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Countdown zur Geldverschwendung

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  1. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: tingelchen 11.12.15 - 18:15

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Energie für normale Haushalte kann jedes Haus "praktisch" selbst
    > herstellen, wenn man es mit entsprechenden Techniken austattet.
    >
    Womit schon eine enorme Last vom Netz wegfällt. Bzw. der Strom der "erzeugt" wird, von einem Haushalt auch nicht zwingend komplett genutzt werden muss. So kann er diesen entweder speichern, oder ins Netz stopfen.

    > In der Industrie wirds schon deutlich schwerer, wenn nicht wirtschaftlich
    > unmöglich.
    >
    Richtig. Ist nicht so einfach, da die Energiemengen erheblich größer sind. Teils liegt man hier im MW Bereich. D.h. aber nicht das man diese nicht mit einem dezentralem Stromnetzwerk versorgen könnte.

    Dezentral heißt ja nur, das die Erzeuger aus vielen kleinen Quellen stammt und nicht von wenigen großen.

    > Große Distanzen zu überbrücken um seinen Strom zu transportieren ist eben
    > auch sehr unwirtschaftlich (und gefährlich, da solche Leitungen durch
    > verschiedene Länder laufen und man weiß ja nie wie die plötzlich anfangen
    > einen zu erpressen, oder Terroranschläge auf ein Stromnetz etc. pp.).
    >
    Gerade weil eine dezentrale Versorgung ausfallsicherer ist, ist sie gegen Störfaktoren wie einen Terroranschlag besser gerüstet als eine zentrale. Besonders hart trifft es z.B. die USA. Wenn man da einen Knoten mit etwas C4 sprengt, legt man die halbe Ostküste lahm. Das ist viel einfacher, schneller und billiger als eine Atombombe nach New York zu schleppen und verursacht darüber hinaus auch noch mehr schaden.
    Aber auch hier ist es so eine Sache. Wenn in einem Umspannwerk was kaputt geht (wie auch immer), dann gibt es keinen Strom mehr in weiten Teilen einer Stadt.

    > So oder so, man tut so viel wie sinnvoll ist mit erneuerbaren Energien,
    > aber alles damit zu ersetzen ist zum einen schlicht unmöglich und macht
    > zudem auch keinen Sinn.
    >
    Sinnvoll ist wohl eher auf Kapital und Geopolitik gerichtet. Elektrische Energie kann schon über weite Strecken transportieren. Das ist an sich nicht das Problem. Daher auch die hohen Spannungen, damit der Strom und damit der eigentlich Verlust gering bleibt.

    > Den am Ende bleibt auch der Punkt das man nur mehr in die Forschung stecken
    > muss und vielleicht findet man ja doch noch einen Weg Zerfallsprozesse zu
    > beschleunigen und schon ist man das Problem des Abfalls los und dann wäre
    > auch jedes Atomkraftwerk plötzlich "erneuerbar" und richtig sauber.
    > Bei diversen Emissionen war das ja nicht anders.
    >
    Radioaktiver Müll wird niemals sauber sein. Damit auch keine AKW's. Selbst wenn man so eine Möglichkeit hat, wie soll man diese für den ganzen Ozean oder halb Deutschland einsetzen? Die Materialien die wir derzeit für die Kernfusion nutzen, sind ja desshalb als "sauber" bezeichnet, weil die Halbwertszeit bei wenigen Jahrzehnten liegt und nicht bei über 5000 Jahren.

    > Den der große Witz wäre ja, wenn wir mit viel Aufwand alles mit
    > "erneuerbarer" Energie ausbauen und dann jemand ein hoch effizientes
    > fusionskraftwerk bauen kann das praktisch alles davon in den Schatten
    > stellt ; und zack hat man sich selbst ins Knie geschoßen und sitzt auf
    > seinem viel zu teuren Strom.
    >
    Und du willst solange warten? Evtl. kommt es nie und es wird ein Traum bleiben. Was ist wenn wir endlich Fusionsenergie nutzen können und dann kommt auf einmal ein Team daher und baut den ersten Antimaterie Reaktor? Legen wir dann die Fusionsenergie auf Eis und warten auf Antimaterie Reaktoren?

