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  5. › Verkehrssicherheit: Paris…

88.472

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  1. 88.472

    Autor: AllDayPiano 30.11.21 - 14:51

    Das ist die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern in Deutschland im Jahr 2018. 445 wurden dabei getötet. Von den 88472 Unfällen wurden 59.939 in Teilen, oder zur gänze, durch Radfahrer verursacht.

    Danach kräht absolut kein Hahn.

    Wegen 0,24% Todesfällen an 2100 Unfällen wird ein Fass aufgemacht, aber wegen der doppelt so hohen Todesrate bei Radfahrern nicht?

    Das ist doch scheinheilig.

    Und wenn man ein Limit von 10 km/h einführt (und soweit es sinnvoll sein mag), muss das für Radfahrer genauso durchgesetzt werden. Denn von denen geht prinzipiell die gleiche Betriebsgefahr aus. Wie viele sind denn in Paris letztes Jahr verunfallt? Wie viele wurden getötet? Warum wird das nicht in Relation zueinander gesetzt? Weil die Zahlen dann nicht mehr so krass wirken?

  2. Re: 88.472

    Autor: dEEkAy 30.11.21 - 15:09

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern in Deutschland im Jahr 2018.
    > 445 wurden dabei getötet. Von den 88472 Unfällen wurden 59.939 in Teilen,
    > oder zur gänze, durch Radfahrer verursacht.
    >
    > Danach kräht absolut kein Hahn.
    >
    > Wegen 0,24% Todesfällen an 2100 Unfällen wird ein Fass aufgemacht, aber
    > wegen der doppelt so hohen Todesrate bei Radfahrern nicht?
    >
    > Das ist doch scheinheilig.
    >
    > Und wenn man ein Limit von 10 km/h einführt (und soweit es sinnvoll sein
    > mag), muss das für Radfahrer genauso durchgesetzt werden. Denn von denen
    > geht prinzipiell die gleiche Betriebsgefahr aus. Wie viele sind denn in
    > Paris letztes Jahr verunfallt? Wie viele wurden getötet? Warum wird das
    > nicht in Relation zueinander gesetzt? Weil die Zahlen dann nicht mehr so
    > krass wirken?


    Mal davon abgesehen, dass du bei nem Roller die gleichen Alkoholbegrenzungen hast wie beim Auto, auf dem Rad aber munter mit bis zu 1,6 Promille unterwegs sein darfst, wenn du nicht auffällig bist. Zumindest in Deutschland.

    Ich persönlich finde die Scooter praktisch, ärgere mich aber auch über die ganzen Idioten, die diese einfach mitten auf den Gehweg stellen oder wie hirnverbrannt zu Zweit damit durch die Gegend kurven.

    Mal mit Freunden in der Stadt treffen (demnächst geht das ja auch wieder nicht mehr...) und bequem hin scootern. Ist mir 10x lieber als in der vollen Tram mit Maske zu sitzen/stehen.

  3. Re: 88.472

    Autor: Morons MORONS 30.11.21 - 15:12

    In dem von dir ausgewählten Jahr 2018 hat es 2 636 468 (polizeilich registrierte) Unfälle von Autofahrern gegeben, die zu 3 275 Toten und 396 018 Verletzten geführt haben.
    Das sind ca. 0,12%.
    Ich fordere die sofortige Rdeuzierung der Geschwindigkeit von Autos auf maximal 10 km/h, alles andere wäre scheinheilig.

    Was du in deinem schwachsinnigen Anti-Fahrrad-Post natürlich unterschlägst, ist die Anzahl an Rädern, die insgesamt unterwegs ist und mit der man die Unfallhäufigkeit bewerten kann.

  4. Re: 88.472

    Autor: AllDayPiano 30.11.21 - 15:44

    Was bringt ein Tempolimit gegen scheiße abgestellte Roller?

    Und zu zweit auf dem Fahrrad ist auch alles, aber keine Seltenheit.

    Mit maximal 20km/h sind Roller und Rad sehr gut vergleichbar. Und auch die 1,6 Promille beim Fahrrad sind fragwürdig.

    Es macht keinen Sinn, dass eine zu etwas bösen zu verdonnern, während man das andere verklärt.

  5. Re: 88.472

    Autor: AllDayPiano 30.11.21 - 15:52

    0,12% Mortalität beim Auto vs. 0,25% Mortalität beim Fahrrad. Das ist halt auch hier wieder doppelt so viel.

    Abgesehen davon ist es total widersinnig, die lächerlich wenigen gefahrenen km mit Fahrrädern mit den Strecken der Autos zu vergleichen. Relevant ist eigentlich nur Unfälle / Tödliche Unfälle pro gefahrenen km. Der Vergleich mit Rollern hingegen funktioniert deshalb, weil sie den nahezu gleichen Anwendungsbereich haben. Oder wie oft siehst Du Fahrräder auf Autobahnen?

