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Spiegel als Abwehr?

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  1. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: Master68 28.05.15 - 12:30

    Eve666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm bleibt nur die Frage wie man 500kW in einem Flugzeug erzeugt
    > schließlich ist das kein Mini-Atomkraftewerk. Oder hast du eher an sowas
    > gedacht: XD

    Locker bleiben... hier geht's nur um kW (Kilo !!! Watt), nicht Mega- oder Gigawatt. Der Laser hat nur 150 kW - (also in veraltetem Maß ausgedrückt: grade mal rund 200 PS, oder den Saft, den 100 Haarföns verbrauchen). Das ist für einen Laser bei aktueller Technik zwar ein ordentlicher "Wumms", aber von der Leistung eines Kraftwerks weit entfernt.

    Und irgendwas, was auch nur halbwegs gepanzert ist wird's sich davon auch nicht beeindrucken lassen. Um das abzuwehren reicht ein halbwegs robustes Blech, das die Wärme gut ableitet. Die können den Laser ja auch nicht minutenlang auf eine Stelle gerichtet lassen, damit sich genug Energie sammelt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.15 12:30 durch Master68.

  2. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: chefin 28.05.15 - 12:37

    abnormi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt Prismen, die den Lichtstrahl um 180 Grad zurücksenden können. Wenn
    > du mal ein Vermesser mit einem Tachymeter bei der Arbeit triffst, dann
    > schau dir mal das Prisma an, welches auf seinen Vermessungsstab geschraubt
    > ist. Egal aus welchen Winkel du in das Prisma kuckst, du wirst immer deine
    > Auge in der Mitte wiederfinden.
    >
    > Nachtrag
    >
    > Ein Tachymeter funktioniert nach diesem Prinzip:
    >
    > - Ein gepulster Laser wird ausgesendet.
    > - Ein "Spiegel" auf dem Vermessungsstab reflektiert den Laser zurück zum
    > Tachymeter.
    > - Es wird die Phasenverschiebung gemessen und aus der Phasenverschiebung
    > wird die Entfernung berechnet.
    > - Damit der Spiegel nicht genau ausgerichtet werden muss, verwendet man die
    > oben genannten Prismen
    >
    > Also Ja: es ist mit einfachen geometrischen Anordnung von Spiegeln möglich,
    > einen Laser um 180 Grad zu drehen und ihn punktgenau zu seiner Quelle zu
    > umzuleiten.
    >
    > Aber warum dies keine gute Abwehr von Laser-Waffen ist, würde mich auch
    > interessieren.


    Dein 200t schwerer Bomber mit 100kg Sprengstoff und 20t Prismen sieht sicher gefährlich aus. Und die Rakete die sich mit gewaltigem Feuerstrahl durch die Atmosphäre schiebt, kommt auch ganz gut. Mit ihren 250kmh schafft sie sogar einen Panzer einzuholen. Allerdings dürfte es nicht mehr möglich sein genug Sprengstoff mitzuführen um ihn auch noch zu zerstören.

    Zu Deutsch: die Abwehrmassnahme wird zu schwer. Und das Prisma strahlt beileibe nicht aus jedem Winkel zurück. Es strahlt nur in einem bestimmten Bereich zurück. Ein Kegel mit 10° oder 20° von der Mittellinie. Den man muss den Messstab schon ungefähr Richtung Laser drehen. Er gleich allerdings kleine Fehler und Höhenunterschiede locker aus. Auch ist beim Prisma keine 100% Reflexion möglich, was wieder zum Problem führt: wird zuviel Energie nicht reflektiert löst es den Reflektor auf. Ein auf Lichtbrechung bauendes System(eben diese Prismen) arbeiten auch nur für eine bestimmte Wellenlänge(in dem fall das sichtbare Licht) als Reflektor. Laser können aber viele verschiedene Wellenlängen haben. Wird also ein 600nm Prisma aufgebaut, baue ich ein 400nm Laser oder umgedreht.

    Es gibt also keine wirklich effektive Möglichkeit den Laser abzuwehren. Alle Möglichkeiten die man hat beeinflussen die Einsatzfähigkeit der Waffe. Denkbar wäre allerdings ein ablassiver Schutz aus Nanokohlenstoffröhrchen oder Graphen. Diese widerstehen der Energie sehr lange, lange genug um dann im Ziel zu sein bevor die Energie wichtige Teile zurstört. Allerdings müssen einige Dinge ungeschichtet bleiben, das sind Schwachpunkte.

