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Etabliert?!

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  1. Etabliert?!

    Autor: \pub\bash0r 20.09.18 - 12:44

    Times New Roman und Arial? Mir fallen spontan keinerlei professionelle Publikationen ein, die diese Schriftarten nutzen.

    Ich behaupte, an (vernünftigen) Hochschulen kommt bei (wissenschaftlichen) Arbeiten Latin Modern häufiger vor - dank LaTeX (und Konsorten).

    Arial gehört mMn sowieso nicht gedruckt (dafür fehlen die Serifen) und Times New Roman sieht im Vergleich zu anderen Schriften (z.B. Palladio oder DejaVu Serif) echt billig aus.

  2. Re: Etabliert?!

    Autor: emuuu 20.09.18 - 13:12

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Times New Roman und Arial? Mir fallen spontan keinerlei professionelle
    > Publikationen ein, die diese Schriftarten nutzen.
    >
    > Ich behaupte, an (vernünftigen) Hochschulen kommt bei (wissenschaftlichen)
    > Arbeiten Latin Modern häufiger vor - dank LaTeX (und Konsorten).
    >
    > Arial gehört mMn sowieso nicht gedruckt (dafür fehlen die Serifen) und
    > Times New Roman sieht im Vergleich zu anderen Schriften (z.B. Palladio oder
    > DejaVu Serif) echt billig aus.


    An meinem Lehrstuhl war Arial vorgeschrieben. Und sooo wichtig sind Serifen bei 1.5 Zeilenabstand nun auch nicht.

  3. Re: Etabliert?!

    Autor: Zazu42 20.09.18 - 13:16

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich behaupte, an (vernünftigen) Hochschulen kommt bei (wissenschaftlichen)
    > Arbeiten Latin Modern häufiger vor - dank LaTeX (und Konsorten).

    Zum Glück macht jeder Mensch, an jeder Uni, immer nur einen (vernünftigen) und (wissenschaftlichen) Abschluss.

    Was ich Leuten schon aushelfen musste Ihre Abschlussarbeiten in Word so zu formatieren, dass es stimmt... Und ja viele geben Arial oder Times New Roman fest vor.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.09.18 13:18 durch Zazu42.

  4. Re: Etabliert?!

    Autor: unholy79 20.09.18 - 15:36

    Also ich kann eigentlich jeden empfehlen eine längere Arbeit mit Latex zu schreiben. Das ist deutlich angenehmer.

  5. Re: Etabliert?!

    Autor: ibsi 20.09.18 - 15:43

    unholy79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also ich kann eigentlich jeden empfehlen eine längere Arbeit mit Latex zu
    > schreiben. Das ist deutlich angenehmer.

    WEIL? Ich habe mein Leben noch nie Latex benutzt. Gibt es da sinnvolle Editoren oder ist das Plain Text in einer .tex-Datei?

  6. Re: Etabliert?!

    Autor: unholy79 20.09.18 - 16:00

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > WEIL? Ich habe mein Leben noch nie Latex benutzt. Gibt es da sinnvolle
    > Editoren oder ist das Plain Text in einer .tex-Datei?

    Es gibt schon sinnvolle Editoren. Natürlich ist der Aufwand zu Beginn größer, da man sich reinlesen muss, aber Zeit holt man schnell wieder rein.

    Word bietet einfach nicht sehr viel, wenn es mehr als nur um Text geht. Das fängt schon bei einer einfachen automatischen Formelnummerierung an. Word versucht alles automatisch zu machen, damit der Nutzer so wenig wie möglich nachdenken muss. Das Problem ist nur, dass es darin nicht unbedingt gut ist und oft Fehler auftreten.

    Latex macht das was du sagst, nicht mehr, nicht weniger. Das macht es bei längere Arbeiten sehr angenehm, damit zu arbeiten.

  7. Re: Etabliert?!

    Autor: ibsi 20.09.18 - 16:03

    Danke

  8. Re: Etabliert?!

    Autor: lestard 20.09.18 - 16:28

    Ich hatte meine Masterarbeit in Markdown verfasst weil mir die Latex-Syntax zu sperrig ist. Dann hab ich die Markdown-Files nach Latex kompiliert und diese dann mittels der üblichen Werkzeuge zu PDF. Bei Bedarf konnte ich trotzdem im Markdown auch direkt Latex-Ausdrücke schreiben, wenn es kein Markdown-Äquivalent gibt (z.B. Formeln).
    Das war für mich persönlich der optimale Workflow.

