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Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

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  1. Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: deefens 03.12.18 - 07:27

    Langsam, schlechte Reichweite, keine Transportmöglichkeit. Was ist also der Sinn dieses Fluggeräts?

  2. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: robinx999 03.12.18 - 07:58

    Ja das fehlt irgendwie im Artikel, vermutlich ist es aber günstiger wie ein Helikopter auf die Art und weise kann es wohl mehrere von den Dingern geben, wobei ich die 2 Passagiere mit 160kg schon bedenklich finde, also erstens dürfen die Leute nicht schwerer sein und wirklich Geräte / Medikamente kann man da dann wohl auch nicht mitnehmen

  3. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: schachbr3tt 03.12.18 - 08:14

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Langsam, schlechte Reichweite, keine Transportmöglichkeit. Was ist also der
    > Sinn dieses Fluggeräts?

    "kann zwei Passagiere mit einem Gesamtgewicht von 160 kg transportieren"

    Damit fällt das in Deutschland schon einmal flach. Ich bin privat ehrenamtlich im Rettungsdienst und die meisten meiner männlichen Kollegen bringen - wie ich - locker mehr als 80kg auf die Waage.

    Oder wir beschränken den Rettungsdienst nur auf Frauen ohne Medi-Geräte, dann dürfte es klappen.

  4. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: Lehmroboter 03.12.18 - 08:30

    1. Eventuell geringere Kosten für Anschaffung und Wartung.
    2. Eventuell kann auf den Piloten verzichtet werden.
    3. Eventuell geringere Anforderungen an Start/Landeplatz auch wegen der geringeren Lärmbelastung.

    Bei einem 160kg limit von zwei Passagieren zu sprechen ist im europäischen Bereich allerdings schon niedlich. Insbesondere da i.d.R. auch ein Mindestmaß an Ausrüstung mitgeführt wird. Ich würde daher eher von "einer Person inkl. Ausrüstung" sprechen womit der Pilot zwingend wegfallen muß.

  5. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: Melkor 03.12.18 - 08:36

    Die Argumente fehlen im Artikel, aber ich finde das einen logischen Schritt
    Warum?:
    - Für einen Notarzt würde das z.B. vollkommen reichen (bisher im schnellen Auto unterwegs ;))
    - einer der größten dt. Hubschrauber-Flottenbetreiber muss sich auch auf die Zukunft einstellen. Da geht es um Infrastruktur (z.B. entsprechend dimensionierte Stromanschlüsse auf den Krankenhausdächern...), als auch Betriebs- und Prozessfragen (wer steuert/unterstützt?).
    - Wer sagt dass der Volocopter 2.0 nicht mehr transportieren kann? - oder alternativ, dass ein solches Modell bei entsprechender Nachfrage gebaut werden könnte ;)

    VG

  6. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: M.P. 03.12.18 - 08:44

    Die Technik bleibt ja nicht stehen.
    Vielleicht kann man das Ding ja mit stärkeren Motoren und Akkus in einigen Jahren auf eine höhere Nutzlast bringen...

    Ich denke eher, dass die Dinger nicht als Ersatz für den klassischen "Christoph XX" gedacht sind, sondern als Alternative für den Transport des Notarztes zum Einsatzort.
    Hier in Dortmund wird der Notarzt separat zum Rettungswagen transportiert. Die Rettungswagen stehen an den Feuerwachen, die Notärzte sind an Krankenhäusern stationiert, und werden mit normalen PKWs zum Einsatz gefahren ...
    Wenn die Notärzte in den Krankenhäusern nicht auf die Einsätze warten, sondern in irgendeiner Form auch in den Dienst am Krankenhaus eingebunden sind, hat man natürlich durch einen schnelleren Transport zum und vom Einsatzort im Krankenhaus ggfs. mehr vom Notarzt...

    Das wäre eine klassische Arbeitsverdichtung...

    In Kombination mit Telemedizin könnte es auch dazu führen, dass ein Notarzt nur noch in Ausnahmefällen sofort mit ausrückt, sondern in der Regel die Rettungssanitäter nur noch per Telemedizin von einem Arzt angeleitet werden, und dann schnell ein Notarzt nachgeschickt wird, wenn es per Telemedizin nicht weitergeht ...

    Nachtrag: Wobei es natürlich den Überlebenschancen in der aktuellen Situation nicht guttut, wenn diese stark von der 5G/LTE Abdeckung des Unfallortes abhängen....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.18 08:47 durch M.P..

  7. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: Niaxa 03.12.18 - 09:09

    Später mag das Teil mal sinnvoll sein (wie eben bei E Autos) aber auf dem Stand der Technik, einfach nicht zu gebrauchen. Frage mich auch wozu die das testen wollen. Mir fällt fast kein Szenario ein, bei dem ein Notarzt ohne Ausrüstung gebraucht wird, der dann per Luftpost kommen muss und den Patienten da lassen muss. Bisher rückt der Heli nur dann aus, wen er auch wirklich gebraucht wird und meistens hat man dann Patienten mit im Schlepptau zurück. Für kleine Verletzungen ohne akute Gefahr für Folgeschäden, ist es einfach sinnlos per Lufteinsatz zum Einsatzort zu gelangen. Da würden auch die Kassen rebelieren, wenn die dann ne Rechnung bekommen.

