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Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

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  1. Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: dangi12012 03.08.21 - 14:37

    Die haben sogar eigene Löschtürme. In der OMV bei Flughafen Wien fackelt alle paar Monate irgendetwas ungewollt ab. Das schafft es nichtmal mehr in die Lokalnachrichten.

    Hauptsache man kann jetzt wieder auf Tesla hinhauen und vollkommen den status quo ignorieren.

    Das erinnert mich immer an die Straßen und Autobeführworter/Querdenker die die Bodenversiegelung vorantreiben als wäre der wertvolle Boden unendlich vorhanden.

  2. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: smonkey 03.08.21 - 14:44

    Es wäre mir neu, dass Golem grundsätzlich über alle Brände berichtet. Würde ich auch weder erwarten noch wollen. Ein Brand in einem Akkuspeicher kann aber durchaus für Menschen mit IT Bezug von Interesse sein. Der Kontext macht die Musik.

  3. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: MarcusK 03.08.21 - 14:46

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die haben sogar eigene Löschtürme. In der OMV bei Flughafen Wien fackelt
    > alle paar Monate irgendetwas ungewollt ab. Das schafft es nichtmal mehr in
    > die Lokalnachrichten.
    >
    > Hauptsache man kann jetzt wieder auf Tesla hinhauen und vollkommen den
    > status quo ignorieren.
    aber Tesla verkauft auch Powerwall mit vermutlich den gleichen Zellen für den Hausgebrauch. Da die meisten wohl aber keine Raffinerie zu Hause haben, aber aber sich eher überlegen ob eine Powerwall für sich gut ist ist das schon gut zu wissen. Ich bin mir auch nicht so sicher, aber ich einen PV Speicher doch lieber in der abgesetzten Garage installiere oder im Haus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.21 14:47 durch MarcusK.

  4. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: Neolecram 03.08.21 - 14:58

    MarcusK schrieb:

    > aber Tesla verkauft auch Powerwall mit vermutlich den gleichen Zellen für
    > den Hausgebrauch. Da die meisten wohl aber keine Raffinerie zu Hause haben,
    > aber aber sich eher überlegen ob eine Powerwall für sich gut ist ist das
    > schon gut zu wissen. Ich bin mir auch nicht so sicher, aber ich einen PV
    > Speicher doch lieber in der abgesetzten Garage installiere oder im Haus.

    Außer bei Polymerakkus sind die Zellen in den seltensten Fällen das Problem für brennende Akkus. Die Powerwall 1 hat "normale" 18650 Zellen, die Powerwall 2 und 3 die größeren 2170. Beide sind sehr robust. Wenn ein Akkus brennt, und es vorher nicht beschädigt wurde sind in der Regel Kurzschlüsse die Ursache, d.h. die Probleme sind eher im Bonding oder irgendwo in der Verkabelung zu suchen. Hohe Ströme sind grundsätzlich immer eine Brandgefahr und es ist eine Meisterleistung im Engineering, dass Akkus nicht noch viel öfter abbrennen.

    In der Big Battery kann alles mögliche die Ursache gewesen sein und da ist auch viel mehr Technik und Handarbeit enthalten als bei einer Powerwall für zuhause.

    Ich geb Dir aber Recht, der Brand ist erst einmal beunruhigend und brennende Energiespeicher egal welcher Art sind schwierig zu löschen, da ist es aber ziemlich egal, ob es sich um ein Akku, eine Ölquelle oder einen Waldbrand handelt.

  5. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: Codemonkey 03.08.21 - 15:00

    Hauptsache du setzt einen Löschturm daneben.

    Mh nein, kann ich verstehen diese Akkubrände sind nicht wirklich beruhigend, auch wenn die Wahrscheinlichkeit vielleicht gering ist.
    Mir ist bisher nur mal ein Laptopakku im Kofferraum aufgebläht, aber das war es dann zum Glück schon.

  6. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: chefin 03.08.21 - 15:07

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die haben sogar eigene Löschtürme. In der OMV bei Flughafen Wien fackelt
    > alle paar Monate irgendetwas ungewollt ab. Das schafft es nichtmal mehr in
    > die Lokalnachrichten.
    >
    > Hauptsache man kann jetzt wieder auf Tesla hinhauen und vollkommen den
    > status quo ignorieren.
    >
    > Das erinnert mich immer an die Straßen und Autobeführworter/Querdenker die
    > die Bodenversiegelung vorantreiben als wäre der wertvolle Boden unendlich
    > vorhanden.


    Stimmt, der Brand ist so bedeutungslos, das keiner mehr drüber berichtet. Weil nix passiert, keine Knappheit herscht und es entgegen deiner Horrorgeschichten nur alle 10 Jahre mal passiert. Und schneller geöscht ist dann, als du Feuerwehr rufen kannst.

