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Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: McFly 10.03.16 - 15:53
kwT
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Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: Neutrinoseuche 10.03.16 - 16:07
Die Frage stell ich mir auch grade. Wurde auch die kosmische und Sonnenstrahlung in der Stärke berücksichtig wie sie Tag ein Tag aus auf Mond und Mars aufgrund der dünnen bzw. nicht vorhandenen Atmosphäre einprasselt?
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Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: the_crow 10.03.16 - 16:08
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Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: SelfEsteem 10.03.16 - 16:26
Neutrinoseuche schrieb:
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> Die Frage stell ich mir auch grade. Wurde auch die kosmische und
> Sonnenstrahlung in der Stärke berücksichtig wie sie Tag ein Tag aus auf
> Mond und Mars aufgrund der dünnen bzw. nicht vorhandenen Atmosphäre
> einprasselt?
Hatte mal gelesen (frag bitte nicht wo), dass das keine all zu grosse Relevanz hat, da die Strahlung nicht besonders tief in den Boden eintritt.
Der Wikipedia-Artikel zum Mond spricht von einem Meter. Ein Astronaut mit einer Schaufel haette wohl wenig Probleme damit, zwei Meter auszuheben und den Boden aus tieferen Schichten zu nutzen. -
Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: 1st1 10.03.16 - 17:37
Dann wird halt ab ausgegraben 2 Meter tiefer verstrahlt. Dem Mond und wahrscheinlich dem Mars auch fehlt unser Magnetfeld, was den ganzen Dreck ableiten würde.
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Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: SelfEsteem 10.03.16 - 17:41
1st1 schrieb:
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> Dann wird halt ab ausgegraben 2 Meter tiefer verstrahlt. Dem Mond und
> wahrscheinlich dem Mars auch fehlt unser Magnetfeld, was den ganzen Dreck
> ableiten würde.
??? Wie wuerde es denn dann weiter verstrahlt werden? Man wird doch nicht im Freien anbauen. -
Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: anonymer1994 10.03.16 - 18:14
Was meint ihr denn bitte mit "verstrahlt"? Ja, es gibt kosmische Strahlung "da oben". Die führt aber nicht dazu, dass der Mond- oder Marsboden selbst strahlend wird. Da ist keine Neutronenstrahlung, sondern harte Gammastrahlung und teilweise auch geladene Teilchenstrahlung.
Relevant ist daher nur, ob die Pflanzen damit zu recht kommen oder nicht. Und was das betrifft kann ich beruhigen: Die Strahlung bei einer Mond- oder Marsmission ist in den Medien zwar das größte, in der Realität aber das kleinste Problem.
Selbst wenn Pflanzen über 1000 mSv pro Jahr bekommen sollten (sehr großzügiger Wert), dürften die meisten Pflanzen noch kein echtes Problem haben. Für Pflanzenzüchtung bestrahlt man Saatgut mit sehr viel größeren Dosen. Selbst für die meisten Menschen dürfte dieser Wert folgenlos bleiben (von leicht erhöhtem Krebsrisiko abgesehen). Die meisten Tiere und Pflanzen vertragen aber viel viel mehr als der Mensch. -
Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: RvdtG 11.03.16 - 08:29
Ich hatte den Artikel eigentlich eher so verstanden, dass das vor Ort vorhandene Material als Erde in einem Gewächshaus verwendet werden soll.
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Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: Menplant 11.03.16 - 09:28
RvdtG schrieb:
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> Ich hatte den Artikel eigentlich eher so verstanden, dass das vor Ort
> vorhandene Material als Erde in einem Gewächshaus verwendet werden soll.
davon bin ich auch ausgegangen. Erstmals zielt man wohl nur darauf ab ob man mit Marserde etwas brauchbares anbauen kann. Sofern die Strahlung überhaupt schädlich genug ist, dürfte es wohl reichen einfach ein paar Meter zu graben. Auf freier Fläche wird man sicherlich kein Trinkwasser verschwenden und im Artikel steht ja auch das sie Wannen verwenden.
Sollte man irgendwann so weit sein und versuchen eine Atmosphäre auf dem Mars aufzubauen, wird die Halbwertszeit die restliche Strahlung längst zersetzt haben bevor ein Mensch ohne Helm auf dem Mars rumläuft. -
Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: tingelchen 11.03.16 - 14:22
Womit, besonders auf dem Mars, die Schwermetalle übrig bleiben. Die würden die Pflanzen selbst weniger belasten. Allerdings lagern sich diese Giftstoffe in der Pflanze an und werden dann vom Menschen mit gegessen.
Was das Terraforming angeht. Das wird die nächsten paar hundert Jahre ein feuchter Traum bleiben. Sowohl der Mond als auch der Mars haben einfach nicht die nötigen Voraussetzungen. Auch sind alle Theorien diesbezüglich auf mehrere Millionen Jahre ausgelegt. Mal ganz davon abgesehen das man erst mal mehrere Mrd. Liter Wasser auf den Mars bringen müsste, damit überhaupt eine Atomsphäre entstehen kann, in der ein Mensch leben kann. Dazu muss sich dann noch ein sehr starker Kraftfeldgenerator gesellen, damit die Atmosphäre und das Wasser sich nicht gleich wieder ins All verdrücken.
Mehr als eine Kolonie, mit in sich geschlossenen Systemen, wird es nicht geben. Das gleiche Prinzip wie bei einer Raumstation. Nur mit einem Schwerkraftfeld. Wo dann das nächste Problem liegt. Denn weder auf dem Mond noch auf dem Mars herrschen 1G. -
Re: Wie verstrahlt ist der Mars- und Mondboden?
Autor: Bitschnipser 11.03.16 - 16:36
Es wurde schon erwähnt: Nur Neutronenstrahlung knallt in die Atomkerne und macht sie radioaktiv. Alles trägt eine elektrische Ladung; ist die negativ, wird es von der Elektronenhülle abgestoßen, ist die positiv, vom Atomkern; damit finden keine Kernreaktionen statt.
Außer in den paar Fällen, wo ein Partikel genau mittig auf den Atomkern zurauscht und so viel Impuls hat, dass es die Abstoßung überwindet. Dann knallt es schon in den Kern und wandelt ihn um, üblicherweise in was Radioaktives.
Ist aber sehr, sehr selten. Das gibt erst dann ein Problem, wenn die Strahlung so intensiv ist, dass die Astronauten ohne Bleianzug strahlenkrank würden.