    Meiner Meinung nach sollte man in ein paar Jahren noch mal schauen, ob es sich überhaupt lohnt mit dem testen anzufangen... vorher ist das verschwendung wertvoller Ressourcen.

  8. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: freebyte 03.12.18 - 10:26

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Langsam, schlechte Reichweite, keine Transportmöglichkeit. Was ist also der
    > Sinn dieses Fluggeräts?

    Die Denkweise mit dem Piloten ist noch arg konventionell; auf entsprechenden Bedarf konstruiert lässt sich das auch mit 2 Knöpfen "Autostart/Landung" und einem 6 Achsenjoystick vom Retter selber steuern und mit einer anderen Rotorenanordnung passen 2 Flieger hintereinander auf einen Anhänger der nicht komplizierter als ein Schausteller-Wohnwagen zu schleppen ist (Stichwort: Flottenverlagerung).

    Reichweite ist sekundär - selbst wenn das Gerät mit Start/Landung und 500 Höhenmeter Differenz nur 10km weit kommt kann das in bestimmten Situationen (die in Ballungs- oder extrem ländlichen Gebieten recht häufig vorkommen) 20min Differenz gegenüber dem PKW ausmachen.

    Entsprechende Infrastruktur und KISS-Design an den "Schnittstellen" vorausgesetzt (so ein Kopter in Serie gebaut wird in Anschaffung und Wartung vermutlich weitaus günstiger sein als ein kleiner Heli) kann der Kopter nach Aussteigen des Notarztes von der Feuerwehr nachgeladen werden (oder Akku tauschen oder auf einen Hänger packen etc..)

    fb

  9. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: bodzguard 03.12.18 - 10:29

    In Zeiten, wo die Leute keine Rettungsgasse mehr beherrschen und die Rettungssanitäter ggf. die letzten 2km laufen müssen, und danach der Notarzt mit seinem NEF eh nicht mehr durchkommt, wäre das vermutlich sinnvoll. Noch wahrscheinlicher bei Großschadenslagen. Dieser Einflug von einem Notarzt (m/w) könnte sinnvoll sein, da in Deutschland nur dieser im Normalfall Medikamente verabreichen darf.

    In Deutschland wird ja eine Erstversorgung am Unfallort geleistet. Andere Länder, wo nur die Paramedics den Patienten einladen und schnellst möglich zur Klinik bringen, haben ein anderes Anforderungsprofil (Load and Go)

  10. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: LinuxMcBook 03.12.18 - 14:21

    bodzguard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch wahrscheinlicher bei Großschadenslagen. Dieser Einflug von
    > einem Notarzt (m/w) könnte sinnvoll sein, da in Deutschland nur dieser im
    > Normalfall Medikamente verabreichen darf.
    Ja und nein.
    So ein medizinischer Notfall ist ja definitionsgemäß kein Normalfall. Den "Sanitätern" wird auf jeden Fall beigebracht, wie sie die wichtigsten, lebensrettenden Medikamente sicher verabreichen. Sofern dann kein Arzt da ist, sie sind zumindest theoretisch in der Pflicht diese dann selbstständig dem Patienten zu geben.

    Nun ist da aber eine gewisse Dynamik vorhanden, denn es stehen immer weniger Notärzte zur Verfügung, immer häufiger werden von den Ärztlichen Leitern Medikamente freigegeben, die auch ohne Nachforderung eines Notarztes geben werden können und die Ausbildung (Notfallsanitäter) und die Gesetze dazu nehmen räumen der Medikamentegabe auch einen immer höheren Stellenwert ein.

    > In Deutschland wird ja eine Erstversorgung am Unfallort geleistet. Andere
    > Länder, wo nur die Paramedics den Patienten einladen und schnellst möglich
    > zur Klinik bringen, haben ein anderes Anforderungsprofil (Load and Go)
    Auch das ist nicht mehr so schwarz und weiß, wie es früher vielleicht mal war.
    Viele Länder, wie die USA sind mittlerweile auch davon ab, einen Patienten, der nicht mehr atmet einfach in den Wagen zu schmeißen und ins Krankenhaus zu fahren. Dort wird auch schon am Einsatzort mehr oder weniger umfangreiche Medizin gemacht.

    Gleichzeitig hat man auch in Deutschland gelernt, dass es nicht sinnvoll ist bei einem Polytrauma noch eine Stunde in der Kälte vor Ort zumzudoktorn bevor man ins Krankenhaus fährt.

  11. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: robinx999 03.12.18 - 20:05

    Thema Rettungsgasse ja das ist manchmal schlecht, aber so lange die nicht Einsatzfahrzeuge mit Kameras ausstatten und denjenigen die es nicht machen saftige Strafen aufbrummen wird sich kaum was ändern.
    Wobei es für den Fall ja auch schon Motorräder gibt die den Notarzt zum Einsatzort bringen, aber das sind auch eher Pilotprojekte
    https://de.wikipedia.org/wiki/Notarzteinsatzmotorrad

  12. Re: Mir fehlen für das Ding irgendwie die Argumente

    Autor: deefens 04.12.18 - 16:59

    Lehmroboter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei einem 160kg limit von zwei Passagieren zu sprechen ist im europäischen
    > Bereich allerdings schon niedlich

    Muss der Notarzt halt nackt fliegen :)

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