    Was da alle paar Monate fackelt sind Gase die abgefackelt werden. Wir haben hier einen Raketenprüfstand da brennt es auch alle paar Wochen. Immer dann wenn Wasserstoff für Versuche bevorratet wird. Dann wird das Gas ausströmen lassen und gezielt abgefackelt. Weil das ein druckloser Flüssigtank ist.

    Und ein Steamcracker wird alle paar Wochen ausgebrannt zu Reinigungszwecken. Das ist also kein Brand sondern ein Reinigungsprozess. Und das muss nicht gelöscht werden, sondern man stellt einfach die Gaszufuhr ab. Man filtert zwar einen großteil der Abgase, aber es entsteht Methan und das wird nicht einfach in die Umwelt abgelassen, sondern verbrannt.

    Statt also Horrorgeschichten zu erfinden, weil man keine Ahnung hat, wie eine Raffinierie funktioniert, lieber mal bei den Fakten bleiben. Der brand eines Akkus ist pillepalle in Australien. Wie man sieht, kann man während des Brandes in der Halle filmen und fotografieren.

    Was allerdings schlimmer ist: die Stromversorgung dieses Gebietes wurde abgestellt bzw musste auf eine Reserveleitung umgelegt werden. Während des Vollbetriebs wenn der puffer zwingend nötig ist, würde es zum Stromausfall führen für die Bevölkerung in großen Bereichen. Und wie kann es sein, das eine nagelneue Anlage so mies aufgebaut ist, das sie bei der Inbetriebnahme abfackelt. Wenn nach einiger Zeit durch verschleiss Fehler entstehen...ok, kann passieren. Aber den Fehler beim Aufbau mit einzubauen ist eben eine völlig andere Nummer. Schnell, schneller, Schrott. Man muss sich also fragen, wie zuverlässig wird die Anlage dann arbeiten und wie oft wird sie in Zukunft ausfallen. Den geprüft wurde da wohl nicht viel

  7. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: Alessey 03.08.21 - 15:23

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dangi12012 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die haben sogar eigene Löschtürme. In der OMV bei Flughafen Wien fackelt
    > > alle paar Monate irgendetwas ungewollt ab. Das schafft es nichtmal mehr
    > in
    > > die Lokalnachrichten.
    > >
    > > Hauptsache man kann jetzt wieder auf Tesla hinhauen und vollkommen den
    > > status quo ignorieren.
    > >
    > > Das erinnert mich immer an die Straßen und Autobeführworter/Querdenker
    > die
    > > die Bodenversiegelung vorantreiben als wäre der wertvolle Boden
    > unendlich
    > > vorhanden.
    >
    > Stimmt, der Brand ist so bedeutungslos, das keiner mehr drüber berichtet.
    > Weil nix passiert, keine Knappheit herscht und es entgegen deiner
    > Horrorgeschichten nur alle 10 Jahre mal passiert. Und schneller geöscht ist
    > dann, als du Feuerwehr rufen kannst.
    >
    > Was da alle paar Monate fackelt sind Gase die abgefackelt werden. Wir haben
    > hier einen Raketenprüfstand da brennt es auch alle paar Wochen. Immer dann
    > wenn Wasserstoff für Versuche bevorratet wird. Dann wird das Gas ausströmen
    > lassen und gezielt abgefackelt. Weil das ein druckloser Flüssigtank ist.
    >
    > Und ein Steamcracker wird alle paar Wochen ausgebrannt zu
    > Reinigungszwecken. Das ist also kein Brand sondern ein Reinigungsprozess.
    > Und das muss nicht gelöscht werden, sondern man stellt einfach die
    > Gaszufuhr ab. Man filtert zwar einen großteil der Abgase, aber es entsteht
    > Methan und das wird nicht einfach in die Umwelt abgelassen, sondern
    > verbrannt.
    >
    > Statt also Horrorgeschichten zu erfinden, weil man keine Ahnung hat, wie
    > eine Raffinierie funktioniert, lieber mal bei den Fakten bleiben. Der brand
    > eines Akkus ist pillepalle in Australien. Wie man sieht, kann man während
    > des Brandes in der Halle filmen und fotografieren.
    >
    > Was allerdings schlimmer ist: die Stromversorgung dieses Gebietes wurde
    > abgestellt bzw musste auf eine Reserveleitung umgelegt werden. Während des
    > Vollbetriebs wenn der puffer zwingend nötig ist, würde es zum Stromausfall
    > führen für die Bevölkerung in großen Bereichen. Und wie kann es sein, das
    > eine nagelneue Anlage so mies aufgebaut ist, das sie bei der Inbetriebnahme
    > abfackelt. Wenn nach einiger Zeit durch verschleiss Fehler entstehen...ok,
    > kann passieren. Aber den Fehler beim Aufbau mit einzubauen ist eben eine
    > völlig andere Nummer. Schnell, schneller, Schrott. Man muss sich also
    > fragen, wie zuverlässig wird die Anlage dann arbeiten und wie oft wird sie
    > in Zukunft ausfallen. Den geprüft wurde da wohl nicht viel