    Das ist keine Argumentation. Man kann ewig auf immer wieder und wieder auf neue Techniken warten. Da die Entwicklung ja nicht stehen bleibt.


    Das Konzept der Länder ist eh bereits überholt. Die Menschen haben das nur noch nicht begriffen. Das meiste was wir machen ist bereits globaler Natur. Sei es nun der einfache Transport von Waren, der Informationsaustausch oder Rechtsangelegenheiten. Nicht zu vergessen Wasserversorgung, Verschmutzung oder die Erderwärmung. Welche von Natur aus global sind. Selbst ein Bio Anschlag wird immer global sein. Denn die einzigen die Ländergrenzen kennen, ist der Mensch selbst in seinem irrglauben das alles was man nicht im Land haben will an den Landesgrenzen stehen bleibt.

  2. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: freebyte 11.12.15 - 18:18

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von jetzt an 65 Jahre lang haben wir also keine Energie aus Kernfusion. Wir
    > brauchen aber die Energie. Das ist ein Problem. Ein lösbares Problem, und
    > die einzige Lösung sind die EE.

    Wenn es nur um 65 Jahre geht kann man auch wieder Kernkraftwerke hinstellen, die Technologie dafür existiert bereits seit über 65 Jahren und ist für weitere 65 Jahre gut.

    Sehen wir es mal realistisch: defacto ist es Wurst, was man nimmt - irgendeine Bevölkerungsgruppe ist dagegen.

  3. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: OliverHaag 11.12.15 - 19:41

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den am Ende bleibt auch der Punkt das man nur mehr in die Forschung stecken
    > muss und vielleicht findet man ja doch noch einen Weg Zerfallsprozesse zu
    > beschleunigen und schon ist man das Problem des Abfalls los und dann wäre
    > auch jedes Atomkraftwerk plötzlich "erneuerbar" und richtig sauber.
    > Bei diversen Emissionen war das ja nicht anders.

    Der Weg nennt sich AKW ;)

    Klingt jetzt doof, ist aber so. Die derzeitigen AKWs nutzen kaum etwas der im Brennstoff enthaltenen Energie aber "beschleunigen" im Grunde ja den Zerfallsprozess (Sehr einfach ausgedrückt). Da gibt es ja durchaus auch andere Reaktorentypen (MSRs/Flüssigsalzreaktoren) die hier wesentlich effizienter arbeiten was neben einer viel höheren Energieausbeute weniger und unkritischere Endprodukte bedeutet. Die Chinesen sind schon dran Forschungsreaktoren zu bauen und die Ammis ebenfalls (http://www.heise.de/tr/artikel/Die-naechste-Reaktor-Vision-1823246.html)

    Bleibt nur zu hoffen dass die Forschung in diese Richtung marktreif ist bevor diese Spaßvögel anfangen den jetzigen "Atommüll" einzubuddeln, der allein die Erde für einige hundert Jahre mit Energie versorgen könnte. Die Halbwertszeit einiger Isotope des jetzigen Atommülls ist weit über den 5000 Jahren die hier laufend stehen, wo kommt eigentlich diese Zahl her?
    Gesetzlich ist in Deutschland eine "Endlagerung" für 1 Mio. Jahre gefordert. Ich frag mich jedes mal wenn ich den Schwachsinnsbegriff "Endlagerung" nur höre auf welchem Saufgelage der wohl entstanden sein mag. Da braucht man nur die letzten 10k Jahre ansehen und stellt schnell fest, dass eine sichere Lagerung über eine solche Zeitspanne, egal wo auf dem Planeten, schlicht unmöglich ist. Und wenn mal irgendein Wahnsinniger den Zeug eingegossen hat dürfte es mit einer weiteren Nutzung ziemlich schwer werden...

