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Nemo ...

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  1. Nemo ...

    Autor: Cohiba 15.02.17 - 09:48

    Gerade aus der Rotte der Tragschrauberhersteller hat diesen Ansatz schon öfter jemand versucht, gescheitert sind sie bisher alle und neu ist das Konzept nun so gar nicht. Bei Preisen von 3xx.000 bis 5xx.000 Euro bewegt sich das auch im Bereich der sehr teuren Kleinflugzeuge. Normale Tragschrauber sind sehr viel günstiger.

    Problem Nummer 1: um sich in der Luft zu bewegen braucht man nach internationaler ICAO Übereinkunft seit 1947 eine entsprechende Lizenz, vulgo Pilotenschein. Mit den über 900kg Gewicht, MTOW Max Take Off Weight, fällt das Gerät auch nicht mehr in die national geregelte Ultraleicht UL Luftsportgeräte Kategorie, braucht also mehr als einen "kleinen" Luftsportgeräteschein", sondern eine richtige Pilotenlizenz (mit entsprechend hohen Kosten, regelmässigen Überprüfungsflügen, regelmässiger medizinischer Untersuchung ... der deutsche Autofahrer und jedes Jahr einmal zum Flugmediziner LOL).

    Problem Nummer 2: um ausserhalb von offenen Flugplätzen zu starten und zu landen braucht man einen Aussenstart- bzw. Aussenlandegenehmigung und die wird von den lokalen Behörden ausgegeben. Zwar gibt es Allgemeinerlaubnisse, aber in aller Regel nur für Hubschrauberdienste von allgemeinem Belang, wie Polizei, Rettungsdienste & Co. Wenn jetzt auch noch die teutsche Flugleiterpflicht für Landeplätze dazu kommt, dann ist das thema endgültig nur noch ein Ingenieursspielchen - um zu zeigen was geht, aber nicht um es wirklich zu tun.

    Problem Nummer 3: als Luftfahrzeug dieser Gewichtsklasse wird das unter die Fuchtel des Luftfahrtbundesamts geraten, das in Pilotenkreisen als "Größtes Unbewegliches Luftfahrthindernis Deutschlands" bekannt ist. Wenn Autofahrer mit dieser Behörde und dazu noch mit den Erfordernissen von Wartung von Fluggerät konfrontiert wird, haben wir entweder einen Bürgerkriegsaufstand (man darf ja mal hoffen), oder das Thema ist spätestens dann vom Tisch.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.17 09:59 durch Cohiba.

  2. Re: Nemo ...

    Autor: 6502 15.02.17 - 10:14

    Meiner Meinung nach ist so ein Gefährt höchstens was für Länder, in denen es

    a) viel mehr Platz und weniger dichte Bebauung als in DE gibt
    b) das "Flugrecht" etwas "liberaler" ist


    Bei a) könnte man sich endlos lange & gerade Straßen in den Great Plains der USA, in Australien, Kanada oder Russland vorstellen - wo alle 30 km mal ein Gehöft ist ... oder auch mal 100 km gar nichts "menschliches".

  3. Re: Nemo ...

    Autor: Cohiba 15.02.17 - 12:01

    6502 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach ist so ein Gefährt höchstens was für Länder, in denen
    > es
    >
    > a) viel mehr Platz und weniger dichte Bebauung als in DE gibt

    Lustigerweise interessieren sich allerdings gerade dichter besiedelte Länder für die Konzepte, das Argument ist also eher ein "typisch deutsches" ... ;-).

    > b) das "Flugrecht" etwas "liberaler" ist

    "Das Flugrecht" ist bereits seit 1947 international sehr viel mehr vereinheitlicht als alles andere was es auf der Welt so an Regularien gibt. Das Problem sind die nationalen und lokalen Umsetzungsbehörden, die aus politischen, ideologischen und profilneurotischen Gründen mehr oder minder kooperativ sind.

    >
    >
    > Bei a) könnte man sich endlos lange & gerade Straßen in den Great Plains
    > der USA, in Australien, Kanada oder Russland vorstellen - wo alle 30 km mal
    > ein Gehöft ist ... oder auch mal 100 km gar nichts "menschliches".

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