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Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

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  1. Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: User_x 04.07.22 - 21:38

    und einfach einen künstlichen Geysir zu betreiben?

    via Smartphone.

  2. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: bobb 04.07.22 - 22:23

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und einfach einen künstlichen Geysir zu betreiben?


    da müsste dann wasser sein.... geothermie wäre da wonach du suchen müsstest...

  3. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: Eheran 04.07.22 - 23:05

    Geothermie ist in ihrer Leistungsfähigkeit oft überbewertet. Real gibt es nur ca. 100 kW pro km² zu "ernten", wenn man nicht wie etwa Island das "geologische Glück" hat und mehr rausziehen kann und dafür nichtmal tief bohren muss. Und die nutzen es ja bekanntlich schon.

    100 kW/km² reicht für keine 10 Häuser pro km², damit kann man keine Stadt beheizen. Vielleicht noch ein kleines Dorf.

  4. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: maxule 04.07.22 - 23:18

    Er meint vermutlich eine russische Höllenbohrubg mit 10-15 km (ich glaube am Ende waren es 11km.)
    Odet: they digged too deep in their greed for Mithril and disturbed what they did better not awaken.

  5. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: Eheran 04.07.22 - 23:52

    Ja meint er, meine ich auch. Geht nicht, weil es zu wenig Energie/Leistung ist, sofern nicht von vulkanischer Aktivität gesegnet.

  6. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: maxule 05.07.22 - 00:30

    Würde ich auch so sehen. In nachhaltiger Weise ist tiefenunabhängig in einem Kugelsegment nicht mehr Wärmefluss abschöpfbar, als der Gradient liefert.
    Insofern, solange da nicht jemand am anderen Ende einen 'Feuerfluss' initiiert und das Gradientengefälle steigert.
    Ob das ein Balrog oder Vulkanismus übernehmen könnte, ist gleichsam irreal, solange Donald Trump nicht wiedergewählt wird.
    Ein bisschen Potential zum Abschöpfen ist wohl noch drin, bis man die nächtliche Wärmeabstrahlung nihiliert hat. Danach ist aber vorbei mit den früheren Erdbeeren unter Folie im Rheingraben. Hat eben alles seine Rückwirkung.

  7. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: fanreisender 05.07.22 - 11:30

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geothermie ist in ihrer Leistungsfähigkeit oft überbewertet. Real gibt es
    > nur ca. 100 kW pro km² zu "ernten", wenn man nicht wie etwa Island das
    > "geologische Glück" hat und mehr rausziehen kann und dafür nichtmal tief
    > bohren muss. Und die nutzen es ja bekanntlich schon.

    Das wundert mich auch immer wieder, wie Geothermie hochgejubelt wird. Speziell aus Island weiß man, dass einige Kraftwreke nicht die erhoffte Leistung bringen, weil aus dem erdinnern nicht genug Wärme nachkommt.

    Klar, was da ist, kann man nutzen. Zum einen ist das eben nicht beliebig viel, zum anderen sind die Bohrungen richtig teuer und keinesfalls immer erfolgreich.

  8. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: Dakkaron 05.07.22 - 12:33

    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Geothermie ist in ihrer Leistungsfähigkeit oft überbewertet. Real gibt
    > es
    > > nur ca. 100 kW pro km² zu "ernten", wenn man nicht wie etwa Island das
    > > "geologische Glück" hat und mehr rausziehen kann und dafür nichtmal tief
    > > bohren muss. Und die nutzen es ja bekanntlich schon.
    >
    > Das wundert mich auch immer wieder, wie Geothermie hochgejubelt wird.
    > Speziell aus Island weiß man, dass einige Kraftwreke nicht die erhoffte
    > Leistung bringen, weil aus dem erdinnern nicht genug Wärme nachkommt.
    >
    > Klar, was da ist, kann man nutzen. Zum einen ist das eben nicht beliebig
    > viel, zum anderen sind die Bohrungen richtig teuer und keinesfalls immer
    > erfolgreich.

    Und Island ist da noch das Best Case Szenario...

  9. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: User_x 05.07.22 - 23:10

    dachte an 2000m wo zwischen 60 bis 80 Grad warm sein sollte? Es geht dabei auch nicht immer um 100% ige Ausbeute. Eine Wärmepumpe funktioniert ja auch insoweit, dass man dadurch nicht von 0 Grad aufheizen muss, sondern nur die Differenz von 60 auf 100 Grad z.b.

    via Smartphone.

  10. Re: Wie lange würde es dauern, 2km tief zu bohren?

    Autor: Stimmy 06.07.22 - 13:40

    Das Problem ist: Es mag da 60 bis 80 Grad warm sein. Aber auch nur, weil das Gestein eine schlechte Wärmeleitfähigkeit hat und etwas Wärme aus dem Erdinneren nachkommt.
    Es ist zwar heiß, man kann aber nicht viel Wärme rausziehen.
    Zieht man damit einer Erdwärmesonde Wärme aus, kühlt man das Gestein um die Sonde herum ab. Da ist schlicht nicht viel Leistung pro Fläche zu ernten.
    Man müsste viele kleine Sonden (ähnlich wie für Erdwärmepumpen für Privathaushalte, nur tiefer) auf sehr viel Fläche verteilen, um eine insgesamt sinnvolle Wärmemenge zu bekommen. Zum Beispiel auf einer 10x10km großen Fläche alle 100x100m ein kilometertiefes Loch bohren (10000 Bohrungen insgesamt) und jeweils max. wenige kW Wärme rausziehen. Das ist aber aufwendig, teuer und schwer umsetzbar - der ganze Aufwand für gerade mal ein paar 10 Megawatt Wärmeleistung?

    Alternativ könnte man mit Richtbohrgeräten ein unterirdisches "Höhlensystem" schaffen. Dann muss man wenigstens nicht 10000 Löcher bohren. Ist aber ebenfalls schwer umsetzbar.
    Im größeren Stil ergibt Erdwärme meiner Meinung nach wenig Sinn, außer es gibt ganz geeignete geologische Voraussetzungen.

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