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Das Kind liegt im Brunnen

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  1. Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Jolla 13.07.16 - 09:43

    Meiner Meinung nach ist es jetzt zu spät für diese Diskussion. Die hätten wir vor 5 oder 10 Jahren führen können - mit dem eindeutigen Ergebnis pro FTTH. Jetzt kann ich beide Seiten verstehen.

    Die Leute wollen JETZT mehr Bandbreite. Vectoring ist schneller verfügbar als FTTH. Von daher freut's natürlich kurzfristig den Kunden.

    FTTH wäre die optimale Technologie. Bis das aber mehr oder weniger flächendeckend verfügbar ist, dümpeln wir weiter mit 12 MBit/s durch das Neuland. Wer aber FTTH hat, der hat, im Gegensatz zu Vectoring, für die nächsten Jahrzehnte ausgesorgt.

    Der Bund kann den kleinen regionalen Anbietern ja den FTTH Ausbau finanzieren während die Telekom Vectoring ausbaut. Dann haben wir auch endlich mal mehr Konkurrenz :-)

  2. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: nille02 13.07.16 - 10:04

    Jolla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FTTH wäre die optimale Technologie. Bis das aber mehr oder weniger
    > flächendeckend verfügbar ist,

    Wie willst du FTTH Flächendeckend ausbauen, wenn man jeden Grundbesitzer erst mal um Erlaubnis bitten muss?

  3. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Schnarchnase 13.07.16 - 10:23

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie willst du FTTH Flächendeckend ausbauen, wenn man jeden Grundbesitzer
    > erst mal um Erlaubnis bitten muss?

    Einfach einen Termin für die Bauarbeiten festlegen, alle Anwohner/Eigentümer benachrichtigen und wer sich dann zum Termin nicht anschließen lässt hat pech gehabt und muss das später selbst zahlen wenn er doch will. Fertig ist das flächendeckende FTTH (auch wenn es bei manchen dann im Gehweg versiegt).

  4. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: johnripper 13.07.16 - 10:25

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jolla schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > FTTH wäre die optimale Technologie. Bis das aber mehr oder weniger
    > > flächendeckend verfügbar ist,
    >
    > Wie willst du FTTH Flächendeckend ausbauen, wenn man jeden Grundbesitzer
    > erst mal um Erlaubnis bitten muss?

    Abgesehen davon, hast du dann nur FTTB (!!) ausgebaut. FTTB und FTTH ist nämlich keineswegs das gleiche.
    FTTH ist eine ganz andere Nummer, wenn Glasfaser wirklich flächendeckend in die einzelnen Wohnung verteilt soll. Ein vollständig vermietetes MFH ohne Serviceschächte und Leerrohre komplett zu versorgen ist jetzt auch nicht gerade von heute auf morgen erledigt.

  5. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: matok 13.07.16 - 10:56

    Jolla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach ist es jetzt zu spät für diese Diskussion. Die hätten
    > wir vor 5 oder 10 Jahren führen können - mit dem eindeutigen Ergebnis pro
    > FTTH. Jetzt kann ich beide Seiten verstehen.

    So ist es. VDSL und Vectoring sind als Zwischenschritt unumgänglich, weil die ADSL Bandbreiten häufig unzeitgemäß sind.

    > Die Leute wollen JETZT mehr Bandbreite. Vectoring ist schneller verfügbar
    > als FTTH. Von daher freut's natürlich kurzfristig den Kunden.

    Kurzfristig würde ich sogar gar nicht mal sagen. 50-100 MBit sind für den Durchschnittshaushalt erstmal eine Hausnummer und werden selbst in 10 Jahren noch ok sein.

    > FTTH wäre die optimale Technologie. Bis das aber mehr oder weniger
    > flächendeckend verfügbar ist, dümpeln wir weiter mit 12 MBit/s durch das
    > Neuland.

    12 MBit sind ja schon fast optimal. Ich hatte, bevor ich VDSL vor 1,5 Jahren bekam, stolze 2 MBit. In einer 70k Stadt. Hätte ich 12 MBit gehabt, wäre ich wahrscheinlich noch nichtmal auf VDSL gewechselt.

    > Der Bund kann den kleinen regionalen Anbietern ja den FTTH Ausbau
    > finanzieren während die Telekom Vectoring ausbaut. Dann haben wir auch
    > endlich mal mehr Konkurrenz :-)

    Ich finde auch, dass lediglich Faser gefördert werden sollte. VDSL und Vectoring sollte sich relativ schnell armortisieren und bedarf keiner Förderung.

