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Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

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  1. Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: Anonymer Nutzer 27.05.15 - 22:17

    3 Kubikmeter sind ja schon ein ordentliches Volumen.

    Ich weiß nicht so recht was man mit so einem Laser in einem Flugzeug anfangen kann.
    Zerstören a la Star Wars düfte wohl schwierig werden.

    Was man damit anstellen könnte: (?)

    - gegnerische Piloten blenden und deren Augenlicht (zer)stören
    (Sonnenbrille wird wieder Pflicht für Piloten ...
    "RayBan" arbeitet bestimmt schon an einer neuen Produktlinie ...)

    - Sensoren stören / irritieren / zerstören

    - bestimmte kritische Stellen/Komponenten eines gegenerischen Objektes aufheizen
    (und damit Funktionsausfall / zeitweise Fehlfunktion hervorrufen)

    - Cockpit eines bemannten Flugzeuges aufheizen
    (zumindest vorübergehenden Kreislaufkollaps hervorufen)

    - Glaskanzel eines Flugzeuges beschädigen
    Veränderung der Druckverhältnisse innerhalb des Cockpits
    (erzwingt Änderung der Flughöhe)

    - Versorgungsleitungen am Boden (zer)stören
    (Strom / Wasser / Gas)

    - LKW-Reifen punktieren

    - Sensoren von militärischem Gerät am Boden (zer)stören

    - Bedien-Personal (aka Soldaten) am Boden blenden / aufheizen

    - Brennstoff-Lager punktieren und / oder in Brand setzen (Benzin / Diesel / Gas)

    - Glasfronten punktieren
    (Schiffe, Flugzeuge, Fahrzeuge, Gebäude)

    - Fahrbahnen / Landebahnen beschädigen

    - tbd


    Putins neue Panzer werden sich sicherlich nicht von 150 kW beeindrucken lassen.

    Allerdings sind Panzer mehr denn je auf externe Sensoren angewiesen.
    Und die könnte man per Laserlicht vielleicht stören (?)


    Schaut mal wieder nach einem kleinen Technologie-Wettrüsten aus.

    Gibt sicherlich andere Gebiete auf den Forschung etwas bringen würde was uns als Menschheit voranbringt.

    Aber das war schon immer so ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.05.15 22:31 durch cicero.

  2. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: Anonymer Nutzer 28.05.15 - 00:18

    Für alle deine Beispiele sind eigentlich konventionelle Waffen viel effektiver. Solche Laser wären allenfalls für die CIA interessant, wenn es keine Spuren geben soll.

  3. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: bULLsHIT! 28.05.15 - 07:55

    > fluppsi schrieb:
    > --------------------------------------------------------------------------------
    > Für alle deine Beispiele sind eigentlich konventionelle Waffen viel
    > effektiver. Solche Laser wären allenfalls für die CIA interessant, wenn es
    > keine Spuren geben soll.

    Keine Spuren bis auf der faustgroße, bereits kauterisiertes Loch im Körper der Leiche? ...
    "Da muss jemand mit einem RIIIIIIIIIIIIIIESIGEN Brennglas unterwegs sein und Menschen ,wie Ameisen, in der Sonne verbrutzeln"

    ---------------
    The accumulated filth of all their sex and murder will foam up about their waists and all the whores and politicians will look up and shout "Save us!" ... and I'll whisper "no."

  4. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: HMWLBkraut 28.05.15 - 08:52

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 3 Kubikmeter sind ja schon ein ordentliches Volumen.
    >
    > Ich weiß nicht so recht was man mit so einem Laser in einem Flugzeug
    > anfangen kann.
    > Zerstören a la Star Wars düfte wohl schwierig werden.
    >
    > Was man damit anstellen könnte: (?)
    >
    > - gegnerische Piloten blenden und deren Augenlicht (zer)stören
    > (Sonnenbrille wird wieder Pflicht für Piloten ...
    > "RayBan" arbeitet bestimmt schon an einer neuen Produktlinie ...)