    Nur mit erneuerbar hat das aber iwie trotzdem nix zu tun, hinten kommt sicher kein U-235 raus egal wie du es machst und aufm Baum wachsen tuts bekanntlich auch nicht? :D

  4. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: flauschi123 12.12.15 - 03:52

    > Nicht aus zu denken wenn man den weltweiten Energiebedarf mit AKW's decken
    > würde. Der daraus entstehende radioaktive Müll würde die Planetenoberfläche
    > für die nächsten 5000 Jahre verseuchen.

    5000 Jahre ... ?

    https://ec.europa.eu/research/energy/print.cfm?file=/comm/research/energy/fi/fi_cpa/waste/article_3849_en.htm

    http://nuklear-server.nuklear.kit.edu/OFMS/Web%2FMain%2FGeneral-News%2FIPEUROTRANS_ProjectDescription_051005_final.pdf

    http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/36050811/fofra_3-11_21.pdf?

    Tja, vielleicht ist das alles doch nicht so schlimm wie die Esotheriker meinen.
    AKWs erzeugen kaum CO2 nur um es mal zu erwaehnen.
    Frankreich produziert fast halb so viel CO2 wie Deutschland ... fragen wir uns mal alle wieso dem so ist.

    Ist aber auch egal was man D darueber denken mag - es werden zum Glueck des Planetens in massivem Massstab AKWs gebaut. Und das ist gut so.

    Schaltet doch bitte erst mal die ganzen Kohledreckschleudern ab.

  5. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Ovaron 12.12.15 - 09:24

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es nur um 65 Jahre geht kann man auch wieder Kernkraftwerke
    > hinstellen, die Technologie dafür existiert bereits seit über 65 Jahren und
    > ist für weitere 65 Jahre gut.

    Frag die Leute rund um Asse, Tschernobyl, Fukushima, die können Dir bestätigen das Kernkraftwerke eine strahlende Zukunft versprechen. Und das nicht nur für 65 Jahre sondern für Jahrzehntausende.

  6. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Ovaron 12.12.15 - 09:33

    Felon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Das Netz stößt jetzt schon an seine Grenzen. Das Problem ist das wir
    > > > ein Netz aufgebaut haben was auf zentrale Einspeisung setzt.

    > > Ja, das ist ein Problem. Ein lösbares.

    > Ja ein lösbares, aber in welcher Zeitspanne? Mit welchen Kosten?

    Innerhalb weniger Jahre. Mit einem Bruchteil der Folgekosten die uns Kernkraftwerke oder die Verbrennung fossiler Brennstoffe bescheren.

    > > Ja, das sind Probleme. Lösbare Probleme.

    > Siehe oben. Mit Wechselstrom auch nicht lösbar.

    Vor der Übertragung lösbar. EE sind dezentral. Jede einzelne Energiequelle für sich ist perfekt regelbar, es fehlt lediglich der Verbund, die intelligente Vernetzung der Quellen. Die war bei den Großkraftwerken immer optional. Nun wird sie essentiell. Glücklicherweise leben wir in einer Zeit in der das vernetzen vieler Dinge zwar eine Herausforderung aber nicht wirklich unmöglich ist.

    > Es wird Jahre dauern bis dort eine vernünftige Lösung bereit steht.

    Klar. Wenn man weiter kleine Brötchen backt kriegt man weiter kleine Schrittchen in die richtige Richtung. Beziehungsweise wenn man weiterhin den Bock zum Gärtner macht kriegt man überhaupt keine Schritte zustande.

    > EE werden erst 2050 ins Netz richtig eingespeist sein

    Uh...dann werden wir die wohl bis 2050 weiterhin falsch einspeisen müssen. Das ist jetzt aber doof...aber auch keine Katastrophe, geht ja bereits.