    Auch die USA wird bereits gegenmassnahmen gegen Laser entwickeln, da sie auch wissen, das andere irgendwann die US-Waffensysteme mit Laser angreifen werden. Das Katz und Mausspiel wird nun schon seit jahrhunderten gespielt, daran wird auch der Laser nichts ändern. Es ist nur wichtig, das die Abwehrmassnahme den gegner mehr kostet als der Angriff selbst.

  3. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: M.P. 28.05.15 - 14:06

    Das ist erstmal alles nur theoretisch.
    Wenn die mit 20 kW Lasern mit einer - für Laser - immensen Dispersion herumkrebsen, müssen schon optimale Bedingungen herrschen, um überhaupt etwas zerstören zu können ...
    Auch den im Artikel erwähnten Laser mit 150 kW *soll* es geben, ist aber auch eher eine Funzel...

    Mal ein Modellrechnung: Kann man 150 kW auf ein Gefäß mit 100 Liter Wasser ausrichten, und die komplette Energie auf das Wasser übertragen, dauert es fast drei Sekunden, um das Wasser um 1 Grad zu erwärmen!

    Um es also zum Kochen zu bringen müsste man folglich mehr als vier Minuten "draufhalten"....

    Passt auch zu meinen empirischen Forschungen, daß der 2 kW-Wasserkocher morgens für den halben Liter Teewasser knapp 2 Minuten braucht...


    Trifft man also einen Marschflugkörper mit stabiler Aluminium-Außenhaut und einem Gewicht von 300 kg, so passiert da in den ersten 20...30 Sekunden erstmal nichts, wenn der Laserstrahl nicht auf einer sehr geringen Fläche auftrifft...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 28.05.15 14:15 durch M.P..

  4. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: Sinnfrei 28.05.15 - 14:20

    Es wird sicher eine Zeit dauern, aber auch gegen Laser wird es irgendwann Gegenmaßnahmen geben. Mit irgendwelchen Metamaterialien zum Beispiel, oder was auch immer.

    __________________
    ...

  5. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: ThadMiller 28.05.15 - 15:30

    What?

  6. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: Eheran 28.05.15 - 15:34

    Das nennt sich nicht Prisma sondern Retroreflektor. [de.wikipedia.org]
    Die sind auch nicht schwer oder ineffizent oder sowas.

  7. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: Sharra 28.05.15 - 15:43

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird sicher eine Zeit dauern, aber auch gegen Laser wird es irgendwann
    > Gegenmaßnahmen geben. Mit irgendwelchen Metamaterialien zum Beispiel, oder
    > was auch immer.


    Die Möglichkeiten gibt es. Nennt sich zum Beispiel Kühlung. Wenn ich die Oberfläche, auf die der Laser auftrifft aktiv kühle (oder man die Hitze auf große Fläche verteilen kann), reduziere ich die Auswirkung des Beschusses. Beim Laser als Waffe kommt es zu 100% darauf an, möglichst viel Energie in extrem kurzer Zeit auf das Ziel zu bringen.
    Panzerung (simple Stahlplatte) hilft da schon gegen, weil der Laser seine gesamte Energie darauf verwenden müsste, sich durch das Metall zu arbeiten, während der dahinter befindliche Teil recht sicher wäre. Keramik wäre noch effektiver.

    Es geht bei Waffen immer darum ein Ziel zu erwischen, das dagegen nicht geschützt ist. Es gibt auch Panzerwesten, die große Kaliber abhalten. Nur sind diese zu sperrig, also werden sie kaum eingesetzt.
    Ich denke es geht den USA darum, eine größere Vielfalt an Waffen zur Verfügung zu haben, um die entsprechende einsetzen zu können. Man kann ein Objekt zwar theoretisch gegen alles absichern, aber benutzen kann man das Objekt dann kaum mehr.

  8. Ein Spiegel hat schon einmal ...

    Autor: M.P. 28.05.15 - 18:46

    ... einen Verteidigungsminister zu Fall gebracht ;-)

  9. Re: Spiegel als Abwehr?

    Autor: Anonymer Nutzer 29.05.15 - 07:22

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das nennt sich nicht Prisma sondern Retroreflektor. de.wikipedia.org
    > Die sind auch nicht schwer oder ineffizent oder sowas.


    Sag doch einfach Katzenauge ^-^

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