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  5. › Wie Glas: Forscher machen Holz…

Das ist kein Holz.

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  1. Das ist kein Holz.

    Autor: TheBigLou13 17.05.16 - 16:46

    Nach dem Lesen des Artikels muss ich feststellen dass es sich wieder um einen Clickbait gehandelt hat - hier gibt es kein transparentes Holz - das Holz wurde als Form benutzt um damit das transparente Material aufzutragen - damit ist der Titel des Beitrages leider am Thema vorbei. Und transparentes Plastik ist für mich jetzt nicht soo der Durchbruch - vielleicht ist es für diese Art Plastik etwas besonderes, das mag sein - aber "transparentes Holz" hat mit dem Artikel nichts zu tun.

  2. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 17.05.16 - 17:42

    Das ist fast auf einer Ebene mit aus Holz gewonnenem Wasser (z.B. durch verbrennung und anschließender Kondensation).
    Durchsichtiges und auch noch flüssiges Holz.

  3. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Anonymer Nutzer 17.05.16 - 18:18

    Erinnert mich an die Erdbeermilch aus dem supermarkt...

  4. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 18.05.16 - 04:00

    TheBigLou13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach dem Lesen des Artikels muss ich feststellen dass es sich wieder um
    > einen Clickbait gehandelt hat - hier gibt es kein transparentes Holz - das
    > Holz wurde als Form benutzt um damit das transparente Material aufzutragen
    > - damit ist der Titel des Beitrages leider am Thema vorbei. Und
    > transparentes Plastik ist für mich jetzt nicht soo der Durchbruch -
    > vielleicht ist es für diese Art Plastik etwas besonderes, das mag sein -
    > aber "transparentes Holz" hat mit dem Artikel nichts zu tun.

    Ja man, genauso wie Carbon verstärkte Kunststoffe einfach nur Kohle mit darüber geschüttetem Plastik sind?

    Bei Verbundswerkstoffen addieren und ergänzen sich die Eigenschaften der Komponenten. Verbundswerkstoffe orientieren sich am Motto: das Ganze ist mehr als die Summe der Einzellteile. Da spielen dann plötzlich ganz andere Eigenschaften mit in die Stabilität hinein. Die Natur hat mehrere Mio. Jahre an der Holzstruktur herumgedocktert. Darum würde es mich nicht mal sehr wundern, wenn dieses Material manchem Kohlenstoffverbundswerkstoff im Punkto Stabilität das Wasser reichen könnte. Desweiteren frage ich mich ob es vielleicht möglich wäre, mit einem Lignin ähnlichen Harz dem Material wieder eine Holzähnliche Elastizitzät zu geben, gerade im Gegensatz zu dem ja eher spröden Kohlenstoffverbundswerkstoff. Weiterhin frage ich mich, inwiefern man absichtliche Freiräume(frei von Harz) im Material belassen könnte, in der Absicht eine gewissen Saugfähigkeit beizubehalten.

  5. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 18.05.16 - 06:38

    Nein, diese Stoffe können einem Kohlefaserverbund nicht das Wasser reichen. Nicht mal annähernd. E-Modul ausgewählter Stoffe: Holz (mit der Faser) 11MPa, Knochen 14MPa, CFK (mit der Faser) 180MPa.
    >das Ganze ist mehr als die Summe der Einzellteile.
    Da würde ich auch widersprechen. Die Fasern geben die Festigkeit, je größer deren E-Modul, desto stabiler (steifigkeit) kann der Werkstoff bei gegebener Masse/Sträke werde. Die Matrix bindet schlicht die Fasern und bestimmt maßgeblich Stoffeigenschaften wie die Schlagzähigkeit oder die Stabilität quer zu den Fasern.

    >Da spielen dann plötzlich ganz andere Eigenschaften mit in die Stabilität hinein.
    Welche?

  6. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 18.05.16 - 07:42

    Dein E-Modul von CFK beschreibt den Biegewiderstand einen bereits fertigen Kunstverbundes, was stellst du dem jetzt den rohen Ausgangsstoff "Holz" gegenüber und was erwartest du dir davon? Das E.Modul eines schließlichen Holzfaser-Kunsstoffharzverbundes kennst du nicht. Du kannst den auch weder voraussagen noch berechnen, weil sich in so einem Fasergemisch alle möglichen Kräfte in vielen Richtungen überschneiden, höchstwahrscheinlich gepaart mit einer Schar noch unbekannter Überschneidungseffekte. Sowohl das Harz wie auch die Holzsorte mit ihrem individuellen Aufbau werden eine Rolle spielen. Da wird man sich an die Eigenschaften wohl allmählich über Try&Error heranarbeiten.

