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Wozu?

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  1. Wozu?

    Autor: AllDayPiano 13.05.20 - 08:43

    Der aktuelle Stand der Wissenschaft sagt, dass die Anzahl der Schmierinfektionen gegen 0 geht. Eigentlich finden Infektionen immer über Tröpfchen und Aerosole statt.

    Große Wasserpartikel fallen aber sehr schnell zu boden, in Aerosol trocknet das Virus allerdings schnell aus. Zwar ist die RNA dann weiter nachweisbar (viele Stunden), aber das hat keinerlei Aussagekraft über die Infektiösität. Auch gibt es keine Daten, die definieren können, ab welcher vitaler Viruskonzentration tatsächlich eine Ansteckung erfolgt (sind es 10, 10.000, oder 1.000.000.000 Viren?).

    Aktuell zeigt sich, dass Infektionen eigentlich nur dann stattfinden, wenn sich zwei Menschen über einen längeren Zeitraum relativ nahe gekommen sind.

    In Anbetracht dessen erscheint das System ziemlich absurd. Viel effektiver schützt eine ausreichende Luftzirkulation in geschlossenen Räumen vor einer Ansteckung, als das Bestrahlen von Oberflächen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  2. Re: Wozu?

    Autor: M.P. 13.05.20 - 09:27

    Der aktuelle Stand der Wissenschaft ändert sich schneller, als das Wetter bzgl. Corona

    Oder weißt Du, ob man Mund-Nase-Masken im Backofen desinfizieren kann, welche Temperatur dazu einzustellen ist, und wie lange sie im Backofen verbleiben sollen?

    Das RKI - Statement ist in der Beziehung "butterweich"

    > Kontaktübertragung: Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung des Infizierten nicht auszuschließen (13), da vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren unter bestimmten Umständen in der Umwelt nachgewiesen werden können (3) (siehe Punkt „Tenazität“). Bei COVID-19-Patienten wurden vereinzelt auch PCR-positive Stuhlproben (14-16) identifiziert. Für eine Ansteckung über Stuhl müssen Viren jedoch vermehrungsfähig sein. Dies konnte bisher zwar in einer Studie gezeigt werden, aber auch da gelang der Nachweis eher selten (17).

    > Oberflächen: In derselben Studie wurde auch untersucht, wie lange vermehrungsfähige SARS-CoV-2-Viren auf verschiedenen unbelebten Oberflächen nachgewiesen werden können: Unter allen experimentellen Bedingungen nahmen die Mengen nachweisbarer Viren exponentiell ab. Auf Kupfer konnten nach vier und auf Karton nach 24 Stunden keine Viren mehr nachgewiesen werden, während diese auf Edelstahl (bis zu 48 Stunden) und Kunststoff (bis zu 72 Stunden) deutlich länger nachweisbar waren (3). Die untersuchte Viruslast war in diesen Untersuchungen jedoch relativ gering (104 / ml). In ähnlichen Untersuchungen mit höheren Virustitern von SARS-CoV-1 blieben die Viren bis zu sechs Tage vermehrungsfähig (110).

  3. Re: Wozu?

    Autor: chefin 13.05.20 - 09:40

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der aktuelle Stand der Wissenschaft sagt, dass die Anzahl der
    > Schmierinfektionen gegen 0 geht. Eigentlich finden Infektionen immer über
    > Tröpfchen und Aerosole statt.
    >
    > Große Wasserpartikel fallen aber sehr schnell zu boden, in Aerosol trocknet
    > das Virus allerdings schnell aus. Zwar ist die RNA dann weiter nachweisbar
    > (viele Stunden), aber das hat keinerlei Aussagekraft über die
    > Infektiösität. Auch gibt es keine Daten, die definieren können, ab welcher
    > vitaler Viruskonzentration tatsächlich eine Ansteckung erfolgt (sind es 10,
    > 10.000, oder 1.000.000.000 Viren?).
    >
    > Aktuell zeigt sich, dass Infektionen eigentlich nur dann stattfinden, wenn
    > sich zwei Menschen über einen längeren Zeitraum relativ nahe gekommen
    > sind.
    >
    > In Anbetracht dessen erscheint das System ziemlich absurd. Viel effektiver
    > schützt eine ausreichende Luftzirkulation in geschlossenen Räumen vor einer
    > Ansteckung, als das Bestrahlen von Oberflächen.

    Das interessanteste dabei ist, wieviel Forentrolle so wissen. Mehr als die gesamte medizinische Erdbevölkerung. Aktuell sind praktisch alle Länder betroffen, folglich arbeiten auch alle Mediziner an dem Thema. Aber keiner ist bisher auf die Idee gekommen sich bei den Kompentenzbombern im Internet zu informieren.

  4. Re: Wozu?

    Autor: AllDayPiano 13.05.20 - 10:14

    Natürlich, denn würden sie es so hinschreiben, wie der aktuelle Stand ist, würden Menschen extrem leichtsinnig werden. Und wenn man hinterher doch zurückrudern müsste, wäre das Geschrei wieder mal groß (RKI wird von Bill Gates gesteuert und das ganze bla bla).