    >Siehe zum Beispiel Desertec.

    Was soll man an Desertec sehen? Das der Versuch, die Gigantomanie weniger zentraler Kraftwerke auf die EE zu übertragen erwartungsgemäß gescheitert sind? Das Dinosaurier nun mal zum Aussterben verurteilt sind? Das eher ein CSU-Politiker durch die Eingangstür einer Flüchtlingsunterkunft passt als RWE und Co. in die künftige Landkarte der Energieerzeuger?

  7. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Felon 12.12.15 - 09:47

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Felon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > > Das Netz stößt jetzt schon an seine Grenzen. Das Problem ist das wir
    > > > > ein Netz aufgebaut haben was auf zentrale Einspeisung setzt.
    >
    > > > Ja, das ist ein Problem. Ein lösbares.
    >
    > > Ja ein lösbares, aber in welcher Zeitspanne? Mit welchen Kosten?
    >
    > Innerhalb weniger Jahre. Mit einem Bruchteil der Folgekosten die uns
    > Kernkraftwerke oder die Verbrennung fossiler Brennstoffe bescheren.
    >
    > > > Ja, das sind Probleme. Lösbare Probleme.
    >
    > > Siehe oben. Mit Wechselstrom auch nicht lösbar.
    >
    > Vor der Übertragung lösbar. EE sind dezentral. Jede einzelne Energiequelle
    > für sich ist perfekt regelbar, es fehlt lediglich der Verbund, die
    > intelligente Vernetzung der Quellen. Die war bei den Großkraftwerken immer
    > optional. Nun wird sie essentiell. Glücklicherweise leben wir in einer Zeit
    > in der das vernetzen vieler Dinge zwar eine Herausforderung aber nicht
    > wirklich unmöglich ist.

    Blöd nur das es kein Gesetz dazu gibt ;). Lieber wurden erst mal 1000 PV-Anlagen auf die Dächer gesetzt. Jetzt im Nachhinein zu installieren wollen die Kunden meist nicht. Oh und da haben wir noch die Datenschützer von wegen intelligente Netze. Selbst intelligente Zähler scheitern.

    > > Es wird Jahre dauern bis dort eine vernünftige Lösung bereit steht.
    >
    > Klar. Wenn man weiter kleine Brötchen backt kriegt man weiter kleine
    > Schrittchen in die richtige Richtung. Beziehungsweise wenn man weiterhin
    > den Bock zum Gärtner macht kriegt man überhaupt keine Schritte zustande.
    >
    > > EE werden erst 2050 ins Netz richtig eingespeist sein
    >
    > Uh...dann werden wir die wohl bis 2050 weiterhin falsch einspeisen müssen.
    > Das ist jetzt aber doof...aber auch keine Katastrophe, geht ja bereits.

    Und das hält das Netz aus? Zu mal auch immer mehr PV-Anlagen auf die Dächer kommen. Nicht umsonst muss man mittlerweile schon 30% Eigennutzung haben.

    Warum also nicht das Geld auf mehrere Systeme verteilen? Wir sehen doch jetzt schon, dass wenn man nur auf ein Pferd setzt, es früher oder später zu Problemen führt. Siehe auch AKWs.

    > >Siehe zum Beispiel Desertec.
    >
    > Was soll man an Desertec sehen? Das der Versuch, die Gigantomanie weniger
    > zentraler Kraftwerke auf die EE zu übertragen erwartungsgemäß gescheitert
    > sind? Das Dinosaurier nun mal zum Aussterben verurteilt sind? Das eher ein
    > CSU-Politiker durch die Eingangstür einer Flüchtlingsunterkunft passt als
    > RWE und Co. in die künftige Landkarte der Energieerzeuger?

    Dass es sehr schwer ist alle und alles unter einen Hut zu bekommen. Neue Netze klar, aber wer will diese bezahlen? Wir reden da nicht gerade mal eben von ein paar Milliarden. Und das sind Investionen über einen langen Zeitraum (>30 Jahre).

