brauchen - und wenn das wirklich klappt wäre es danach eine komplett andere modernere und saubere Welt. Selbst solche mit aktueller Technik utopischen Vorhaben wie CO2 aus der Luft zu entfernen wären damit preiswert möglich.

    Ich denke ohne Kernfusion sind wir am Arsch, und mit der Kernfusion wird sich die Welt schnell und disruptiv global wandeln. Denn darauf kann niemand verzichten, es macht die dreckige Kernspaltung obsolet, es macht fossile Energieträger obsolet und mit Voll Synthetischen Kraftstoffen bindet man auch noch aktiv CO2 aus der Atmosphäre und kann auf einen Schlag existierende Infrastruktur "sauber" machen.

    Gruß DDD

  3. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: melaw 10.04.21 - 08:30

    Danke DDD. So ist es. Die Menschheit benötigt dringend eine revolutionäre neue Technologie. Das kann Fusion sein, eine andere Möglichkeit wäre ein Wunder-Akku im science fiction Stil, das halte ich aber für unrealistisch.

  4. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: notuf 10.04.21 - 08:47

    nixalsverdrussbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > verbinde ich mit Fusion.


    Dafür gibt es doch jetzt schon Solarzellen: wenn man die Klimaanlage braucht, ist auch so viel Sonnenschein da, dass genügend Strom erzeugt wird.

  5. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: Sharra 10.04.21 - 10:56

    Im Sommer ist es auch nachts heiss... und dunkel.

  6. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: Wasweißichdennschon 10.04.21 - 13:30

    Satz mal bitte die rosarote Brille ab.

    Es hilft bei weitem nicht, den Konsum klimaneutral zu gestalten. Zum Konsum gehört nicht nur der Betrieb, sondern auch die Herstellung von Gütern und die wird man nicht ohne nachhaltiges Produktion klimaneutral herstellen können.

  7. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: gaciju 10.04.21 - 13:42

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ermöglicht Klimaneutral eigentlich alles was wir heute an Konsum so
    > haben, es macht fossile Energieträger obsolet

    Weder brauchen wir dazu Fusion noch wird es mit Fusion guenstiger.


    > und da wo wir noch Verbrenner
    > haben können wir diese mit Voll-synthetischen Kraftstoffen Klimaneutral und
    > Umweltverträglich weiter betreiben und können in aller Ruhe die bestehende
    > Infrastruktur umbauen.

    Verbrennerfahrzeuge werden laengst obsolet sein bevor Fusionsreaktoren einen relevanten Anteil unserer Enerige liefern.


    > Das können regenerative Energiequellen niemals vollumfänglich leisten, die
    > Kosten pro kwh sind einfach immer höher als die der fossilen Energiequellen

    Ist heute Gegenteiltag?

    > und mit Voll Synthetischen Kraftstoffen
    > bindet man auch noch aktiv CO2 aus der Atmosphäre und kann auf einen Schlag
    > existierende Infrastruktur "sauber" machen.

    "" zu setzen entschuldigt keine falschen Tatsachenbehauptungen. Es kommt halt hinten immer noch dasselbe raus, was nicht nur CO2 ist, das man vielleicht (lol) anderswo wieder absaugt. Davon abgesehen ist es eh viel zu aufwendig, CO2 aus der Atmosphaere zu nehmen nur damit man noch ICEs fahren kann (warum eigentlich?) ist viel zu aufwendig als dass das bis dahin irgendjemanden interessieren wuerde.

  8. Re: Endlich ohne schlechtes Gewissen die Klimaanlage aufdrehen

    Autor: gaciju 10.04.21 - 15:05

    melaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke DDD. So ist es. Die Menschheit benötigt dringend eine revolutionäre
    > neue Technologie. Das kann Fusion sein, eine andere Möglichkeit wäre ein
    > Wunder-Akku im science fiction Stil, das halte ich aber für unrealistisch.


    Nein, so ist es nicht.

    Praemissen: Wir bleiben mal beim Ziel "CO2-neutral bis 2050". Nehmen wir mal an, Fusion wird innerhalb der naechsten 10 Jahre praktikabel - was voellig hirnrissig ist, aber nur mal als Gedankenspiel. Warum sollten wir Fusion brauchen? Weil sie "sauber" ist. Kein CO2, kein Feinstaub - sonstige Umweltschaeden lassen wir mal aussen vor. Und vermeintlich billig. Schliesslich kann so ein Reaktor eine ganze Menge an Hitze erzeugen, die sich zu Strom machen laesst.

