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Weiterführende Links / Unrealistischer Ansatz

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  1. Weiterführende Links / Unrealistischer Ansatz

    Autor: Mingfu 02.08.11 - 16:06

    Weitere Informationen unter:

    https://telex.cc/

    Insbesondere gibt es dort auch bereits das auf der Usenix-Seite noch gesperrte Paper:

    https://telex.cc/pub/telex-usenixsec11.pdf


    Das ist allerdings ein eher typisches System, welches im Elfenbeinturm der Wissenschaft gediehen ist. Es ist von der Idee zwar ein interessanter und guter Ansatz, aber es ist sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich, dass sie der erforderliche Hilfe der Backbone-Provider erhalten werden.

    Der Provider muss dazu nämlich einen Router aufstellen, welcher sämtlichen HTTPS-Datenverkehr untersucht, ob steganographische Telex-Anforderungen enthalten sind. Das kann einen großen Verkehrs- und Rechenaufwand darstellen und damit entsprechend teuer sein. Zusätzlich dazu kann die enthaltene Anforderung ja für ein völlig anderes Netz bestimmt sein (die HTTPS-Verbindung, welche die Pakete auf den Telex-Router des Providers geführt hat, dient ja nur als Schleier für die eigentlich beabsichtigten Daten) - d. h. dort muss der Provider ggf. noch selbst dafür zahlen, dass der Verkehr an das eigentliche Ziel kommt.

    Freiwillig wird sich das kaum durchsetzen, weil es für den Provider, der das einführt, gegenüber anderen einen Wettbewerbsnachteil durch höhere Kosten darstellt. Bruce Schneier schlägt deshalb eine gesetzliche Verpflichtung vor. Nur: Die Provider sind ja schon im Kampf mit der Politik bezüglich der Vorratsdatenspeicherung und der dadurch verursachten Kosten. Wenn also unsere Politiker ein Einsehen mit den Providern haben und deshalb nur entweder Vorratsdatenspeicherung oder Anti-Zensursystem den Providern aufdrücken wollen, dann weiß man, für was die sich entscheiden...

    Nebenbei würde eine gesetzliche Verpflichtung zu einem Anti-Zensursystem der Provider in Europa / den USA auf jeden Fall China auf den Plan rufen, denn ein solches System wendet sich ja vor allem dagegen. Und wer mag es sich schon mit China im Moment verscherzen, wenn man doch an deren Geldhahn hängt?

  2. Re: Weiterführende Links / Unrealistischer Ansatz

    Autor: foo 03.08.11 - 06:07

    Was spricht gegen ähnliche Finanzierungsquellen wie im Fall von Freegate... hat ja dasselbe Ziel.

    Freegate was created by Falun Gong practitioners[3] and has been financed by the
    Broadcasting Board of Governors, a US governmental agency.[4][5][6] Freegate also
    receives funding from Human Rights in China,[5] which is also one of its clients[7] and
    which receives some funding from the American non-profit organization the National
    Endowment for Democracy.[8] According to a CRS report, the US government gave
    $685,000 in funding to Freegate.[9]
    http://en.wikipedia.org/wiki/Freegate

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