  7. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: css_profit 18.05.16 - 10:12

    TheBigLou13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach dem Lesen des Artikels muss ich feststellen dass es sich wieder um
    > einen Clickbait gehandelt hat -

    Jupp. Bin auch darauf reingefallen. Die Überschrift ist wirklich das letzte.

  8. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: frosthammer 18.05.16 - 11:16

    Erinnert mich an:
    "Spinat schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein großes Steak ersetzt."

  9. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 18.05.16 - 13:21

    Du kannst also keine neuen Eigenschaften nennen, schade.
    >was stellst du dem jetzt den rohen Ausgangsstoff "Holz" gegenüber und was erwartest du dir davon?
    Das E-Modul der Verbundes kann nicht größer sein als das der Verstärkungsfaser. Holz ist schon der fertige Verbundwerkstoff mit selbiger Verstärkungsfaser. Wenn die Matrix, hier EP, das ganze noch ein bisschen besser macht als Lignin, dann sind wir immernoch bei <20MPa. Das ist nichts im Vergleich zu Kohlefaser- und auch nicht zu Glasfaser-Verbundwerkstoffen.

  10. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 18.05.16 - 17:45

    >Du kannst also keine neuen Eigenschaften nennen, schade.

    Weder du, weder ich noch irgendeine Forschungseinrichtung kann Eigenschaften eines Kompositmaterials voraussagen ohne es zu diesem Zweck zu untersuchen und verschiedenen Testreihen zu unterziehen. Das weist du aber selber genauso gut wie ich und versuchst die Bedeutung nur mit etwas Wortspielerei in Richtung deiner Argumentation zu "verschieben".

    >Das E-Modul der Verbundes kann nicht größer sein als das der Verstärkungsfaser.

    Genau da liegt der Denkfehler. Natürlich wird das E-Modul größer sein als die E-Module seiner Komposite, und du wirst auch in keiner Recherche in der Fachwelt eine gegenteilige Behauptung auftreiben(Vielleicht solltest du dich bei der Gelegenheit auch besser auf die ganz normale Zugfestigkeit beziehen. Das E-Modul ist doch, soviel ich weiß, die Kenngröße des Biegewiderstands. Auf Biegung werden Komposite aber in den seltensten Fällen beansprucht und auch eher selten auf Druck, sondern in der Hauptsache auf Zug). Wenn man z.B. die nackte Kohlenstofffaser auf Zug belastet, dann wird die schwächste Faser als erstes reißen, dann die Zweitschwächste usw. bis alle Fasern durch sind. Dazu braucht man verhältnismäßig wenig Kraft. Sind die Fasern dagegen in Harz getränkt, wirken einer ansetzende Zugbelastung keine einzelnen Faser mehr, sondern immer ein Faserbündel in der Summer der Zugfestigkeiten seiner Komponenten entgegen(in einer Ähnlich Logik funktionieren übrigens auch Seile, aber das ist eine andere Geschichte).

    Ich schlage dir dazu mal einen kleinen Versuch vor. Watte und Uhu-Hart. Bilde einen Uhu Faden mit einem Durchmesser von vielleicht 3mm, und wenn der getrocknet ist, dann belaste den auf Zug bis er reißt(vielleicht mit einem definierten Gewicht, einfach damit du eine Vergleichsgröße hast). Dann spinne("trillere") aus etwas Watte mehrere dichten Fäden mit ungefähr dem selben Durchmesser von 3mm. Einen von denen testest du ebenfalls auf Zug und merkst dir das ungefähre Gewicht, dem der Faden gerade noch widerstehen konnte. Als letztes tränkst du einen Faden in Uhu, aber komplett, das ist wichtig. Wenn der getrocknet ist, wiederholst du mit dem deinen Zugversuch und du wirst dein blaues Wunder erleben.

    >Holz ist schon der fertige Verbundwerkstoff mit selbiger Verstärkungsfaser.