    Nun, wenn wir 2030 die Technologie haben, was tun wir dann damit?

    1. Reaktoren muessten massenhaft gefertigt und schnell aufgestellt werden, um die Kurve noch zu kriegen; mal zur Veranschaulichung: Kernkraft liefert heute weltweit etwa 2.500 TWh im Jahr[1]. Die Menschheit verbraucht aber fast 600 Exajoule/Jahr[2], wobei noch Milliarden Afrikaner, Asiaten, Suedamerikaner Welten von unserem Verbrauch weg sind. Egal, lassen wir mal aussen vor.
    3,6 MJ sind eine kWh, folglich sind 600 EJ ca. 167 PWh.
    OK, natuerlich ist nicht alles davon fossil erzeugt. Lassen wir mal die bereits installierten Erneuerbaren und Kernenergieanlagen laufen. Die Zahlen sind etwas aelter, aber denke nicht dass sich am Verhaeltnis allzu viel getan hat[3]. Nehmen wir der Einfachheit halber mal an, "nur" 80% muessten ersetzt werden. Waeren immer noch 133 PWh. Also muessten wir mehr als das 50-fache dessen, was uns die Kernenergie heute liefert von 2030 bis 2050 in Fusion aufbauen.

    2. zusaetzliche Infrastruktur zur weiteren Elektrifizierung und Sektorkopplung muss aufgebaut werden, wir muessen auch sauberen Strom fuer Waerme und Mobilitaet nutzen statt Holz, Gas, Kohle und Oel in Fahrzeugen, Heizungen oder in der Industrie zu verbrennen. Ggf. auch Waermenetze massiv auf-/ausbauen; zwar will niemand Fernwaerme aus einem Kernkraftwerk aber Fusion ist ja der Weltenretter. Das drueckt den Primaerenergieverbrauch merklich, sind wir mal optimistisch und nehmen die Haelfte an. Zwar ist der Endenergieverbrauch heute noch deutlich >50% des Primaerenergieverbrauchs aber wir gewinnen ja auch noch etwas durch Erd-/Umgebungswaerme dazu.
    Bleiben noch 67 PWh oder das 27-fache der heutigen Kernenergie - wird schon besser.

    Auch: massiver Netzausbau, weltweit. Last ist nicht konstant und kann/will nur bedingt verschoben werden. Thermoelektrische Kraftwerke sind aber traege. Die Last haengt aber massgeblich von der Tages- und Jahreszeit ab, folglich kommt man auf hoehere Nutzungsgrade wenn man besser vernetzt ist. Das reduziert auch den Bedarf an Kurzzeitspeichern, die auch mit Fusion gebraucht werden, wenn man nicht massiv Ueberkapazitaeten in der Erzeugung aufbauen und zeitlich versetzte Energie wegschmeissen will. Pumpspeicher und flexible Kraftwerke hat man seit 100 Jahren auch nicht wegen volatilen Erzeugern sondern wegen der Grundlastkraftwerke gebaut.

    Alternativ dazu laesst sich selbstverstaendlich auch im grossen Stile H2 elektrolysieren, synthfuels Herstellen, nach Wunsch alles ueber eine ebenfalls noch aufzubauende Infrastruktur transportieren und spaeter Rueckverstromen. Dann sparen wir uns vielleicht ein paar Waermepumpen und Batterieautos ein, brauchen aber zusaetzlich fuer diese Bereiche wieder das Vierfache an Energie mit dem unschoenen Nebeneffekt lokaler Emissionen UND zusaetzliche Infrastruktur zum Absaugen von CO2. Je mehr man davon will, desto mehr Energie braucht man wieder.

    3. viel billiger sein um am Markt gegen bereits in Betrieb befindliche Kraftwerke konkurrieren zu koennen; oder aber wir verbieten konventionelle Kraftwerke einfach und pushen die Alternative ohne dass sie billiger ist, was nicht nur Punkt 1 noch massiv verschaerft sondern sicherlich auch zu Gegenwind fuehrt.


