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Das Problem ist trivial lösbar

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  1. Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: 0mega 13.07.16 - 09:29

    Der Bund finanziert den Glasfaserausbau komplett. Anschließend vermietet er die Infrastruktur an wen-auch-immer zu fairen Preisen. Die Kosten für die Wartung übernehmen die ISP ebenfalls.

    Ist das so schwer?

    Dann brauchen wir kein vectoring, keine komischen Gesetze, keinen Investitionsanreize oder - Schutz,mein Monopol ,nichts.

  2. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.16 - 09:42

    0mega schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Bund finanziert den Glasfaserausbau komplett. Anschließend vermietet er
    > die Infrastruktur an wen-auch-immer zu fairen Preisen.

    Genauso sieht es doch der Breitbandausbau der Regierung vor: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/eckpunkte-des-milliarden-foerderprogramms-breitbandausbau.html

    "Bei dem Betreibermodell werden Kommunen durch die Bundesförderung in die Lage versetzt, passive Infrastrukturen wie z. B. Glasfaserstrecken zu errichten, die sie den Netzbetreibern verpachten."

  3. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: fritze_007 13.07.16 - 09:50

    Schön wär's.

    Für den von Dir zitierten Ausbau wurden Anfangs knapp 3 und mittlerweile "nur" knapp 5 Milliarden Euro insgesamt durch den Bund als Fördermittel bereit gestellt.

    Für einen flächendeckenden Glasfaserausbau, den die Telekom mal mit 80 Milliarden Euro kalkuliert hat, reicht das hinten und vorne nicht.

    Zumindest unser Landkreis war aber (ausnahmsweise) aktiv, hat als einer der ersten Bedarf angemeldet und bekommt nun auch als einer der ersten Landkreise in Deutschland Geld aus diesem Topf.

    Vielleicht können wir dann zu Hause in 2-5 Jahren :) auch schon statt 0,3 Mbit auf höherere Geschwindigkeiten kommen.

    Spaß beiseite: weiß eigentlich jemand, bis wann die jetzt geförderten Gebiete ausgebaut werden müssen? Ich hoffe nicht erst bis Ende 2018.

    P.S.: unser Bürgermeister weiß übrigens (wie üblich) nichts genaues, das zuständige Dezernat der Landesregierung reagiert auf Anfragen (auch eine Methode) einfach mal gar nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.16 09:53 durch fritze_007.

  4. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: nille02 13.07.16 - 10:07

    Also eine Post 2.0? Die Reseller sind ja schon am Geizen wenn es um die Kosten der Telekom Vorleistungen geht. Wenn das ganze direkt vom Staat ausgeht wird das eher noch teurer alles.

  5. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.16 - 10:15

    fritze_007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für den von Dir zitierten Ausbau wurden Anfangs knapp 3 und mittlerweile
    > "nur" knapp 5 Milliarden Euro insgesamt durch den Bund als Fördermittel
    > bereit gestellt.

    Das Geld muss ja auch erst einmal irgendwo hergenommen werden. Oder der Bund verschuldet sich halt wieder. Letzteres will man nicht. Der Bund springt hier auch ein für eine Regelungsmaterie, die eig. die Gemeinden selbst regeln müssten. Es ist hier ein Versagen der Gemeinden und deren Bürger, dass dort nichts gemacht wurde. Und da springt der Bund und der allgemeine Steuerzahler ein.

    > Für einen flächendeckenden Glasfaserausbau, den die Telekom mal mit 80
    > Milliarden Euro kalkuliert hat, reicht das hinten und vorne nicht.

    Darum geht es ja auch gar nicht. Es soll damit ja nur den renitenten Gemeinden geholfen werden, die wegen politischer Faulkheit und bürgerlicher Trantütigkeit nun finanziell unterstützt werden.

    > Spaß beiseite: weiß eigentlich jemand, bis wann die jetzt geförderten
    > Gebiete ausgebaut werden müssen? Ich hoffe nicht erst bis Ende 2018.

    Also bei uns wird gerade kräftig gebuddelt. 2018 soll der ganze Landkreis auf Glasfaser 200MBit ausgebaut sein.

    > P.S.: unser Bürgermeister weiß übrigens (wie üblich) nichts genaues, das
    > zuständige Dezernat der Landesregierung reagiert auf Anfragen (auch eine
    > Methode) einfach mal gar nicht.

    Ja, dann würde ich mal den Bürgermeister ersetzen. Der Rat kann ja auch selbst eine Anfrage stellen. Auch jeder Bürger hat durch die Informationsfreiheitsgesetze diverse Möglichkeiten. Man muss halt nur aktiv werden.

  6. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: 0mega42 13.07.16 - 10:40

    schachbrett schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > fritze_007 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Für den von Dir zitierten Ausbau wurden Anfangs knapp 3 und mittlerweile
    > > "nur" knapp 5 Milliarden Euro insgesamt durch den Bund als Fördermittel
    > > bereit gestellt.
    >
    > Das Geld muss ja auch erst einmal irgendwo hergenommen werden. Oder der
    > Bund verschuldet sich halt wieder. Letzteres will man nicht. Der Bund
    > springt hier auch ein für eine Regelungsmaterie, die eig. die Gemeinden
    > selbst regeln müssten. Es ist hier ein Versagen der Gemeinden und deren
    > Bürger, dass dort nichts gemacht wurde. Und da springt der Bund und der
    > allgemeine Steuerzahler ein.

    Bankrettung: 186 Mrd.
    Vollausbau Deutschland mit Glasfaser: ~40 Mrd.

    Das jede Gemeinde alles selber regeln muss, ist Wunschdenken. Da sitzen soviele Leute die keinerlei Ahnung von der Materie haben, und ganz eigene Interessen verfolgen. Diese Kleinstaaterei bringt Deutschland nicht vorran.

