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Soso
Autor: herrmausf 18.11.21 - 18:34
„Betriebe seien wegen ausgeklügelter Schutzkonzepte nicht die Infektionstreiber der Pandemie und würden derzeit Homeoffice so gut wie möglich ausweiten.“
Die Firma in der ein guter Freund von mir (noch) arbeitet hasst man Homeoffice.
Er muss aktuell noch ins Büro und darf nicht von zu Hause arbeiten, obwohl das technisch kein Problem ist und auch während der letzten Lockdowns gut geklappt hat.
Wenn in den Büros dann Menschen zusammenkommen und da auch Väter und Mütter dabei sind deren Kinder im Moment in der Superspreader-Schule sind - da wäre mir nicht wohl dabei.
Zumindest gibt es wohl immer mal wieder Verdachtsfälle.
Solche Firmen würde ich auf jeden Fall als potentielle Infektionstreiber einstufen. -
Re: Soso
Autor: -Mike- 18.11.21 - 19:25
Solche Firmen haben auch abseits von Corona die falsche Einstellung.
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Re: Soso
Autor: Normaloit 18.11.21 - 19:36
....solchen Firmen hinter verschlossenen Bürotüren wird nur leider von gesetzlicher Seite her nie etwas "passieren". Wenn man sieht, wie schluderig / wegschauend schon für jeden augenscheinliche Vergehen bewertet werden.
Wäre mal interessant, was passiert, wenn das HO wirklich wieder gesetzlich vorgeschriebenen ist und Dein Bekannter mit einem Fotobeweis zum Freund und Helfer geht. -
Re: Soso
Autor: BT90 18.11.21 - 21:54
Zumindest in der IT gilt:
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Bei einem Arbeitgeberwechsel wäre für mich die Möglichkeit von Home Office (wenn auch nur 3-4 Tage die Woche) ein K.O. Kriterium. -
Re: Soso
Autor: jothme 18.11.21 - 22:20
Ganz genau. Bin gerade in der Bewerbungsphase. Aktueller AG will Präsenzpflicht etablieren.
Firmen sind verzweifelt und bieten richtig Geld, aber Jeder, der "nur einmal im Monat zwei, drei Tage" Anwesenheit im Büro will, bekommt eine Absage.
Entweder, sie werden dann plötzlich sehr flexibel, oder sie suchen halt weiter.
Bis jetzt arbeite ich seit anderthalb Jahren komplett remote, und sehe keinen Grund für Anwesenheit.
Auswahl gibt es trotzdem mehr als genug. Mehr Geld wie beim derzeitigen Arbeitgeber sowieso. -
Re: Soso
Autor: herrmausf 18.11.21 - 22:41
Normaloit schrieb:
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> ....solchen Firmen hinter verschlossenen Bürotüren wird nur leider von
> gesetzlicher Seite her nie etwas "passieren". Wenn man sieht, wie
> schluderig / wegschauend schon für jeden augenscheinliche Vergehen bewertet
> werden.
>
> Wäre mal interessant, was passiert, wenn das HO wirklich wieder gesetzlich
> vorgeschriebenen ist und Dein Bekannter mit einem Fotobeweis zum Freund und
> Helfer geht.
Wie du dir vorstellen kannst gabs in dem Laden noch ganz andere Nummern, daher hat er dort inzwischen auch gekündigt und sitzt es jetzt nur noch aus bis er frei ist ;) -
Re: Soso
Autor: berritorre 18.11.21 - 23:17
Das würde ich ähnlich machen. Es gibt Berufe, da ist Homeoffice einfach nicht möglich. Gegessen.
Aber viele Bürojobs kann man sehr gut bis sogar besser auch aus dem Homeoffice machen. Wenn da ein Unternehmen sich dann quer stellt, dann würde ich mir auch gut überlegen, ob ich da arbeiten wollte, vor allem wenn sie da auch in Pandemie-Zeiten Hürden in den Weg legen. Wenn es einem Unternehmen wichtiger ist, dass die Leute ins Büro kommen während einer Pandemie, dann ist es wohl für mich das falsche Unternehmen. Finde ja dieses Querstellen schon in "normalen" Zeiten sehr antiquiert, aber wenn die Zahlen der Infizierten wie jetzt in Deutschland so hoch gehen und sie bestehen immer noch auf Präsenz im Büro, dann glaube ich nicht, dass ich zur Unternehmenskultur passe.
Das heisst nicht, dass ab jetzt und für immer alle im Homeoffice arbeiten sollen. Aber während die Zahlen steigen und hoch sind denke ich sollte Homeoffice selbstverständlich sein und in normalen Zeiten sollte es den Mitarbeitern freigestellt sein, mindestens 2-3 Tage die Woche im Homeoffice zu arbeiten. -
Re: Soso
Autor: berritorre 18.11.21 - 23:26
Gut, ganz so radikal wäre ich vermutlich nicht. Aber die Option von 2-3 Tagen Homeoffice wäre bei mir auch Minimum. Wenn dann mal ein Projekt ansteht, das mehr Präsenz verlangt, auch kein Problem. Aber im Normalfall 2-3 Tage Homeoffice die Woche muss drin sein.
Natürlich gibt es auch Jobs die man wirklich ohne Einbussen zu 100% remote machen kann. Bei meinem Job sehe ich durchaus noch den Vorteil eines gelegentlichen Bürotags. Aber auch da, nur wenn es einen guten Grund gibt.
Wie du schon sagst, die Unternehmen werden sich da sehr umstellen müssen. Entweder sie gehen mit der Zeit, oder sie werden über kurz oder lang Probleme kriegen. Ich sehe viele Arbeitnehmer, die Flexilität wollen. Klar, es gibt natürlich auch Leute die lieber ins Büro gehen, aber ich sehe eine klare Tendenz zum Homeoffice.