    Konstruktionsfehler, Montagefehler oder Sabotage, wie in einem anderen Kommentar schon geschrieben. Das ein Block gebrannt hat ist blöd, dass das Feuer nicht übergegangen ist sehr gut. Das die Anlage wohl nicht abgerissen werden muss auch sehr gut. Das es gelöscht wurde (wenn auch schwer) auch gut.
    Bei Fokushima "brennt" auch nur ein Block, die Anlage wird wohl nicht mehr in Betrieb genommen. Die Löschung gestaltet sich immer noch schwierig.

  8. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: StaTiC2206 03.08.21 - 16:13

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die haben sogar eigene Löschtürme. In der OMV bei Flughafen Wien fackelt
    > alle paar Monate irgendetwas ungewollt ab. Das schafft es nichtmal mehr in
    > die Lokalnachrichten.
    >

    oder bei der BASF wenn da im Monat nicht mindestens ein Mal etwas brennt oder explodiert, hat da keiner gearbeitet. ^^

    Unfälle können passieren, aber hier ist es wichtig wie wahrscheinlich ist dieser Unfall, sprich wann kann der nächste Brennen und wie schnell kriegt man den Unfall unter Kontrolle. Hier bei dem Brand war vermutlich auch viel Glück dabei, was man ggf beim nächsten mal nicht mehr hat.

  9. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: Quantium40 03.08.21 - 16:15

    chefin schrieb:
    > Und wie kann es sein, das
    > eine nagelneue Anlage so mies aufgebaut ist, das sie bei der Inbetriebnahme
    > abfackelt. Wenn nach einiger Zeit durch verschleiss Fehler entstehen...ok,
    > kann passieren.

    Bei technischen Geräten ist die Badewannenkurve der Standard für Ausfälle.
    Entweder sie fallen kurz nach Inbetriebnahme aus oder irgendwann später mit zunehmender Häufung durch Verschleiß bzw. Alterung.

    Wenn nur eines von 150 Modulen ausgefallen ist, ist das doch prinzipiell keine schlechte Quote. Und bei den Leistungswerten der Teile ist von einer gewissen Brandgefahr auszugehen.

    Eher verwundert mich, dass man nicht beispielsweise eine Art Löschhaube in Modulgröße vor Ort hat, um im Falle eines brennenden Modules den Brand durch Sauerstoffentzug zu ersticken.
    Löschen mit Wasser und selbst nur Kühlen des Moduls von außen ist ja bei einem Elektrobrand irgendwie nichts so toll.

  10. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: ovbspawn 03.08.21 - 16:59

    Neolecram schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarcusK schrieb:
    > ...
    > Ich geb Dir aber Recht, der Brand ist erst einmal beunruhigend und
    > brennende Energiespeicher egal welcher Art sind schwierig zu löschen, da
    > ist es aber ziemlich egal, ob es sich um ein Akku, eine Ölquelle oder einen
    > Waldbrand handelt.

    ... oder ein risiger Methanspeicher in Turkmenistan.
    Der brennt schließlich schon seit 50 Jahren /ironie ende

  11. Re: Wenn in einer Raffinerie etwas Brennt ist das Alltag

    Autor: Mimus Polyglottos 03.08.21 - 17:19

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn nur eines von 150 Modulen ausgefallen ist, ist das doch prinzipiell
    > keine schlechte Quote.

    Äh... meinst du das wirklich ernst?

  12. Oder viel Pech

    Autor: Shismar 03.08.21 - 19:04

    Die Module an sich sind ja nicht konzeptionell neu. Es gibt es schon seit 2017 die Anlage in Hornsdale (https://insideevs.com/news/410046/neoen-australia-hornsdale-battery-extension-completed/) mit kleineren (soweit ich weiß) Megapacks. Da hat noch nie was gebrannt.

    Das Löschkonzept könnte man aber überarbeiten. Es ist zwar toll, dass sich das Feuer nur auf den direkt angrenzenden Pack ausbreiten konnte, aber so sehr weit stehen die nicht voneinander entfernt. Das kann auch anders ausgehen.

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