    Bei der Investitionsbereitschaft der ganzen Unternehmen würde ich das als Staat aber langsam selbst in die Hand nehmen. Ich meine, die Netzinfrastruktur ist die Schlüsselinfrastruktur im Informationszeitalter. Mag sein, dass eine staatliche Gesellschaft nicht sehr effizient arbeiten würde, naturgegeben, aber lieber das, als auf die ganzen privatwirtschaftlichen Unternehmen zu hoffen, die alle nur Jammern, Reden, nichts investieren wollen und wenn sie investieren, am liebsten ein Monopol auf die Infrastruktur haben wollen, was dann wieder die Vorteile der Privatwirtschaft egalisiert.

  6. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: nille02 13.07.16 - 11:16

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde auch, dass lediglich Faser gefördert werden sollte. VDSL und
    > Vectoring sollte sich relativ schnell armortisieren und bedarf keiner
    > Förderung.

    Vectoring wird auch nicht gefördert. Das wird irgendwie immer nur übersehen und bei den Diskussion durcheinander gebracht.

  7. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: M.P. 13.07.16 - 11:34

    Das würde ich aber eher weniger als Aufgabe des Telekom-Unternehmens sehen.
    Die legen ja auch nicht die Kupferleitungen in die Wohnungen, sondern nur bis in den Haus-Technik-Raum

  8. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Its_Me 13.07.16 - 11:45

    Das Problem ist aber wohl, dass im Gegensatz zum Forum hier, der Schrei nach hoher Bandbreite in der breiten Bevölkerung eher nicht vorhanden ist.
    Also bis vor einem Jahr konnte ich bei meinem Anbieter nur 16MBit (effektiv 14MBit) haben. Deshalb habe ich bei uns im Haus (7 Wohnungen) mal gefragt, was denn die anderen so haben. Da war ich dann schon der mit dem schnellsten Anschluss. Andere hatten noch 2 oder 6 MBit. Und die kamen gar nicht auf die Idee mal zu fragen, ob es auch schneller gehen könnte. Inzwischen gibt es übrigens VDSL und ich habe jetzt 50 MBit.

    Sollte jetzt versucht werden Glasfaser ins Haus zu legen, sehe ich da keine Chance. Das sind Eigentumswohnungen, also 7 Eigentümer. Die würde man dafür wohl eher nicht unter einen Hut bringen.

    Und ich glaube das ist kein Einzelfall, sondern eher die Regel.

  9. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Captain 13.07.16 - 11:58

    Dann guck dir mal die Eigentümer an, wenn da Kinder vorhanden sind, dann werden die Eltern relaiv schnell rege

  10. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Sphinx2k 13.07.16 - 12:55

    Hier wird dann wieder die Wertsteigerung des Gebäudes/Wohnungen interessant durch einen Zukunftssicheren Internetanschluss.

  11. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: sn0 13.07.16 - 13:25

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > matok schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Vectoring wird auch nicht gefördert. Das wird irgendwie immer nur übersehen
    > und bei den Diskussion durcheinander gebracht.

    Offiziell vielleicht nicht, indirekt aber schon.
    So wurde im vergangenen Jahr vom Bürgermeister meiner 70.000 Einwohner Stadt die Telekom mit dem Ausbau von Vectoring beauftragt. Natürlich mit Steuergeldern, immerhin mit der Auflage das die Telekom dann Bitstromzugang für 1&1, Vodafone, O2 & co. anbieten muss.

    Jetzt hab ich hier 100Mbit/s down und 20Mbit/s up für 35EUR/Monat sowie ein klein wenig die Hoffnung das eventuell in 10-50 Jahren irgendwann mal die letzten ca. 230m Kupfer vom Outdoor-VDSLAM bis zu meinem Haus durch ein Röhrchen mit Glasfaser drin ersetzt/ergänzt werden.

    Da haben wir Steuerzahler der Telekom ein schönes Geschenk gemacht. Es gab zuvor Überlegungen ob die Stadtwerke eine Glasfaserinfrastruktur für die ganze Stadt bauen und betreiben kann. Dank der Vectoring Konkurrenz ist das erst mal auf Jahrzehnte nicht wirtschaftlich realisierbar. Immerhin wird jetzt in kleinen Neubaugebieten ein FTTH Netz von den Stadtwerken gebaut und betrieben. Mein Neubau (nicht im Neubaugebiet) hat immerhin von den Stadtwerken schon mal ein Rohr für Glasfaser spendiert bekommen, nur endet es leider unterm Bürgersteig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.16 13:40 durch sn0.

  12. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Doedelf 13.07.16 - 16:34

    Genau da hapert es - die Telekom trickst hier teilweise (nach meiner Meinung).