    Ein derartiges Infrastrukturprojekt ist nur über Bundesebene lösbar!

    >
    > > Für einen flächendeckenden Glasfaserausbau, den die Telekom mal mit 80
    > > Milliarden Euro kalkuliert hat, reicht das hinten und vorne nicht.
    >
    > Darum geht es ja auch gar nicht. Es soll damit ja nur den renitenten
    > Gemeinden geholfen werden, die wegen politischer Faulkheit und bürgerlicher
    > Trantütigkeit nun finanziell unterstützt werden.

    Nicht alle Gemeinden, die sich nicht kümmern, sind politisch faul oder trantütig. Gerade auf dem Land gibt es oft nicht das Personal und/oder die Kompetenz. Darüber hinaus: Warum sollte eine Gemeinde mit vielen Rentnern und einigen jungen Familien Glasfaser ausbauen? Der politische Druck ist dort nicht vorhanden. Dann wundern sich alle warum viele in die Stadt ziehen.

  7. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.16 - 10:56

    0mega42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bankrettung: 186 Mrd.
    > Vollausbau Deutschland mit Glasfaser: ~40 Mrd.

    Für beide Dinge sind nach dem Grundgesetz unterschiedliche Rechtsträger (Bund, Länder/Gemeinden) zuständig. Das kann man nicht so einfach vermengen.

    Das ist das gleiche wie: Bei USB 3.0 kann man doch auch Daten schnell übertragen, wieso geht das denn mit Edge nicht? Ja, weil es unterschiedliche Technologien sind.

    > Das jede Gemeinde alles selber regeln muss, ist Wunschdenken. Da sitzen
    > soviele Leute die keinerlei Ahnung von der Materie haben, und ganz eigene
    > Interessen verfolgen. Diese Kleinstaaterei bringt Deutschland nicht
    > vorran.

    Ja, dann wäre es Zeit, den Gemeinden die Kompetenzen nach dem GG zu entziehen. Denn so fördert der allgemeine Steuerzahlen etwas, was die Gemeinden erbringen müssten. Das kann auf Dauer auch nicht gehen. Entweder schafft man die Gemeinden ab und es gibt eben nur Verwaltungsgebiete und Länder oder die Gemeinden besinnen sich wieder auf ihre Daseisnvorsorge (nebst Infrastrukturausbau) und nicht daran, sich an defizitären Regionalflughäfen zu beteiligen etc.

    > Ein derartiges Infrastrukturprojekt ist nur über Bundesebene lösbar!

    Ja dann muss man eben die Kompetenzen nach dem GG auf den Bund legen. Dann muss Rundfunk und Telekommunikation sowie Daseisnvorsorge eben weg von dem Gemeinden und Ländern in Bundeshand.

    > Nicht alle Gemeinden, die sich nicht kümmern, sind politisch faul oder
    > trantütig. Gerade auf dem Land gibt es oft nicht das Personal und/oder die
    > Kompetenz.

    Das Personal braucht auch nicht da zu sein, denn die Bürger sind ja als kompetente Menschen anwesend. Die Gemeinde muss nur die verwaltungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Das ist deren Aufgabe. Mehr nicht.

    > Darüber hinaus: Warum sollte eine Gemeinde mit vielen Rentnern
    > und einigen jungen Familien Glasfaser ausbauen? Der politische Druck ist
    > dort nicht vorhanden. Dann wundern sich alle warum viele in die Stadt
    > ziehen.

    Ja dann haben die Bürger eben auch kein Interesse.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.07.16 10:57 durch schachbrett.

  8. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: Nogul 13.07.16 - 11:19

    0mega42 schrieb:

    > Bankrettung: 186 Mrd.
    > Vollausbau Deutschland mit Glasfaser: ~40 Mrd.

    Natürlich kotzt es mich auch an aber die Alternative wäre einkaufen gehen mit Stangen von Zigaretten.

    Abgesehen davon, dass die Zahl nicht stimmt, welch ein grausamer Schicksal mit nur 100MBIT surfen zu müssen...

    Sie es doch mal realistisch. Die Leute sind nicht mal bereit in ein paar Meter Kabel in ihren Häusern zu investieren und basteln an WLAN Repeatern und Powerlan herum. Nicht zuletzt weil es ihr eigenes Geld ist. Aber... Steuergeld ist auch unser Geld.

  9. Re: Das Problem ist trivial lösbar

    Autor: RipClaw 13.07.16 - 11:53

    0mega schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Bund finanziert den Glasfaserausbau komplett. Anschließend vermietet er
    > die Infrastruktur an wen-auch-immer zu fairen Preisen. Die Kosten für die
    > Wartung übernehmen die ISP ebenfalls.
    >
    > Ist das so schwer?
    >
    > Dann brauchen wir kein vectoring, keine komischen Gesetze, keinen
    > Investitionsanreize oder - Schutz,mein Monopol ,nichts.

    Oder man macht es wie die Schweden und baut eine OpenNet Struktur auf. Soweit ich das verstanden habe funktioniert das folgendermaßen:

    Die Struktur ist in 3 Ebenen aufgeteilt.

    Die erste Ebene sind die Anbieter die die Netze ausbauen. Sie bieten selbst keine Endkundenzugänge an.

    Die zweite Ebene ist ein Vermittler der die aktive Technik in den Netzen betreut und unter gleichen Bedinungen allen Anbietern der 3. Ebene Zugänge anbietet.

    Die 3. Ebene sind dann die Provider bei denen man als Endkunde seinen Zugang buchen kann. Da alle die gleichen Voraussetzungen haben gibt es einen echten Wettbewerb.

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