    Bekannt ist, dass das Virus sehr schnell austrocknet, wenn es keine feuchte Umgebung mehr hat. Und damit wird es inaktiv.

    Und auch wenn Viren vermehrungsfähig bleiben, weiß man ja immernoch nicht, wieviel Virus es braucht, um überhaupt jemanden anzustecken (wie schon gesagt).

    Und bezüglich abtöten: 60°C reichen. Es muss halt austrocknen. Die Frage ist ohnehin, wozu man die Masken überhaupt desinfizieren sollte, da sie ein reiner Fremdschutz sind. Und wenn ich bereits infiziert bin, brauche ich auch keine Maske zu desinfizieren.

    So ganz schlüssig ist das alles nach wie vor nicht. Es sind allesamt Versuche, ohne erneuten Lockdown irgendwie über die Runden zu kommen.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  5. Re: Wozu?

    Autor: M.P. 13.05.20 - 10:54

    Mein letzter Informationsstand zum "Backofen" war eine Änderung von 30 Minuten bei 70 ° C auf 90 Minuten bei 90 ° C ;-)

    Es wird teilweise sogar generell die Backofen-Methode abgelehnt:
    https://www.swr.de/buffet/leben/mundschutz-desinfizieren-so-koennen-sie-baumwollmasken-sicher-aufbereiten/-/id=257304/did=25278580/nid=257304/weja1d/index.html

    > das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat seine Aussage korrigiert, eine Desinfektion bei 70°C über 30 Minuten im Backofen reicht NICHT aus! Zudem besteht auch bei dieser Methode eine erhöhte Brandgefahr.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.20 11:05 durch M.P..

  6. Re: Wozu?

    Autor: AllDayPiano 13.05.20 - 11:39

    Das Problem ist halt auch hier wieder, dass viel zu wenige Quellen RNA-nachweisbar und Virus-vervielfältigbar unterscheiden. Ersteres wird oftmals mit der Infektiösität gleichgesetzt.

    Wenn es darum geht, dass wirklich keine Virus RNA mehr vorhanden sein darf, dann braucht es natürlich weitaus mehr Temperatur und weitaus mehr Dauer, als für die Inaktivierung notwendig.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  7. Re: Wozu?

    Autor: Multiplex 13.05.20 - 15:35

    >Der aktuelle Stand der Wissenschaft sagt, dass die Anzahl der Schmierinfektionen gegen 0 geht. >Eigentlich finden Infektionen immer über Tröpfchen und Aerosole statt.
    Exakt. Und deshalb könnte es durchaus Sinn machen. An der Columbia University bestrahlt ein Wissenschaftler namens David Brenner testweise in der Luft schwebende Influenza-Viren mit geringen Dosen UV-C-Licht im Wellenlängenbereich von 222 Nanometern. Das ist offenbar genug, um über 95 Prozent der umherschwirrenden Viren unschädlich zu machen. Seit ein paar Monaten schon führt Brenner einen Dauertest mit Mäusen durch, die auf Veränderungen speziell an Augen und Haut geprüft werden. Bislang ohne Befunde.

    Die Idee ist, Konferenzräume, Flughäfen, Bahnhöfe, Kaufhäuser und andere Hotspots in Zukunft dauerhaft mit UV-C auszuleuchten, um die in Aerosolen vorhandenen Viren zu inaktivieren. Die Lampen wären - netter Nebeneffekt - sehr kostengünstig. Bei dem Versuch geht es nicht nur um Corona-Viren, sondern auch um andere Erreger (Bakterien).

    Wer mehr wissen will: http://www.columbia.edu/~djb3/Far%20UVC.html

    Viele Grüße
    Multiplex



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.20 15:38 durch Multiplex.

  8. Re: Wozu?

    Autor: AllDayPiano 13.05.20 - 18:04

    UV-C ist kanzerogen. Ich bezweifle, dass das in der breiten Masse sinnvoll ist.

    Klimaanlagen haben ähnlich positive Wirkung.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  9. Re: Wozu?

    Autor: Multiplex 13.05.20 - 20:22

    > UV-C ist kanzerogen.
    Das ist in dieser absoluten Form nicht korrekt. Richtig ist, dass es noch nicht genügend Studien darüber gibt, ob bzw. inwieweit UV-C-Licht tatsächlich Krebs auslösen kann.

    Siehe dazu auch: https://ec.europa.eu/health/sites/health/files/scientific_committees/scheer/docs/citizens_uvc_de.pdf

    Viele Grüße
    Multiplex

  10. Re: Wozu?

    Autor: JouMxyzptlk 13.05.20 - 23:44

    Multiplex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Idee ist, Konferenzräume, Flughäfen, Bahnhöfe, Kaufhäuser und andere
    > Hotspots in Zukunft dauerhaft mit UV-C auszuleuchten

    Das geht wahrscheinlich so lange gut bis die Viren und Bakterien sich daran gewöhnt haben. Geht wie immer in der Evolution: 99,999% sterben, aber dieses 0,001%, das sich daran gewöhnt hat...

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