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G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

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  1. G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: Vanger 27.11.14 - 17:15

    Gerade in bestehenden Miethäusern mit vielen Parteien könnte G.fast in Zukunft seine Potenziale ausspielen: Die Strecke zwischen Keller (FTTB) und Wohnung (FTTH) wird in den seltensten Fällen bei bestehenden Gebäuden mit Glasfaser ausgestattet werden. G.fast ist hier die bisher fehlende Ergänzung zu FTTB - und ist damit auch in Deutschland sehr wohl umfangreich einsetzbar.

  2. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: M. 27.11.14 - 17:37

    Das ist aber in beiden Fällen wieder so eine Notlösung mit HF über Leitungen, die dazu nie vorgesehen oder ausgelegt wurden. Genau wie DLAN/Powerline, DSL, etc. pp. - kein Wunder stört man da alles in dem Frequenzbereich, da könnte man ja gleich funken (ja, ich weiss, ist übertrieben, geht aber in die Richtung).

    Für die Hausverkabelung muss es ja nicht zwingend Glasfaser sein. Wenn da nicht mehr als 100m Leitungslänge braucht, kann man das auch mit Cat6 und Gigabit-Ethernet machen, dann hat man wesentlich robustere Kabel und muss sich nicht um Dinge wie Biegeradien kümmern (und man könnte mit einem normalen GBit-Switch gleich ein Hausnetzwerk machen und daran alle Parteien anschliessen, mit GBit-Glasfaser-Uplink im Keller - das sehen die Provider aber nicht gerne ...). Aber bitte nicht schon wieder HF-über-Klingeldraht/Stromleitung-Hacks.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.14 17:37 durch M..

  3. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: Lord LASER 27.11.14 - 17:44

    Haben eine Glasfaser in unser Mietshaus gekriegt. Dauerte etwas 3 Stunden für 10 Wohnungen. Eine eigene Anschlussdose in jeder Wohnung.

    Weshalb sollen jetzt pro Wohnung noch 2 DSL Modems für 10m eingebaut werden? Weil es zu schwierig ist eine Glasfaser zu verlegen? Verseh ich jetzt nicht.

  4. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: Eve666 27.11.14 - 17:47

    Es sollte verpflichtend sein das CAT6 oder Glasfaser bei allen Neubauten verlegt wird. Die verbauen teilweise immer noch den gleichen Klingeldraht wie vor 100Jahren und wundern sich das nichts geht.

    Wie passt das alles nur zur Breitbandstrategie der Bundesregierung. Es ist schließlich bekannt, dass wir die Engpässe auf der letzten Meile haben. Meist sogar nur auf den letzten 100m.

  5. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: ploedman 27.11.14 - 18:47

    Das ist auch etwas. was mich stört.

  6. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: Vanger 27.11.14 - 19:33

    Ich habe von Gerüchten gehört, dass es Mietshäuser mit "ein paar" mehr als 10 Wohnungen und 3 Stockwerken geben soll...

  7. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: Vanger 27.11.14 - 19:37

    > Das ist aber in beiden Fällen wieder so eine Notlösung mit HF über
    > Leitungen, die dazu nie vorgesehen oder ausgelegt wurden. Genau wie
    > DLAN/Powerline, DSL, etc. pp.
    Natürlich, aber was ändert das nun an der Realität?

    > Für die Hausverkabelung muss es ja nicht zwingend Glasfaser sein. Wenn da
    > nicht mehr als 100m Leitungslänge braucht, kann man das auch mit Cat6 und
    > Gigabit-Ethernet machen
    Ich habe von bestehenden Gebäuden gesprochen! Nicht davon was man in Neubauten machen sollte.

    > und man könnte mit einem
    > normalen GBit-Switch gleich ein Hausnetzwerk machen und daran alle Parteien
    > anschliessen, mit GBit-Glasfaser-Uplink im Keller - das sehen die Provider
    > aber nicht gerne ...
    Da spielen in der Regel die Provider nicht mit, es ist einfach rentabler an jede Mietpartei einen eigenen Anschluss zu vermieten ;)
    Nochmal: Ich spreche von der Realität, nicht von Wunschdenken!