    Holz muss ganz andere Bedingungen berücksichtigen als z.B. eine Carbonstange. Mindestens zum Teil besteht Holz aus lebendigen Zellen, die alle mit Nährstoffen versorgt werden wollen. Selbst wenn die Zellen abgestorben sind, müssen die den Nährstofftransport noch gewährleisten und sie müssen sich auch verformen und Zwischenräume bereitstellen können, in denen sich neue Zellen ansiedeln können. Holz kann deshalb niemals komplett in seinen Kompositpartner(Lignin) getränkt sein, wie es aber bei künstlichen(bei "toten") Kunsstoffkompositen fast immer der Fall ist. Womit Holz immer Stellen mit offenen Fasern aufweisen wird(ob außen oder ob im Innen an den Kapillaren), an denen Zugkräfte auf einen kompromitierten Widerstand treffen, an denen der Bruch bzw. Riss seinen Anfangt nimmt.

  11. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 18.05.16 - 17:54

    Es ist immer noch die Holzfaser welche das Groh der Kräfte aufnimmt und nicht das Kunstharz. Auf deinen Beispiel mit dem Spinat übertragen wäre das Harz kein Steak sondern der "Blubb".

  12. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 18.05.16 - 20:17

    >Natürlich wird das E-Modul größer sein als die E-Module seiner Komposite
    Dann zeig doch mal ein Beispiel bitte.
    Die reinen Kohlefasern haben etwa 230-400 GPa Zug-E-Modul. Als 70/30 Verbund, auschließlich unidirektional, bleiben davon noch etwa 180GPa übrig. Zugfestigkeitenen sind für CFK <1000MPa und für die reinen Fasern >3000MPa.
    Du kannst aber gerne ein Beispiel zeigen, bei dem der Werkstoff dann stärker ist als der stärkste Inhaltsstoff.

    >Wenn man z.B. die nackte Kohlenstofffaser auf Zug belastet, dann wird die schwächste Faser als erstes reißen, dann die Zweitschwächste usw. bis alle Fasern durch sind.
    Exakt so bricht auch der Verbundwerkstoff. In jedem Fall reißt aber nicht immer nur eine Faser, die Fasern haben nämlich eine gewisse Dehnbarkeit (so wie jedes Material). So werden immer viele Fasern zugleich beansprucht. Die reinen Fasern haben pro Gewicht im Zugversuch auch eine höhere Festigkeit als der Verbundwerkstoff, da keine Masse unnütz als Matrix verschwendet wird. Dafür sind es dann halt nur lose Fasern...

    >Das E-Modul ist doch, soviel ich weiß, die Kenngröße des Biegewiderstands. Auf Biegung werden Komposite aber in den seltensten Fällen beansprucht
    Das E-Modul ist quasi die Größe schlechthin zur beurteilung. Es beschreibt die Steifigkeit und damit genau das, was man bei der Verwendung benötigt - möglichst wenig Gewicht bei möglichst hoher Steifigkeit (="Festigkeit").

    >Ich schlage dir dazu mal einen kleinen Versuch vor.
    Da ich selber mit Glasfaser, Kohlefaser und auch Aramid arbeite sind mir die Eigenschaften durchaus bestens bekannt.

    Den Aufbau von Holz angeht, so ist praktisch nur die äußerste Schicht (das Kambium direkt unter der Rinde) lebendig und für Stofftransporte und Wachstum zuständig.
    >Holz kann deshalb niemals komplett in seinen Kompositpartner(Lignin) getränkt sein
    Mehr Lignin würde nicht viel bringen, da das vorhandene Lignin schon ausreicht um die Fasern zu binden. Tatsächlich strebt man bei Verbundwerkstoffen für höchste Festigkeiten einen minimalen Matrixanteil an. Nur die Verstärkungsfaser sorgt für die Festigkeit. Drum werden CFK-Bauteile im Autoklav erhöhtem Druck ausgesetzt um überschüssiges Epoxidharz heraus zu pressen.


    Hier mal ein paar Daten, dass ich mir das nicht alles aus der Nase popel:
    [www.r-g.de]
    [de.wikipedia.org]

    Da siehst du übrigens auch schön, dass die Zugfestigkeit von CFK gar nicht viel größer ist als von GFK. Aber das entscheidende, E-Modul/Steifigkeit, ist deutlich höher. Das macht den Werkstoff so attraktiv.

  13. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 18.05.16 - 21:50

    >Dann zeig doch mal ein Beispiel bitte.
    >Die reinen Kohlefasern haben etwa 230-400 GPa Zug-E-Modul. Als 70/30 Verbund, auschließlich unidirektional, bleiben davon noch etwa 180GPa übrig. Zugfestigkeitenen sind für CFK <1000MPa und für die reinen Fasern >3000MPa.
    >Du kannst aber gerne ein Beispiel zeigen, bei dem der Werkstoff dann stärker ist als der stärkste Inhaltsstoff.