Das wird aber auch gesellschaftlich dann einige Veränderungen geben. Wenn ich einige Kommentare hier lese, haben viele ihre sozialen Kontakte vor allem im Büro. Das wird dann eine harte Umstellungen und diese Leute werden wohl auch in Zukunft noch lieber ins Büro gehen, solange die Kollegen auch noch da sind.
Andere wiederum sehen die Arbeit wirklich nur noch als Arbeit an und die sozialen Kontakte werden eher im privaten Umfeld gepflegt. Diese Leute werden sich mit HOmeoffice sehr leicht tun, bzw. das sogar bevorzugen. -
Re: Soso
Autor: JE 19.11.21 - 06:26
Mein Arbeitgeber hat "mobiles Arbeiten" schon vor mehreren Jahren eingeführt, das ging schon vor Corona bis hin zum einjährigen Auslandsaufenthalt. Regel war: je weiter weg und je länger, desto mehr muss geklärt werden (um den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu genügen). Es war auch durchaus möglich, dem Team zu sagen "ach übrigens, ich bin heute zuhause".
Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen waren also schon da.
Als dann im März 2020 alle Mitarbeiter darum gebeten wurden, ins Homeoffice zu gehen, gab es genau eine Gruppe, für die noch nicht alles geklärt war - die Geschäftsführung, weil geklärt werden musste, wie rechtsverbindliche Unterschriften remote gehen. Geht aber auch.
Gerade in unserer Branche, wo vor allem Entwickler gesucht werden, können sich Unternehmen gar nicht mehr leisten, Homeoffice zu verbieten, weil ihnen sonst die Mitarbeiter laufen gehen. -
Re: Soso
Autor: Faksimile 19.11.21 - 06:42
JE schrieb:
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> Mein Arbeitgeber hat "mobiles Arbeiten" schon vor mehreren Jahren
> eingeführt, das ging schon vor Corona bis hin zum einjährigen
> Auslandsaufenthalt. Regel war: je weiter weg und je länger, desto mehr muss
> geklärt werden (um den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu genügen). Es war
> auch durchaus möglich, dem Team zu sagen "ach übrigens, ich bin heute
> zuhause".
> Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen waren also schon da.
> Als dann im März 2020 alle Mitarbeiter darum gebeten wurden, ins Homeoffice
> zu gehen, gab es genau eine Gruppe, für die noch nicht alles geklärt war -
> die Geschäftsführung, weil geklärt werden musste, wie rechtsverbindliche
> Unterschriften remote gehen. Geht aber auch.
>
Da kann z.B.
https://www.bundesdruckerei.de/system/files/whitepaper/whitepaper-eIDAS.pdf.pdf
helfen. Digitale Unterschriften funktionieren schon seit längerem. Selbst für eine Privatperson machbar.
Einmalige Kosten ca. 190,00 mit laufenden Kosten für die Karte um 50,00 EUR/Jahr.
https://www.chipkartenleser-shop.de/secrypt/bundle-digiseal-office-kartenleser/komplettpaket-digisealoffice-amp-cyberjack-one
https://www.dgn.de/produkt-kategorie/signatur/
> Gerade in unserer Branche, wo vor allem Entwickler gesucht werden, können
> sich Unternehmen gar nicht mehr leisten, Homeoffice zu verbieten, weil
> ihnen sonst die Mitarbeiter laufen gehen. -
Re: Soso
Autor: Termuellinator 19.11.21 - 09:35
Die Argumentation ist doch von sich aus schon völlig hirnverbrannt - es kommen Menschen unnötig zusammen, also besteht ein potentieller Übertragungsweg, der ohne Probleme vermieden werden könnte. Ende der Geschichte.
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Re: Soso
Autor: Termuellinator 19.11.21 - 09:41
Jap, bin auch grade am Bewerben - der aktuelle AG hat jetzt "immerhin" mal 2 Tage pro Woche mobiles Arbeiten als "tolle neue Regelung" eingeführt (zumindest bis jetzt 2 Wochen nach Einführung wieder komplett Corona-bedingtes Homeoffice angesagt wurde ^^) . In den letzten 1.5 Jahren habe ich aber auch mehr als deutlich gemerkt, dass HO perfekt für mich ist, Produktivität und Zufriedenheit hoch, Stress und Zeitaufwand runter.
Die GF will zwar noch ein persönliches Treffen und reist dazu sogar durch halb D an, durch das Umschauen läuft aktuell aber eine Bewerbung, bei der mich die Tätigkeit deutlich mehr reizt. So schön hier auch das Betriebsklima ist, wird es wirklich schwer einen Wechsel noch zu verhindern, sollten die restlichen Rahmenbedingungen bei der neuen Firma passen.
Homeoffice ist heutzutage ein riesen Argument um gute Angestellte anzulocken, wohl oftmals mehr als es z.b. früher Dienstwagen waren... -
Re: Soso
Autor: berritorre 19.11.21 - 21:57
Also bei uns (in Brasilien) werden digitale Unterschriften wie DocuSign, etc. schon für das meiste anerkannt. Für ein paar Sonderfälle wird dann die "elektronische Unterschrift" gebraucht (meist wenn man es mit öffentlichen Verwaltungen zu tun hat). Dazu braucht man dann auch ein digitales Zertifikat von z.B. Certisign.
Aber das hat man als Unternehmen eigentlich sowieso als eCNPJ (Brasilianischen Unternehmensregisternummer/Steuernummer) und als Geschäftsführer eigentlich immer auch als eCPF (das Pendant für Privatpersonen). Ohne das kommst du als Unternehmen eigentlich nicht weit, das braucht man von der Ausstellung von Rechnungen bis zur Abgabe von Steuererklärungen.