    Zumindest das zerstören ist bereits längst verboten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blendwaffe

  5. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: Tobias Claren 28.05.15 - 10:15

    Soll es nicht einen Anschlag gegeben haben, wo in einem Restaurant aus einm Geigenkasten heraus jemand am anderen Tisch mit einem Laser getötet wurde?

  6. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 28.05.15 - 11:51

    bULLsHIT! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >> Keine Spuren bis auf der faustgroße, bereits
    > kauterisiertes Loch im Körper der Leiche? ...

    Ein faustgroßes Loch braucht einen Strahl mit faustgroßem Durchmesser. Ich bin gerade zu faul, um genau auszurechnen, wie viel Leistung man braucht, damit dieser schwach gebündelte Strahl überhaupt Löcher in menschliches Gewebe und nicht nur einen bösen Sonnenbrand verursacht, aber eines kann ich ad hoc sagen: Es ist mehr, als sich in absehbarer Zeit miniaturisieren lässt. Und ob es jetzt so unauffällig ist, wenn sich Killer mit 'nen fahrbaren Generator im Schlepptau an sein Opfer heran pirscht, bezweifle ich doch mal ganz stark.

    Mal ganz abgesehen davon, dass der Einsatz von Hochtechnologie geradezu danach schreit, dass es ein Mord im Staatsauftrag war ... So viel zum Thema "keine Spuren".

  7. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 28.05.15 - 12:18

    cicero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - gegnerische Piloten blenden und deren Augenlicht
    > (zer)stören

    Im Luftkampf geschieht so gut wie nichts mehr auf direkte Sicht, allerdings kann man natürlich auch Kameras, wie sie zur optischen Ortung verwendet werden, recht gut blenden. Auch die Kameras von Aufklärungs-/Spionageatelliten wurden bereits zur Zeit des Kalten Kriegs von beiden Seiten gerne mal mit Lasern geblendet.

    > - bestimmte kritische Stellen/Komponenten eines gegenerischen Objektes
    > aufheizen

    Kritische Komponenten liegen meist besonders gut geschützt und wenn man sich ohnehin dorthin durchbrennen muss, ist man wieder in der Leistungsfalle. Punktuell ist das aber sicher möglich, beispielsweise bei oberirdischen Treibstoffdepots oder Telekommunikationsleitungen. Das wäre dann zwar eher zivile Infrastruktur, aber auch die ist ein valides Ziel, wenn sie militärisch genutzt werden kann.

    > Cockpit eines bemannten Flugzeuges aufheizen
    > (zumindest vorübergehenden Kreislaufkollaps
    > hervorufen)

    Cockpits sind vollklimatisiert. Auch hier gilt wieder: Um das so schnell/stark zu überlasten, bräuchte man eine Ausgangsleistung, mit der man das Flugzeug auch gleich abschießen könnte, wenn man diese Leistung hätte.

    > - Glaskanzel eines Flugzeuges beschädigen
    > Veränderung der Druckverhältnisse innerhalb
    > des Cockpits (erzwingt Änderung der Flughöhe)

    In Kampfflugzeugen wird von vornherein keine Kuschel-Atmosphäre erzeugt, darüber hinaus tragen die Piloten auch Sauerstoffmasken. Ein Druckabfall in der Kanzel bewirkt daher auch keinen Kontrollverlust.

    Generell würde ich mit einem Laser nicht auf ein bewaffnetes Kampfflugzeug zielen, wenn ich nicht davon ausgehe, dass es dadurch schnell zerstört wird. Mit dem Laser habe ich mich nämlich quasi selbst als Ziel illuminiert und die Kollegen ARM, Hellfire, Sparrow und Sidewinder (je nachdem, ob mein Laser boden- oder luftgestützt ist) warten nur darauf, mir einen Gegenbesuch abzustatten.

    > - Versorgungsleitungen am Boden (zer)stören
    > (Strom / Wasser / Gas)

    Solche Leitungen verlaufen meist unterdirdisch und liegen obendrein in Schutzröhren. Keine Chance für Laser.

