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Notstand und dann 13 Stunden?

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  1. Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: MarcusK 04.07.22 - 18:07

    > Leistung von 200 Megawatt kann der Speicher 13 Stunden lang Wärme liefern

    jetzt die spannende Frage, wie viel Leistung wird denn an einen normalen Wintertag benötigt, wenn es wirklich mal kein Gas gibt?
    Wenn es die 200 MW sind, dann halte ich 13 Stunden für deutlich zu wenig um einen Katastrophe abzuwenden, oder gehen wir dann alles in den Wald und holen Feuerholz?

    Wenn man jetzt noch ein paar Hektar PV daneben baut, könnte tagsüber mit Wärmepumpe zumindest auch aufladen.

  2. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Chris33 04.07.22 - 18:36

    Nachdem Offshore-Windräder tw schon gebremst werden, wenn sie „zu viel“ Strom fürs Netz produzieren, kann ich mir vorstellen, dass man mit diesem bisher ungenutzten Strom den Puffer immer wieder aufheizen kann. Aber für den Totalausfall klingen 13h bei diesem riesigen Speichervolumen schon wenig - wenn man sich die verlinkte Aussendung durchliest, geht es aber auch nicht darum. Sondern genau um das sinnvolle Nutzen von billigen, überschüssigen Windkraft-Strom.

    Der daraus gebastelte Artikel ist also als Klickbait optimiert und erweckt den unrealistischen Anschein, dass ein solches Großprojekt in kurzer Zeit als Reaktion auf die momentanen Sorgen auf die Beine gestellt wurde. Wenn das Gas aus Russland ausbleibt, wirds in Europa ein kalter Winter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.22 18:40 durch Chris33.

  3. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Flobo.org 04.07.22 - 18:47

    Mhhh das Ding kann eine Leistung von 200MW 13h lang halten ...
    Vermutlich bei weniger Leistung länger...

    Mehr lese ich da erstmal nicht raus, aber ihr stellt schon die richtigen Fragen.
    Was wäre der Verbrauch am Tag in MW bei Totalausfall?

  4. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: geeky 04.07.22 - 19:03

    Wenn es wirklich mal kein Gas mehr gibt, dürfte das dort scheinbar relativ egal sein, das sieht beim Heizkraftwerk dort eher nach Steinkohle und weniger nach Gas aus:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heizkraftwerk_Reuter_West
    oder halt auch Strom:
    https://group.vattenfall.com/de/newsroom/pressemitteilungen/2019/europas-grobter-wasserkocher-ist-am-netz

  5. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: malmi 04.07.22 - 19:30

    malmi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei dem Artikel kann man leicht auf die Idee kommen, dass man den Speicher
    > jetzt wegen der Erdgasknappheit errichtet. Das Projekt wird aber schon
    > lange entwickelt und hat nichts mit dem Notstand zu tun. Vielmehr versucht
    > man die starre Kraftwärmekopplung damit etwas zu flexibilisieren. Oft
    > müssen diese Kraftwerke trotz eines hohen EE-Stromanteils z.B. aus Wind
    > stumpf weiter laufen, weil die Wärme benötigt wird. Das federt man jetzt
    > damit ab.
    >
    > Da das Kraftwerk mit Kohle befeuert wird, ist der Effekt auf den
    > Erdgasverbrauch auch eher indirekt. Zum einen ergibt sich mehr Flexibilität
    > im Netz und so spart man sich das Anwerfen von Erdgaskraftwerken, die die
    > fehlende Flexibilität sonst ausgleichen müssten. Zum anderen können die
    > Kohleblöcke jetzt in Zeiten geringen Wärmeedarfs "durchlaufen" und so bei
    > hohem Bedarf theoretisch über die Blockleistung hinaus Wärme zusammen mit
    > dem Speicher liefern. Dann bräuchten andere Erdgas-Heizkraftwerke in Berlin
    > weniger liefern. Da kommt es natürlich auf die praktische
    > Netzanschlussleistung an. Insofern sieht man schon, dass der Speicher eher
    > für andere Zwecke errichtet wurde.
    https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/waermeversorgung-berlin-baut-thermoskanne-gegen-gasnotstand/nicht-fuer-den-notstand-projektiert/154350,6288262,6288262,read.html

  6. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: masel99 04.07.22 - 19:34

    geeky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > oder halt auch Strom:
    > group.vattenfall.com

    Insofern ist der Wärmespeicher konsequent.