  8. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: M. 27.11.14 - 19:51

    > Ich habe von bestehenden Gebäuden gesprochen! Nicht davon was man in
    > Neubauten machen sollte.
    Da Cat6 zu ziehen ist jetzt auch kein Hexenwerk. Oft gibts irgendwo schon Installationsrohre oder sogar kleinere Kabelschächte, wo man die Kabel reinkriegt. Das Problem bei Glasfaserkabeln ist halt, dass man die nicht mit mehr oder weniger sanfter Gewalt durch einen bestehenden Kabelkanal oder ein bestehendes Leerrohr mit unbekannter Geometrie ziehen kann, weil sie viel empfindlicher sind als Kupferkabel und Biegeradien nicht unterschritten werden dürfen.

    > Da spielen in der Regel die Provider nicht mit, es ist einfach rentabler an
    > jede Mietpartei einen eigenen Anschluss zu vermieten ;)
    Natürlich, das sagte ich ja bereits. Dann macht man halt VLANs für jede Mietpartei oder legt für jede Wohnung ein separates Kabel.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  9. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: barforbarfoo 27.11.14 - 21:01

    M. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist aber in beiden Fällen wieder so eine Notlösung mit HF über
    > Leitungen, die dazu nie vorgesehen oder ausgelegt wurden. Genau wie
    > DLAN/Powerline, DSL, etc. pp. - kein Wunder stört man da alles in dem
    > Frequenzbereich, da könnte man ja gleich funken (ja, ich weiss, ist
    > übertrieben, geht aber in die Richtung).
    >
    > Für die Hausverkabelung muss es ja nicht zwingend Glasfaser sein. Wenn da
    > nicht mehr als 100m Leitungslänge braucht, kann man das auch mit Cat6 und
    > Gigabit-Ethernet machen, dann hat man wesentlich robustere Kabel und muss
    > sich nicht um Dinge wie Biegeradien kümmern (und man könnte mit einem
    > normalen GBit-Switch gleich ein Hausnetzwerk machen und daran alle Parteien
    > anschliessen, mit GBit-Glasfaser-Uplink im Keller - das sehen die Provider
    > aber nicht gerne ...). Aber bitte nicht schon wieder
    > HF-über-Klingeldraht/Stromleitung-Hacks.

    Die Hausbesitzer haben eben wenig Lust neue Kabel zu verlegen. So einfach ist das.

  10. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: LASERwalker 27.11.14 - 22:39

    Vanger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe von Gerüchten gehört, dass es Mietshäuser mit "ein paar" mehr als
    > 10 Wohnungen und 3 Stockwerken geben soll...

    Und was soll das jetzt ändern? Nehmen wir halt hunder Wohnung an. 100 Wohnungen = 100 neue DSL Modems + 100 DSL Module im Keller. Und in ein paar Jahren ist das wieder veraltet und muss raus.

    Warum nicht direkt richtig machen, mit Glasfaser?

  11. Re: G.fast ist nicht nur für FTTdp, sondern gerade für FTTB relevant

    Autor: Hantilles 27.11.14 - 23:37

    Jo, ist jetzt nicht unbedingt „Standard“, aber bei Willy.tel in Hamburg habe ich nicht nur in Neu-, sondern auch Altbauten Ethernet-Verkabelung gesehen. Und zwar wurden dort Kombikabel verlegt: Kupfer mit integrierter Faser. Derzeit über einen Switch im Keller versorgt (mit LAN-Dose in den Wohnungen an der man dann direkt PPPoE im wahrsten Sinne des Wortes macht), aber durchaus mit der Option, in Zukunft die aktive Technik im Keller wegzulassen und echtes FTTH zu machen.

    Richtig, das ist nicht der Standard in den Bestandsbauten. Da wird typischerweise VDSL2 vom Keller in die Wohnung gefahren – übrigens mit bis zu 100MBit/s ganz ohne Vectoring – aber gut, da sollen sie halt in Zukunft noch mit experimentieren und meinetwegen die LineCards bei Bedarf noch tauschen. Da seh ich nicht das Problem.

    Probleme sehe ich dort, wo die Fiber eben NICHT ins Building gehen soll und Alibi-Outdoor-DSLAMs mit „bis zu 1GBit-DSL“ auf die Straße gestellt werden, wo dann vielleicht 5% der angeschlossenen Kupfer-Teilnehmer in die Region von mehreren 100MBit/s kommen werden. Denn das sind die Outdoor-DSLAMs, die mit aktiver Technik ausgestattet werden müssen und die Anbindung der Kunden so komplex machen und gleichzeitig uns weiterhin glauben lassen, dass asymmetrische Bandbreiten die Normalität sind.

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