    Und hättest Du nicht so "schwachsinnig" getriggert reagiert, hättest Du vielleicht gemerkt, dass es hier keineswegs um "Anti-Fahrrad" geht, sondern um Anti-Empörungs-Kultur. Vielleicht ist das Dir jetzt etwas klarer.

  6. Re: 88.472

    Autor: foobarJim 30.11.21 - 16:18

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wegen 0,24% Todesfällen an 2100 Unfällen wird ein Fass aufgemacht, aber
    > wegen der doppelt so hohen Todesrate bei Radfahrern nicht?
    >
    > Das ist doch scheinheilig.

    Es ist genauso scheinheilig, wenn Leute gegen E-Roller wettern aber ihr Auto auf dem Gehweg oder Radweg parken. In einer Threema-Gruppe in meiner Stadt gab es schon einen Aufruf, dass man sich an einer bestimmten Stelle der Stadt über die Roller beschweren kann. Viele waren davon begeistert.

    Im Vergleich zu vielen anderen Verkehrsproblemen sind die Roller aber eines der kleineren. Über wirklichen Probleme wie zu schnelles Fahren, zu viel "Abkürzungsverkehr" durchs Wohngebiet, allgemein einfach zu viele Autos stören sich weniger. Muss man auf die Straße ausweichen, weil ein Auto auf dem Gehweg parkt, nehmen das viele gar nicht war. Muss man den Arm kurz einziehen, weil ein Roller da steht, haben sie aber Schaum vor dem Mund.

  7. Re: 88.472

    Autor: MarcusK 30.11.21 - 16:36

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist die Anzahl der Unfälle mit Radfahrern in Deutschland im Jahr 2018.
    > 445 wurden dabei getötet. Von den 88472 Unfällen wurden 59.939 in Teilen,
    > oder zur gänze, durch Radfahrer verursacht.
    >
    > Danach kräht absolut kein Hahn.
    >
    > Wegen 0,24% Todesfällen an 2100 Unfällen wird ein Fass aufgemacht, aber
    > wegen der doppelt so hohen Todesrate bei Radfahrern nicht?
    >
    > Das ist doch scheinheilig.

    nein, deine Vergleich ist einfach unvollständig.

    Es fehlt die Kilometerleistung. Auf wie viel Rad-km kommt eine Unfall und auf wie viel Roller-km kommt ein Unfall?

    Ohne diese Angabe kann man die Sicherheit nicht bewerten.

  8. Re: 88.472

    Autor: peterbruells 30.11.21 - 16:38

    foobarJim schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist genauso scheinheilig, wenn Leute gegen E-Roller wettern aber ihr
    > Auto auf dem Gehweg oder Radweg parken. In einer Threema-Gruppe in meiner
    > Stadt gab es schon einen Aufruf, dass man sich an einer bestimmten Stelle
    > der Stadt über die Roller beschweren kann. Viele waren davon begeistert.

    Die Stelle nennt sich Ordnungsamt. Da melde ich fehlgeparkte Roller genauso konsequent wie auf dem Rad- oder Gehweg parkende Autos. Dank iOS Kurzbefehl eine Sache von einer Minute.

    Einziger Unterschied ist, dass ich die Rolle danach zur Seite stellen.

  9. Re: 88.472

    Autor: foobarJim 30.11.21 - 16:52

    peterbruells schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > foobarJim schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Es ist genauso scheinheilig, wenn Leute gegen E-Roller wettern aber ihr
    > > Auto auf dem Gehweg oder Radweg parken. In einer Threema-Gruppe in
    > meiner
    > > Stadt gab es schon einen Aufruf, dass man sich an einer bestimmten
    > Stelle
    > > der Stadt über die Roller beschweren kann. Viele waren davon begeistert.
    >
    > Die Stelle nennt sich Ordnungsamt. Da melde ich fehlgeparkte Roller
    > genauso konsequent wie auf dem Rad- oder Gehweg parkende Autos. Dank iOS
    > Kurzbefehl eine Sache von einer Minute.

    Ich habe etwas Hemmungen Falschparker direkt beim Ordungsamt anzuzeigen. Es scheint irgendwas grundsätzliches falsch verankert zu sein und ich bin nicht sicher, ob das durch Strafzettel alleine besser wird.

    Ich wohne in einem Wohngebiet wie es so typisch in den 70er entstanden ist. Straßen breit wie Autobahnen. Aber die Leute parken ihr Auto dann doch oft mit 2 Reifen auf dem Gehweg damit auch ja der Verkehr nicht aufgehalten wird. Man nimmt eher in Kauf, dass auf dem Gehweg kein Kinderwagen mehr durchpasst, als dass auf der Straße womöglich keine 2 LKWs aneinander vorbei kommen.