    Aber auch Gas wird da verfeuert:
    https://group.vattenfall.com/de/newsroom/news/2019/september/3-Fragen-an-Heike-Tauber-Power-to-Heat

    "Neben der Power-to-Heat-Anlage werden drei gasgefeuerte Heißwassererzeuger gebaut, die Verbrauchsspitzen im Fernwärme‐System abdecken und damit zur Versorgungssicherheit beitragen sollen."



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.22 19:38 durch masel99.

  7. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Morons MORONS 04.07.22 - 21:02

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Leistung von 200 Megawatt kann der Speicher 13 Stunden lang Wärme
    > liefern
    >
    > jetzt die spannende Frage, wie viel Leistung wird denn an einen normalen
    > Wintertag benötigt, wenn es wirklich mal kein Gas gibt?
    > Wenn es die 200 MW sind, dann halte ich 13 Stunden für deutlich zu wenig um
    > einen Katastrophe abzuwenden, oder gehen wir dann alles in den Wald und
    > holen Feuerholz?
    >
    Ich gehe dann in den Keller und hole mir da einen Eimer Holzbriketts. Unsanierte Altbauwohnung und 2 Kachelöfen machen mich diesen Winter zum Gewinner.

  8. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Niaxa 04.07.22 - 21:06

    Naja… kfw 40+ Häuser kann man mit paar Kerzen Heizen…

  9. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: RAYDEN 04.07.22 - 21:09

    Ach was. Die müssen nur Euch Schwarzmaler einstellen. Dann wird der Pott von der Sonne geheizt. :D

  10. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: maxule 05.07.22 - 00:45

    Oder mit 150W Eigenwärme pro Person, die sich mit Pulli und Wolldecke noch zu einer besseren Effizienzhautklasse steigern lassen.

  11. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Emulex 05.07.22 - 07:37

    maxule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder mit 150W Eigenwärme pro Person, die sich mit Pulli und Wolldecke noch
    > zu einer besseren Effizienzhautklasse steigern lassen.

    Katzenfutterbetriebene Heizwuschel funktionieren auch gut.
    Lassen sich im Sommer aber nicht runter drehen :(

  12. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Dakkaron 05.07.22 - 12:38

    Ich hab in den letzten beiden Wintern zusammen einen einzigen Heizkörper (im kältesten Zimmer) vielleicht an 5 Tagen laufen gehabt.

    Ich glaube, ich gewinne gegen deine Altbau-Außenheizung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.22 12:38 durch Dakkaron.

  13. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: laolamia 05.07.22 - 13:11

    tolle physikalische angaben...2 winter 1 heizkörper kältestes zimmer.....wahrscheinlig hat irgendwo im dschungel jemand in 3 wintern ohne heizkörper im kältesten zimmer gehaust....und nu?

  14. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: Dwalinn 05.07.22 - 13:22

    Die angabe von ein Eimer Holzbriketts für eine Unsanierte Altbauwohnung auf die er geantwortet hat war selbstverständlich so genau das er die genauen Kosten hätte angeben müssen

  15. Re: Notstand und dann 13 Stunden?

    Autor: dirk_diggler 05.07.22 - 23:36

    Als ich bei meinen Altbau vor 2 Jahren mit der Renovierung angefangen habe, wurde mir bei einer groben Überschlagsrechnung für den "Normwinter" bei etwa minus 10 Grad 5 kw Heitzleistung angegeben.
    200Mw und 13 Stunden ergibt 2600Mwh
    Mein Haus braucht in einer Woche im Normwinter 840kwh
    Wenn ich also mein renovierten Altbau als maßstab nehme kann ich mit dem Teil ca 3100 Häuser im Winter für eine Woche mit Wärme verorgen. Klingt bei dem riesigen Teil eigentlich nicht nach sehr viel.
    Wenn es aber nur darum geht bei Flaute oder Nachts den fehlenden Ökostrom für die Heizung auszugleichen kann das natürlich schon nützlich sein.

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