    Und jetzt mal ein Realitaetsabgleich: Wir brauchen fuer Planung und Bau eines Kernkraftwerks nach westlichen Sicherheitsstandards mindestens 15 Jahre. Und das obwohl aehnliche Reaktoren bereits in Betrieb und/oder anderswo gebaut sind/werden. Glaubt ernsthaft jemand, wenn wir 2030 damit anfangen, Fusionsreaktoren zu bauen, ohne jegliche Praxiserfahrung, sind wir 2050 damit fertig das zigfache an installierter Leistung aufzustellen als wir heute haben?
    Das liegt uebrigens nicht am Reaktor. Auch das "moderne" Kohlekraftwerk Datteln 4 hat 13 Jahre gebraucht. Und da ist auch ein inhaerentes Problem, das noch gar nicht angesprochen wurde: Das liegt nicht im Waermeerzeuger sondern darin, was dahinter kommt. Auch ein Fusionskraftwerk basiert noch immer auf dem Prinzip, Wasser zu Dampf zu erhitzen und durch Turbinen zu schicken. Das ist aber aufwendig und ineffizient und ist ueberhaupt nur noch dann halbwegs interessant, wenn man den heissen Dampf in riesigen Mengen billig bringen kann. Wirtschaftswissenschaftler (keine gruenen Spinner) haben schon vor Jahren ausgerechnet, dass das Prinzip wirtschaftlich nicht mehr mit Erneuerbaren mithalten kann, selbst wenn man keinen Reaktor, Kohleblock oder was auch immer vorne dran haette und der Dampf umsonst aus einem Erdloch kaeme. Der ganze hintere Teil des Kraftwerks ist schon zu aufwendig und teuer um schnell so viel Leistung hochzuziehen, ganz ohne Fission, Fusion oder Kohle.

    Deshalb sind auch die Hoffnungen auf kleine, in Masse fabrikneu Hergestellten Reaktoren fuer die Katz. Im kleinen sind die noch viel ineffizienter als ohnehin schon. Das alles gilt uebrigens nicht nur fuer Fusion sondern 1:1 auch fuer die tollen Spaltreaktoren fuer die jetzt Gates jetzt wieder trommelt.

    Aber gut, selbst wenn wir annaehmen, dass wir das hinbekommen brauchen wir trotzdem Punkt 2. Damit duerfen wir nicht bis 2030 warten sondern muessen jetzt damit beginnen. Verstromen, was sich verstromen laesst. Jede kWh Waerme, die aus einer Waermepumpe statt aus einer Brennwertheizung kommt spart schon heute CO2 und bereitet uns auf die Fusionszukunft vor. Jeder km, der mit Batterieelektrischen Fahrzeugen statt (neuen) Verbrennerfahrzeugen zurueckgelegt wird spart CO2 und bereitet uns auf die Fusionszukunft vor. Netzausbau und internationaler Stromhandel sorgt fuer bessere Nutzungsgrade, spart Energie und bereitet uns auf die Fusionszukunft vor.

    Insofern: nicht auf die "revolutionaere" Technologie warten, das ist nur eine Ausrede, weitere 10 Jahre nichts zu tun (und dann nochmal 10, weil, hoppla, die Fusion ja doch noch nicht bereit ist). Statt neues Verbrennerauto kaufen altes weiterfahren oder BEV kaufen. Statt Gasheizung WP verbauen. Statt gegen Netzausbau oder Windkraftanlagen zu demonstrieren den Leuten Vernunft einreden. PV aufs eigene Dach bauen oder/und sich an Buergerenergiegenossenschaften und aehnlichem beteiligen. Denn: vieles, was fuer EE notwendig ist brauchen wir mit Fusion ohnehin auch. Wuerden wir Fusion als *die* Zukunft festlegen muessen wir heute damit anfangen, das System umzubauen. Wenn wir es vernuenftig machen, brauchen wir die teure Fusion gar nicht, wenn sie endlich bereit ist. Und wenn doch, dann haben wir uns gut drauf vorbereitet und die Welt mit EE in der Zwischenzeit schon etwas sauberer gemacht. Und nicht zuletzt wird Punkt 3 wird massiv entschaerft, da wir heute schon massiv EE aufstellen koennten wenn wir nur wollten. Die guenstigeren Grundlastkraftwerke sind dann bis zur Fusion bereits durch EE ersetzt, gegen verbleibende flexible Erzeuger ist einfacher zu konkurrieren.




    [1]: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernenergie
    [2]: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Infografiken/Energie/Energiedaten/Internationaler-Energiemarkt/energiedaten-int-energiemarkt-46.html
    [3]: https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52750/energiemix?zahlenfakten=detail



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.21 15:13 durch gaciju.

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