    Die Zugfestigkeit der einzelnen Faser ist ein rein theoretischer Wert dessen Vielfaches von keinem Verbund je erreicht werden kann. Es ist vielmehr so, dass im Verbund immerhin eine gewisse Prozentzahl des theoretisch Möglichen erreicht werden kann. Wenn ich davon rede wie sich die Stoffe in einem Verbund über die Summe der Einzelteil hinaus festigen, dann rede ich natürlich davon, was man in der Praxis erreicht, wenn man die Kompositenbündel einmal solitär und im Vergleich dazu im Verbund auf ihre Zugfestigkeit hin überprüft. Das Ergebnis dessen habe ich dir ja bereits beschrieben, und da ist auch nichts daran zu Rütteln, dass sowohl Watte wie Uhu Hart für sich allein genommen eine um Größenordungen geringere Zugfestigkeit aufweist wie die Kombination von beiden.

    >Exakt so bricht auch der Verbundwerkstoff. In jedem Fall reißt aber nicht immer nur eine Faser, die Fasern haben nämlich eine gewisse Dehnbarkeit (so wie jedes Material). So werden immer viele Fasern zugleich beansprucht. Die reinen Fasern haben pro Gewicht im Zugversuch auch eine höhere Festigkeit als der Verbundwerkstoff, da keine Masse unnütz als Matrix verschwendet wird. Dafür sind es dann halt nur lose Fasern...

    Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass mit Hilfe des Kompositwerkstoffs die Kräfte gleichmäßiger über alle Fasern verteilt werden, ist doch nicht so schwer!

    >Das E-Modul ist quasi die Größe schlechthin zur beurteilung. Es beschreibt die Steifigkeit und damit genau das, was man bei der Verwendung benötigt - möglichst wenig Gewicht bei möglichst hoher Steifigkeit (="Festigkeit").

    Das kann man eben nicht pauschalisieren. Nicht selten wird eine Zugfestigkeit in Z-Richtung bei Elastizität in X-Y-Richtung verlangt, oder Druck in Z-Richtung oder was auch immer, da ist die Durchbiegung nebensächlich. Das E-Modul beschreibt in der vierten Instanz wie sich ein bestimmten Querschnittsprofil welcher Durchbiegungskraft widersetzt. Darin erklärt sich etwa warum ein Rohr einen höheren Durchbiegewiderstand aufweist als eine Stange, und der Durchbiegewiderstand lässt sich eben auch nicht in jede andere Belastungsart übersetzen.

    >Mehr Lignin würde nicht viel bringen, da das vorhandene Lignin schon ausreicht um die Fasern zu binden.

    Diese Aussage ist tatsächlich aus der Luft gegriffen und widerspricht allen Praxiserfahrungen. Natürlich wird die Festigkeit von Holz durch eine Behandlung erhöht, und sein es nur durch eine Lackierung. Des weiteren stellt sich die Frage, welche Qualitätseinbußen das Lignin als Bindemittel gegenüber künstlichen Harzen hat, und welche Festigkeiten sich eben bei einem 100% Austausch des Lignins bei einer vollständigen Benässung der Fasern erreichen lassen.

    >Drum werden CFK-Bauteile im Autoklav erhöhtem Druck ausgesetzt um überschüssiges Epoxidharz heraus zu pressen.

    Wieso Druck? Ziehen Autoklave nicht via eines Vakuums die Restgase aus dem Harz, bzw. härten die Verbindung durch ein thermische Behandlung?

    Ich bleibe dabei. Du verurteilst gerne von vorne herein alle möglichen konstruktiven Ideen und Entdeckungen noch bevor du, bzw. noch bevor irgendjemand die Eigenschaften und/oder die Anwendbarkeiten ausreichend lange und durchgehend erforscht/überprüft hat. Wieder und wieder, als wenn man sich dafür was kaufen könnte oder es einen Preis zu gewinnen gäbe. So eine Erforschung dauert aber Monate und Jahre. Zu allem Nein zu sagen ist dagegen lächerlich einfach. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man sich zu einer plump populistischen Neinsagerei verleiten lassen kann, wenn man auch nur das geringste Interesse an Forschung und Kreativität aufweist und wenn man nicht durch und durch von Eifersucht gegenüber den Erfolgen anderer durchdrungen ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.05.16 21:55 durch Ach.

  14. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 18.05.16 - 22:30

    >Die Zugfestigkeit der einzelnen Faser ist ein rein theoretischer Wert
    Die Werte oben sind alles messwerte, keine Theorie. Die interessiert beim Einkauf niemanden, da will man nur die Messwerte sehen.