  8. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Anonymer Nutzer 12.12.15 - 13:22

    > Von welcher Energiespeicherung sprichst du hier?

    Vielleicht Druckluftspeicher und Wasserstoff?

    Aber aber:
    "Energieverlust beim Speichern"
    Oh nein.
    Dann machen wir das Quadrat eben etwas größer:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ed/Fullneed.jpg

    Einfache Lösung von heute auf morgen?
    Nein, aber im Gegensatz zur Kernfusion sind hier die Technologien tatsächlich vorhanden und einsatzbereit. Man müsste sie nur im großen Stil bauen.

  9. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: freebyte 12.12.15 - 13:52

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Frag die Leute rund um Asse, Tschernobyl, Fukushima, die können Dir
    > bestätigen das Kernkraftwerke eine strahlende Zukunft versprechen. Und das
    > nicht nur für 65 Jahre sondern für Jahrzehntausende.

    Da brauch ich nur den nächsten bewegten Bürger hier um die Ecke zu fragen - der sagt mir genau, wie gesundheitsschädlich Hochspannungsleitungen und Windkrafträder sind. Von den Umweltschäden ganz zu schweigen - ich sag doch: egal was es ist, jemand ist dagegen.

  10. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: tingelchen 12.12.15 - 14:36

    Sollte die Transmutation funktionieren. Aber man kann nun nicht alles mit Neutronen beschießen. Das Problem bei dem Abfall ist ja nicht die Lagerung bzw. Betrieb an sich. Solange da nichts passiert, ist das alles halb so schlimm. Das Problem fängt ja an, wenn etwas passiert.

    Wenn radioaktives Material in die Umwelt gelangt kann man diese nicht mal eben komplett mit Neutronen beschießen und hoffen das dadurch die Halbwertszeit der Isotope nur noch wenige hundert Jahre besteht.

    Da Fukushima mit angeführt wurde. Mach das mal für mehrere hundert Hektar Land mit allen Pflanzen, Tieren und Menschen. Ich bin gespannt. Tiere und Menschen werden so oder so an den folgen sterben. Bei Halbwertszeiten von ~50 Jahren kann man aber wenigstens das Land in absehbarer Zeit wieder benutzen. Das geht bei Plutonium nicht.
    Das Gebiet um Tschernobyl könnte man heute wieder gefahrlos nutzen.

  11. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Pisseckenplayboy 12.12.15 - 15:03

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor der Übertragung lösbar. EE sind dezentral. Jede einzelne Energiequelle
    > für sich ist perfekt regelbar, es fehlt lediglich der Verbund, die
    > intelligente Vernetzung der Quellen. Die war bei den Großkraftwerken immer
    > optional. Nun wird sie essentiell. Glücklicherweise leben wir in einer Zeit
    > in der das vernetzen vieler Dinge zwar eine Herausforderung aber nicht
    > wirklich unmöglich ist.
    Den Verbund gibt es schon lange. Jede Energieerzeugungsanlage die ans deutsche Stromnetz angeschlossen ist und eine Maximalleistung von 30kW und mehr hat, muß mit einem Rundsteuerempfänger ausgestattet sein. Dieser Funkempfänger empfängt ein Signal vom Netzbetreiber, ob die Anlage voll einspeisen darf oder wie weit die Einspeiseleistung prozentual reduziert werden muss. De facto bauen auch Betreiber kleinerer Kraftwerke (z.B. PV-Anlagen) Rundsteuerempfänger ein, da sie sonst, nach EEG2012 dazu gezwungen werden ihre Einspeiseleistung permanent auf 70% des Maximalwerts zu drosseln.

  12. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: yoyoyo 12.12.15 - 15:19

    Wer ernsthafte Grundlagenforschung jedweder Art als Geldverschwendung bezeichnet hat wirklich nichts verstanden, angefangen beim Verständnis von Geld. Mein Beileid zu einer armen Existenz.