  10. Re: 88.472

    Autor: Epaminaidos 30.11.21 - 21:56

    Wenn schon Statistiken, dann bitte mit aussagekräftigen Zahlen. Und nicht mit irreführenden.
    Der Post legt nahe, dass eine Quote von 68% bei Haupt- oder Teilschuld ungewöhnlich wäre. Das ist aber nicht so. Bei Kfz-Unfällen ist diese Quote ganz nahe an 100 %.
    Wie das sein kann?
    An Alleinunfällen von Kfz ist immer ein Kfz-Fahrer schuld. Und an Kfz-Kfz-Unfällen auch.

    Vernünftige Aussagen bekommt man, wenn man die Hauptschule bei gemischten Unfällen betrachtet.
    Bei Fahrrad-Kfz-Unfällen haben beispielsweise zu 70 % die Kfz-Fahrer die Hauptschuld.

  11. Re: 88.472

    Autor: AllDayPiano 30.11.21 - 22:25

    Muss man auch nicht. Mir ging es nie um die PKW-Unfälle.

    Der Vergleich ist deshalb kaum möglich, weil es keine Zahlen zu der Fahrleistung von Radfahrern gibt.

    Was man jedoch weiß, ist wie häufig Unfälle mit Rollern und mit Radfahrern passieren. Da beide ihren Fokus auf den absoluten Nahverkehr haben, ist davon auszugehen, dass deren Nutzungsszenario ähnlich ist, was sie durchaus auch ohne die Kilometerleistung vergleichbar macht.

    Aber solche Überlegungen sind natürlich viel anstrengender als "määääähhh die pösen pösen Roller gehören VeRbOtEn!11!!!!!"

  12. Re: 88.472

    Autor: Epaminaidos 30.11.21 - 22:34

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    Du nutzt diese irreführenden Zahlen, um einschneidende Maßnahmen gegen Radfahrer zu fordern. Deshalb ist es wichtig, sie ins Verhältnis zu anderen Zahlen bei der Schuldverteilung von Unfällen zu setzen.

    > Der Vergleich ist deshalb kaum möglich, weil es keine Zahlen zu der
    > Fahrleistung von Radfahrern gibt.

    Genau deshalb sollte man sich die Schuldverteilung anschauen. Da ist die Fahrleistung egal. Und dabei schneiden Radfahrer - im Gegensatz zu Deiner Implikation von oben - ziemlich gut ab.

    Zahlen zur Schuldverteilung bei Rollern habe ich nicht.

  13. Re: 88.472

    Autor: AllDayPiano 01.12.21 - 09:35

    Nochmal. Es geht nicht um die Schuldfrage bei Radfahrern, sondern darum, die Häufigkeit bei Unfällen mit vergleichbaren Fortbewegungsmitteln in Relation zu den Rollern zu setzen, um aufzuzeigen, dass Roller nicht überproportional häufig in Unfälle verwickelt sind, sondern die Zahlen verhältnismäßig gering sind. Es ging nicht darum, zu zeigen, dass Radfahrer häufiger Unfälle bauen, sondern dass im Vergleich Roller und Radfahrer die Sterblichkeitshäufigkeit bei Unfällen um den Faktor 2 niedriger ist.

    Liebe Radfahrer: Packt mal euren Beißreflex weg.

  14. Re: 88.472

    Autor: chefin 01.12.21 - 10:09

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was bringt ein Tempolimit gegen scheiße abgestellte Roller?
    >
    > Und zu zweit auf dem Fahrrad ist auch alles, aber keine Seltenheit.
    >
    > Mit maximal 20km/h sind Roller und Rad sehr gut vergleichbar. Und auch die
    > 1,6 Promille beim Fahrrad sind fragwürdig.
    >
    > Es macht keinen Sinn, dass eine zu etwas bösen zu verdonnern, während man
    > das andere verklärt.


    Nun einfach mal Bilder von Rädern posten auf denen es möglich ist zu zweit zu fahren. Das war in meiner Jugend schon nicht ganz einfach, der Gepäckträger hält so 50-60kg aus. Wir haben regelmässig diese Konstruktionen dann geschrottet als wir älter und vor allem schwerer wurden.

    Heute haben die meisten Räder keine Gepäckträger mehr. Auch die obere Querstange, wo man vieleicht noch sitzen könnte ist weg. Und die letzen die zu zweit auf dem Rad gesessen sind, habe ich im Schulhof gesehen wenn wir unseren Junior anholen. Aber bereits am Anstieg von Schulhof zur Strasse war das Rad wieder Solo.

    Also definitiv, zu zweit auf dem Rad ist ungefähr so selten wie ein Sechse im Lotto. Ich weis das jede Woche einer gewinnt, also es gibt definitiv welche. Aber die wenigstens kennt man oder wird man jemals sehen.

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