    >die Kompositenbündel einmal solitär und im Vergleich dazu im Verbund auf ihre Zugfestigkeit hin überprüft. Das Ergebnis dessen habe ich dir ja bereits beschrieben, und da ist auch nichts daran zu Rütteln
    Kannst du das belegen? Meine Quellen widersprechen dem.

    >Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass mit Hilfe des Kompositwerkstoffs die Kräfte gleichmäßiger über alle Fasern verteilt werden
    Ja.

    >Diese Aussage ist tatsächlich aus der Luft gegriffen und widerspricht allen Praxiserfahrungen.
    Mehr Lignin hätte den selben Effekt wie bei jedem anderen gängigen Verbundwerkstoff ein größerer Matrixanteil. Dabei nimmt die Schlagzähigkeit zu, Zugfestigkeit und E-Modul nehmen ab. Aber wenn du mir schon vorwirfst, einfach irgendwas zu erfinden: Ich habe Quellen und Zahlen genannt, du behauptest nur und bringst bislang auch auf nachfrage keine.

    >Wieso Druck? Ziehen Autoklave nicht via eines Vakuums die Restgase aus dem Harz, bzw. härten die Verbindung durch ein thermische Behandlung?
    Das Bauteil selbst ist in einem Folienbeutel unter Vakuum, von außen presst zusätzlich ein Überdruck um eine höhere Kompression (auspressen der Matrix) zu erreichen. Damit steigt der Faservolumenanteil.

    >Ich bleibe dabei. Du verurteilst gerne von vorne herein alle möglichen konstruktiven Ideen und Entdeckungen
    Ich sage:
    A) Ist es nicht wirklich "durchsichtig" sondern transluzent wie etwa Butterpapier, welches übrigens durch den selben Effekt so durchsichtig wird
    B) Ist es kein Holz mehr, wie verbranntes Holz auch kein gasförmiges Holz ist
    C) Ist es als Summe der Eigenschaften nicht mit Glas zu vergleichen, insbesondere durch die Lichtbrechung, welches die auszeichnende Eigenschaft von Glas ist.
    D) "Besser abbaubar als Plastik" ist eine völlig undefinierte und damit unnütze Aussage zur Effekthascherei. Es gibt zahlreiche Kunststoffe die (viel) besser abbaubar sind als Epoxidharze

    Ich verurteile das Material an sich nicht, ist doch eine schöne Sache. Man sollte nur halt auch auf dem Boden der Tatsachen bleiben.

    >wenn man nicht durch und durch von Eifersucht gegenüber den Erfolgen anderer durchdrungen ist.
    Diese Eigenschaften zeichnen mich zum Glück nicht aus :)

  15. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 18.05.16 - 23:24

    >Die Werte oben sind alles messwerte, keine Theorie. Die interessiert beim Einkauf niemanden, da will man nur die Messwerte sehen.

    Es sind Messwerte ohne jegliche Praxisbedeutung!

    Ich steig aus Ehran. Was habe ich davon gegen jemanden anzureden, dessen höchstes Zieles es ist, durch eine einseitige Auslegung und selbst via seiner Sprache, eine Entwicklung so schlecht aussehen zu lasen wie nur möglich?

    Dieses Material hat mein Interesse geweckt und wenn ich dem irgendwann mal über den Weg laufe, habe ich vielleicht schon eine nette Verwendung dafür, während du deine kreativen Energien, die eigentlich dazu da sind sich solche Möglichkeiten überhaupt erst zu eröffnen, längst im Schlecht Daherreden und -denken begraben hast. Wem soll dein Bashing den jemals etwas bringen? Willst du Butterpapier vor Solarzellen bauen? Deine Kritik hat bereits jedes Ziel und jeden Nutzen verloren und dient nur noch einem reinen Selbstzweck: dein Ziel soll so schlecht wie möglich dastehen. Das ist so arm, denn die Grenzen der Einsetzbarkeit eines Werkstoffs erfährt man erst recht nicht, wenn man versucht dessen Eigenschaften vorsätzlich und um jeden Preis ins Negative zu verdrehen. Das führt ebenso zielstrebig ins Nirwana wie die maßlose Übertreibung eines Gebrauchwerts. Du stehst also auf einer Stufe mit einem alles naiv Verherrlichendem, und im Grunde ist deine Kritik auch ebenso naiv, eben nur ins andere Extrem.