    Bei uns gab es eine Ausschreibung "schnelles Internet für alle Ortsteile" - Anforderung:

    95 % sollen 50 Mbit bekommen (ohne Vectoring), 30 MBIT ist MUß. FTTH soll auf Anfrage/Anforderung möglich sein, sowohl für Privathaushalte als auch Firmen.

    Die Telekom hat die Ausschreibung gewonnen. Nun fingen die an, bei uns im Ort gibt es 3 KVz. Die ersten beiden sind auch schon überbaut und auch eine Schwarze Strippe wurde gelegt (Glas). Der dritte jedoch nicht (ausgerechnet der in der Ortsmitte). Nach mehrmaligen Nachfragen unseres Ortsbeirats lies sich der Projektleiter der Telekom mal herab uns "dummies" zu antworten (genau so laß sich die Antwort). Der dritte ist als sogenannter "SOL" (stratetic outdoor location) definiert und hängt per Kupfer an den anderen beiden KVz aus Kostengründen. Der Ort is so klein das 100 % der Anwohner schon > 30 Mbit bekommen.

    Nun finde man in der Aussage die Fehler - Ausschreibung sagt 30 MBit ist minimum und 95 % sollen die 50 bekommen. Alle KVZ sollen per Glas angehängt werden um FTTH zu ermöglichen.

    Dies haben wir nun der Gemeinde mal zurück gemeldet und auch dort eine Antwort erhalten was die Telekom in ihrer Ausschreibungskonzept hinterlegt hat. Die Telekom spricht dabei davon das der dritte KVz gemäß Sol ja "gleichwertig" ist und die Bandbreitenverluste vernachlässigbar wären ~ 5 Mbit. Es wären auch nur 20 Kunden an diesem angebunden.

    Komisch - wenn ich alleine die Hausnummern in der anliegenden Straße zähle komme ich schon auf 25 Hausnummern. Da jedes Haus mit 2 Leitungen angebunden ist und einige ja Einliegerwohnungen haben komme ich schon auf deutlich mehr die da dran hängen müssen. Dazu kommt noch ein Neubaugebiet (das genau da dran hängt) mit 20 Häusern und das gesamte Gewerbegebiet. Im alten Dorfteil dürften auch noch ein paar da dran hängen.

    Alleine daran sieht man das hier doch was nicht stimmt und nicht wirklich sauber gespielt wird. Blöd nur das bei uns nicht wenige ITler leben die schon mit den Hufen scharren um der Telekom saures zu geben. Immerhin stammt ein Teil des Geldes aus Fördertöpfen die wiederum unsere Steuern sind - da verstehe ich auch keinen Spaß.

    Wie die mein Haus mal mit FTTH anbinden wollen ist mir ein Rätsel. Aber schön das unsere Kirche und der Friedhof die Glasfaser bekommen.

    Dies haben wir jetzt

  13. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: sn0 13.07.16 - 19:12

    Doedelf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FTTH soll auf Anfrage/Anforderung möglich sein, sowohl für
    > Privathaushalte als auch Firmen.

    Bist du dir da ganz sicher das das für den ganzen Ort gilt?
    Es wäre nämlich absurd, wie in deinem Fall, eine einzige LWL zu einem einzigen Interessenten/Kunden zu legen.

    In der Regel werden neu zu errichtende FTTH/B-Netze immer Straßenweise geplant. Dabei werden Leerrohr-Bündel unter dem Gehweg verlegt. Dieses Bündel wird so dimensioniert das für jedes Gebäude in der Straße ein Hausanschluss auch nachträglich noch erstellt werden kann ohne den gesamten weg vom Gebäude bis zum Verteiler aufgraben zu müssen.

    Das die Telekom sich darauf einlässt nur für eine Handvoll Kunden in einem Ortsteil LWL zu verlegten halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

  14. Re: Das Kind liegt im Brunnen

    Autor: Doedelf 13.07.16 - 19:37

    Nein, hast du falsch verstanden. Ftth ist explizit für alle vorgesehen (lt. Ausschreibung), deshalb sollen ja alle kvz im ort ans glas dran. Bei zwei von drei haben sie das gemacht, der dritte eben als sol per kupfer und an dem häng ich.

    Genau da denke ich verstossen die auch gegen die ausschreibung. Bin mal gespannt wie das ausgeht und hoffe aufs beste. Wenn die telekom heute zu mir kommen würde mit einem angebot 2000 euro für ftth anschluss würde ich die kohle auf den tisch legen (2500 hat mich der gas anschluss gekostet ohne die erdarbeiten auf meinem grund) aber dafür muss ja erst mal die möglichkeit bestehen und hoer befürchte ich düster dunkel.

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