  13. Trotzdem

    Autor: Emulex 12.12.15 - 18:45

    Man muss die Frage nach der Sinnhaftigkeit stellen dürfen bzw. Prioritäten setzen.
    Ob es das binäre System nicht gegeben hätte, wenn das duale nicht entwickelt worden wäre, ist reine Spekulation.

    Natürlich muss man auch Geld in Revolution stecken und nicht nur in Evolution, aber ich bin der Meinung dass das Vorankommen in der Evolution mehr Sinn macht, solange man gesichert weiß dass die Revolution aufgrund mehrerer Faktoren noch garnicht stattfinden kann.

  14. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: flauschi123 13.12.15 - 01:23

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte die Transmutation funktionieren. Aber man kann nun nicht alles mit
    > Neutronen beschießen. Das Problem bei dem Abfall ist ja nicht die Lagerung
    > bzw. Betrieb an sich. Solange da nichts passiert, ist das alles halb so
    > schlimm. Das Problem fängt ja an, wenn etwas passiert.
    >
    > Wenn radioaktives Material in die Umwelt gelangt kann man diese nicht mal
    > eben komplett mit Neutronen beschießen und hoffen das dadurch die
    > Halbwertszeit der Isotope nur noch wenige hundert Jahre besteht.
    >
    > Da Fukushima mit angeführt wurde. Mach das mal für mehrere hundert Hektar
    > Land mit allen Pflanzen, Tieren und Menschen. Ich bin gespannt. Tiere und
    > Menschen werden so oder so an den folgen sterben. Bei Halbwertszeiten von
    > ~50 Jahren kann man aber wenigstens das Land in absehbarer Zeit wieder
    > benutzen. Das geht bei Plutonium nicht.
    > Das Gebiet um Tschernobyl könnte man heute wieder gefahrlos nutzen.

    Transmutation funktioniert. Aktuell muss man es halt noch gross-industriell umsetzen. Ob das nun noch 25 oder 100 Jahre dauert. Es wird funktionieren. 5000 Jahre Strahlung kann man so also nicht stehenlassen.

    Ein Link zum Thema AKW Sicherheit:
    https://www.sckcen.be/en/Technology_future/MYRRHA

    Die dogmatische Betrachtung all dessen ist wirklich erschreckend in Deutschland.

    Das CO2 Problem ist HEUTE. Wenn das nicht geloest wird, dann sind auch 5000 Jahre Strahlung voellig unerheblich.

    Ergo - die erste Prioritaet muss die Abschaltung saemtlicher fossiler Kraftwerke sein.
    So wie der Rest der Welt es jetzt ja anscheinend vor hat.

  15. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: freebyte 13.12.15 - 01:35

    flauschi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das CO2 Problem ist HEUTE. Wenn das nicht geloest wird, dann sind auch 5000
    > Jahre Strahlung voellig unerheblich.
    >
    > Ergo - die erste Prioritaet muss die Abschaltung saemtlicher fossiler
    > Kraftwerke sein.

    Dogma? Ich sehe da eher religiöse Tendenzen.

    In einem TV-Nachrichtenbericht über Wendelstein wurde zum Abschluss noch eine Dame vom BUND gefragt die natürlich eifrig was von "zu teuer, zu lange Forschung und ausserdem halten die 1.5m Beton die Strahlung sowieso nicht ab".

    Also das übliche Mantra "für uns bitte nur Techniken die wir glauben zu verstehen und die wir für gut befinden": Solar und Wind versteht man, bei Speicherkraftwerken versteht man dort, dass es Bambi tötet und diese unsichtbaren Dinger wie Neutronen und Gene will man nicht verstehen.