  16. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 19.05.16 - 00:02

    >Es sind Messwerte ohne jegliche Praxisbedeutung!
    Wie kommst du jetzt darauf? Oder bekomme ich darauf auch wieder keinerlei Antwort?

    >Ich steig aus
    Das macht das fehlen der Quellen/Belege/... leider nicht besser. Ganz im gegenteil sorgt es eher für den gegenteiligen Eindruck, dass du davon überhaupt nichts liefern kannst.

  17. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: /mecki78 19.05.16 - 12:39

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erinnert mich an die Erdbeermilch aus dem supermarkt...

    Du meinst die Erdbeermilch, die gar nichts mit echter Milch zu tun hat und noch im Leben auch nur mit einer Erdbeere in Berührung gekommen ist? Nennt die sich dann überhaupt noch Erdbeermilch? Oder heißt die heute nicht "Milartiges Getränk mit Erdbeeraroma"?

    /Mecki

  18. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 19.05.16 - 20:46

    >Das macht das fehlen der Quellen/Belege/... leider nicht besser. Ganz im gegenteil sorgt es eher für den gegenteiligen Eindruck, dass du davon überhaupt nichts liefern kannst.

    Mal davon abgesehen, dass die Quellen und Belege ja von den Entwerfern dieses Materials erst noch geschaffen werden müssen, und man eben gerade deshalb keine Vorurteile in die Welt hinaus posaunen sollte, schätzt du deine Situation grundlegend falsch ein:

    Während ich mich mit meiner Erklärung des Materialverhaltens auf solidem Grund bewege, bist du es, der sich in einem logischem Widerspruchsdilemma verstrickt hat, sprich: Wenn die Summe der Fasern des nackten Trägermaterials wie von dir beschrieben eine höhere Festigkeit aufweist als das schließliche Komposit, warum weist dann im praktischen Versuch ein Bündel des nackten Trägermaterials eine geringere Festigkeit(Zugfestigkeit oder E-Modul, ist egal) auf als das spätere Komposit? Mit dem Watte/Uhu-Hart Gedankenexperiment habe ich das ja eindeutig und gut nachvollziehbar dargelegt.

    Da du nun alle meine Erklärungsvorschläge in den Wind geworfen hast, bist du auf dich alleine gestellt. Verstehst du? Das ist nicht mehr mein Problem! Du musst nun selber beschreiben, warum man die Stabilität der einzelnen Faser nicht zur Berechnung der Zugfestigkeit des nackten Faserbündels einfach aufsummieren kann. Dabei muss deine Erklärung die Wirklichkeit beschreiben, und von der Wirklichkeit weicht deine Theorie derzeit eben ab! Deine Theorie funktioniert nicht, sie hat an irgendeiner Stelle einen Denkfehler! Sprich, die nackte Watte reißt unter einer geringeren Belastung als das Komposit aus Watte und Uhu. Wo ist der Fehler? Und solange du diese Abweichung nicht erklären kannst, so lange zählt die nächst beste Erklärung, und das ist dem Fall eben die von mir.

  19. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Eheran 19.05.16 - 21:52

    >warum weist dann im praktischen Versuch ein Bündel des nackten Trägermaterials eine geringere Festigkeit(Zugfestigkeit oder E-Modul, ist egal) auf als das spätere Komposit?
    Dafür fehlt nach wie der Beleg, es ist nur eine Behauptung von dir. Dennoch sagst du
    >Während ich mich mit meiner Erklärung des Materialverhaltens auf solidem Grund bewege
    Meine Zahlen (Zugfestigkeit der Fasern vs. CFK) zeigen, dass das fertige CFK deutlich niedrigere Zugfestigen aufweist. Auch beim rein unidirektionalem Werkstoff. Dies weist du ab mit
    >Mal davon abgesehen, dass die Quellen und Belege ja von den Entwerfern dieses Materials erst noch geschaffen werden müssen
    Wie sollen die "Entwerfer" es denn belegen? Sollen sie dir ein Video schicken? Ist dann die Anlage evtl. manipuliert? Ich kann das nicht nachvollziehen, was du meinst. Das sind Messwerte und keine theoretischen Werte.

  20. Re: Das ist kein Holz.

    Autor: Ach 19.05.16 - 22:50

    Willst du ernsthaft behaupten, dass ein Wattebausch, den man auseinander zieht, dem Zereißen mehr Widerstand entgegensetzt als Einer, dán man zuvor in Klebstoff tunkte und aushärten ließ? Meinst du das wirklich Ehran?

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