  9. Re: Etabliert?!

    Autor: waldifubu 20.09.18 - 16:57

    Aber natürlich:

    Ich, und Millionen andere Autoren, haben dieses tolle Tool verwendet:
    http://www.xm1math.net/texmaker/

    Im MikTex Paket ist auch ein Editor, der heißt TexWorks, ist aber bei Weitem nicht so mächtig. Man denke an den Vergleich zw. Notepad++ zu Notepad.
    Es kostet leider einiges an Zeit sich in LaTex reinzufuxen.

    Dafür hat man volle Kontrolle über:
    Inhaltsverzeichnis (autom.)
    Abbildungsverzeichnis (autom.)
    Tabellenverzeichnis (autom.)
    Layout, Formatierung
    Kopfzeile groß, klein, links, rechts ... (Package: Fancyheaders)
    Fußzeile s. Kopfzeile: Seitenzahl: L,R, mittig, als römische Zahl usw.
    Anhang (autom.)
    Glossar/Stichwortverzeichnis (autom.)
    Quellen sortiert nach "Was auch immer": Alphabet, Datum, Titelname, Erscheinungsjahr, Verlag, oder wie bei mir, Quellmedium
    und KOMAscript fürs Layout
    Für Ingenieure und andere interessant:
    Matheformeln, Chemieformeln und Graphenlehre

    Gerade Quellenverwaltung war ein wenig heikel bei mir. Bis 10 Medien unproblematisch. Es gibt sogar eine Methode wie man es in Word auch hinkriegen könnte, aber mir wurde zu LaTex geraten. Mit Calibre und JabRef kann man eine schöne Quellenverwaltung aufbauen. Diese erzeugen mir quasi die Eingabedatei (.bib) für Quellen. Ich hatte grob über 40 Quellen.
    In Latex kann ich mir, wie erwähnt, aussuchen in welcher Form die Quellen und damit auch die Fußnoten angezeigt werden sollen. der Biber schweißt es zusammen und der Compiler erzeugt ein wunderschönes PDF.
    Et voilà so erzeugt man eine 1,0 !

  10. Re: Etabliert?!

    Autor: nixidee 20.09.18 - 17:06

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Times New Roman und Arial? Mir fallen spontan keinerlei professionelle
    > Publikationen ein, die diese Schriftarten nutzen.

    Wissenschaftliche Arbeiten z.B.

    Ansonsten gibt es da so eine Erfindung, nennt sich Internet:
    https://www.webmasterpro.de/design/news/2009/02/02/verbreitung-von-schriftarten-im-web.html

    > Ich behaupte, an (vernünftigen) Hochschulen kommt bei (wissenschaftlichen)
    > Arbeiten Latin Modern häufiger vor - dank LaTeX (und Konsorten).

    Office dürfte weiter verbreitet sein. An irgendeiner TU Klitsche vielleicht mag deine Annahme stimmen, an vernünftigen Vollunis wird Latex vermutlich er die zweite Geige spielen.

  11. Re: Etabliert?!

    Autor: berritorre 20.09.18 - 17:15

    Wenn man so eine 1,0 erzeugt, dann stimmt bei euch im Studiengang was nicht. Eine schlechte Form mag vielleicht zu Abzügen führen können, aber die 1,0 sollte doch noch immer auf dem Inhalt und nicht der Form basieren.

  12. Re: Etabliert?!

    Autor: SirJoan83 20.09.18 - 17:36

    Vermutlich kann man sich voll auf den Inhalt konzentrieren, wenn die Form kein Problem wird... :-D

  13. Re: Etabliert?!

    Autor: schneeflocke 20.09.18 - 17:42

    Ich will jetzt keine Word / LaTeX-Debatte lostreten, aber die genannten Punkte sind meiner Meinung nach etwas einseitig. An der Uni habe ich sowohl mit LaTeX als auch mit Word (alle Versionen seit 2007) Arbeiten erstellt (Umfang > 200 Seiten, ca. 100 Quellen, etc.). Und beide haben ihre Stärken und Schwächen.