    Würde man wirklich eine CO2-Reduktion wollen, müsste man weltweit alle Fossilen Kraftwerke abschalten und durch die ungeliebte Atomkraft ersetzen. Weiterhin mehr Forschungsmillionen in Kernfusion und Transmutation pumpen und natürlich die Power-to-Liquid Technologie vorantreiben um die bestehenden Transportnetze und Technologien klimaneutral weiternutzen zu können.

    Aber nichts von dem passiert, es bleibt dabei dass irgendwelche Hirnweichen ihre Ideologie vom grünen Felde durchsetzen wollen.

    fb

  16. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: flauschi123 13.12.15 - 06:54

    > Dogma? Ich sehe da eher religiöse Tendenzen.

    Ja, korrekt.

    Auch die Berichterstattungen ueber Tschernobyl sind mehr als tendenzioes.
    I.d.R. wird im Spaetherbst bei schlechtem Wetter mit dramatischer Musikuntermalung gefilmt.

    Klar, als Mensch will man da sicher (noch) nicht wohnen, aber zur Realitaet gehoert auch das hier:
    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/ukraine/11912972/Chernobyl-animals-thrive-in-exclusion-zone-without-humans.html

    Ich geh mal davon aus, dass sich der Fischreichtum um Fukushima auch dramatisch erhoehen wird ... weil nicht mehr gefischt wird.

    Und ohne die Dinge verharmlosen zu wollen ...
    http://webecoist.momtastic.com/2013/01/22/hot-spots-earths-5-most-naturally-radioactive-places/

    Wenn die Skeptiker sich zur Abwechselung mal eine andere Perspektive goennen wollen:
    http://pandoraspromise.com/

    Aber in D wird das eh nix mehr werden.

  17. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Pisseckenplayboy 14.12.15 - 11:00

    Es ist schon erstaunlich wie viele Kernkraftbefürworter sich hier in diesem Thread tummeln. Ihr wisst natürlich hoffentlich, daß ihr die ersten auf der Liste derer seid, die für die nächste Äufräumaktion nach einem GAU (á la 3-Mile-Island, Tschernobyl, Fukushima) rekrutiert werden.

  18. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Sharra 14.12.15 - 11:02

    Pisseckenplayboy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist schon erstaunlich wie viele Kernkraftbefürworter sich hier in diesem
    > Thread tummeln. Ihr wisst natürlich hoffentlich, daß ihr die ersten auf der
    > Liste derer seid, die für die nächste Äufräumaktion nach einem GAU (á la
    > 3-Mile-Island, Tschernobyl, Fukushima) rekrutiert werden.

    Nein, das sind die ersten, die das Land verlassen, wenn Krümmel mal wieder hustet.

  19. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: freebyte 14.12.15 - 11:59

    Pisseckenplayboy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist schon erstaunlich wie viele Kernkraftbefürworter sich hier in diesem
    > Thread tummeln.

    Ich hab in diesem Thread keine Kernkraftbefürworter gesehen - nur Leute die gewisse Dinge recht rational und unideologisch sehen (im Gegensatz zu Dir).

    fb

  20. Re: Countdown zur Geldverschwendung

    Autor: Sharra 14.12.15 - 14:44

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pisseckenplayboy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist schon erstaunlich wie viele Kernkraftbefürworter sich hier in
    > diesem
    > > Thread tummeln.
    >
    > Ich hab in diesem Thread keine Kernkraftbefürworter gesehen - nur Leute die
    > gewisse Dinge recht rational und unideologisch sehen (im Gegensatz zu
    > Dir).
    >
    > fb

    Ich weiss nicht, ob man eine, noch nicht vorhandene, brauchbare Entsorgung des Mülls, das Betriebsrisiko einfach zu ignorieren (Fukishima, Tschernobyl) und die teure, und aufwändige Anreicherung von Uran zu verschweigen, als nicht ideologisch bedingt klassifizieren kann. Dazu kommen diverse Meldungen, von Krebshäufungen um KKWs, die zwar alle nicht eindeutig bewiesen werden konnten, aber das ist ein rechtliches Problem.

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