    > - LKW-Reifen punktieren

    Das macht jedes Projektil effizienter, weil es den Schlauch zerfetzt. Außerdem ist ein kaputter Reifen nur im Zivilleben ein größeres Ärgernis, im militärischen Bereich ist genug Ersatz und Manpower da, um so eine Aktion zum Kinderstreich zu degradieren.

    > - Fahrbahnen / Landebahnen beschädigen

    Die meisten militärischen Fahr- und Flugzeuge kommen mit Schotterpisten klar. Da gibt es nicht viel, was man mit einem Laser kaputt machen kann. Da braucht es schon große Sprengsätze, die tiefe Kater reißen oder Streubomben-/Minen, die die Piste blockieren. Alles, was ein Pionier mit 'nem Bulldozer (oder notfalls mit einer Schaufeltruppe) wieder einebnen und/oder oder mit einer Stahl- bzw. Gummimatte abdecken kann, hält den Betrieb nicht nennenswert auf.

    Laser sind hauptsächlich in der asymmetrischen Kriegsführung interessant, weil man damit - wenn's denn irgendwann mal so klappt wie gedacht - bei häufigem Einsatz gegen weiche Ziele enorm viel Material (-präsenz) einsparen kann.

  8. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: M.P. 28.05.15 - 15:43

    Es haben nicht alle UN-Mitglieder das Protokoll IV unterschrieben...

    http://www.unog.ch/__80256ee600585943.nsf/%28httpPages%29/3ce7cfc0aa4a7548c12571c00039cb0c?OpenDocument&ExpandSection=1#_Section1

    Für mich verblüffend die USA aber schon...

  9. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: tingelchen 28.05.15 - 19:13

    Alles eine Sache der Auslegung :) Es geht hier um nicht tödliche Waffen welche eine natürliche Person blenden soll.

    Die Laser hier sind a) tödlich (oder sollen es sein) und b) nicht dazu da um andere zu blenden :)

  10. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: maerchen 29.05.15 - 10:53

    Ein 5kW Lasercutter kann 1cm Edelstahl mit über 1m/min schneiden. Der ist natürlich wesentlich stärker fokussiert, aber dafür haben die Systeme hier auch die 30-fache Leistung. Damit kann man definitiv mehr machen, als nur Sensoren blenden oder LKW-Reifen punktieren.

  11. Re: Viel zer(störerisches) Potential - wenn auch nicht wie in Star Wars

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 29.05.15 - 13:25

    maerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein 5kW Lasercutter kann 1cm Edelstahl mit über 1m/min
    > schneiden. Der ist natürlich wesentlich stärker fokussiert,
    > aber dafür haben die Systeme hier auch die 30-fache
    > Leistung. Damit kann man definitiv mehr machen, als nur
    > Sensoren blenden oder LKW-Reifen punktieren.

    Man muss sich vergegenwärtigen, wodurch die 30fache Leistung aufgefressen wird:

    Ein Lasercutter arbeitet meines Wissens auf eine Entfernung von wenigen Zentimetern, idealerweise sogar nur wenigen Millimetern, womöglich auch einmal etwas mehr als einem Meter zum Werkstoff - wobei schon im letzteren Fall die Trenngeschwindigkeit massiv abnimmt.
    Für den militärischen Einsatz sind aber etliche tausend Meter zu überbrücken, was zum einen eine um den Faktor der Entfernung erhöhte Fokussierung erfordert, damit am Zielpunkt die gleiche Energiedichte ankommt. Dazu kommt noch der, dass diese mehreren tausend Meter aus mit allerhand Schmutzpartikeln und Feuchtigkeit durchsetzter Atmosphäre und Luftmassen unterschiedlicher Temperatur und Dichte bestehen. Allein der Streuverlust ist enorm.

    Müsste man es auf ein kinetisches Szenario übertragen, würde man sagen: Jemandem mit einem schweren Gegenstand den Schädel einzuschlagen ist auch relativ einfach, vielfach erprobt und wirkungsvoll; den gleichen Gegenstand allerdings über mehrere Kilometer zu werfen gestaltet sich da schon etwas schwieriger. Mit der 30fachen Potenzierung der erforderlichen Kraft ist es da nicht getan.

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