    Viel wichtiger als die Frage ob Word oder LaTeX finde ich, DASS man darüber nachdenkt, wie ein gut lesbares Dokument aussieht und dass man lernt, mit Formatvorlagen umzugehen. Ob man das ganze dann in Word oder LaTeX umsetzt ist meiner Meinung nach egal. Ich finde, beide haben ihre Stärken und Schwächen und man sollte sich das aussuchen, bei dem man mit den Schwächen am besten klar kommt ;-)

    waldifubu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Inhaltsverzeichnis (autom.)
    > Abbildungsverzeichnis (autom.)
    > Tabellenverzeichnis (autom.)
    Das kann Word auch (automatisch)
    > Layout, Formatierung
    > Kopfzeile groß, klein, links, rechts ... (Package: Fancyheaders)
    > Fußzeile s. Kopfzeile: Seitenzahl: L,R, mittig, als römische Zahl usw.
    Was kann Word daran nicht?
    > Anhang (autom.)
    Wie ist das in LaTeX umgesetzt?
    > Glossar/Stichwortverzeichnis (autom.)
    Ich kenne keine (wissenschaftliche) Arbeite, die ein Glossar besitzt. Gibt es Universitäten/Fachbereiche in denen das verlangt wird? (ernst gemeinte Frage)
    > Quellen sortiert nach "Was auch immer": Alphabet, Datum, Titelname,
    > Erscheinungsjahr, Verlag, oder wie bei mir, Quellmedium
    Stimmt, Quellenverwaltung in Word ist ein Graus (einmal gemacht - nie wieder).
    Noch einfacher geht das (mMn) mit Citavi (einige Unis haben Campus-Lizenzen; hat ein sehr komfortables Word Add-In, da kann LaTeX (mMn) kaum mehr mithalten)
    > und KOMAscript fürs Layout
    > Für Ingenieure und andere interessant:
    > Matheformeln, Chemieformeln und Graphenlehre
    Stimmt, da kann LaTeX mehr. Word bietet dafür WYSIWYG, das ich nicht mehr missen will.

    > Gerade Quellenverwaltung war ein wenig heikel bei mir. Bis 10 Medien
    > unproblematisch. Es gibt sogar eine Methode wie man es in Word auch
    > hinkriegen könnte, aber mir wurde zu LaTex geraten. Mit Calibre und JabRef
    > kann man eine schöne Quellenverwaltung aufbauen. Diese erzeugen mir quasi
    > die Eingabedatei (.bib) für Quellen. Ich hatte grob über 40 Quellen.
    > In Latex kann ich mir, wie erwähnt, aussuchen in welcher Form die Quellen
    > und damit auch die Fußnoten angezeigt werden sollen. der Biber schweißt es
    > zusammen und der Compiler erzeugt ein wunderschönes PDF.
    > Et voilà so erzeugt man eine 1,0 !
    Herzlichen Glückwunsch!


    Meine persönliche Liste mit Vor/Nachteilen sieht übrigens ungefähr so aus:
    LaTeX:
    + Schönere Formeln
    + Automatischer Satz (Seitenumbrüche etc.)
    - einfaches Diffen
    - kein WYSIWYG (gerade bei Formeln habe ich x-mal kompiliert, um zu sehen, ob alles passt, dauert ewig, die glücklichen, die ihre Formeln in LaTeX auf Anhieb richtig setzen haben das Problem natürlich nicht)
    - Einarbeiten von (externen) Korrekturen ist mühsam (in dem Satz fehlt ein Komma... und wo ist das im Tex-Code?)
    - Kompatibilität kann problematisch sein (kann ich in fünf, sechs Jahren (auf nem neuen Rechner...) das Dokument noch öffnen?)

    Word (speziell 2016):
    + WYSIWYG
    + Tabellen sind einfach einfach
    - Formeln können nicht durchsucht werden (grauslig, wenn zwischendurch die Notation angepasst werden muss)
    - Verlinken von Abbildungen mit relativen Pfaden ist nicht robust.

  14. Re: Etabliert?!

    Autor: Eheran 20.09.18 - 17:46

    Abgesehen von:
    >Glossar/Stichwortverzeichnis (autom.)
    >Quellen sortiert nach "Was auch immer": Alphabet, Datum, Titelname, Erscheinungsjahr, Verlag, >oder wie bei mir, Quellmedium
    >und KOMAscript fürs Layout

    Habe das alles schon in Word genutzt. Die genannten Sachen kenne ich nicht (1 und 3) bzw. habe ich nicht gebraucht (2), könnte es aber auch geben.

  15. Re: Etabliert?!

    Autor: SirJoan83 20.09.18 - 17:51

    Klar kann man mit Word sehr viel machen. Ich habe das auch konsequent gemacht (Word Datei musste abgegeben werden) und habe ein paar Tage vor der Abgabe die komplette Struktur umgeschmissen - und das komplette Layout hat gepasst und alle Bezüge haben noch gepasst :-)
    Aber es gab schon einige Bugs die mega nervig waren...
    Bild klebt auf einmal oben an der Seite
    Textfluss um die Bilder klappt auf einmal nicht mehr
    Bild inklusive Bildunterschrift ist ein Graus

    Ein Kommilitone hatte sich leider nicht konsequent an eine Arbeit mit Formatvorlagen gehalten und hat Wochen verloren beim Kampf mit Word.
    Dazu verleitet Word leider - das merkt man auch auf der Arbeit...

  16. Re: Etabliert?!

    Autor: berritorre 20.09.18 - 18:09

    Ja, klar. Aber auch mit Word (man soll es nicht glauben) kriegt man das ganz OK hin.

    Ich persönlich würde niemandem empfehlen kurz vor der Diplomarbeit auf eine Technik umzusteigen, die man nicht kennt. Dann ist es nämlich schnell vorbei mit "sich voll auf den Inhalt" konzentrieren.

    Wenn man also bisher alle Arbeiten mit Word/OpenOffice/LibreOffice gemacht hat, würde ich nicht empfehlen mal schnell auf Latex umzusteigen, einfach weil man sich einarbeiten muss.

    Idealerweise hat man vorher schon mal, mit etwas weniger Druck, damit gearbeitet.

  17. Re: Etabliert?!

    Autor: berritorre 20.09.18 - 18:12

    Sorry, aber wie kann man mit Formatierungen, selbst wenn es 200+ Seiten sind Wochen verlieren???

  18. Re: Etabliert?!

    Autor: unbuntu 20.09.18 - 18:14

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Office dürfte weiter verbreitet sein. An irgendeiner TU Klitsche vielleicht
    > mag deine Annahme stimmen, an vernünftigen Vollunis wird Latex vermutlich
    > er die zweite Geige spielen.

    Aber LaTeX bekommt man doch im 2. Semester beigebracht!!! Das muss doch voll pro sein.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  19. Re: Etabliert?!

    Autor: SirJoan83 20.09.18 - 18:22

    Formatvorlagen und Vererbung sowie direkte Formatierungen etc.
    Bild und Bildunterschrift verlieren sich
    Wenn man glaubt, dass man alles gefunden hat findet sich später doch etwas etc.
    Es waren auch nicht Wochen am Stück sondern immer wieder auftretende Probleme. Kumuliert über eine Woche sind schon Wochen. Ob man auch andere Probleme auf die Formatierung geschoben hat, kann ich nicht sagen...

  20. Re: Etabliert?!

    Autor: BLi8819 20.09.18 - 18:35

    Eine Formelnummerierung ist doch schnell in Word umgesetzt...
    Angenommen die Nummer soll immer am rechten Rand in Klammern stehen.

    1. Erstelle eine zweispaltige Tabelle und blende den Rahmen aus
    2. In der linken spalte füge eine Formelvorlage ein. In der Rechten spalte fügst du eine neue Nummerierung ein;
    3. Speicher die Tabelle als Vorlage

    Fertig.
    Für eine Formel erstellt man dann eine Tabelle aus der Vorlage. Die Formeln werden dann automatisch durchnummiert.
    5 Minuten Arbeit.

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